Aussteiger und Selbstversorger Forum

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BeitragVerfasst: Fr 14. Dez 2018, 09:08 
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Guru
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Registriert: Di 27. Dez 2016, 22:33
Beiträge: 1500
.
weberino hat geschrieben:
Seit wir zusammen sind, nehme ich die Rolle des Beschützers und des Motivators ein ... Verantwortung für meine Freundin zu übernehmen ist ein vorherrschendes Thema und gewöhnt habe ich mich an dieses Zusammenleben inzwischen auch schon. Ist ja auch schön sich um jemanden zu kümmern und persönliche Erfolge mitzuerleben, Dankbarkeit zu erfahren.

Ich muss mich ab und zu selbst leicht vernachlässigen ... Ich kann meinen persönlichen Bedürfnissen oft nicht den Vorrang geben.
Aber das ist für mich auf eine gewisse Art und Weise Ehrensache ... So kann ich das irgendwie legitimieren.


Guten Morgen Ellisdi und weberino,
sorry dass ich mich hier einmische.

Das was ihr tut, klingt traurig und heldenhaft zugleich :wink:

Wenn in einer Partnerschaft (oder auch Eltern-Kind-Beziehung)
der eine Part die Verantwortung und "Pflege"
wie oben von Euch beschrieben übernimmt
und der andere Part sich darauf verlassen kann,
kann es sich um eine ungesunde Ko-Abhängigkeit handeln.
Beide Parteien sind nicht frei, sondern gegenseitig abhängig.
Kommt auch oft bei Suchtkranken vor.
Merkmale sind wie oben beschrieben, dass sich ein Part aufopfert,
oft bis an den Rand seiner Kräfte
und der andere Part keine wesentliche Besserung
seines Zustandes erwarten lässt und dieses auch kaum anstrebt.
Der sich aufopfernde Part zieht aus dieser kranken Beziehung
Selbstbestätigung (wie oben beschrieben) und Identifikation -
der andere Part kann sich auf diesen Schutzraum verlassen,
wird dadurch in seiner Krankheit bestätigt
sieht keinen Anlass dies zu ändern
und wird letztendlich dadurch entmündigt.

Beide Parteien sind jede für sich krank
und in der jeweiligen Rolle gefangen.
Diese kranken Beziehungen können ein ganzes Leben anhalten.

Sinnvoll ist hier folgende Vorgehensweise in fünf Schritten:
1. Ein externer Dritter (Therapeut) sollte
mit beiden gemeinsam und einzeln sprechen und
deutlich machen, dass beide Parts und die Beziehung krank ist.
2. Die Parteien sollten für eine bestimmte Zeit
räumlich und faktisch getrennt werden.
In dieser Zeit erhält jede Partei individuelle Hilfe und Begleitung,
um die eigene Motivation der eigenen Rolle zu erkennen
und im nächsten Schritt ihr Verhalten neu zu korrigieren.
3. Jede Partei lernt (in der Trennungsphase) sich selbst neu kennen,
ohne die andere Partei leben zu können, also Unabhängigkeit.
4. Ist authentisches autarkes Leben jeder Partei wieder möglich,
kann neu überlegt werden, ob die alte Beziehung unter neuen freien Vorzeichen,
also ohne gegenseitige Abhängigkeit, gelebt werden will / kann.
5. Bis zur Stabilisierung, sicheren Festigkeit, wird jede Partei und die Beziehung
weiterhin therap. begleitet.

Wir können in solchen Fällen evtl. praktische und therapeutische Hilfe anbieten :wink:
.

_________________
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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Fr 14. Dez 2018, 09:08 


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BeitragVerfasst: Fr 14. Dez 2018, 11:01 
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Tunnelmensch
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Registriert: So 9. Sep 2012, 17:45
Beiträge: 5601
Wohnort: NRW
Andi hat geschrieben:
Wir können in solchen Fällen evtl. praktische und therapeutische Hilfe anbieten :wink: .


ist dieses "wir", ein verschnitt aus scientology und nlp :lol:

_________________
Nature Doesn't Need People!
Mit dem Bewusstwerden der eigenen Sterblichkeit steigt die Wertschätzung der eigenen Lebenszeit.
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BeitragVerfasst: Fr 14. Dez 2018, 13:03 
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Träumer

Registriert: Di 4. Dez 2018, 02:50
Beiträge: 8
[quote="Andi"]
der andere Part kann sich auf diesen Schutzraum verlassen,
wird dadurch in seiner Krankheit bestätigt
sieht keinen Anlass dies zu ändern
und wird letztendlich dadurch entmündigt.
[/quote]


Da muss ich dich in deiner Ferndiagnose doch etwas zügeln, lieber Andi... ;)
Grundvoraussetzung und höchster Anspruch ist für mich (und inzwischen auch für sie), dass sie Autonomie entwickelt und lernt. Und das tut sie auch, sonst wär ich schon längst über alle Berge. :mrgreen:

Und ich sehe durch meine "Aufopferung" (das klingt so dramatisch) bei ihr eigentlich eher einen großen Ansporn etwas zu ändern, da man sich ja jetzt zu zweit damit rumschlagen muss.

So auf die Art: Je mehr ich mich aufopfere, desto größer wird ihr Drang an sich zu arbeiten. Je mehr sie an sich arbeitet, desto einfacher wird mein Leben. So läuft die "Heilung" in ihrem Tempo dahin.


Edit: Irgendwie funktioniert das mit dem Zitieren noch nicht so ganz, was hab ich denn da falsch gemacht? :shock:


Zuletzt geändert von weberino am Fr 14. Dez 2018, 16:08, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr 14. Dez 2018, 13:50 
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Beiträge: 1500
.
In diesem Fall einfach das zweite [quote] hinter Andi wegmachen ...

Ansonsten einfach Button "zitieren" unten rechts anklicken -
dann die [html-Zeichen] so lassen wie sie sind
und den zitierten Text evtl. kürzen (natürlich ohne zu verfälschen) :wink:

Naja, eine Ferndiagnose war es noch nicht
- dazu gehört sicher ein intensiverer Austausch -
aber ist mir so aufgefallen,
weil das was Du schreibst schon in diese Richtung zeigt ...

Jedenfalls Euch beiden alles Gute !
.

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BeitragVerfasst: So 25. Aug 2019, 12:19 
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Ellisdi hat geschrieben:

8 Jahre in einer Partnerschaft und seit Monaten, vielleicht auch Jahren spürt man etwas wie ein "Stehenbleiben". Man sehnt sich nach großen Veränderungen, nach einem alternativen Leben



und auch hier wieder mein Leitspruch, ES GIBT NIX GUTES, AUSSER MAN(n) TUT ES!!!

Du hast doch eigentlich schon alles geschrieben. Deine Beziehung hat sich erledigt, geht sicherlich Vielen von uns genau so. Oft ist es halt nur hin und wieder, aber irgendwann NERVT es dauerhaft und dann sollte man die Konsequenzen ziehen und ins kalte Wasser springen.... 8 Jahre sind keine Zeit, ich bin inzwischen 20 Jahre verHAIratet und auch nicht mehr soooo glücklich. Ich will mich bewegen aber mein Mädel hält mich irgendwie fest, ihr ist inzwischen irgendwie auch alles egal, sie hilft oder unterstützt mich nicht, ich muss alles alleine machen und sie spielt inzwischen lieber mit ihrem Telefon oder telefoniert mit ihrer Familie als hier mal was im Garten, am Haus oder sonstwo zu machen.
NUR ich bin inzwischen fast 60, da sieht das dann schon doch anders aus als mit noch mit 40. Ab 60biste einigermassen fest gefahren, da gehst du keine Kompromisse mehr ein, schon gar nicht wenns an neue Partnerschaften geht....die ich mir eher lieber gar nicht vorstellen möchte....

ALSO, in erster Linie bist erstmal DU für DICH verantwortlich und es ist DEIN LEBEN... also vielleicht mal in Ruhe drüber nachdenken, ein Blatt Papier nehmen die Pros und Cons aufschreiben und dann merkste schon schnell selbst was überwiegt...

Du schaffst das, wenn nicht wirst Du Dich später den Rest Deines Lebens darüber ärgern es nicht versucht zu haben...

und @Silvie... ich versteh deine esoterischen Ergüsse eher auch nicht...aber ok wichtig ist ja das du selbst weisst was du meinst....Wohin bist du übrigens ausgewandert und was machst du so?
Ich finde keinen Beitrag darüber und bei immerhin über 5000 Beiträgen von dir ist das eher merkwürdig ;)
schönes WochenEnde

_________________
Even if you are in a minority of one - The truth is still the truth!
Mahatma Ghandi


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BeitragVerfasst: So 7. Jun 2020, 17:37 
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Backpacker
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Registriert: Sa 2. Sep 2017, 16:20
Beiträge: 18
Wohnort: Wien
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen sich extrem wählerisch verhalten. Liegt wohl daran, dass es Milliarden davon auf der Welt gibt. Wenn einer nicht passt, kein Problem, wirft man ihn einfach weg und sucht sich einen neuen. Musste selbst so eine Erfahrung machen. Zwei Wochen hat derjenige ausgehalten, dann hat er mich blockiert und ist feige weg gelaufen. Den meisten ist es zu viel mühe einfach mal zu sagen "hey, sorry, ich möchte nicht mehr".

In der modernen Gesellschaft ist es fast schon pflicht einen Partner zu haben. Auf jeglichen Antragsformularen steht drauf ob man "Ledig" (ich würde es eher Single nennen) ist, oder sonstwas. Da sieht man, dass die Behörden immer wissen wollen, ob man einen Parnter hat... eigentlich geht sie das nichts an.

Im Moment hab ich das Bedürfnis einfach ein Leben lang Single zu bleiben. Menschen sind sowieso zu egoistisch, um sich wirklich zu binden. Affären und Betrug kann ich nur mit dem instinktiven Paarungsverhalten erklären... ein Partner begattet, kommt der nächste dran. Es muss immer was neues sein, sonst ist man nicht befriedigt.

Sorry falls das jetzt zu negativ klingt. Ist halt meine Erfahrung. Selbst wenn ich irgendwen zum aussteigen finden würde, sind diese Leute mindestens 10 Jahre älter als ich. Ich schätze mal die meisten in meinem Alter haben anderes im Kopf als aussteigen. :|

_________________
Suche Aussteiger für sesshaftes, naturnahes Leben innerhalb Österreichs!
Alternativ würde ich mich einlassen auf ein Nomadenleben innerhalb Österreichs (z.B. Campingplatz zu Campingplatz). Ich besitze nur den AM Führerschein (Moped und Mopedauto), kann mir aber kein Auto leisten. Also entweder zu Fuß, mit den Öffis oder mit jemandem, der einen Wohnwagen/Auto besitzt.
Bitte nur Anfragen von Österreichern oder Leuten, die lokal anwesend sind!


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