Aussteiger und Selbstversorger Forum

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 Betreff des Beitrags: vom aussteigen, aufwachen, frei sein
BeitragVerfasst: So 16. Dez 2012, 14:32 
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Tourist

Registriert: So 16. Dez 2012, 10:32
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Hallo, ich hab mich mal fix angemeldet, weil ich mir so besseren Zugang zu einem sehr bewussten Personenkreis und Anregungen für mein Vorhaben erhoffe.

Kurz zu mir: wie ich die Welt sehe ist entscheidend, nicht wer oder was ich zu sein glaube. Konflikt zwischen Innen- und Außenwelt mindestens seit dem 14 Lebensjahr (seit ich keine Baumhäuser und Flößer mehr baue und die meiste Zeit darauf verbringe), jetzt fast 30 Jahre alt und in der Zwischenzeit die meiste Zeit im falschen Beruf gearbeitet. So, genug geheult.

Kurz zu meinem Vorhaben: 6500 qm Land mit relativer Lehmrunine, Bach, Hang und Dschungel in Westungarn
1) in eine Baumschule mit Kleintier- und Fischzuchtbetrieb zu verwandeln und übrige Flächen zum Anbau von Obst und Gemüse zu nutzen,
2) die Ruine erhalten und nach und nach individuell ausbauen,
3) den Hof als Unterkunft für durchreisende Helfer, Individualtouristen und Pilger reinstellen,
4) hier im Forum, dort in Ungarn oder in der Zwischenzeit woanders eine besondere weibliche Person für mich zu interessieren, die bereit ist, das alles ganz oder teilweise mitzutragen


mal die Frage in den Raum gestellt: Warum suchen Menschen meist (gleich möglichst viele) andere Menschen um etwas zu erreichen? Das ist doch absurd, wenn man selbst nix, kaum was oder nur wenig vorlegt, was soll den das werden? Schmuddel-image oftmals vorprogrammiert.
Im Schloss Tonndorf durfte ein Folienzelt beispielsweise auf einmal kein Betonfundament haben - weil Demokratie einfach nicht funktioniert - im kleinen mhmm - räusper - und im großen - naja - kann ja jeder sehen was draus geworden ist, der die Augen weit genug aufmacht. Es kann m.E. nur ein Motto für eine - bitte einige schönfärberische Adjektive der Wahl einsetzen - Gesellschaft geben und zwar "weniger reden, mehr machen".

was ich auch gerne mal wissen würde, wie hier darüber gedacht wird: Warum sind so Leute wie wir, die "Bescheid wissen" über das was mit uns in dieser Welt gespielt wird so grottenschlecht organisiert und warum geht es sobald die Organisation besser wird meist nur noch um intellektuellen Sch... , meist noch solchen, der vom Status quo forciert wurde?

Der Titel meines Vorstellungsthread ist ja nun "vom Aussteigen, Aufwachen, frei sein". Das Board heißt "zieh mit dem Wind". Vom Aussteigen möchten wir eigentlich niemanden überzeugen, denn nachdem man aufgewacht ist - ich meine richtig aufgewacht, nicht nur teilweise, von wegen wie schlimm das mit dem Geldsystem und/oder Bigpharma sei und bla - sollte es selbstverständlich werden langsam den Gedanken zu fassen, damit jeder frei sein, und mit dem Wind ziehen kann, ohne bei Sturm gleich schutzlos zu sein, weil vielerorten Menschlichkeit Wertedenken und Desinteresse geopfert wurde...


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Verfasst: So 16. Dez 2012, 14:32 


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BeitragVerfasst: So 16. Dez 2012, 17:34 
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Registriert: Mi 21. Mär 2012, 08:46
Beiträge: 1836
Na dann mal hallo, hallo...

Schön mal wieder von jemanden zu lesen der auch den Mumm hat was anzupacken und nicht nur davon zu träumen.
So wie Du schreibst, bin ich auch der Meinung das Du bereits ein Stück Land erworben hast, oder kurz davor bist ?
Tja, hier haben ja schon einige ihr Angebot reingestellt, aber irgendwie glaube ich, ist nicht so richtig mit Zulauf was abgegangen.
Oder sind jetzt schon welche mit Morbak, Waldsee, Gianni, in Westmecklenburg oder gar mit den Jungs vom Bauernhof aus Österreich zu Gange ?
Das Einzige was ich weiß, ist der Lucas, der sich im Frühsommer bei Lucca gemeldet hat. Mehr an Zusammenschlüssen durch das Forum hat es nicht gegeben, denke ich. Auch bei meinen Kumpel, der Wohnung und Gartenfläche auf seinem Resthof anbietet, hat sich niemand gemeldet. Komisch... Wenn ich keinen Anhang hätte und auch mit der Kohle würde es klamm aussehen, aber ich träumte vom einfachen Leben in Richtung Ausstieg aus der konsumorientierten Gesellschaft, dann würde ich zumindest solche Angebote wie in Westmecklenburg oder das von Waldsee nicht abschlagen können. Und wenn es erst mal nur zum "Versuch" wäre. Aber was zerbrech ich meinen alten Kopp deswegen...
Ich wünsche Dir auf jeden Fall gutes Gelingen mit Deinem Projekt dort in Ungarn. Und das Du Mitstreiter findest. Und wenn Du das unbedingt brauchst... auch eine Partnerin :P

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BeitragVerfasst: So 16. Dez 2012, 18:03 
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Registriert: So 16. Dez 2012, 10:32
Beiträge: 3
Danke admin, dass du das Herz hast, auf meine Einwürfe / Fragen bestmöglich nach deinem Dafürhalten einzugehen. Ich komme aus der IT und weiß, was es bedeutet und wert ist, maßgeschneiderte und keine Standardantworten zu bekommen.

n-n-d hat geschrieben:
Ach und bevor ich es vergesse.
Zitat:
Im Schloss Tonndorf durfte ein Folienzelt beispielsweise auf einmal kein Betonfundament haben - weil Demokratie einfach nicht funktioniert


Kannnst du davon noch etwas mehr berichten, was da genau los war?


Im Schoss hatte sich bei der Mitgliederversammlung herausgestellt, dass einer relevanten Menge an Personen (weiß nicht, was sie für ein Vetorecht dort haben) die Verwendung von Beton zu unökologisch war... Man kann es in der Doku (auf yt) über das Schloss sehen, kommt aber glaub ich erst am ziemlich am Ende...


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BeitragVerfasst: So 16. Dez 2012, 18:31 
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Tourist

Registriert: So 16. Dez 2012, 10:32
Beiträge: 3
Spencer hat geschrieben:
So wie Du schreibst, bin ich auch der Meinung das Du bereits ein Stück Land erworben hast, oder kurz davor bist ?

Wie hier richtig vermutet wird steht auf dem Projekt schon mein Name drauf, ich bin dort auch im vergangenen Sommer partiell aktiv geworden und stehe mit allen Nachbarn in gutem Kontakt (ich spreche auch bereits etwas besser und mehr ungarisch als die Ungaren dort Deutsch sprechen).
Ich habe mir Ungarn ausgesucht, weil man dort einfach sein Ding machen kann (u. a. ist ein wenig rumpfuschen gemeint - wer weiß, vielleicht baue ich mir ne Rutsche an den Hang und unten wird neben dem Bach ein kleiner See gebaggert) -, weil sich dort eben - besonders auf dem Land jeder irgendwie durchschlängeln muss - und pfuschen könne ich ziemlich gut, meinen einige meiner Freunde.

Spencer hat geschrieben:
Tja, hier haben ja schon einige ihr Angebot reingestellt, aber irgendwie glaube ich, ist nicht so richtig mit Zulauf was abgegangen.
Oder sind jetzt schon welche mit Morbak, Waldsee, Gianni, in Westmecklenburg oder gar mit den Jungs vom Bauernhof aus Österreich zu Gange ?
Das Einzige was ich weiß, ist der Lucas, der sich im Frühsommer bei Lucca gemeldet hat. Mehr an Zusammenschlüssen durch das Forum hat es nicht gegeben, denke ich. Auch bei meinen Kumpel, der Wohnung und Gartenfläche auf seinem Resthof anbietet, hat sich niemand gemeldet.

Denke da sollte man in Zukunft auch mehrgleisig fahren, also nix mit fb oder kleinanzeigen oder so ein Quatsch, sondern wwoof profil anlegen, helpx profil anlegen, couchsurfing profil nicht vergessen, evtl. was über booking.com publik machen, wenn zumindest teilweise vermietbar & adäquat. Kollaborative Mobilität ist finde ich auch ein total wichtiges Thema, denn das wird noch gebraucht, denn nicht jeder macht es mit dem Fahhrad oder zu Fuß z.B. von A nach GR und wieder zurück, also was mag wohl nach der Mitfahrgelegenheit kommen?

Spencer hat geschrieben:
Komisch... Wenn ich keinen Anhang hätte und auch mit der Kohle würde es klamm aussehen, aber ich träumte vom einfachen Leben in Richtung Ausstieg aus der konsumorientierten Gesellschaft, dann würde ich zumindest solche Angebote wie in Westmecklenburg oder das von Waldsee nicht abschlagen können. Und wenn es erst mal nur zum "Versuch" wäre. Aber was zerbrech ich meinen alten Kopp deswegen...

m. E. ist das Problem erstmal anzufangen, weitermachen ist deutlich leichter - auch das mit den Stimmungen, Überzeugungen und Tagesformen die zu wirklichen Veränderungen führen (können) ist eine hochsensible Sache und dazu ist man noch allein in seinem "Kopp" also u. U. sogar fast wie eingesperrt - kein Wunder, warum einige über Jahre nichts ändern (können). Man kann ja an vielen Orten hängen bleiben, bevor man es zu einem eigenen kleinen Paradis geschafft hat... / cut


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BeitragVerfasst: So 16. Dez 2012, 18:47 
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Durchgeknallt
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Registriert: Do 9. Aug 2012, 18:40
Beiträge: 2533
smuwe hat geschrieben:
H
was ich auch gerne mal wissen würde, wie hier darüber gedacht wird: Warum sind so Leute wie wir, die "Bescheid wissen" über das was mit uns in dieser Welt gespielt wird so grottenschlecht organisiert und warum geht es sobald die Organisation besser wird meist nur noch um intellektuellen Sch... , meist noch solchen, der vom Status quo forciert wurde?


Ich schätze mal unter Aussteigern gibt’s deutlich mehr Eigenbrötler, bin ja selber einer. Du hast ja selbst auch schon Kritik gegeben, warum so manches in der Gruppe schwerer sein kann. ;) Geht es halt um Autarkie, ist eine Vernetzung nicht unbedingt notwendig. Ich mein, dafür, dass sie nicht notwendig ist, macht man es doch. Ich zumindest. Ich koppel mich damit von allen anderen Vorstellungen ab und stelle mich in den Mittelpunkt, um es mal deutlich zu sagen. Sehe das auch als mein Geburtsrecht so frei sein zu wollen wie ich will. Wenn ich mich in anderen Projekten vorstelle, tu ich mir selbst damit sehr schwer. Ich will halt lieber mein Ding machen. Dafür brauch ich keine Demokratie. :D


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BeitragVerfasst: So 16. Dez 2012, 22:38 
Erstmal ein Willkommen von mir !

Das Projekt das Du beschreibst klingt auf jeden Fall interessant. Nur solltest Du nicht erwarten das die Leute gleich von den Stühlen springen und rufen "Ja das ist es!" :wink: .
Aber ich denke der eine oder andere wird sich schon über kurz oder lang bei Dir melden um mehr zu erfahren.
Ich persönlich hätte da auch ein paar Fragen die ich Dir aber mal per PM sende.

Gruß Daniel


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