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 Betreff des Beitrags: Bienenhaltung für Ahnungslose
BeitragVerfasst: Fr 16. Nov 2012, 21:48 
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Registriert: Do 9. Aug 2012, 17:40
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Bienenhaltung für Ahnungslose.
In Dauerbearbeitung. Aufmerksam machen auf Ungereimtheiten ist gerne gesehen.
Wird ein Begriff nicht verstanden unter Begriffe nachschauen. Habe ich dort was vergessen einfach „bescheid“ sagen. Weiß man nicht wie etwas aussieht Bildergoogle…
Natürlich übernehme ich keine Haftung, für irgendwelche Schäden die durch diesen kurzen Überblick-Guide entstehen, jeder der sich hier etwas abschaut, handelt natürlich in eignener Verantwortung.
Das spiegelt alles nur meine eigene Betrachtungsweise und Überlegungen wieder.
Auc kann es sein, dass einige Dinge später verboten werden oder was auch immer, das kann und will ich unmöglich alles im Auge behalten.

Es reicht auch einfach nicht an Infos hier, wenn damit jetzt jemand starten will, man muss sich damit schon selbst anderweitig auseinandersetzen / Kurs besuchen.


1. Einleitung
2. Ich will Bienen halten. Was jetzt?
3. Jahresentwicklung
4. Bienenmoral
5. Standardprozeduren
6. Beobachtungen und Maßnahmen
7. Krankheiten
8. Konventionelle Betriebsweisen
9. Ökologische Betrachtungsweisen
10. Gesetze
11. Bienenprodukte
12. Begriffe

1.) Einleitung
Hier stelle ich mein Guide vor, der wie bereits gesagt, nur einen groben Überblick für völlige Anfänger geben soll.
Zum Beutenbauen gehts hier lang: http://ziehmitdemwind.bboard.de/board/f ... 6-635.html

2.) Ich will Bienen halten. Was jetzt?
-Schutz vor Stichen
Generell ist nie 100 % ausgeschlossen, dass das Volk urplötzlich unruhig wird. Sei es durch einer unruhigen Weisel im Volk oder einen ungeschickten Handgriff, der die Mittelwand fallen lässt. Stiche werden sich nie ganz vermeiden lassen. Zur Standardausrüstung gehört ein Smoker, der dazu dient die Urinstinkte in den Bienen auszulösen, weil sie denken, der Wald brennt. Sobald eine Biene den Rauch atmet, weiß sie in der Regel nichts anderes als zum Honigvorrat zu gehen, um dort Honig in sich aufzunehmen. Sie bereitet sich damit auf ein mögliches Verlassen des Bienenstocks vor. Sehr nützlich um Bienen zu besänftigen. Ebenfalls ist ein Schleier nötig, um sehr unangenehme Stiche im Gesicht zu vermeiden. Weiße und nicht schwarze Kleidung ist empfohlen. Sowie kein Geruch nach Schweiß oder Parfüm. Sollte man sich entscheiden ohne Ausrüstung einen Stock zu öffnen sollte man wenigstens den Mund zu halten, weil Schwarz ein beliebtes Ziel darstellt. Außerdem sollte man generell vermeiden, in den Bienenstock hinein zu atmen. Schnelle Bewegungen sind auch Gift für ihr gemüht. Handschuhe halten Stiche nicht immer auf aber vermindern zumindest deutlich ihre Wirkung.

-Standort
Für einen festen Stand ist Wald und Wiesen nähe ideal. Die beste Ausrichtung auf Basis des Wetters des Fluglochs ist nach Süden. Zur schnellen Bearbeitung ist auch eine kreisförmige Anordnung von 4 Beuten denkbar, in der jedes Flugloch in eine andere Himmelsrichtung zeigt. Große Freifläche vorausgesetzt. Das Verfliegen von Bienen in fremden Völkern wird sich bei einem Stand nicht verhindern lassen. Unterschiedliche Farben an der Front der Beute soll das eindämmen.

-Die Natur der Biene
Die Biene ist eines der ältesten, wenn nicht sogar das älteste soziale Wesen auf diesen Planeten. Sie sahen, wie die Dinosaurier entstanden und auch wie sie starben. Von Bienen stammen auch Ameisen ab und nicht umgekehrt. Genau wie bei ihren kriechenden Verwandten erfolgt der Großteil der Kommunikation über Geruchsstoffe. Dazu hat die Biene ein kleines Chemiekraftwerk um alle möglichen Duftstoffe zu erzeugen. Eine andere Möglichkeit der Kommunikation ist der Schwänzeltanz, in dem sie durch einen bestimmten Lauf andere Bienen neue Trachtquellen zeigen. Es gibt in einem Volk drei Arten von Bienen, die Drohne, Weisel, Arbeiterin. Die Drohne ist das männliche Tier und hat nur die Aufgabe und Möglichkeit zum Fortbestand der Rasse beizutragen. Gefüttert wird die Drohne durch die Arbeiterin, die Nahrung beschafft. Die Weisel hat die Aufgabe den ganzen Tag Eier zu legen, zwar können dies meistens auch die Arbeiterinnen doch werden die nie die Qualität der Weisel erreichen. Außerdem hat die Weisel auch eine Führungsrolle, sie entscheidet, wie aggressiv ein Volk ist. Grundsätzlich wollen Bienen zwei Dinge, Multiplizieren und Nahrung suchen. Darum dreht sich ihr ganzes Leben.

-Bezugsquellen
Bienenvölker findet man im Internet, der Bienenzeitung oder im Verein. Meistens wird das Abholen so gehandhabt, dass man mit seiner Beute vorbei kommt und die besetzten Rähmchen eingesetzt werden. Für diese Methode muss die Beute natürlich das gleiche Maß haben. Deshalb ist es ein Vorteil, wenn man eine regional übliche Beute kauft. Im Norden ist es meistens DNM und im Süden Zander oder Langstroth. Manchmal finden sich auch so genannte „Paketbienen“ die in einer Box geliefert werden. Diese wird dann einfach in die Beute mit ein paar bewachste Rähmchen gestellt und geöffnet. Für das Erstellen eines Wirtschaftsvolkes ist diese Methode aber ungeeignet. Sehr wohl lassen sich dadurch gut Ableger aufbauen.

3.) Jahresentwicklung
Hier stelle ich die Jahresentwicklung eines Volkes vor. Dies ist keine genaue Betriebsanleitung, sondern es geht vielmehr um die grundsätzlichen Bedürfnisse der Bienen im Jahresverlauf. Der Einfachheit halber beziehe ich mich auf eine Variante der Hohenheimer Betriebsweise mit gleich großen Zargen und Absperrgitter. Auf die Betriebsweisen im Einzelnen wird separat eingegangen.

-Frühjahrsputz Februar-April
Die Winterruhe der Bienen endet zwischen Februar und März, wenn die Temperaturen über 12 °C steigen. An diesem Tag ist es für die Bienen, Zeit für einen Reinigungsflug, indem sie die im Winter angestauten Abfälle entleeren. Ein Imker muss wissen, wann dieser Tag kommt. Deshalb ist es hilfreich, die Wettervorhersagen zu hören. Die Beute sollte an diesem Tag noch nicht geöffnet werden. Die Fluglochverengungen werden geöffnet, damit die Bienen ungehindert ausschwärmen können. Ein Blick in das Flugloch ist auch hilfreich, um zu sehen, ob es durch Leichen verstopft ist, wenn ja sollte man mit einem einfachen Stock vorerst Abhilfe schaffe. Will man die Beute ein wenig verstellen ist am Tag vor dem ersten Flug die beste Gelegenheit. Tritt der Flug bei 12 °C noch nicht sofort ein, braucht man sich deshalb noch keine Gedanken machen. Der Tag liegt trotzdem nicht fern.

Ab 16 °C nach dem Reinigungsflug ist die Zeit vielleicht reif, die Beute zu öffnen. Dabei schaut man erst auf den Gitterboden und entfernt alle Leichen. Vorher schaut man aber nach, ob die Königin darunter ist oder ob dort besonders viele Leichen liegen. Ab circa 2-3 Handvoll Leichen besteht Grund zur Annahme einer Krankheit. In beiden Fällen schließt man die Beute wieder und merkt sie sich vor. Es besteht noch kein Grund, die Rähmchen zur Beobachtung zu dieser frühen Zeit herauszunehmen und das Volk damit unnötig in Ungleichgewicht zu bringen.

Auch eine Schätzung der Futtervorräte ist sinnvoll. Ich kann nur empfehlen, dies nur durch simples Anheben zu tun. Für das einzuschätzen genügt es, ein Volk im Herbst ohne Futter anzuheben. Den Unterschied wird man sofort merken. Glaubt man das Volk habe zu dieser frühen Zeit nicht genug Futter, hat man zwei Möglichkeiten. Eine Störung des Volkes wird sich so oder so nicht vermeiden lassen. Man hebt die anderen Völker an und entnimmt aus den schwersten zügig eine Futterwabe. Eine andere Option ist ein Futterteig, den man oben auf die Rähmchen legt.

Eine genauere Durchsicht ist ab April bei windstillem und sonnigem Wetter über 16 °C fällig. Jetzt kann man auch schauen, wie viel Futter ein Volk noch genau hat. Man entnimmt die Waben/Rähmchen und schaut sie sich an. Eine voll verdeckelte Futterwabe wiegt ca. 2 kg. Im April sind insgesamt 4 bis 6 kg zu empfehlen. Ein Futterkranz um die Brutwaben wiegt ca. 300 g. Durch die erhöhte Bruttätigkeit ist auch ein erhöhter Verbrauch zu erwarten. Jetzt kann man auch bei Verdacht auf Krankheiten genauer hinschauen. Ebenfalls sollte man Maßnahmen ergreifen, wenn das Volk zu dieser Zeit auf nur 3 Brutwaben sitzt. Zu den entsprechenden Maßnahmen unter der Kategorie „Beobachtungen und Maßnahmen“ mehr.

Im Zuge dessen wird auch ein Baurahmen eingehängt, weil langsam die Drohnenzeit beginnt. Leere Brutwaben (zu erkennen an der bräunlichen Verfärbung) werden durch Mittelwände oder leere Futterwaben ersetzt. Man kann eine Pollenwabe drinnen lassen. Wenn noch mehr Pollenwaben (siehe Begriffe) vorhanden sind, werden sie entfernt. Wobei die Pollenwabe an den äußersten Rand gerückt wird. Dahinter ist ein guter Platz für den Baurahmen. Vor das Flugloch werden die Brutwaben gerückt.

Beobachtet man ein sehr starkes einzargiges Volk mit 5-6 Brutwaben, wird durch einer weiteren Zarge mit Mittelwänden oder leere Waben erweitert. Pollen und Baurahmen kommen dann in diese. Wurde das Volk auf 2 Zargen eingewintert und stellt fest, dass in der unteren Zarge keine oder nur wenig Bienen sind, werden die Zargen getauscht.

Die Bestimmung des optimalen Zeitpunkts für den Honigraum ist recht einfach. Auch ist wichtig, ob das Volk bereits auf 2 Zargen sitzt oder nicht. Sobald die Kirschblüte beginnt und sich reger Sammelbetrieb einstellt, sowie beide Brutzargen angenommen wurden, ist die Zeit reif. Für die Honigraum-Erweiterung muss das Wetter auch nicht sonderlich gut sein. Notfalls reichen 14 °C. Es reicht, das Absperrgitter und Honigzarge aufzusetzen. Es ist nicht wichtig ob sie mit Mittelwänden oder leeren Rest Waben vom letzten Jahr befüllt ist. Man verwendet nur keine leeren Brutwaben. Je nach Wetterlage entfernt man im gleichen Arbeitsgang oder einige Tage später die übrig gebliebenen Futterwaben vom letzten Jahr.

Das war es dann auch schon für diese Jahreszeit.

-Schwarmzeit Mai-Juli
Spätestens Anfang Mai ist jedes Volk mit einem Honigraum erweitert. Die Behandlung oder Vereinigung der Völker ist abgeschlossen.

Regelmäßige Durchsicht der Völker ist angesagt, da die Schwarmzeit im vollen Gange ist. Das bedeutet von nun an alle 7-10 Tage den Brutraum auf Schwarmzellen und Weiselnäpfchen (siehe Begriffe) prüfen. Findet man eines von beiden entfernt man es mit den Fingern oder Stockmeißel. Ist die Schwarmzelle bereits verdeckelt, kann man sie herausschneiden und einen Ableger bilden.

Ist der erste Honigraum bereits gut ausgebaut setzt man einen weiteren drauf. Bereits fast vollständig verdeckelte Waben werden in den oberen Honigraum gehängt. Ist das erste Trachtangebot vorbei und alles gut verdeckelt können die Zargen geschleudert werden. Dazu fegt man die Bienen mit einem Besen ab oder verwendet eine Bienenflucht, die ein Tag zwischen Brut- und Honigraum bleibt. Das gleiche Spiel wiederholt man, bis die gesamten Blütezeiten vorbei sind.

Ende Juli kann man schon mal den Varroa befall messen. Dies geschieht mittels Einschub hinter der Beute. Man lässt das Brett 5 Tage unter der Beute. Das ist ein primitives aber wirksames Mittel um den Befallsgrad zu messen. Findet man mehr als eine Milbe pro Tag, muss nach der letzten Honigernte die Behandlung einsetzen. Findet man mehr als 5 Milben pro Tag, muss sofort eine Behandlung erfolgen. Der Honig wird dafür sofort entnommen. Den reifen kann man schleudern den Unreifen umsetzen oder als Ausschuss verzehren.

Auch zur Ablegerbildung ist nun die beste Zeit.

-Vorbereitungen August-Oktober
Auch im August kann noch die Schwarmstimmung anhalten. Das Drohnenschlachten(siehe Begriffe) ist kein guter Indikator, um zu sehen, ob noch Schwarmzellen gebildet werden oder nicht. Es ist Ermessens und Erfahrungssache, wie lange man die Kontrollen fortsetzt.

Das Volk bildet verstärkt langlebige Winterbienen. Es ist deshalb wichtig, dass bei einem sehr wahrscheinlichen eintretenden Varroa Befall die ersten Behandlungen Mitte August abgeschlossen sind. Nur so gibt es gesunde Winterbienen.

Je nach Region und Standort wird sich auch die Honigernte langsam dem Ende neigen. In der Regel sollte die Einwinterung inklusive Fütterung gegen Ende August abgeschlossen sein. Der Baurahmen wird entfernt, um mehr Platz zu schaffen.

Den Großteil dieser Zeitspanne verbringt der Imker mit Wintervorbereitungen. Immer wieder auf Krankheiten prüfen, füttern, behandeln. Sehr Schwache (3Brutwaben) Völker werden vereinigt. Schwachbrüstige Völker können auch auf einer Zarge überwintert werden. Die obere Zarge kommt zum Einschmelzen des Wachses. Im Frühjahr gebildete Ableger (immer einzargig) können unter umständen auch stark genug sein, um sie noch Anfang August zu erweitern. Wenn nicht wird das im Frühjahr gemacht. Das Flugloch wird verengt, damit sich die Bienen besser wehren können.

-Wintertraube November-Januar
Im Winter sollte jede Störung der Bienen vermieden werden. Sie brauchen jetzt ihre ganze Kraft, um über den Winter zu kommen. Es gibt jedoch Ausnahmefälle. Nach Einsetzen des Frostes werden die Bienen brutfrei sein. Jetzt gilt es, noch einmal alle Völker auf Varroa zu überprüfen. Findet man um diese Jahreszeit mehr als 0,5 tote Varroen, ist eine Behandlung im tiefsten Winter erforderlich.

Jetzt ist der Kreislauf geschlossen und das Spiel beginnt von vorn.

4.) Bienenmoral
-Raumaufteilung
Nicht zu viel Raum. Nicht zu wenig Raum. Beides demoralisiert die Bienen. Darauf achten, keine Pollen oder Honigwaben zwischen die Brutwaben zu stecken. Dies behindert die Weisel. Will man die Bienen beim Brüten unterstützen leere Waben (ausgebaute Mittelwand, z.B durch geschleuderten Honigraum) neben oder zwischen (kommt auf die Betriebsweise an) die Brut hängen.

-Was Bienen wollen
Bienen wollen bauen. Deshalb ist es eine schlechte Idee, nur ausgebaute Mittelwände zu nehmen. Normale Mittelwände reichen völlig. Ein Baurahmen ist auch nicht schlecht, weil sie sich richtig austoben können. Ist ein Volk erst einmal in voller Schwarmstimmung, liefert es weniger Honig. Schwarmhemmende Mittel können ergriffen werden. Meisten gehen nur starke Völker in Schwarmstimmung. Ableger haben erst einmal andere Probleme. Hat ein Volk zu wenig Honig (ca 3 kg) bricht ein Notstand aus. Jede Störung des Volkes bringt es im Ungleichgewicht, deshalb sollte man sich immer auf das Nötigste beschränkt. Besondere Arbeiten am Volk wie Ablegerbildung werden wenn möglich auf Standardkontrollen verlegt.

5.) Standardprozeduren
Hier in aller kürze die unterschiedlichen Arbeitsprozeduren am Volk.

-Schwarmkontrolle
Jede Wabe unterhalb des Absperrgitters wird herausgenommen und begutachtet. Weiselnäpfchen oder Schwarmzellen entfernen. Manche machen auch die so genante Kippkontrolle. Hängt der Bienenschwarm unten durch und sieht man auch sonst keine Schwarmzellen kann man sich das Herausnehmen der Waben sparen. Diese Methode ist aber nicht sicher.

-Füttern
In einen Ableger müssen zur Überwinterung ca 16 kg sein und in einem Wirtschaftsvolk ca. 24 kg. Spätestens Ende Oktober sollte das erledigt sein. Zur Herstellung des Futters verwendet man gewöhnlichen Haushaltszucker. 3 Teile Zucker, 2 Teile Wasser. Man füllt einen Eimer mit Schwimmmaterial wie Stroh und Futter und stellt ihn auf die Rähmchen. Danach setzt man eine leere Zarge drauf und schließt die Beute.

-Varroa Kontrolle
Alles andere als die Einschubkontrolle hinter der Beute ist nicht praktikabel oder liefert keine guten Ergebnisse. Im Spätsommer ist unter einer Milbe normal, ab November unter 0,5 pro Tag. Dann ist keine Behandlung nötig. In anderen Jahreszeiten wird nicht kontrolliert außer bei akutem Verdacht. Während der Behandlung setzt man die Kontrolle fort, um die Wirkung zu überprüfen. 3 Wochen nach der Behandlung kontrolliert man noch einmal.

-Varroa Behandlung
Das ist ein komplexes Thema, da liest man am besten die Broschüre "Varroa unter Kontrolle" Mal googeln...

-Drohnenschneiden
Immer wenn der Baurahmen voll verdeckelt ist, wird die Wabe komplett herausgeschnitten. Da die Varroa bevorzugt in Drohnenlarven geht, ist dies das einzige natürliche Mittel gegen die Varroa, das ein Imker umsetzen kann. Da die Mittelwände die Zellengröße für Arbeiterinnen haben, werden die Bienen am Baurahmen auch nur Drohnen heranziehen. Um die Larven nicht unnötig zu quälen, ist die beste Todesart ein Gefrierschrank. Ist die Wabe tiefgefroren entdeckelt man sie und klopft die Larven raus. Sie können gegessen oder an Angler verkauft werden.

-Ableger bilden.
Eine bebrütete Wabe entnehmen. Auf der Wabe sollten am besten Eier in den Zellen sein dann ist man auf der sicheren Seite. Sie sehen aus, wie kurze, weiße Stecknadel stücke. Die Wabe hängt man dann inclusive der Bienen in die neue Beute. Dazu wird noch eine voll besetzte Brutwabe in die neue Beute gefegt oder besser geschlagen. Man muss natürlich genau hinschauen, dass man nicht versehentlich die Weisel in die Kiste koppt. Dazu hängt man noch eine Mittelwand oder leere Wabe und eine volle Futterwabe. Wer noch Futterwaben vom Winter übrig hat, kann sie sich so entledigen. Deckel zu, fertig. Bis die Weisel aus den Eiern gezüchtet wird und sie soweit ist Eier zu legen kann schon mal ein Monat vergehen. Am besten schaut man einfach in einen Monat wieder rein. Danach füttert man den Ableger regelmäßig mit Zucker. Man braucht nicht übertreiben, es reicht, wenn ein Volk 3 Waben voll Futter hat. Manchmal können sie sich auch schon selbst versorgen. Sind die Bienen gut in Brut, setzt man immer ein weiteres Rähmchen dazu, sodass sie genug Platz haben. Bis hin zur Erweiterung von oben aber nur wenn beim Blick auf die Rähmchen, diese kaum noch zu erkennen sind vor Bienen ca. 50:50. Egal ob Herbst oder Frühjahr, dann ist es Zeit. Schwarmkontrollen sind bei dieser Methode nicht nötig, da viel zu wenig Bienen in der Kiste sind, um den Schwarmtrieb auszulösen, sofern man das Erweitern nicht völlig vergeigt. Honig wird auch noch nicht entnommen. Bedeutet, bloß keinen Honigraum geben.

-Einwintern
Die Brutwaben in die vordere Mitte rücken, Honigräume runter, Flugloch einengen und füttern. Brutraumgrüße anpassen, fertig.

-Honigernte
Abfegen der Waben. Um zu prüfen, ob der Wassergehalt in den Honigwaben stimmt, hält man eine Fläche nach unten und gibt der Wabe einen Ruck. Sind keine Tropfen auf den Boden, ist die Wabe reif.

6.) Beobachtungen und Maßnahmen
-Bienenbart
Sammeln sich zu viele Bienen an der Beuten Front ist es ihnen zu warm. Man sollte etwas über die Beute legen oder ihren Raum erweitern, je nach dem. Es kann allerdings auch ein Zeichen sein, dass eine Weisel geschlüpft ist und ein Schwarm bevorsteht. Jetzt sollte man die gesamte Beute untersuchen und die zweite Weise finden. Findet man sie, kann man sie töten oder in eine neue Beute stecken. Ansonsten hilft nur beobachten, wohin der Schwarm abgeht.

-Ventilierende Bienen
Vor dem Flugloch setzt fächern viele Bienen Luft hinein. Dies ist vollkommen normal. Keine Maßnahmen.

-Zerstückelte Bienen
Eine Maus ist oder war in der Beute.

-Wachsreste auf dem Flugbrett
Das Volk wird oder wurde ausgeraubt. Flugloch so verengen, dass nur noch eine Biene durchpasst.

-Reges herumschwirren und kämpfende Bienen.
Das Volk wird ausgeraubt. Mit einem Zerstäuber Wasser auf die Bienen spritzen und rauch geben, bis sie sich beruhigen. Dann, das Flugloch einengen.

-Flugloch von toten Bienen verstopft.
Es ist noch nicht warm genug, damit die Bienen die Leichen selbst raus schaffen. Flugloch freikratzen.

-Bei Handauflegen auf die Abdeckfolie ist es warm.
Hat man eine Abdeckfolie unter den Deckel, kann man im Frühjahr schauen, ob die Bienen brüten. Ist die Folie warm, sind sie dabei.

-Eisbahn vor dem Flugloch
Das Volk brütet im tiefsten Winter. Glückwunsch, es ist sehr stark.

-Kotspuren an der Beute
Das Volk leidet an Nosema. Mehr dazu unter Krankheiten.

-Viele tote Bienen mit herausgestreckter Zunge
Das Volk verhungert. Sofort eine Notfütterung einleiten.

-Viele Bienen mit Pollen einige am wahllosen fliegen.
Das Volk erfreut sich bester Gesundheit. Jungbienen fliegen sich ein und Pollen wird hereingetragen.

-Viele Bienen laufen wahllos auf dem Flugbrett und Beute herum.
Das Volk hat keine Führung und ist weisellos.

-Auf dem Flugbrett liegen verkalkte Puppen.
Kalkbrut. Siehe Krankheiten.

-Obwohl das Wetter gut ist und alles blüht kaum Flugbetrieb.
Giftschädigung. Eine Bienenprobe an einer Untersuchungsstelle schicken. Die Beute mit Kreide markieren. Die Polizei anrufen, damit sie bei der Nehmung der Probe als Zeuge da sind. Foto machen. Wahrscheinlich hat ein Bauer etwas nicht erlaubtes gespritzt. Aber auch Vandalismus ist möglich.

-Wespen fliegen in das Flugloch.
Das Volk wird ausgeraubt. Flugloch verengen. Ein paar Wespen vor dem Loch sind aber kein Grund zur Panik. Dies ist ganz natürlich und die Bienen sollen sich wehren.

-Drohnen werden hinausgezerrt.
Das Volk bereitet sich auf den Winter vor.

-Die Brutwaben sind zähflüssig.
Streichholz Probe machen. Ziehen sich die bebrüteten Zellen wie Kaugummi ist das Volk von Faulbrut befallen. Das ist die gefährlichste Krankheit überhaupt. Mehr dazu unter Krankheiten.

-Bienenkneul um die Königin
Es sind zwei Weisel in der Beute. Die Arbeiter haben sich entschieden, eine zu töten. Nichts machen oder den Prozess beschleunigen. Es kann auch sein, dass der Imker kürzlich eine neue Königin zugesetzt hat und diese nicht angenommen wird.

-Keine Weisel im Stock, dafür aber nur Drohnenzellen
Das Volk ist seit Langem weisellos und ist verloren. Auch zusetzten hilft nichts mehr. Das Volk wird aufgelöst. Einfach alle Bienen entfernen und die Beute mitnehmen. Die Bienen werden sich in andere Völker einbetteln. Vorher ordentlich Rauch geben, damit sie ihren Futterspeicher füllen. Dies erleichtert das Einbetteln.


Zuletzt geändert von Peperoni am Fr 6. Mai 2016, 16:23, insgesamt 33-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr 16. Nov 2012, 21:48 
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7.) Krankheiten
-Faulbrut
Die amerikanische Faulbrut ist eine der gefährlichsten Krankheiten der Bienen überhaupt. Faulbrut ist eine bakterielle Infektion, die sich in den Brutzellen einnistet und sie in eine zähflüssige Substanz zersetzt. Faulbrut ist eine fadenziehende Masse. Einfach probehalber mit einem Stöckchen in die Zellen piken. Diese Krankheit ist bei dem Tierseuchenamt anzeigepflichtig. Bei Verdacht kann eine Futterkranzprobe entnommen werden, um zum Veterinäramt geschickt und bestätigt zu werden. Wahrscheinlich wird man dann auflagen bekommen. Normalerweise werden die Bienen in Kisten geklopft, wo sie dann 2 Tage bleiben, damit sie ihre inneren Vorräte aufbrauchen. Dann werden sie in neue Beuten geklopft, wenn man die Beuten noch nicht behandelt hat.
1. Beute abkratzen, nichts umhertreten. Keinen Propolis liegen lassen. Alles, was man rauskratzt, restlos verbrennen.
2. Waben kommen in Säcke und werden verbrannt. Kein Einschmelzen und wiederverwerten.
3. Alle Teile in kochendes Ätznatron geben. Das Zeug wird mit 60 % Ameisensäure neutralisiert.
Über die offiziellen Wege wird man jedoch nur den Auflagen des Veterinäramts folgen müssen. Es gibt auch kommerzielle AFB Straßen, die sich darum kümmern. Nichts tun ist auf jeden Fall um jeden Preis zu vermeiden. Nicht nur der eigene Stand geht verloren, sondern im schlimmsten Fall wird die Seuche große Kreise ziehen.
Dafür trägt der Imker die Verantwortung wenn er nichts macht!

-Varroa Milbe
Die Varroa ist eine eingeschleppte Milbe die sich in der Brut vermehrt. Sie saugt die Bienen aus und überträgt Krankheiten. Sie ist Oval und ca. 1,5 mm groß. Zur Behandlung und Analyse ist weder ein Labor noch eine Benachrichtigung bei dem Tierseuchenamt nötig. Zur Behandlung unter Standardprozeduren mehr.

-Nosema
Eine Darmerkrankung mit unkontrollierten abkoten der Bienen. Bei Eintreten der Krankheit sollten man sich überlegen die Bienen abzuschwefeln und anschließend alles mit 60 % Essigsäure desinfizieren. Die Waben am besten verbrennen. Das Problem ist, dass von einem solchen Volk der ganze Stand in Gefahr gebracht wird. Isolation ist in jedem Fall zu empfehlen. Zudem ein starkes Einengen um den Putztrieb zu erhöhen.

-Kalkbrut
Ein Schimmelpilz, den man an verkalkte Brutwaben und herausgetragene verkalkte Bienen erkennt. Alle Waben im Brutraum kommen in die Wachsschmelze oder werden verbrannt. Tieffrieren ist vorher zu empfehlen, um es den Larven so angenehm wie möglich zu machen. Die lebenden Bienen bekommen neue Mittelwände oder leere Waben. Diese Krankheit ist also nur ein Ärgernis und relativ einfach zu behandeln.

8.) Konventionelle Betriebsweisen
Generell kann man mit jeder Betriebsweise gut imkern, wenn man die Tricks der einzelnen Betriebsweisen kennt und vor allem auch nutzt. Das ist das Wichtigste. Deshalb sollte man sich das hier genau durchlesen, um sich zu entscheiden. Ich empfehle eine Betriebsweise entweder ganz, mit allen Möglichkeiten, oder gar nicht zu verwenden. Es gibt diese Dinge nicht um auf einen einzargen Großbrutraum dann normale schwere Zargen zur Honiggewinnung zu stellen. Vorher genau überlegen, was man will.

-Die Hohenheimer Betriebsweise
Eine neuartige Betriebsweise basierend auf Jahrelanger Erkenntnisse und Forschungsarbeit. Im Vordergrund stehen effektive Vermehrungs- und Gesundheitsmaßnahmen. Kann als Nachfolger der Celler Rotation gesehen werden. Erforderlich sind zwei gleich große Bruträume und bei einer Technik auch gleichgroße Honigräume. Dies ist auch der Nachteil, die relativ großen Honigräume können sehr schwer werden. Alternativ kann man kleine Honigräume nehmen und die Technik einfach weg lassen.

Zur Salweidenblüte wird jedes einzargige Volk mit mehr als 3 Waben erweitert. Alle Völker unter 3 Waben werden mit Absperrgitter auf ein starkes Volk gestellt und erweitert. Das zu sanierende Volk braucht über dem Absperrgitter ein Flugloch in der Zarge oder eins per Aufsatz.

Zur Kirschblüte kommen die Honigräume mit Absperrgitter drauf.

Zur Schwarmzeit wird aus jedem sehr starken Volk alle zwei Wochen ein Ableger gebildet. Dies beugt der Schwarmlust vor. Schwarmkontrollen werden dennoch fortgesetzt. Baurahmen wird eingesetzt und geschnitten.

Die Krankheitsbehandlungen erfolgen wie bereits beschrieben. Jedoch hat man hier eine Besonderheit. Im Spätsommer benutzt man einen abgeschleuderten Honigraum und setzt ihn an der Position der Beute. Da steckt man auch die Weisel rein. Die alte Beute setzt man auf einer Zarge wo anders hin. Einige Bienen werden von selbst an die alte Position fliegen. Der Honigraum mit der Weisel wird nach einen Tag mit Milchsäure behandelt. Der alte Raum wird nach 24 Tagen behandelt. Es besteht eine ca. 80 % Wahrscheinlichkeit, dass dort eine neue Königin aus der alten Brut drin ist. Nun hat man die Wahl, eine Weisel töten und vereinigen oder zwei Ableger in den Winter nehmen. Durch die Besprühung mit Milchsäure in der brutfreien Zeit werden die Varroen nahezu 100 % getilgt sein. Dies ist der wichtigste Vorteil, der sich aus gleichgroßen Zargen ergibt. Ein anderer ist die Möglichkeit leere Honigwaben zu Brutwaben Erneuerung zu verwenden.

Ein anderer Vorteil eines geteilten Brutraums ist die Kippkontrolle. Dabei wird der obere Brutraum gekippt, um zu schauen, ob die Bienen durchengen oder Schwarmzellen dort sind. Ist beides nicht der Fall, braucht man die Waben auch nicht herausnehmen. Dies ist zwar unsicher aber oftmals korrekt.

-Einzargiger Brutraum
Die Abschreckung gegenüber einzargigen Brutraum rührt daher, dass Betriebsweisen schon seit langen mit gleichgroßen Zargen hierzulande existieren. Dabei ist der Unterschied gar nicht so groß. Für eine einzargige Betriebsweise benötigt man einen normalen Dadant Brutraum oder eine DNM 1 ½ Brutraumzarge. Auch in den meisten anderen Formaten gibt es mittlerweile eine geeignete Zarge. Wenn man schon so imkert, sollte man auch gleich kleine Honigräume nehmen, um die maximalen Vorteile mitzunehmen. Auch gibt es hier keine Kippkontrolle, sondern man schaut immer jede Wabe nach. Dies ist dann auch absolut sicher und auch schneller als beim geteilten Brutraum. Es sei denn, man verwendet beim zweigeteilten Brutraum die Kippkontrolle.

Beim Großraumprinzip benutzt man ein Trennschied. Das ist ein Rähmchen mit einem Brett um die Weisel zu hindern in den hinteren Bereich zu gehen. Vor den Trennschied kommt der Brutraum und dahinter, eine leere Mittelwand. Wenn die Mittelwand anfängt, ausgebaut zu werden stellt man sie in den Brutraum, weil das ein Zeichen ist, dass die Bienen mehr Platz brauchen. Im Frühjahr setzt man die Pollenwabe ebenfalls hinter das Trennschied.

Bei der Einwinterung wird nur der eine große Brutraum verwendet. Dazu wird das Trennschied entfernt.

9.) Ökologische Betrachtungsweisen
Hier stelle ich ökologische Betrachtungsweise zum Thema Bienen an. Diese sind unabhängig der konventionellen Betriebsweisen und können auch als Mischformen betrieben werden.

-Der Schwarmtrieb
Die Unterdrückung des Schwarmtriebs, sei es auf züchterischer oder mechanischer Weise durch Ausbrechen der Zellen, ist der fundamentale Gedanke alle konventionellen Betriebsweisen. Hat man viel Land und Abgeschiedenheit zur Verfügung, kann man die Bienen auch einfach schwärmen lassen und sie dann einfangen. Viel Zeit ist hier Grundvoraussetzung. Auch viel Zeit ist die Voraussetzung, wenn man sich vor den Startlöchern stellt und anhand seiner Erfahrung mit einem Fangnetz die Schwärme abfängt.

-Die Beute
Bienen wollen nach oben Bauen. Insofern ist es eine Überlegung, mit 8 Waben Zargen zu arbeiten und einfach immer weiter zu stapeln. Diese, man kann schon sagen Gebäude, können dann gut und gerne 6 oder noch mehr Zargen hoch werden.

-Das Absperrgitter
Das Gitter behindert nicht nur die Weisel, sondern auch die Bienen. Jedes Passieren dieser Nadelöhre kostet den Bienen Energie und kann sogar zu Flügeldeformationen führen.

-Die Waben
Vorgefertigte Mittelwände sind ein Eingriff in das Volk um mehr Honig zu bekommen. Will man absolut natürlich imkern muss man diese weglassen.

-Das Zellenmaß
Das heutige Zellenmaß ist unnatürlich. Es geht von der Annahme aus, dass ein größeres Maß mehr Honigertrag liefert. So wirklich wissenschaftlich bestätigt wurde das nie. Da dieser Umstand schon weit über 100 Jahre her ist, hat man lange angenommen 5,4 mm seien normal. Honigertrag hin oder her eine Tatsache ist jedenfalls, dass Bienen auf 4,9 mm länger leben und im Stock viel mehr Bienen sind. Dies sollte zu einer höheren Hygiene führen, da dies für Bienen auf der Arbeitspriorität unten steht. Es gibt auch hinweise darauf, dass Arbeiterinnen einen Varroa Befall schlicht besser merken. In den großen Zellen könnten sich die Varroen besser verstecken ohne, dass per „Aufklopfen“ auf der Zelle ein Parasit bemerkt wird. Durch die lange Zeit haben sich die Bienen aber genetisch verändert und ein Umstellen ist eine schwere Angelegenheit, die nur langsam umgesetzt werden kann. Erst 5,1 mm dann 4,9 mm. Ich denke, die Natur hat sich schon was dabei gedacht. Vielleicht ist 4,9 mm eine Art natürliche Schwelle, bei der das Volk generell am effektivsten ist.

-Der Korb
Diese Beute arbeitet nach einem einfachen Prinzip. Die Bienen gehen rein, brüten und wieder raus, schwärmen. Kaum weitere Eingriffe. Dass dies nicht so zeiteffizient wie eine normale Betriebsweise für den Imker ist, ist unnötig zu erwähnen.

-Honig
Ein anderer Punkt ist das Drinlassen des Honigs, den ein Volk für den Winter braucht. Ich denke jedoch, es interessiert die Bienen nicht ob Honig oder Zucker, solange sie noch Pollenwaben haben.

-Mittelwände einlöten.
Rähmchen sind normalerweise verdrahtet, zum Einlöten der Mittelwände wird üblicherweise ein Trafo benutzt.

10.) Gesetze
Eines vorweg, ich bin kein Jurastudent. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit bei den Gesetzen. Ich erhebe nicht einmal Anspruch auf richtigkeit der hier besprochenen Gesetze. Es kann sich natürlich auch später was ändern an den Gesetzen .Ich kann hier nur einen Überblick über das (zum Zeitpunkt des erstellens und meiner Meinung nach) Wichtigste geben. Nur dazu ist dies gedacht.

-Bienenseuchen
Ausführlich geht’s hier weiter da sieht man, was ggf. zu tun ist. Was man darf und was nicht.
http://www.gesetze-im-internet.de/biens ... 40972.html

Meldepflichtig ist:
Die amerikanische Faulbrut in Deutschland, Österreich, Schweiz.
Die Varroa, aber nur in Schweiz und Österreich (wie viel Sinn es macht diese allgegenwärtige Seuche anzuzeigen ist mir schleierhaft aber naja)
Der kleine Beutenkäfer ist in der ganzen EU und Schweiz anzeigepflichtig.
Tropilaelapsose, in der Schweiz, diese Seuche ist hier aber noch nicht gegenwärtig.

Es ist in Deutschland nicht erlaubt leere Beuten offen stehen zu lassen.

-Honig
Was als Honig verkauft wird, darf keine menschlich hinzugefügten Zusatzstoffe habe. Man darf den Honig auch keine Stoffe entziehen.
http://www.gesetze-im-internet.de/honig ... 00004.html

-Bienenschutzverordnung
Das spritzen von „bienengefährlichen“ Pflanzenschutzmitten ist verboten. (Naja, was als bienengefährlich eingestuft wird, ist eine andere Sache *hust*)
http://www.gesetze-im-internet.de/bunde ... gesamt.pdf

-Tierseuchenkasse
Die Anzahl der Völker sowie der Standort sind beim zuständigen Veterinär Amt zu melden. Leider habe ich hier keine allgemeine Anlaufstelle gefunden, anscheinend hat jedes Bundesland ihre eigene Tierseuchenkasse, nrw, sachsen, usw.


Zuletzt geändert von Peperoni am Do 5. Mai 2016, 21:56, insgesamt 11-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr 16. Nov 2012, 21:49 
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11.) Bienenprodukte
-Honig
Die Honigwaben werden entdeckelt (mit Messer oder Entdeckeler) und kommen in eine Schleuder, darunter ein Eimer mit sieb. Alternativ kann man auch die Zellen mit einem Löffel auskratzen, die Brühe kann auf ein Sieb abtropfen lassen oder durch ein Tuch wringen (Vorsicht Sauerei Gefahr :D ). War der Honig reif(wir erinnern uns, Tropfprobe machen ;)), wird er in einigen Tagen fest, dafür sollte er auf jeden Fall im verschlossenen Behälter sein. Honig reagiert mit der Luft, in dem er die Feuchtigkeit raus zieht. Fester Honig ist also ein Qualitätszeichen. Sobald der Honig trüb wird, ist das ein Zeichen, dass er fest wird. Ab diesem Zeitpunkt wird zweimal täglich gerührt oder gestampft. Dieser Prozess kann sich über eine Woche ziehen. Erst wenn er ganz weiß/gelb und cremig ist, ist eine gute Streichbarkeit gewährleistet. Zum Abfüllen wird der Honig dann ganz langsam aufgewärmt auf ein Maß, das sich gut abfüllen lässt. Mit einem regulierbaren Einkochtopf zum Beispiel.

-Propolis
Propolis ist ein Kittharz mit dem die Bienen ihre Wohnung dichtmachen oder desinfizieren. Es befindet sich in allen Ritzen. Zur Gewinnung gibt es auch spezielle Vorrichtungen zu kaufen. Propolis wirkt antibakteriell.

-Wachs
Die einfachste, billigste, effektivste und damit beste Form den Wachs zu verarbeiten geht so: Man nimmt einen großen Topf, den man nicht mehr braucht. Füllt ihn bis zu hälfte mit Wasser und legt die ausgeschnittenen Waben rein. Nachdem alles geschmolzen ist, nimmt man einen Eimer und legt ein relativ grobes Sieb drauf (ca 1 mm) Haushaltssieb. Dann kippt man das ganze Zeug darein. Auf dem Sieb ist im Falle, dass Brutwaben eingeschmolzen wurden, jede menge kleiner harter Kügelchen. Man nimmt einen Löffel und drückt sie aus, den Rest wirft man weg. Danach lässt man den Eimer eine Weile stehen. Hat man mehrere solcher Eimer wiederholt man mit deren Inhalt die Prozedur, wobei nur noch 1/3 Wasser hinzugefügt wird. In diesen Eimer sollte das fertige Produkt aussehen wie ein großer Gouda Käse. Unten wird noch etwas Dreck sein, der dann abgekratzt wird. Es bedarf vielleicht etwas Erfahrung aber man kann ja nichts kaputt machen. Den Wachs, kann man so oft schmelzen, wie man will.

-Bienenbrot
Bienenbrot wird aus den Pollen gewonnen. In den Pollenwaben wo die Bienen ihr Vitamin Bunker haben legen sie schön nach Farbe sortiert den Pollen ab. Dieser Pollen ist fermentiert, wodurch alle möglichen Vitamine aufgeschlüsselt werden, was beim reinen Pollen nicht der Fall ist. Reiner Pollen kann vom Menschen nicht verarbeitet werden. Außerdem ist der durch Bienen verarbeitete Pollen länger haltbar. Er enthält von allen ein bisschen, Honig, Gelee Royal, Propolis. Die Gewinnung erfolgt per Stanze, da der Pollen sehr fest sitzt. Für den privaten Gebrauch kann man ihn aber sicher auch so raus pulen, schließlich ist Wachs nichts Giftiges. Einzig sollte man darauf achten keine Brutwaben in denen Pollen gelagert wird zu benutzen. Gut, man wird davon wohl nicht krank, aber es hat schon etwas Unhygienisches, da in den Brutzellen alte Hautreste der Bienen liegen.

-Gelee Royal
Ich kann weder den Verzehr noch die Herstellung gut heißen, trotzdem der Vollständigkeit halber die Infos dazu. Dies ist das Futter der Königin. Um es zu gewinnen, wird dem Volk die Königin entnommen, was enormer Stress bedeutet. Dazu kommt eine Batterie mit Pseudo-Weisezellen, die dann vom Volk mit Gelee Royal gefüllt wird. Wie gesagt, ich finde es pervers und werde das auch jeden Imker sagen, der es anbietet.

12.) Begriffe
Ableger / Ein Volk, das im kommenden Jahr zur Honigernte verwendet werden kann.
Absperrgitter / Trennt Brut- und Honigraum, indem die Schlitze so klein sind, dass die Weisel nicht hindurch kann.
Baurahmen / Ein Baurahmen ist ein Rähmchen ohne Mittelwand. Man stellt den Bienen dadurch gezielt platz zur Drohnenbrut zu Verfügung.
Beute / Die Beute, ist ein künstlicher Bienenstock. Es kann sich um eine Magazin-Beute, Bienenkorb oder einer exotischeren Variante handeln.
Bien / Als Bien bezeichnet man das Bienenvolk als Superorganismus.
Bienenflucht / Eine Einbahnstraße für Bienen. Die Bienen laufen zur Königin und können nicht mehr zurück.
Bienenkorb / Ein geflochtener Korb, der mit Lehm oder Kuh Dung gegen Wind und Kälte abgeschirmt wird.
Brutwabe / Auf einer Brutwaben sitzt die verdeckelte oder unverdeckelte Brut. Der Verschluss der Zellen sieht etwas bräunlich aus.
Drohne / Das männliche Bienenwesen.
Drohnenbrut / Sie ist größer als die normale Brut. Zu erkennen an den gewölbten Deckel auf den Zellen.
Drohnenschlachten / Der Bien entledigt sich für die Wintervorbereitungen seiner dafür nutzlosen Drohnen
Drohnenwabe / Eine Wabe auf der nur Drohnenbrut zu finden ist.
Magazin-Beute / Ein modularer Satz genormter Einzelteile. Darunter fällt Deckel, Zarge, Boden aber auch andere Komponenten wie eine Bienenflucht.
Mittelwand / Eine aus Wachs bestehende Wand mit eingestanzten Zellanfängen. Sie dient dazu das Brüten zu vereinfachen, damit die Bienen mehr Honig liefern.
Futterkranz / Ein kreisförmige Anordnung von Futterzellen an den Rändern der Brutwabe. Ein gutes Zeichen für ein gesundes Volk.
Futterwabe / Wabe voll mit Futter. Egal ob Honig oder Zucker.
Pollenwabe / Wabe mit eingelagerten Pollen. Zu erkennen an der bunten Farbmischung. Die Pollen sind sauber nach Sorten eingelagert.
Smoker / Ein normalerweise handgetriebenes Rauchgerät, in dem man irgendetwas stopft, das gut brennt und raucht. Stroh, Tannennadeln, Tannenzapfen.
Schwarmzelle / Eine Schwarmzelle ist die Brutzelle der Königin. Sie ist nicht zu übersehen, weil sie im Gegensatz zu allen anderen Zellen sehr lang ist und nach unten zeigt. Vorsicht, sie kann auch unter den Rähmchen sitzen.
Stockmeißel / Ein elementares Allzweckwerkzeug um verkittete Rähmchen auseinander zu bekommen.
Varroa / Ein ovaler Parasit, der sich an die Biene heftet und sie schwächt. Es ist eine Milbe und auch ein Krankheitsüberträger.
Weisel / Ein anderes Wort für die Bienenkönigin.
Weiselnäpfchen / Das ist ein kugelförmiger Ansatz der Schwarmzelle.
Wirtschaftsvolk / Ein Volk, das noch im gleichen Jahr zur Honigernte beiträgt.
Zarge / Das ist der wichtigste Teil einer Magazin-Beute, in dem die Rähmchen gehalten werden.


Zuletzt geändert von Peperoni am Di 11. Dez 2012, 17:01, insgesamt 8-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr 16. Nov 2012, 22:38 
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Perfekt, besten Dank !!!


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BeitragVerfasst: Sa 17. Nov 2012, 10:26 
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Einfach Klasse oh danke bitte weiter so:-)))


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BeitragVerfasst: Di 20. Nov 2012, 13:47 
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So, einiges erweitert.
Hat sich das jemand alles durchgelesen und ist dies soweit verständlich oder zumindest eine Hilfe?
Sollten die bereits bestehenden Bereiche vielleicht noch anders beschrieben werden? Vielleicht die Jahresentwicklung allgemeiner und kürzer halten? Oder umfangreicher?


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BeitragVerfasst: Di 20. Nov 2012, 23:48 
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toll, danke! finds sehr schön und auch verständlich geschrieben. vielleicht könntest du noch etwas dazu schreiben, was für rückschlüsse auf die verfassung des volkes man aus dem (flug-)verhalten der bienen ziehen kann. leider kann ich mich da nicht mehr richtig erinnern, aber ein Imker hat mir da mal viel interessantes drüber erzählt.

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BeitragVerfasst: Mi 21. Nov 2012, 15:57 
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Danke für das Feedback.
Habe eine Kategorie mit Beobachtungen hinzugefügt.


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BeitragVerfasst: Mi 21. Nov 2012, 16:42 
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Weltreisender

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klasse!

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BeitragVerfasst: Fr 23. Nov 2012, 00:14 
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es wird immer perfekter, finde es übersichtlich, verständlich und informativ.
Schätze, die Fragen werden kommen, wenn es konkret wird:
"Hilfe, hilfe, ahhh, oh mein Gott, ahhh ...., was nun? Peperoni?
Peperoni?"


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Oh ja.
Ich erinnere mich noch an das Gespräch mit meinen Paten und einen Bienenneuling.
Schon sehr erstaunlich, wie man sich 30 Minuten über das Einlöten von Mittelwänden unterhalten kann.
„Deine Freundin kann dir dabei ja helfen“
„Höhö, ja macht sie bestimmt“
Freunding: „Ja machen wir“
„Jo machen wir ne?“
Etc. etc. -.-


Argh, so etwas halte ich im Kopf nicht aus…
Ich hoffe ganz so schlimm wird es nicht werden. :roll:


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BeitragVerfasst: Sa 24. Nov 2012, 02:38 
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Das Schlimmste erwartend, bleibt uns nur die Hoffnung!

(F.Dürrenmatt) :P


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BeitragVerfasst: Mo 10. Dez 2012, 19:25 
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So, Gesetze hinzugefügt. Mir fällt langsam nix mehr ein, werde dann wohl hauptsächlich meine Projekte mit den Bienen und die Erfahrungen daraus, sowie Neuigkeiten separat zum Besten geben. Oder sind noch Wünsche offen?

PS.
Oh man, manchmal bin ich echt blind. Ich habe ja noch nichts über die verschiedenen Bienenprodukte und dessen nutzen geschrieben. :irre:
Das wichtigste wiedermal verschludert :D
Kommt demnächst. :D

PPS.
So, ich habe fertig. Glaub ich...


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BeitragVerfasst: Do 14. Feb 2013, 08:13 
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Ich bin da auf einen interessanten Artikel gestoßen wo es um die Gesundheit der Bienen geht

Nicht nur bei den Menschen, auch bei den Bienen spielt die Ernährung eine wesentliche Rolle.

wenn wir reinen Zucker füttern, nehmen wir den Bienen Kraft und Vitalität!

Die Zuckerfütterung der Bienen ist deshalb mit ein Grund, dass die Bienengesundheit weltweit, immer mehr abnimmt und Bienenschäden immens zunehmen.

Aus diesem Grund wurde von CulturChange ein Aufruf an die Imker, aber auch die iNstitute, formuliert, der diese besondere Thematik aufgreift und eine Alternative beschreibt. Zum Wohl unserer Bienen.

http://culturechange.de/wesensgemaesse- ... erbst.html

_________________
HARIBO DAS ORIGINAL OFT KOPIERT UND NIE ERREICHT.


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BeitragVerfasst: Do 1. Aug 2013, 23:00 
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Ich habe jetzt auch noch das ein oder andere fernab der ausgetretenen Pfade herausgefunden.
Wäre aber auch eher was für Fortgeschrittene.
Weiß ich nicht ob das jemanden interessiert?


LG


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