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 Betreff des Beitrags: Huehner
BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2012, 19:24 
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Aussteiger

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Rode im Rahmen meines Weinbau-Praktikums gerade eine
Flaeche, auf der sich einmal Huehner die Zeit vertreiben
sollen.
Bei meinen Recherchen ueber Huehnerrassen bin ich,
und damit waeren wir auch schon bei der langen Rede
kurzem Sinn, bin ich auf zwei interessante Reportagen
des Magazins nano zu den Thema gestossen.

Huehner

http://www.3sat.de/mediathek/?display=1 ... &obj=28759

Huehner und Schweine

http://www.3sat.de/mediathek/index.phpdisplay=
1&mode=play&obj=29443


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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2012, 19:29 
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Aussteiger

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http://www.3sat.de/mediathek/index.php? ... &obj=29443


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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 00:55 
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Aussteiger

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Das ist völlig "normal" ....

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Wenn Arbeit etwas Gutes wäre, hätten die Reichen sie nicht den Armen überlassen.

Kapitalismus ist keine Witschafts-oder Gesellschaftsstruktur, Kapitalismus ist nichts weiter wie die Übrnahme der Regierung der Hochfinanz.

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.

Ansgt ist der Beginn der Sklaverei

Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun.

Wer dem Sirenengesang der Werbung widersteht, ist mündiger Bürger und gefährdet Arbeitsplätze.


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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 02:25 
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Backpacker

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Beiträge: 51
Wohnort: Österreich
tja so läufts eben in der welt der industrialisierung,

obwohl hühner eigentlich ganz einfach zu halten sind und 3 hühner für einen haushalt ausreichend wären was legeleistung betrifft und sich die am land eigentlich jedder haushalt selbst halten könnte

ich hatte auch mal 3 hühner und auch wo ich jetzt bin gackern 4 im garten herum
war halt wichtig dass sie robust - also an draussen gewöhnt und keine batteriezombies

die ganze züchterei hat auch folgen
kann mich noch gut erinnern an die nachbarshühner die industriezuchthühner - also hochgezüchtete fleischhühner
hatten zwittrige eigenschaften - war ein huhn krähte aber wie ein hahn
es wird ja eh gesagt dass die züchtungen hybriden sind und sich nicht selbst vermehren können

aber die entwicklung der menschen geht ja auch in diese richtung
hab mal gehört dass jedes 4. paar mit kinderwunsch ohne arzt nicht mehr auskommt um sich fortzupflanzen

ich mag ja hühner - aber alles kann man exzessiv betreiben dass es schon abartig ist weil einfach nicht mehr artgerecht ist

das mit den schweinen soll auch gut auf geringer fläche mit topinambur funktionieren hab ich mal gelesen
- so ein pojekt gefällt mir schon besser
trifft meiner ansicht auch beim menschen zu - wenn die leute mehr freiraum haben sind sie weniger aggressiv - wie unter menschen so auch bei schweinen und hühner - ausserdem wenn hund und katz zusammen aufwachsen sinds auch die besten freunde und keiner frisst den anderen ...

grüßlis


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 Betreff des Beitrags: Schweine + topinambur
BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 10:04 
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Aussteiger

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habe topinambur gegoogelt, klingt sehr interessant.

Haelt man Schweine und Pflanze getrennt, erntet die
Pflanze, und verfuettert sie?
Oder haelt man die Schweine auf der Pflanzenflaeche?
Wieviel Flaeche Topingambur braucht man fuer ein
Schwein?


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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 12:58 
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geil, geil... "Monokultur... aber das ist nicht die Natur !"

Gut erkannt hat der Mann das und seine Symbiose mit den Hühnern und Schweinen finde ich ja einfach Klasse.

Das mit den Topi und den Schweinen musst Du mir auch noch mal verklickern.
Ich denke nicht das die Schweine die Topis im Boden lassen würden.
Und was ist wenig Fläche für Dich ?

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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 15:06 
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Aussteiger

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Vielleicht mehrere kleine Flaechen, damit die
ueberlebenden Topinamburreste Zeit zum Nachwachsen haben,
bis die Schweine das naechste Mal ueber sie herfallen duerfen?


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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 15:38 
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Aussteiger

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http://de.wikipedia.org/wiki/Topinambur

"Für die Ernte sind stärker ausgelegte Maschinen nötig, weil die Knollen stärker mit der Pflanze verwachsen sind als Kartoffeln.[12] Im Gegensatz zu Kartoffeln verträgt die Topinamburknolle Frost, solange sie im Boden ist.[5] Um auch bei Frost ernten zu können, kann die Erde mit Stroh oder Laub bedeckt werden.[2] Nach der Ernte verbleibt meist ein Teil der kleineren Knollen im Boden, dieser dient für die nächstjährige Kultur. Topinambur bleibt für einige Jahre am gleichen Standort und wird jährlich abgeerntet."


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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 16:46 
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Durchgeknallt
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Glückliche Schweine, glückliche Hühner - schön..... :D

Früher war das ja mal normal, dass ein Bauernhof alles Mögliche an Viechern da rumlaufen hatte. Und irgendwie ergänzt sich immer alles miteinander.


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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 17:20 
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:D jo... wie im Film "Ein Schwein Namens Babe" (hieß der so?) Da haben die Tiere sogar kommuniziert :D :D :D

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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 18:10 
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Durchgeknallt
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Ha, die kommunizieren immer, wir sind nur zu doof, um sie zu verstehen :lol:


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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 21:17 
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Aussteiger

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Gluecklicherweise verstehen wir sie nicht.

20 Huehner, also 20 weibliche kommunikative Wesen,
den ganzen Tag am gackern, die verstehen, mir den ganzen
Tag anhoeren muessen "och, meine Federn sitzen heute wieder
ueberhaupt nicht, ich kann aber auch machen was ich will,
nein, nein, so kann ich unmoeglich aus dem Stall gehen,
unmoeglich!" "geht mir genauso, ganz genau, und meine
Figur erst, ich werde immer dicker, dabei picke ich doch den
ganzen Tag so gut wie nichts" -
ich glaube, ich wuerde Angler werden.


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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 22:04 
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Durchgeknallt
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:lol: Also so viel anders hört es sich in ´ner Großstadt, im vollgepropften Zug oder Bus doch auch nicht an, wenn da die Menschentussis so rum gackern. :lol:


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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 22:45 
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Aussteiger

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Bingo, deswegen Land, Huehner, die man nicht versteht,
und die Illusion von Ruhe :wink:


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BeitragVerfasst: Do 15. Nov 2012, 22:49 
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Aussteiger

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Wohnort: Bédarieux
Habe zwischen Wehrdienst und Studium in einem
Milchviehbetrieb gearbeitet, der nebenbei Freilandeier
produzierte. Seitdem kaufte ich, bis wir eigene Huehner
hatten, nur noch Biofreilandeier.

3 Staelle a 500 Huehner, zum Schlachttermin waren
in dem einem Stall noch 260 anwesend.
Gut, ein paar, so wurde eingeraeumt, seien Kanibalismus
und Parasitendruck zum Opfer gefallen, aber die Meisten,
- der Huehnerhabicht.
Respekt, dachte ich mir, da muessen die Habichte ja
im minutentakt Angriffswellen gegen den Stall geflogen
sein. Ihre Formationen verdunkelten die Sonne,
der diensthabende Bundeswehroffizier von der Luftabwehr
sass schweissgebadet vor seinem Radar, die Hand zitternd
ueber dem roten Knopf, der Russe kommt (ja, so lange
ist das schon her, damals kam er noch) seine Miks
fliegen in der Habichtformation ...

Zusammen mit dem Polen durfte ich den Stall ausmisten.
Es war eine Nahtodeserfahrung.
Ein laenglicher Stall, eine Haelfte Kotgrube, heisst
die Huehner sind dort durch ein Drahtgeflecht vom
Boden getrennt, auf der anderen Seite hatten sie
Zugang zum Boden, konnten in dem Elend rumpicken.
In der Kotgrube, da hat der Boden, wie in einem
schlechten Horrorfilm, gelebt.
Damit dieser lebende Boden nicht beim Ausmisten
unsere Schueppenstile hochgekrabbelt kam, hatte
der Pole 20 Liter Diesel versprueht. Der Boden lebte
nun nicht mehr, doch mich beschlich die leise Sorge, es
dem Boden gleich zu tun. Wenn nicht sofort, dann
vielleicht in ein paar Jahren nach intensiver
Chemotherapie. Aber Rafo, dem Polen, fehlte
jegliches Verstaendnis fuer meine albernen Bedenken.

Und aus dem dieselumnebelten Chaos
sprach eine Stimme zu mir,
laechle und sei froh,
es koennte schlimmer kommen.
Und ich laechelte,
und war froh,
und es kam schlimmer.

Auf der Kotgrubenseite war nur die Oberflaeche des
Bodens trocken, darunter nasser tropfender Schlamm;
dieser Schlamm war Huehnerkot, Huehnerkot enthaelt
reichlich Ammoniak, Ammoniak und Wasser, es erfuellt
sich die Luft sofort bis zur absoluten Saettigungs-
grenze mit diesem Gas. In Kombination mit diesem
lieblichen Dieselduft, "OK Christian, noch eine
Schaufel in die Schubkarre bevor Du zusammenklappst
und Dir die Lunge aus dem Leib kotzt" "Gut, noch eine"
... "die Schubkarre ist voll", ich war niemals zuvor
und auch nie wieder danach so gluecklich ueber eine
volle Schubkarre, denn ich durfte sie rausschieben,
raus an die frische Luft, und ausleeren.
Waehrend ich mich darauf einstellte, bald alle
meine Ahnen wieder zu sehen, schaufelte Rafo weiter,
ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.
Gut, Rafo trank auch Spiritus, und dippte seinen
verletzten Finger immer wieder in kochendes Wasser.
War wohl aus einer anderen Liga.
Wenn jemand lange ueber einen anderen Menschen
dahinphilosophierte, aber er habe ja auch seine guten
Seiten, sich hobbyphsychologisch betaetigte,
brachte Rafo ihn schnell auf den Punkt:
"Gute Mensch, oder schlechte Mensch?"
An diesen Satz denke ich noch heute des oefteren,
aber ich schweife ab.

Nachdem ich die Ausmistungshoelle widererwarten
ueberlebt hatte, kaufte ich mir ein konventionelles
Buch ueber konventionelle Huehnerhaltung.
Das Finanzamt veranschlagte den Betrieb mit
3 Millionen DM (ja, es ist schon lange her,
damals stand der Feind noch im Osten, aber das
hatten wir ja schon), er erwirtschaftete einen
monatlichen Milchumsatz von 30 000 DM.
Ich kaufte ein Buch fuer 20 DM.
Vorwort, Inhaltsverzeichnis, dann zwei Seiten
was man alles NICHT machen sollte:

Die Wassertraenken ueber der Kotgrube aufhaengen,
erfuellt.

Weisse neonroehren, steigern den Kanibalismus,
erfuellt. (Rote waeren schoen gewesen)

Hat ein Huhn mehr als 5 Meter von seinem
Revier im Stall zum Stallausgang, wird es niemals
rausgehen, erfuellt. (Und ich wunderte mich immer,
warum die meisten drinnen blieben)

Und dann, dann kam das Highlight, die Gestaltung
der Aussenflaeche, 50 Meter freie Rasenflaeche!

Das ist nichts fuer europaeische Huehner, da
haette er japanische nehmen muessen:
"Huehner Kamikaze Kommando bereit?"
"Jawohl Shogun!"
"Also, es gilt 50 Meter freie Flaeche zu
ueberwinden, und die Angriffswellen des Habichts
werden die Sonne verdunkeln!"


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