Darf ich vorstellen, meine Wurmfarm, bzw. mein Wurmkompost.
Meine neuen Haustiere sind ca. 500 an der Zahl und leben jetzt mit mir in einem Raum.
Pappe, Papierschnipsel, Blätter, etwas Erde, Kalk und Gemüseabfälle...alles drin.
Anfangs sammelten sie sich in Massen an den Rändern, mittlerweile sind sie fast durchgängig vergraben.
Kaffeesatz haben sie auch bekommen.
Insgesamt habe ich das Gefühl, dass es den Würmchen nach einer Woche ganz gut geht. Ich freue mich schon auf den wertvollen Wurmhumus und Wurmtee, welcher das Gemüse in kommender Zeit Antrieb geben darf.
gratuliere, das ist sicherlich ein kräftiger Schritt nach vorn! Bin gespannt wie sich deine Mitbewohner machen.
Bei mir haben sich einige in den Blumenkästen angesiedelt, die ich im Hof vor der Haustür stehen hab. Hatte mich am Anfang gewundert, warum die Pflanzen da drin ohne Düngung prima wachsen, auch im folgenden Jahr, obwohl die Erde ziemlich mies zu sein schien anfangs... so gekaufte Blumenerde die nach ein paar Monaten zäh und trocken wird normalerweise. Normalerweise halt ohne Wurmbewohnung...
ich tu manchmal Kaffeesatz drauf und etwas kleingeschnippelte Salatblätter oder so was, was grad anfällt und nicht müffelt wenns länger liegt. Allerdings ist im Sommer sowiso alles ziemlich schnell trocken.
Wenn ihnen das reicht, dann sind sie aber wohl ziemlich genügsam.
Aber da ich die Kästen ja regelmässig giesse haben sie dort ein feuchtes Plätzchen, auch wenns andernorts knochentrocken ist, das versteh ich dann schon, die sind schlau... vielleicht arrangieren sie sie dann halt mit dem etwas kargen Essensangebot
Ich kenn das. Aber ich wuerd mur so'n Ding nicht in die Wohnung stellen. Selbst wenn man von den Biestern nix sieht. Aber gut, ich brauche drinnen auch keinen Dünger.
Ellisdi hat geschrieben:Hast du eine Ahnung wovon die sich in deinen Blumenkästen ernähren?
Liebe Grüße,
Ellisdi.
Die sind nicht doof, die leben von den abgeworfenen Blätte und anderen toten Pflanzenteilen und "lagern" das auch ein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Regenw%C3%BCrmer#/media/File:PB160006.JPG <- Teilweise in den Boden gezogene Blätter (rechts) und Ausscheidungen (linke Bildmitte) von Regenwürmern
Auch in der "schlechten" Blumenerde ist noch genug verrottbares Material drin. Die ist eher sandig/lehmig und schlecht durchgerottet.
Waere die naechste Frage wie die Viecher in gekaufte Erde gekommen sind. Ob das so eine profane Loesung ist, wie zum Beispiel"Wie kommt Kuhkacke aufs Dach?"?
Megalitiker hat geschrieben:Waere die naechste Frage wie die Viecher in gekaufte Erde gekommen sind. Ob das so eine profane Loesung ist, wie zum Beispiel"Wie kommt Kuhkacke aufs Dach?"?
Steht doch da:
Bei mir haben sich einige in den Blumenkästen angesiedelt, die ich im Hof vor der Haustür stehen hab.
Die werden einfach bei Regen von einem irgendwoher oder aus dem Hofboden selber, gekommen sein. Geht im ersten Stock aber nicht, da macht ellisdi das richtig und hilft nach.
Megalitiker hat geschrieben:@Elli Ich find die eklig.
@Morpheus und strega Wie klettern die Wuermer die Aussenwand der Kaesten hoch.
Sie sind wirklich süß, haben keine Augen und keine Zähne.
Sie können hervorragend die Wände hochkriechen, sie haben einen klebrigen Schleim mit welchem sie an manchen Materialien sogar kopfüber kriechen können. Am Anfang sind mir ab und an welche ausgebüchst und als ich dann nach Hause kam, sind sie die Wände hochgeklettert.
Megalitiker hat geschrieben:Das spinnst du doch, Elli!
Nein, ernsthaft! Ich musste das Projekt einstellen... die Würmer sind mir nachts durch die komplette Bude gekrochen.
In einer Reihe bis ins Bad...in einer Spur!!
Ich habe mir einen "Wurmhocker" aus Österreich bestellt. Der ist Ausbruchssicher und sollte besser funktionieren. Man kann sich zusätzlich noch auf ihn drauf setzen und er ist aus schönem Holz mit netter Polsterung. Ich poste mal nen Bild die Tage.
Den alten Wurmpalast nehme ich als normalen Komposter auf dem Balkon her...
Fazit: Würmer sind nützlich, im Garten sicher super, aber für "Urban-Gardening" sind es keine leichten Haustiere.