Aussteiger und Selbstversorger Forum

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 Betreff des Beitrags: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 02:20 
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Tourist

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Beiträge: 4
Hallo miteinander!

Ich (24,m) spiele nun seit etwa 3 Jahren mit dem Gedanken, aus diesem System auszusteigen. Ich behaupte auch nicht, dass es unbedingt ein schlechtes System ist, da man insgesamt auf einem hohen Standard lebt, soziale Absicherung gegeben ist und sich um Dinge wie Krankenversicherung etc. keine Sorgen machen muss. Allerdings strebe ich ein freieres leben unter der Sonne an, wo ich mir die Arbeit zum Teil selber einteilen kann und nicht bis zum Ruhestand primitive Kollegen sehen muss, die ich nicht mag. Insgesamt benötige / will ich keinen hohen Standard, was mir wichtig ist sind Wärme und fruchtbarer Boden.

Aufgewachsen bin ich in der typischen Mittelschicht: Schönes Haus, jedes Jahr auf Urlaub fahren, und da ich schon früh arbeiten ging, konnte ich mir auch immer die neuesten Handys und Kleidung kaufen, was mich damals als konsumorientierter Jugendlicher auch in gewisser Weise befriedigt hat. Bis dann irgendwann mit 20, 21 ein Umdenken stattgefunden hat ("was will ich im Leben - was brauche ich").

Geplant ist es, nächstes Jahr auszusteigen, vielleicht aber auch schon dieses oder erst in 2 Jahren. Auf jeden Fall möchte ich noch mehr Geld sparen, denn ich bin der Meinung, ohne Kapital ist kein realistischer bzw. dauerhafter Ausstieg möglich. Vielleicht wäre es theoretisch schon möglich, wenn man auf die Kanaren fliegt, im Zelt wohnt und nur von selbst gefangenen Fischen lebt. Meins wäre es nicht, da ich eigenen Grund und Boden bevorzuge und einfach mein eigenes Paradies gestalten will.

Wohin soll es gehen?

Da bin ich mir noch nicht 100%ig sicher. Aktuell überlege ich zwischen Brasilien, Spanien und Paraguay.

Spanien stelle ich mir am schwierigsten zwecks Selbstversorgung vor, zumindest im warmen Süden, der durch den Klimawandel allmählich zur Wüste wird und dementsprechend eine wohl sehr schlechte Wasserversorgung hat. Und unfruchtbare Böden. Nordspanien dürfte zwar weitestgehend fruchtbar und regenreich sein, allerdings wird es im Winter schon ziemlich kalt. Auf den Kanarischen Inseln sind die Grundstücke ziemlich teuer. Brasilien stell ich mir zwecks Selbstversorgung am leichten vor, da es einige (bezahlbare) Grundstücke direkt an großen, fischreichen Gewässern gibt. Hier müsste ich mich für die Daueraufenthaltsgenehmigung mit einer Brasilianerin
verpartnern, wovon ich aber auch nicht abgeneigt wäre ^^ Paraguay hat auch ziemlich günstige Grundstücke (auf dem Land um die 3000€ pro Hektar mit Quellwasser). Allerdings würde dann der Fisch fehlen, und eine immer vorhandene, proteinreiche Nahrungsquelle ist natürlich ein Riesenvorteil. Vor allem wenn eine Kolonie Blattschneiderameisen kommt und die ganzen Fruchtbäume über Nacht kahlfressen. :lol:

Hier noch ein Beispiel von einem Grundstück in Brasilien: https://www.immozentral.com/inserat/3018224 (falls Links nicht erlaubt sind, bitte löschen).
Könntet ihr euch vorstellen, auf so einem Grundstück zu leben?

So, das wars mal fürs erste von mir :)


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Di 5. Feb 2019, 02:20 


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 03:23 
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Schamane

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:welcome: Im Forum!

Hab mir deinen Link nicht angesehen, weil deine Frage, was wir uns vorstellen können, nicht hilfreich für dich ist.

DU musst es dir vorstellen können!

Warst du schon mal in Brasilien? Kennst du das Klima dort? Sprichst du portugiesisch? Usw...

Viel Spaß beim planen und überlegen!

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 03:56 
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Guru
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Wohnort: Chak Ngaeo, THA
Konsumverweigerer hat geschrieben:
Könntet ihr euch vorstellen, auf so einem Grundstück zu leben?

Nein:
Hauptgrund 1: Habe mal die Anzeige durchgelesen und sehe: 105 Ha ... Eur 12'900.
Das macht 1 cent pro Quadratmeter; obwohl der Preis mit diesem '' ...'... '' auch ein verstecktes Indiz auf 'Million' sein koennte. Wenn der niedrige Preis zutrifft... was verdient der Makler/die Webseite da? Da stimmt was nicht, sagt mein Gefuehl.
Hauptgrund 2: Was macht man mit 105 ha am Fluss? Krokodilen zuschauen? Jeden Tag Bananen esen? Oder man bebaut sie und da muessen ein paar Zehntausend Euros mehr mitgebracht werden. Das ist eher eine Firmengruendung als ein Ausstieg.
Hauptgrund 3: Der Boden hat Parasiten. Den Makler/die Webseite zum Beispiel. "Es ist nicht wichtig dass wir gewinnen. Aber auf welche Weise." (Ender, in: 'Ender's Game')
Nebengrund 4: Warum sollte ich mir eine 'Einheimische' aufhalsen - nur zum Zweck der Landnahme? Das geht auch 'hier' reihenweise in die Hose.
Nebengrund 5: So ein Stueck Land waere mein Heim; meine Heimat. Die kann man- ich zumindest- nicht einfach einkaufen; da will ich emotionell und sozial reinwachsen.

Ja:
- Wenn die Nein-Gruende nicht waeren.
- Wenn ich nach dem Kauf 95 ha verkaufen kann ( fuer 12'901 Euro). Die verbleibenden 10 ha koennte ich vielleicht handhaben.

Als konsumverweigernder Konsumierer von Grundstuecken haette ich auch Gewissensbisse, mir beim Rasieren zuzuschauen.
Die Frage - das will ich einraeumen - war, was ICH tun wuerde.

Jein:
Du sagst: "...ohne Kapital ist kein realistischer bzw. dauerhafter Ausstieg möglich...". Das trifft zu wenn man an legalen Grund oder anderen Besitz denkt.
Man kann aber auch mental Aussteigen. Sich nicht weiter unkritisch anzupassen muss nicht bedeuten dass man auf die 'einsame Insel' umzieht?

Noch was: Hallo, hier


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 10:21 
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Tunnelmensch
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Konsumverweigerer hat geschrieben:
Könntet ihr euch vorstellen, auf so einem Grundstück zu leben?


allein nicht.
und bevor man sich was zulegt...sollte man schon ein volles jahr vor ort zur miete wohnen.
erst danach zuschlagen, falls der wunsch für die region noch besteht.

__________

der anbieter ist gewerblich und hat eine website mit dutzende angebote, von 7000 bis 1 mio euro.
der niedrige preis kommt davon, dass es im Amazonas liegt, massig land und kaum menschen.
Berlin auf einer fläche 5x größer als deutschland.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 15:22 
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Tourist

Registriert: Sa 26. Jan 2019, 18:34
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Vielen Dank für eure ehrlichen Meinungen!

Ich war noch nicht dort, zuerst möchte ich eine Vorauswahl treffen, dann das Land bereisen und
natürlich die Sprache lernen.

Grundsätzlich denke ich, dass das tropische Klima die ersten Wochen / Monate sehr anstrengend
ist, der Körper sich aber immer mehr und mehr akklimatisiert.
Vor allem da ja der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht größer als zwischen den Monaten ist.

Brasilien habe ich erst seit ein paar Tagen auf dem Radar.

Es gilt eben zahlreiche Dinge abzuwägen, wie Klimaregion (will ich das Risiko von Moskitos und deren Krankheiten eingehen),

Kriminalität, Distanz zum nächsten Krankenhaus etc.

Das von mir verlinkte Grundstück wäre mir eigentlich auch zu weit von der Ziviliation weg. (whs über 150km)

Was wäre für euch persönlich die maximale zumutbare Distanz zum nächsten (vernünftigen) Krankenhaus?

Ich denke für mich persönlich, wären in (sub)tropischen Regionen 10 -max. 40km ok. Dann wäre man noch nicht vollkommen

im Outback, sollte mal was unvorhergesehenes passieren. Und die Grundstückspreise sind in 20km Distanz auch noch leistbar, natürlich bekommt

man keine 100 HA um 10 oder 15k, aber 5 oder 10 HA reichen ja auch. Mehr als 1-2 HA kann man wohl eh nicht bewirtschaften.

Lebt von euch jemand in den Tropen, wie groß ist die Chance sich mit Malaria oder Dengue anzustecken?

Falls ja, lauft ihr nur mit langärmliger Kleidung draußen herum?

Und ja, ich würde zuerst auch ein paar Monate in der Zielregion auf

Miete leben bevor ich etwas kaufe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 15:42 
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Es könnten dort auch Indigene wohnen, die vom Verkauf ihres Stammeslandes an einen Invasor wenig begeistert sind.


Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 15:51 
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Tunnelmensch
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maulwurfn hat geschrieben:
Es könnten dort auch Indigene wohnen, die vom Verkauf ihres Stammeslandes an einen Invasor wenig begeistert sind.


bei der fläche und lage eher unwahrscheinlich.
auch gibt es in brasilien ein absolutes grundbuchpflicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 17:54 
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Konsumverweigerer hat geschrieben:
...der Körper sich aber immer mehr und mehr akklimatisiert...

Ich weiss nicht, ob ich typisch bin, aber mein Koerper glaubt auch nach 15 Jahren immer noch dass man ab etwa 30 Grad stark schwitzen sollte wenn man koerperlich arbeitet.
Konsumverweigerer hat geschrieben:
Lebt von euch jemand in den Tropen...

Ja.
Konsumverweigerer hat geschrieben:
wie groß ist die Chance sich mit Malaria oder Dengue anzustecken?
Falls ja, lauft ihr nur mit langärmliger Kleidung draußen herum?

Auch ohne Krankheiten sind Mosquitos schon zum Kotzen. M'ria und Dengue SIND ein Thema. Ein Bekannter von mir ist an Dengue drauf gegangen. Selbst in Gross-Staedten (z.B. Kuala Lumpur) gibt es Faelle. Malaria und Dengue sind eher harmlos, WENN ... ein Arzt mit Medikamenten greifbar ist. Man sollte aber wenigstens die Symptome kennen. Geimpft bin ich nicht.
Ich besitze gar keine kurzen Hosen! Aber eher wegen Sonnenbrand und Gestruepp. Auch finde ich 'shorts' etwas fuer Touristen, oder am Strand; ansonsten kann man sich ruhig 'traditionell' anziehen. Wenn's mal ''in's Gelaende'' geht ziehe ich auch mal mein (einziges) Paar Socken an. Das haelt Insekten oder Blutegel auf Abstand. T-shirts sind aber normal bei mir.
(wo Einige sagen moegen, ich sei eh' nicht normal...)
Muetze, outdoors: ein must-have (Zecken, Sonne, Regen)
Insekten (und speziell Mosquitos) haben ihre besonderen Arbeitszeiten und Vorzuege (Farben, Koerpergeruch,...) und Abneigungen (bestimmte Duefte (-->vergiss Chemie)) Da schlaengele ich mich durch (...den 'Feind' zu kennen...).
Krankenhaus... das war bei mir das letzte mal etwa 25 Jahre her: Blinddarm.
Kuerzlich hatte mich ein Affe gebissen (kein Scheiss) - da war alles was ich brauchte in meiner 'Hausapotheke'. Die sollte man aber immerhin haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 19:40 
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Danke für die realitätsnahen Tipps, genau so etwas suche ich.

War der Bekannte ein Einheimischer, der sich keinen Arzt leisten konnte?
Ist nicht abwertend gemeint, mich interessiert
es nur, vor allem da ich vor ein paar Tagen einen Film über eine einfache kambodschanische Familie (Reisbauern) gesehen habe,
wo der Familienvater aufgrund eines Dorns im Fuß, fehlendem Geld für Ärzte und der anschließenden Blutvergiftung gestorben ist.

Muss man sich also prinzipiell nicht allzu viele Sorgen machen bez. Krankheiten, wenn die medizinische Hilfe in Reichweite gegeben ist?

Was mich ebenso brennend interessieren würde, kann man Bananen prinzipiell so anpflanzen, dass z.B. im 2 Wochen Takt
ein - zwei neue Büsche zum Verzehr reif werden? Wenn ja, wie viel Arbeitsaufwand in Stunden könnte man täglich einplanen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 20:58 
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Interessante Theorie mit den Bananen. Hab ich noch nie drueber nachgedacht. Aber ich glaub das nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 21:07 
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Konsumverweigerer hat geschrieben:
vor allem da ich vor ein paar Tagen einen Film über eine einfache kambodschanische Familie (Reisbauern) gesehen habe,
wo der Familienvater aufgrund eines Dorns im Fuß, fehlendem Geld für Ärzte und der anschließenden Blutvergiftung gestorben ist.

Muss man sich also prinzipiell nicht allzu viele Sorgen machen bez. Krankheiten, wenn die medizinische Hilfe in Reichweite gegeben ist?


ähm...selbst mit ärzte kann man draufgehen, es gibt sehr viele parasiten.
auch muss der richtige erreger im KH rechtzeitig erkannt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2019, 21:11 
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Megalitiker hat geschrieben:
Interessante Theorie mit den Bananen. Hab ich noch nie drueber nachgedacht. Aber ich glaub das nicht.



bei der menge zucker die drin steckt, sind allzu viele bananen auch nicht gesund.

es gibt genug gemüse, was auch schnell wächst und ohne hülsenfrüchte geht gar nix.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Mi 6. Feb 2019, 10:05 
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Konsumverweigerer hat geschrieben:
War der Bekannte ein ...

Der Mann war ein Mitarbeiter aus Slowakien. Er hatte sich Dengue eingefangen, hat es fuer Grippe gehalten und zu Hause 'aussitzen' wollen (er kannte die Symptome und auch 'Gefahren' nicht. Mangels roter Blutkoerper ging er dann spaeter in's Koma. Das Gehirn war dadurch so sehr geschaedigt dass er ein paar Monate spaeter starb. Bis das soweit war hatte er kein Gedaechtnis mehr; seine Frau hatte ihn gepflegt..
Konsumverweigerer hat geschrieben:
Muss man sich also prinzipiell nicht allzu viele Sorgen machen ...

Ich wuerde eher sagen dass es keinen Grund fuer PANIK oder Paranoia gibt. Sich zu informieren sollte schon mal das Schlimmste verhindern: 'Erste Hilfe' kann man eigentlich immer selbst machen. Kobra's, Skorpione, Krokodile, giftige Nahrung und anderes Ungemach kann man umgehen wenn man weiss wie. Bleiben noch Krebs und Haarausfall… das waere aber auch in der Gross-Stadt einfach - Pech.
Konsumverweigerer hat geschrieben:
kann man Bananen prinzipiell so anpflanzen, dass z.B. im 2 Wochen Takt ein - zwei neue Büsche zum Verzehr reif werden? Wenn ja, wie viel Arbeitsaufwand in Stunden könnte man täglich einplanen?

JEDEN Tag Bananen…? ich weiss ja nicht. Unsere Bananenstauden hier stehen etwa 5 Meter auseinander; da gibt es Platz fuer vieles andere: Gemuese, Kraeuter und Kleingetier. Man kann natuerlich zeitlich versetzt saeen oder pflanzen. Aber einen gewissen Jahresrhytmus gibt's auch in den Tropen. Obwohl es eigentlich immer etwas zum pfluecken gibt; Vieles bringt auch mehr als EINEN Ertrag im Jahr, oder waechst sehr schnell.
Bin selber auch erst am Aufbauen; also noch weit weg vom Tropenbauernexpertentum.
Gleiche Sorten zeitlich gestaffelt anzubauen probiere ich gerade in meinem ''Labor''. Ist aber (fuer mich) zu frueh um was sagen zu koennen.
In der Nachbarschaft baut Jemand Cassava an; sobald geerntet wurde wird auch schon wieder nachgepflanzt. Ist mir zwar zu 'Mono', scheint aber gut genug zu funktionieren.
Zeitaufwand? Bananen wachsen von selber. Man wartet einfach ab. Wenn's mal laenger trocken bleibt hat man keinen Mehraufwand mit waessern - jede Pflanze will Wasser - ob sie mit Bananen schwanger ist, oder noch ohne.
Ausserdem finde ich dass man mehr Zeit hat wenn man erst mal keine Discos, Kneipen, Hobbies, Urlaub oder Vereine mehr am Hals hat. Und weil man nicht 24 Stunden bekifft in der Haengematte auf der Klampfe rum macht (wenn man geistig rege ist) gibt's genug Stunden mit Tageslicht. Es sei denn, man lacht sich 105 Hektar an und will die 100% nutzen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Do 7. Feb 2019, 00:49 
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Tourist

Registriert: Sa 26. Jan 2019, 18:34
Beiträge: 4
Echt heftig mit dem Slowaken...
Wobei ich, wenn ich in den Tropen wohnen würde, wohl einer der ersten wäre der zum Arzt läuft, sollte ich
fieberartige Zustände bekommen. Ich hätte jetzt auch keine Dauerpanik dort, aber auf jeden Fall großen Respekt.
Ich esse jetzt auch so gut wie jeden Tag Bananen, warum nicht. Manche essen jeden Tag Brot, was ich wiederum nicht könnte ;-)
Grundsätzlich würde ich den Speiseplan aber so variabel wie möglich gestalten. Solange es nicht in zu viel Arbeit ausartet.
Und ich hätte wohl größten Respekt davor etwas zu essen was zwar essbar
aussieht, aber giftig sein könnte. Aber das lernt man mit der Zeit dann wohl sowieso von den Einheimischen.
Der erwähnte Maniok ist ja wohl ziemlich aufwendig zu verarbeiten, nachdem aber in diesen Ländern alle Maniok anbauen,
werden die Erdäpfel wohl eher schwierig zu kultivieren sein. Ich habe gelesen, Maniok baut man dann an, wenn der Boden nicht mehr viel
an Nährstoffen hergibt, sozusagen als letztes, zu ziehendes Produkt.

Ich werde bis allerspätestens Sonntag einen neuen Thread eröffnen, und würde mich wieder über deine Meinung freuen Andreas, da ich durch deine Erfahrung
die Länderwahl viel besser überdenken kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausstieg mit Substanz
BeitragVerfasst: Do 7. Feb 2019, 04:08 
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Guru
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Registriert: Mi 30. Nov 2016, 05:59
Beiträge: 1505
Wohnort: Chak Ngaeo, THA
Cassava: Man kann die Wurzeln etwa wie Kartoffeln benutzen. Das macht die Sache dann einfach.
Auch das Pflanzen ist super leicht. Die Stengel in Stueckchen hacken, einstoepseln. Spaeter etwas Mulch drum herum. Es waechst recht schnell.
Rund herum gibt's einiges an Cassava; auf allen Feldern gibt es verschiedene Wuchs-Stadien zu sehen; das kommt der Idee von ''...alle 2 Wochen...'' nahe.
''Letztes Mittel'' und schlechter Boden:
Ich habe auf ein paar dieser Felder Erde gemoppst. Die Kuerbisspflanzen kommen wie doof, und auch der sonst (sagt man) empfindliche Dill spriesst nach dem Umsetzen dorthin froehlich vor sich hin.
Ich haette nicht bemerkt oder gesehen dass chemisch geduengt wird.
Zum nachhelfen habe ich im ''Labor'' (spaeter erst) etwas Laub untergebuddelt und ein klein wenig 'Dings' geduengt. (Dings ist laut Beutel organisch und ansonsten in Thai Hieroglyphen)


Dateianhänge:
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80765ae2b9cc9f38366396743609efa4.jpg [ 324.42 KiB | 390-mal betrachtet ]
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