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 Betreff des Beitrags: Weidenmilch von glücklichen Kühen
BeitragVerfasst: Mi 22. Feb 2017, 09:12 
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Es ist wohl richtig, dass mit Bio-Versprechen, mit Bildern von glücklichen Tieren,
mit Idealen und mit schlechten Gewissen gewinnbringendes Marketing betrieben wird.
Und was noch nicht eindeutig definiert und gesetzlich geschützt ist, wie z.B. der Begriff Weidenmilch, eignet sich hervorragend um auch falsche Assoziationen beim potentiellen Kunden zu wecken. Daher sind wir ja auch gerne misstrauisch bei Versprechungen, zumindest wenn sie unser Engagement kosten.

Ich habe dem Aufkleber auf den Milchflaschen aber dennoch geglaubt - vielleicht Intuition,
oder das Wissen, dass solche konkreten Versprechen von Produkteigenschaften auch rechtliche Relevanz haben, also eingeklagt werden können, auch wenn sie nicht genormt sind.
Ich denke auch, dass wir durchaus genug Grasland, sprich Weide haben, und vor allem der Mehr-Aufwand tatsächlich nur gering ist, so dass 14 Cent pro Liter diesen Mehraufwand gut decken.
Von einer ganzjährigen Weidehaltung war auf dem Aufkleber (siehe oben) ja auch nicht die Rede - sondern von mind. 120 Tagen pro Jahr.
Der zitierte Aufkleber-Text hat am Ende ein kleines Sternchen und geht dann an anderer Stelle kleingeschrieben weiter:
"Die Kühe stehen in der Weidesaison von Frühjahr bis Herbst auf auf der Weide, immer dann, wenn es das Wetter zulässt, mindestens aber 120 Tage im Jahr für mindestens 6 Stunden am Tag. Den Winter verbringen die Kühe im trockenen und wettergeschützten Stall".

Von dem Futter für die Tiere während ihrer Zeit im Stall und über deren Unterbringung dort steht nichts auf dem Aufkleber,
auch nicht ob die Weiden im Sommer gesunde Weiden sind, und der Bauer nett zu den Kühen ist .... könnte ich alles noch hinterfragen und bevor ich das alles nicht genau weiß
diese Milch nicht kaufen - stattdessen die daneben für 14 Cent weniger ....
Aber das hilft den Kühen jetzt nicht draußen zu sein - aber genau das war mein Anliegen diese Milch zu kaufen und auch weiterhin zu kaufen ... :wink:

Ich beziehe die Weiden-Milch aus dem roten Netto (nicht dem schwarzen mit dem Hund),
aber vielleicht haben andere Geschäfte ähnliche.


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BeitragVerfasst: Mi 22. Feb 2017, 14:35 
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kleine Impression, die mir sehr gefallen hat, hab ich vor ein paar Wochen hier gesehen in Austria...

echte Freilandrinder auch im Winter, freilich sicherlich keine Milchrinder.

Aber super sympathische Typen :D

http://ziehmitdemwind.bboard.de/board/files/94076572nx22786/2017022252_img02341.jpg

http://ziehmitdemwind.bboard.de/board/files/94076572nx22786/2017022223_img02311.jpg

verzeiht mir, die Fotos sind ein bisserl gross... ich mach das auch nur dieses eine Mal, versprochen :oops:

Edit m0rph3us: ich hab mal Links draus gemacht. Bilder von Tieren in Lebensgröße sprengen den Rahmen ;).


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BeitragVerfasst: Mi 22. Feb 2017, 14:42 
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Jana hat geschrieben:

Shiva, zu den Kälbern noch kurz was.
Ungeachtet der ökonomischen Zwänge, wie lange man ein Kalb bei der Mutter noch sein lassen könnte (in der Milchviehsparte).
Könnte es nicht sein, dass es eigentlich "emotional" eher noch schlimmer ist, ein Kalb nach z.B. 3 Monaten von der Mutter zu trennen, nachdem sich eine Bindung aufbauen konnte, als unmittelbar nach Geburt?
Ich habe unzählig viele Kälbergeburten "miterlebt", oft aktiv involviert bis hin zu komplizierten "Kaiserschnitten".
Ist immer ein Erlebnis.
Die Mutterkuh schleckt den Schleim ab, guckt nach "ihrem Kind" nach der Geburt ; und dann ist es weg...
Eigentlich ein schmerzhafter Gedanke aber mir schien ausnahmslos immer, dass die Kühe das relativ gelassen hingenommen haben.
Im Traumland (auch in meinem) wäre das Kind bei der Mutter, das Kalb bei der Kuh.




Ich bin keine Kuh und maße mir deshalb auch nicht an, ob es für sie okay ist, dass das Kalb nach der Geburt weg kommt. Katzen sieht man auch meist nicht an, wenn sie leiden. Leid passiert oftmals ganz still. Nur weil Tiere manchmal auf Leid anders reagieren, als wir Menschen, heißt es ja noch lange nicht, dass sie nicht leiden. Sicher wäre es ein Argument zu sagen, ob es nicht besser ist, das Kalb gleich von der Mutter zu trennen, als erst nach 3 Monaten, bevor eine Bindung besteht. Glaube ich aber nicht. Es werden in der Schwangerschaft Hormone aufgebaut, die dann nach der Geburt, mit Versorgung des Kalbes, etc., langsam wieder abgebaut werden. Ich weiß nicht genau, wie das bei Kühen ist, aber bei Hunden und Katzen werden die Welpen auch nach 3 Monaten abgegeben. So lange lernen sie das Sozialverhalten und kommen danach auch ohne Mutter klar. Muttermilch bekommen sie dann ja auch nicht mehr, weil sie alt genug sind. Der Ablöseprozess findet zu dem Zeitpunkt sowieso statt. Manche Muttertiere beißen sogar ihre Kinder dann schon weg, weil sie zu aufmüpfig werden und ihren Rang testen. Ich habe es selbst mal miterlebt, wie einer Hündin alle Welpen, direkt nach der Geburt weggenommen wurden und vom Tierarzt eingeschläfert wurden. Dieser sonst so friedliche Hund fing auf einem Mal an, alle kleinen Kinder zu beißen, was sie früher nie tat. Sie musste dann für lange Zeit einen Maulkorb tragen. Ich glaube jeder, der Mutter ist, kann das nachempfinden.

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BeitragVerfasst: Mi 22. Feb 2017, 14:44 
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@ strega: Mach bitte die Fotos klein! Durch draufklicken auf dei Fotos kann sie dann jeder selber größer machen. Danke.

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 Betreff des Beitrags: Weidenmilch von glücklichen Kühen
BeitragVerfasst: Mi 22. Feb 2017, 14:56 
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.
@strega

das sind wohl österreichische Monsterrinder :wink:

Ich mach Dir einen Vorschlag:
Ich habe die Fotos auf meinen PC runtergeladen
und kann sie kleiner machen lassen von meinem Mega-Schatz,
so dass sie gut hier ins Thema rein passen.
Wenn Du also Deine großen Fotos löschst, (mit edit),
setze ich sie in passender Größe wieder neu rein.

LG Andi
.

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 Betreff des Beitrags: Weidenmilch von glücklichen Kühen
BeitragVerfasst: Mi 22. Feb 2017, 15:45 
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das sind strega `s Fotos von den Monsterrindern im kleinen Format:


Bild

Bild

sind schon sympathische Tiere :wink:

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BeitragVerfasst: Mi 22. Feb 2017, 16:59 
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ihr seid soooo nett, vielen Dank!
sorry, bin heut müde und faul und überhaupt, nach zwei fordernden Tagen...
aber ich setze garantiert keine Monsterfotos mehr hier rein, ok.


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BeitragVerfasst: Mi 22. Feb 2017, 20:23 
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Danke, damit macht ihr mich sehr glücklich :D

Diese Zottelrinder sind echt klasse. Die schottischen Hochlandrinder sehen doch auch so aus?

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BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 15:17 
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Hab noch mal nachgeschaut. Da ist nich mal 'n Unterstand auf der Weide. Ist aber auch ne wollige Rasse.

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BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 16:27 
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von der Weide siehste nur einen Ausschnitt, die Weide ist riesig und grenzt an Stallgebäude, weiss aber nicht ob sie tagsüber rein könnten wenn sie rein wollten.
Sehe hier oft Tiere draussen, auch oft Pferde mit fettem Winterfell, Alpakas, einige Schafherden...
wenn das dem Wetter angepasste Tiere sind und keine überzüchteten Kreaturen, die sich bei jedem Lüftchen nen Schnupfen holen, dann geht da schon einiges.


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BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 19:27 
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Ich glaube nicht das diese Wollyaks rein müssen. Die sehen robust aus.
Mir ist auch schleierhaft warum alle ihre Hühner drin haben. Spencer auch. Ich hab gelesen die waeren winterfest. Wenn ich mal mit Viehzeug anfange, dann auch gleich mit robusten, pflegeleichten Rassen.

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BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 20:56 
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Megalitiker hat geschrieben:
Mir ist auch schleierhaft warum alle ihre Hühner drin haben. Spencer auch. Ich hab gelesen die waeren winterfest. Wenn ich mal mit Viehzeug anfange, dann auch gleich mit robusten, pflegeleichten Rassen.


Na wegen der Raubvögel, Füchse..... Mir ist noch kein Huhn begenet, welches mit einem Raubvogel sich messen könnte, da nützt auch das robuste nichts. Außerdem sind die ja auch nur nachts drin. Schläfst doch bestimmt auch lieber drin im Warmen, als draußen, oder?

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BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 21:14 
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Tunnelmensch
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Beiträge: 6015
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Na Nachts sindse doch auch im Sommer drin. Das is klar! Nee, ich meine natürlich das die im Winter gar nich den Stall verlassen.

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BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 23:38 
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Zuletzt geändert von Jana am Sa 11. Nov 2017, 22:32, insgesamt 1-mal geändert.

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die sehen gut aus :D :D

apropos Winterfell: hab grad was betreffs Hühner und Mauser gefunden:

http://www.huehner-haltung.de/haltung/p ... uetterung/

die stellen sich auch auf die kälteren Temperaturen ein wenn man sie lässt....
nur lässt man sie meist nicht, da dann weniger Eier produziert werden, halt die übliche Jagd nach Gewinnmaximierung...

aber ich hab keine Hühner, somit ist das Theorie, auch wenns mir plausibel vorkommt. Spencer und andere Hühnerhalter können da vielleicht mehr sagen aus der Praxis.
Und vielleicht machen wir dann nen Hühnerthreat...


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