Erfolgreiche & missglückte Versuche / Geschichten, die das Leben schreibt
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Meine Hetzrede gegen Zahnaerzte

Mo 19. Jun 2017, 05:21

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Was ist denn ein Zahn und wie sieht sein Lebenslauf aus?
Von aussen sichtbar ist der Zahnschmelz. Der ist Weiss. Weiss ist schoen. Weiss ist Jugend.
Jugend – weil der Z-Schmelz mit den Jahren immer duenner wird. Weil er auch leicht transparent ist, schimmert irgend wann einmal das Zahnbein durch; und das ist nicht jugendlich-schoen-weiss.
Wenn der natuerliche Zahn seine Dienstzeit ueberschritten hat, bricht er weg, faellt aus oder beginnt zu vergammeln. Das ist seine Natur, und man kann ihm da keinen Vorwurf machen.
Graue Haare, Narben, Falten, ein verbeultes Auto: Damit kann die Welt leben. Aber wenn jemand keine ‘guten Zaehne’ hat, dann wird er in’s Tierreich verstossen, erhaelt das Ansehen eines Moerders und Kinderschaenders und verliert ganz allgemein die meisten seiner Menschenrechte.

Was tut der Zahnarzt – der Retter der schoenen jugendlichen Welt – dagegen?
Nicht viel mehr als ein Autolackierer: Er putzt Ablagerungen weg. Er bohrt, fraest und feilt damit er die Oberflaeche dann zuspachteln und uebertuenchen kann. Dabei freut er sich schon auf seinen naechsten Porsche, denn er weiss dass seine Arbeit nicht lange halten wird und sein Opfer bald wieder im Warteraum sitzt. Was er ebenso gerne macht: Weisseln. Da traegt man naemlich Zahnschmelz ab, der wenn er duenn genug poliert wurde schneller gelblich aussieht und Nachfolge-Umsatz sicherstellt. Goldkronen sind ebenso wichtig. Denn zusammen mit den Metallen die er schon vorher hier und dort hin geschmiert hat, kann man da eine feine Batterie bauen.
Dass die Metalle moeglicherweise den Koerper vergiften ist da Nebensache. Ein Zahnarzt ist schliesslich kein Internist. Immer schoen spezialisiert bleiben.
Wenn der Steinbruch eines Tages verbraucht ist, gibt es dennoch Moeglichkeiten zum Geld verdienen: Mit dem Zahnlabor als Komplizen kann man dem Kunden weiterhin vormachen das er jung, schoen und gepflegt aussieht.
Dann kann er auch morgen noch kraftvoll zubezahlen.
Bis hierhin habe ich den Z’-Arzt als Mechaniker erlebt. Wie sieht es mit der ‘Medizin’ aus?
Kann ein Z’Arzt Zaehne HEILEN? -- Nein. Er repariert sie lediglich. 'Heilen' darf er nicht einmal ohne Weiteres, weil das Gesetz (fuer Jene die es als Gesetz akzeptieren) fuer die Behandlung einen ‘richtigen’ Arzt vorsieht. Oder die Fortbildung des Zahnmechanikers fordert, damit er beruflich etwas Nuetzliches tun kann.

Meine eigenen Zaehne sind – oder waren – von vornherein nicht bestes Material. Das ist so. Ich habe sie geputzt, habe Mundwasser und Zahnseide benutzt um sie sauber zu halten. Bin auch immer brav zum Zahnarzt gegangen. Genutzt hat es auf Dauer nicht. Was noch uebrig ist, halte ich weiterhin sauber. Zaehne sind ja immerhin nuetzlich, und so lange es geht will ich sie auf natuerliche Weise erhalten und pflegen.
Man kann die Natur allerdings nicht betruegen. Wir sind nun mal so gebaut dass wir so-und-so lange halten und nicht laenger. Essen kann man einkochen oder einfrieren damit es sich laenger haelt. Fuer mich selber halte ich das fuer wenig attraktiv. Ist auch kein Nachteil: Nach dem Tod habe ich mir noch Sachen vorgenommen.

Wozu benutze ich eigentlich meine Zaehne? Essen, Sprechen, und manchmal als Assistenz im Handwerk.
Ich finde, das alles kann ich umgehen und / oder ersetzen:
Beim Basteln kann man Schraubzwingen benutzen.
Beim Sprechen kann ich ‘S’- Laute vermeiden oder weniger Worte mit einem ‘S’ benutzen.
Mein Essen kann ich entsprechend planen: Kartoffelbrei, Bananen, Apfelmus, u.s.w. - Erdnusse kann man vorher mit dem Hammer zerkleinern.

Groessere Zahnluecken sind uebrigens oft ein Vorteil: Endlich kommt die Zahnbuerste jetzt WIRKLICH ueberall hin.

Wie lebe ich ohne Zahnarzt, wenn ich mal Probleme habe?
Zahnschmerzen – Das sind in der Regel Entzuendungen und dergleichen. Oft hilft da gezielte Desinfektion mit Mundwasser. Sollte irgendwo etwas vereitert sein kann ich versuchen, die Blase z.B. Mit einer Naehnadel aufzustechen. Habe auch eine Spritzen-Nadel zur Hand. (Mit der kann man ebenfalls gut Splitter in der Haut entfernen).
Gegen Schmerzen benutze ich Gewuerznelken. Chemie nur dann wenn mich der Schmerz meine Prinzipien vergessen laesst. Das war das letzte Mal …. emmm …. Weiss ich gar nicht.
Wenn es gar nicht anders geht muss ein Zahn eben raus. Ich habe mit Maurerschnur gute Erfahrung gemacht.
Wenn ein Zahn abbricht, mache ich die scharfen Kanten weg. Das geht mit einer kleinen Schluesselfeile (mit der kann man zur Not auch Dosen oeffnen) und mit Schleifpapier; 800er oder 1000er Koernung. Und abgebrochene Stueckchen kann man relativ einfach mit einer kleinen Spitzzange rausdrehen oder raushebeln. (Die Zange nehme ich auch gern fuer kniffelige Reparaturen an kleinen Dingen ).

Schmerz? Natuerlich tut das manchmal etwas weh. Aber was sollte denn dann meine Mutter sagen als sie mich auf die Welt quetschte?

Der ganze Schoenheitswahn – und das betrifft auch Zaehne - der heutigen Medien hat uns konditioniert: Pavlov bimmelt mit der Glocke – wir fangen an zu sabbern.
Reinhold Messner sind die Zehen erfroren. Ich habe nicht mehr alle Zaehne. Na und?

Bild Bild Bild
Zuletzt geändert von Andreas am Mo 19. Jun 2017, 11:15, insgesamt 1-mal geändert.

Mo 19. Jun 2017, 05:21

Mo 19. Jun 2017, 08:25

Hi

Bei Cast Away hat er sich den Zahn auch mit einem Schlittschuh und einem Stein gezogen. Das ist wohl die ganz harte Tour.

Mit den Zähnen ist das wie mit dem Haare färben. Ohne Zähne und mit grauen Haaren gehört mn zum alten Eisen und das wird heute nur noch ins Altersheim abgeschoben. Da will keiner dazu gehören.

Deine 3 Bilder sind ja ganz lustig:
der erste hat ist bis in die Zeitung"Stern" geschafft,
der 2te auf die Titelseite vom "Mad"
aber wer ist der dritte Typ mit der komischen Frisur?

Mo 19. Jun 2017, 09:11

mal wieder so einen "einseitigen" beitrag von @Andreas :lol:

keine einzige krankeit wird von irgendjemanden geheilt...der arzt schafft nur die voraussetzung dafür....damit der körper es selber machen kann

und bei zähne wird gar nix repariert...sondern nur ein prozess aufgehalten oder sehr strak verlangsamt

und

http://www.fr.de/wissen/gesundheit/gesu ... n-a-738039

Mo 19. Jun 2017, 09:21

hier im Dorf gibts wenige Leute über 60, die ein makelloses Gebiss haben, sei es geklemptert oder natürlich... viele haben einige Lücken, aber lachen dennoch ganz gern. Zahnarzt kann sich nicht jeder leisten. Aber ist eigentlich für die meisten auch nicht so wahnsinnig wichtig.

Hab mal was abgespeichert auf einem Stick zum Thema Karies natürlich heilen mit Beinwell. Was schon halbwegs revolutionär ist, da die Schulmedizin die Ansicht vertritt, dass Karies nicht heilbar ist, sondern dann geklemptnert werden muss zwangsläufig. Vielleicht find ichs heut abend wieder.

Ich selbst war das letzte Mal in Deutschland beim Zahnarzt vor zehn Jahren.
Was ich auch jetzt probieren will ist Miswak anbauen, die Ästchen dieser Pflanze werden seit langem in Afrika zur Zahnreinigung benutzt.
Saatgut ist in der Erde, jetzt schau ich jeden Tag ob schon was guckt ;-)

Mo 19. Jun 2017, 09:45

silvi73 hat geschrieben:...so einen "einseitigen" beitrag von @Andreas


Ich habe auch eine Rueckseite. Aus Hoeflichkeit zeige ich Euch die aber nicht
(...immer) :jump:

Mo 19. Jun 2017, 10:25

@ Andreas: Es wäre super toll, wenn du das Bild verkleinerst. Beim Scrollen verrutscht immer alles. Danke. :D

Mo 19. Jun 2017, 11:16

Jawoll. Ist hiermit passiert. ;)

Mo 19. Jun 2017, 11:28

Andreas hat geschrieben:
silvi73 hat geschrieben:...so einen "einseitigen" beitrag von @Andreas


Ich habe auch eine Rueckseite. Aus Hoeflichkeit zeige ich Euch die aber nicht
(...immer)


das ist ja mal was ganz "neues" :wink:

Mo 19. Jun 2017, 11:32

strega hat geschrieben: natürlich heilen mit Beinwell. ;-)



und trotzdem laufen alle die sich den ZA nicht leisten können, ohne gebiss...trotz der tatsache dass beinwell auf jeder brache wuchert...und nix kostet...

es geistern viele methoden im netz

aber ohne vorher/nacher bilder...vieles im reich des glaubens

und wo bereits ein kater ist...da kann kein kraut mehr etwas ausrichten...wenn es überhaupt was ausrichten kann..

Mo 19. Jun 2017, 11:47

das mit dem Beinwell flimmert halt nicht jeden Abend fünf vor acht über die Glotze, von daher wissen das viele vielleicht nicht... und die die es vielleicht mal gelesen haben denken vielleicht es kann ja nicht funktionieren weil das keine klinisch erprobte und von Zahnärzten für gut befundene Methode ist ;-)

bei total kaputten Gebissen ist das vielleicht kein Thema mehr, - Beinwell tut dann halt unter Umständen halt dann woanders gut -, aber bei ein paar Löchlein oder Abnutzungen geht da möglicherweise schon was. Falls die betreffende Person nicht zu viel Süsskram und stärkehaltiges Zeugs isst und andere zahnschädigende Faktoren im Spiel sind, die kontraproduktiv wirken.

Mo 19. Jun 2017, 12:18

genau den selben Text hab ich in dem vorigen Thema "Leben ohne Geld" schon mal geschrieben:

Aber hier passt es auch hin, deshalb nochmal:


das wär mir zu heftig. Die Leute da in der Taiga, die wurden auch gefragt, ob sie sich die Zähne selber ziehen, wenn sie Zahnschmerzen haben. Diese Frage verstanden sie nicht, wieso Zähne ziehen. Sie warteten scheinbar ab, bis es vorbei war. Und ne heisse Kartoffel legten sie sich in den Mund.

Kleiner Tipp: Xylit ist ein Süssungsmittel und bekämpft gleichzeitig Karies.

Und was ich noch ausprobieren will: Statt Zahnbürste und Zahnpasta will ich mir in Zukunft die Zähne mit Zweigen vom Haselnussbaum putzen. So haben es die Steinzeitmenschen gemacht.

Mo 19. Jun 2017, 12:19

outdoorfreak hat geschrieben:genau den selben Text hab ich in dem vorigen Thema "Leben ohne Geld" schon mal geschrieben:

Aber hier passt es auch hin, deshalb nochmal:


das wär mir zu heftig. Die Leute da in der Taiga, die wurden auch gefragt, ob sie sich die Zähne selber ziehen, wenn sie Zahnschmerzen haben. Diese Frage verstanden sie nicht, wieso Zähne ziehen. Sie warteten scheinbar ab, bis es vorbei war. Und ne heisse Kartoffel legten sie sich in den Mund.

Kleiner Tipp: Xylit ist ein Süssungsmittel und bekämpft gleichzeitig Karies.

Und was ich noch ausprobieren will: Statt Zahnbürste und Zahnpasta will ich mir in Zukunft die Zähne mit Zweigen vom Haselnussbaum putzen. So haben es die Steinzeitmenschen gemacht.


Ich empfehle folgendes Buch: "Zahngesund: Wie sie ohne Zahnarzt gesund bleiben"

Mo 19. Jun 2017, 12:30

hier ein Link zum Thema Beinwell und Zähne instandsetzen:

http://www.initiative.cc/Artikel/2012_0 ... inwell.htm

Die Betreiber dieser Seite sind mir auch sonst recht sympathisch, gibt noch einige andere interssante Beiträge dort zu lesen, und sie haben in der "Über uns - Beschreibung" folgendes stehen:

"Wer ein Problem erkennt, und nichts zu seiner Beseitigung unternimmt ist möglicherweise ein Teil dieses Problems."

Wir sind der Meinung, dass wir nicht nur für unser Tun und Handeln verantwortlich sind, sondern auch für das, was wir unterlassen und widerspruchslos hinnehmen."

Mo 19. Jun 2017, 13:05

Die Beinwell-Geschichte und Eier dazu gefaellt mir. Da mache ich mal einen Selbstversuch. Schaden kann es ja nicht mehr ;)

Zahnbuerste und Creme: In der Zahncreme sind oft 'Schleifmittel' drin. Deshalb scheuere ich oft ohne. Schmeckt zwar nicht so gut, aber...
Der Putzzweig - In Saudi Arabien habe ich das oft gesehen; am Ende ausgefranst.

Zahnfleisch, hoerte ich, fuehlt sich wohl wenn man oft Wasser trinkt.

Mo 19. Jun 2017, 14:29

kannst auch einfach Salzwasser auf die Zahnbürste tun, bzw. einstippen in selbiges. Kann allerdings vielleicht anfangs dann bluten bei marodem Zahnfleisch, aber regt den Speichelfluss etwas an und hilft damit der Selbstregulation der Mundflora.
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