Aussteiger und Selbstversorger Forum

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 Betreff des Beitrags: Mein Traum, der Ausstieg.
BeitragVerfasst: Do 1. Jan 2009, 06:45 
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Tourist

Registriert: Do 1. Jan 2009, 06:13
Beiträge: 4
Ich möchte mich mal kurz vorstellen. Bin 18 Jahre alt, wohne in Frankfurt und habe eine Vision.
Seit einiger Zeit denke ich an meine Zukunft und habe Angst davor, das mein Leben ein gewöhnliches wird. Es ist ein schrecklicher Gedanke, in einem System zu leben, das mich und meine Gedanken derart beschränken. Zum ersten mal in meinem Leben, habe ich das Gefühl, das ich weiß was es heißt zu leben. Für mich ist die Idee eines Lebens in Freiheit das Erstrebenswerteste. Nichts hat mich mehr fasziniert, mein Leben als einzigartig zu bezeichnen. Nichts scheint großartiger, als das Leben selbst, weshalb ein vorgegebenes Leben von der Stange für mich nicht das leben wäre. Meine Kritik im System liegt vor allem am System als solches, denn ohne ein System sähe ich viel mehr Freiheit für den Geist, da der Freigeist erst durch das überwinden des Systems frei wird.
Meinen Ausstieg werde ich direkt nach meiner Schulausbildung vornehmen. Wahrscheinlich wird es ein sehr spontaner Ausstieg ohne viel Zeit zum nachdenken. Mich zieht es in Richtung Russland, kann aber auch in einen ganz anderen Weg gehen.

Evtl. hat ja jemand ähnliche Gedanken, die ich gerne mal hören würde.
Danke


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Do 1. Jan 2009, 06:45 


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 Betreff des Beitrags: Ein Traum, eine Vision
BeitragVerfasst: Fr 2. Jan 2009, 23:32 
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Tourist
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Registriert: Sa 1. Mär 2008, 16:44
Beiträge: 4
Hallo

Es ist schön noch jemanden kennen zu lernen der sich dafür entschieden sein Leben anders zu gestalten als der rest der Welt. Doch ich sage es nur ungern ich habe solche Worte schon von einigen gehört die jedoch noch immer auf ihrem Allerwertesten hinter ihrem Bildschirm sitzen. Was ich damit sagen will ist das viele diesen Traum haben aber ser wenig es wagen es überhaupt zu versuchen. Und was reizt dich so sehr an Russland?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi 21. Jan 2009, 13:05 
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Tourist

Registriert: Mi 21. Jan 2009, 11:14
Beiträge: 2
Wohnort: Göttingen
Hallo Supertramp66!

Es freut und berührt mich, solche Worte zu lesen. Ich kenne das Gefühl sehr gut und da du ja Interesse geäußert hast, dass andere Ihre ähnlichen Vorstellungen mit dir teilen, möchte ich dir meine Sicht in ein zwei der von dir genannten Punkte nennen.
Ich selbst bin kein Aussteiger in dem Sinne, noch nicht. Ich sehe mich aber als einen Aussteiger, einen Aussteiger aus meiner Person. Erst viel später als du habe ich durch ein persönliches Erlebnis, welches man vielleicht als Schicksalsschlag beschreiben könnte, festgestellt, dass ich überhaupt nicht die Person bin, die ich all die Jahre versucht habe zu sein oder zu Leben. Diese Person wurde von Außen geschaffen und mir eifach übergestreift, ohne dass ich es rechtzeitig bemerkt hätte. Dieser ganze Prozeß bis zur Befreiung von diesen Masken und zwanghaften Verhaltensweisen war etwas Umfangreicher. Ich will hier nicht ins Detail gehen, sollte jemand Interesse an einem solchen Austausch haben, kann man das ja an anderer Stelle vielleicht in einem neuen Thread behandeln.
Für mich haben sich allerdings einige Dinge herauskristallisiert, die mit ein paar Punkten deiner Vorstellung zusammentreffen könnten.
Zunächst (und ich möchte noch einmal Betonen, dass es sich nur um meine Erkenntnisse handelt und ich ihnen keinesfalls Allgemeingültigkeit unterstellen möchte):

-Du bist schon jetzt und schon immer einzigartig, egal in welchen Zwängen oder Gefängnissen du steckst. Du bist ein Ausdruck des Lebens und du kannst das LEBEN nicht toppen.

-Das Streben nach Freiheit kann schnell selbst wieder zu einem Zwang werden. Freiheit ist dir angeboren. Du musst kein äußeres System überwinden um wahrhaft frei zu sein, sondern zuerst dein inneres.
So ist es auch mit dem Streben nach Außergewöhnlichkeit. Sei gewöhnlich. Nicht angepasst an eine Gesellschaft oder eine Gruppe, aber gewöhnlich im Sinne des Lebens selbst. Das ist nichts schlechtes. Du schaffst Dir ganz schnell dein eigenes Gefängnis, wenn du immer versuchst auf irgend eine Weise außergewöhnlich zu sein. Gelassen gewöhnlich zu LEBEN ist in den Augen der Gesellschaft oder irgendeiner Gruppierung immer sehr außer-"gewöhnlich".

Sonst möchte ich nur noch sagen: MACH ES!
MAch es jetzt, wenn du wirklich leidest. Verschwende keine Zeit, denn das Leben ist kurz. Ich freue mich darauf, vielleicht nie wieder von dir zu hören! (Das ist jetzt nett gemeint ;-) )


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 Betreff des Beitrags: moin gerfährte
BeitragVerfasst: Mi 21. Jan 2009, 13:44 
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Backpacker

Registriert: Mi 21. Jan 2009, 13:40
Beiträge: 35
Wohnort: Sonthofen/Allgäu/Bayern
freut mich endlich in den tiefen des internets jemandem in meinem alter zu finden, der so ähnlich denkt wie ich!
into the wild also... hammer buch+film
du bist nicht allein mit deinen träumen aber dazu schau in meien vorstellungs thread! (one backpack, one knife, one nothing)
würde ja auch gern wissen, was dich nach russland zieht zumal da das system nicht gerade lockerer ist ...

freu mich auf antwort - fabi

zum nachdenken:

ist absolute freiheit ein leben ohne süchte?
und wenn, was ist wenn man nach freiheit süchtig ist?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi 28. Jan 2009, 21:09 
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Tourist

Registriert: Do 1. Jan 2009, 06:13
Beiträge: 4
hi nemo, ich glaube es gibt viel mehr menschen in unserem alter, die wie wir denken, als uns bewusst ist. das leben hat so viel zu bieten, man muss nur etwas mut haben und es sich einfach nehmen. ich war 15 jahre alt, als ich merkte, dass mein leben nicht mein leben war, sondern, das des systems. ich fühlte mich plötzlich nicht mehr als ein mensch mit freiem willen, sondern wie eine figur in einem theaterstück. ich kann nicht behaupten, dass mein leben bisher schlecht gelaufen ist, viele wären froh über so ein glückliches und angenehmes leben, doch es war eben ein gewöhnliches, nichts besonderes.

wenn ich mir deine ideen so durchlese, dann sehe ich doch einige parallelen zu mir selbst. ich habe allerdings nur etwas gegen dieses system und nichts gegen die menschen darin (bin schließlich selbst daran gebunden). das system ist die gesellschaft und damit meine ich die für mich kranken wertvorstellungen, die sich aus dem system ergeben und automatisch allen menschen aufgedrückt werden. es gibt mit sicherheit einige menschen, die sich auch so frei fühlen können. wenn man allerdings philosophisch veranlagt ist wie ich (und du auch), ergibt sich eine ganz andere (romantische?) vorstellung von freiheit.

jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er sein leben gestalten möchte, denn es ist das einzige was wir haben.
wenn ich eines tages mein leben betrachte, möchte ich eines ganz bestimmt nicht sagen wollen: "hätte ich es doch gemacht".
denn,
freiheit ergibt sich nicht aus dem geld, das wir haben, sondern aus der vereinbarkeit unserer lebensweise mit unserem gewissen.

russland hat für mich schon immer eine geheimnisvolle ausstrahlung. wo mein weg mich hinführen wird ist noch sehr ungewiss. wahrscheinlich werde ich mich zuerst noch in mitteleuropa durchschlagen, um dann nach amerika zu gehen, ein paar jahre dort leben. aber um bei meinem plan zu bleiben..., ich will und werde keinen plan haben!
es gibt keine sucht nach freiheit. freiheit ist etwas ganz natürliches, wie luft zum atmen. bist du deshalb süchtig nach luft?

ps: eddie vedder ist wirklich was ganz feines, da hast du recht.


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 Betreff des Beitrags: hey
BeitragVerfasst: Do 29. Jan 2009, 18:52 
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Backpacker

Registriert: Mi 21. Jan 2009, 13:40
Beiträge: 35
Wohnort: Sonthofen/Allgäu/Bayern
DANKE FÜR DIE ANTWORT! (endlich kontakt in diesem forum),
ich finde es wirklich toll, dass du ähnliche ansichten wie ich hast, was das leben anbelangt... ich muss dir auch recht geben, dass es da drausen bestimmt noch viel mehr leute in unserem alter gibt, die auch frei sein wollen, dass problem ist die lebensart die wir toll finden oder ausleben wollen hat nicht viel sympathie mit medien (insbesondere in bezug auf das internet) anzubieten ... ich muss zugeben auch ich habe meine probleme damit das internet als medium zum austausch über ein leben ohne solche unpersönlichen und kapitalistischen medien zu nutzen...ein widerspruch in sich quasi...

trotzdem freut ich mich dich "gefunden" zu haben... hast du irgendwelche kumpel/feunde die auch so denken? was machst du so - schule/ausbildung/arbeit? in wieweit bist du philosophisch veranlagt - schreibst du? was sind deine gedanken?
was hältst du von meiner pn?( war auch nur ne idee, ich bin einfach so persönlich und ungebunden...wenn du kein bock drauf hast einfach sagen...oder wenn du irgendwelche vorhaben hast wo du nen unkomplizierten "gefährten" oder vielleicht bald-freund zum gemeinsamen lernen und erfahrungen sammeln gebrauchen kannst, sag einfach bescheid!)

deine "pläne" so weit man das sagen kann klingen verdammt nach meinen... ich hab mir auch erstmal vorgenommen durch europa zu ziehen und nebenher(bzw ne weile vorher) zu jobben und wenn ich genug kohle auf der seite hab(das soll keine häufung von sicherheit darstellen sondern eine art von chanche ,die ich nutzen könnte, falls mir das alles über den kopf wächst oder ich einfach andere pläne hab) gehts ab nach amerika bzw usa (was meinst du genau?) und zwar nach arizona/flagstaff mein vater hat dort ne freundin, die durch entlegene gegenden in diesem gebiet zieht und seltene pflanzen sucht...dort werde ich mir das ne weile anschauen und dann versuchen mit pflanzenkenntnisen ... mich eine weile alleine im süden durchzuschlagen...
wohin zieht es dich in amerika/usa?

ich weiß nicht ob ich das richtig verstehe, was du mit denn gesellschaftlichen normen meinst, die "sich" jeder aufzwingt. oder anderst gefragt was fällt für dich unter systemzwang? ich will die menschen im system auch nicht verurteilen, aber ich bin der meinung, dass vieles, dass
ich hier so in frage stelle von den menschen selbst ausgeht(kann schon sein ,dass das wiederrum aufs system zurückzuführen ist...oder durch die schleichende "verdummung" und vereinsamung des einzelnen).
zum beispiel:
gestern hatte der vater meiner freundin geburtstag. wir haben nicht sonderlich viel gemein und ich finde seine lebensweise mehr oder minder bedauernswert...er ist ein ewiger pessimist...naja ich wollte ihm eine kleinigkeit kaufen und bin zum geldautomat um zu kucken ob endlich die kohle vom SOMMERjobben drauf ist, was sie war : 523 euro. ich stand also vor dem automaten und konnte mir ein abwertendes schmunzeln nicht verkneifen. ich versuchte mich an die arbeit zu erinnern, was mir gelang nur sah ich sie nicht als arbeit sondern als etwas, das mir spaß machte (von der fos aus musste ich 1/4 jahr lang ein unbezahltes praktikum im bereich mit behinderten kindern machen. dannach hab ich noch 2 wochen in den sommerferien da für geld gearbeitet...)
ich schaute wieder auf das display und dachte mir: "was sollen diese wirren zahlen da?" hab 50euro abgehoben und ihrem vater ein buch über die wendepunkte des WWII und eines übers älter werden gekauft.
ich dachte : "was bringen mir diese paar zahlen da auf dem display, wenn ich jemandem eine freude machen kann, wenn der betrag ein wenig sinkt!?" das ist es nämlich was ihm fehlt. es muss ihm mal jemand zeigen, dass es nicht nur arschlöcher und egoistische knaller auf dieser welt gibt.

was du mit "magischem" russland meinst, kann ich schon nachvollziehen, es ist "dank" der udssr einfach wenig darüber bekannt und hatte dem kommunistischen einfluss zufolge auch nicht wirklich einen stellenwert (also vorallem das hinterland)

ich finde unsere lebensvorstellung/freiheitsvorstellung schon romantisch, was ich von schnullzigen filmen ala titanic nicht grade behaupten kann...

ach und: natürlich bin ich süchtig nach luft, nehm ich schon fast achtzehn jahre im sekundentakt und es ist keine besserung in sicht... naja
natürlich ist freiheit natürlich (was für ein satz...)
aber ich bin der meinung, dass man auch paranoid bei dem wunsch nach einem leben in freiheit werden kann und so das, dass eigentlich schon erfüllung bringen würde einfach übersieht...sich selbst in den goldnen käfig wirft...wieder auf die luft betogen: hyperventilieren

würde mich auf ein bisl kontakt und antworten freuen...
...danke fürs melden

gruß der fabi


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