Wildtiere | Ernährung, Pflege und Unterbringung von Haus- & Nutztieren.
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Fr 2. Aug 2013, 08:39

Peperoni hat geschrieben:Ich habe jetzt auch noch das ein oder andere fernab der ausgetretenen Pfade herausgefunden.
Wäre aber auch eher was für Fortgeschrittene.
Weiß ich nicht ob das jemanden interessiert?


immer her mit den infos..... :D, dann sind sie schon mal festgehalten.

Fr 2. Aug 2013, 08:39

Fr 2. Aug 2013, 09:37

Gut.
Ich mag es ja immer besonders einfach und schnell.
Wie ich die Vermehrung hier mit den Ablegern beschrieben habe, ist eher für Anfänger, weil die Qualität der Königinnen so oftmals nicht optimal ist. Wenn man wirklich Gute züchten will, macht man das normalerweise per Umlarvung. Da pult man halt Larven aus den Zellen, die gerade das Stadium des Eis hinter sich haben, und gibt sie in künstliche Weiselnäpfchen. Das dauert aber alles ziemlich lange.

Ich habe jetzt was anderes ausprobiert.
So im Mai, wenn man Honigräume drauf hat und die schon ein wenig gefüllt sind, stellt man am besten am Nachmittag den Brutraum einige Meter weit weg mitsamt der Königin. Dann setzt man Boden und Deckel auf die Honigräume. Entfernt eine Wabe. Dann entfernt man vom Brutraum auch eine Wabe, mit frischen Larven und Eiern. Ich fege sie immer noch kurz ab, um sicherzugehen, dass die Königin nicht drauf ist. Die wird dann in den Honigraum gesetzt.

Jetzt passiert Folgendes:
Die Sammelbienen kehren zurück und haben keine Königin mehr, sie suchen sich die besten Viecher raus und Beginen Königinnen ran zu ziehen. Dazu können die aus dem Honigraum aus dem vollen schöpfen. Man erhält mindestens 8 super Königinnen mit nur 5 Minuten Arbeit.

Nach 24 Stunden setzt man unter einem Absperrgitter wieder alles zusammen. Das Gitter verhindert, dass die alte Königin ihre Konkurrenten abmurkst. Denn das Interessante ist, das Volk kommt nicht in Schwarmstimmung nach dem Verdeckeln der Zellen, da sie es nicht aus einer Laune heraus gemacht haben. Man kann jetzt auch noch eine Brutwabe daneben hängen, damit die neuen Zellen optimale Pflege erhalten.

Nach ein paar Tagen hat man mehrere Möglichkeiten.
Von Kunstschwärmen und so ein Zeug halte ich nichts, dauert alles viel zu lange. Erst abfegen, dann Kellerhaft… viel zu aufwendig.
Ich mache das wie ich es mit den Ablegern beschrieben habe, mit entnommenen Brutwaben in neuen Kästen. Eine Brutwabe reicht. Man kann entweder die noch verdeckelten Zellen mit einem Messer ausschneiden und zwischen den Rähmchen des Ablegers klemmen oder man käfigt die noch verdeckelten Zellen damit die sich nicht gegenseitig umbringen und setzt sie dann nach dem Schlupf in kleine Zusetzkäfige unter Zuckerverschluss. Als Masse kann man Puderzucker mit Wasser nehmen oder einfacher: festen Rapshonig.

Das ist alles so unglaublich einfach im Vergleich zu konventionellen Metoden und es ist natürlicher.


Das andere darf ich in meinem Verein gar nicht sagen sonst werde ich noch exkommuniziert.
Ich meine habe nämlich eine leichte Korrelation zwischen Aggressivität und Varroa befall festgestellt. Soll nicht heißen, dass man gleich Killerbienen braucht, die schon stechen, wenn man dran vorbei geht, oder die nicht Wabentreue sind. Aber eine leicht aggressive Neigung vor allem der Wächterbienen ist sehr gut. Die Bienen können nämlich sehen/riechen was auch immer wenn eine Biene die rein will Parasiten hat. Und wenn man jetzt aus Wölfen Schafe gemacht hat, lassen die natürlich alles rein und die Wächter pennen nur. Das ist natürlich kein Allheilmittel, denn es gibt noch andere Faktoren und die Wächter können auch nicht alles verhindern, aber ich konnte auch bei mir schon eine gewisse Neigung feststellen. Darf man halt nur keinen Imker erzählen, was der Bauer nicht kennt…

Außerdem kann man einen Ableger auch in Minibeuten als Reserve überwintern. Viele nehmen dafür Ablegerkästen. Die Minis sind aber leichter und noch kleiner. Zwei Zargen reichen. Kann man auch in Holz nachbauen.
http://www.holtermann-shop.de/index.php/cPath/1_157


Update:
Ich habe gerade mal Kontrolle gemacht wegen Varroa und ich bin wirklich überrascht. In einem Zeitraum von 3 Tagen ist nirgendwo auch nur eine Milbe gefallen. Ich kann mir darauf auch noch nicht so wirklich einen Reim drauf machen.
Gesund ist vor allem viele Wildpflanzen und kein Sortenhonig ist gegeben.
Abgelegener Standort ohne andere Imker wegen Reinvasion ist gegeben.

Ich kann mir nur vorstellen, dass mehrere Faktoren da zusammenspielen.
Ich habe bis jetzt nur Biomechanisches verfahren angewendet, mit Drohnenausschneiden, sonst nichts.
Ich kanns wirklich selbst nicht so richtig glauben, dass bedeutet, ich brauche dieses Jahr nicht einmal chemisch behandeln. :D

LG

Fr 9. Aug 2013, 17:40

bienen ist ein spannendes thema!
trage mich auch mit dem gedanken, damit anzufangen.. :)

Fr 9. Aug 2013, 19:11

Das tolle ist, dass Bienen anders als Schweine usw. doch immer noch sehr stark ein Teil der ursprünglichen Natur sind.

So 11. Aug 2013, 12:40

wohl wahr...
und alles was sie tun, ist sehr logisch, natürlich, effizient...
könnten wir menschen uns so einiges abschauen.. ;)

Do 12. Sep 2013, 20:36

Ich benutze zum Wachsschmelzen nun übrigens einen alten Entsafter/Presse.
Das ganze mit einer Strumpfhose auskleiden, dann rein mit der Brühe und ausquetschen.
Am reinsten wird das Wachs übrigens, wenn er besonders lange auskühlt. (alte Kühltruhe, oder leere Zargen mit dämm Material auskleiden ist geeignet)
Das Auskühlen sollte ca 1 Tag dauern.
Bei dem ersten Vorgang spare ich mir das aber und mach es dann im 2.

Schneller geht das Ganze übrigens, wenn man einen ganz hohen Topf nimmt, dann kann man die Waben vom kochenden Wasser ausfressen lassen. Ist gleichzeitig auch hygienisch. Wachsmotten sind eine Plage.. wo kommen die alle her? :D Das Wachs, von Zeit zu Zeit abschöpfen und durch Laufen lassen. So schafft man auch große Mengen Waben pro Stunde. :D

Do 12. Sep 2013, 20:47

Peperoni hat geschrieben:Ich benutze zum Wachsschmelzen nun übrigens einen alten Entsafter/Presse.
Das ganze mit einer Strumpfhose auskleiden, dann rein mit der Brühe und ausquetschen.


kenne ich...

http://i862.photobucket.com/albums/ab18 ... /MP32b.jpg

damit kann man auch andere sachen trockenschleudern.. :lol:

ich habe aus einem geeignetem material, einen streifen geschnitten und und über den filterstreifen durch kurzschleudern angedrückt...

.

Fr 13. Sep 2013, 00:59

Noch etwas zum Thema Gift mischen:
Zu beachten ist erstmal, dass selbst mischen nicht legalisiert ist.
Macht man eine Oxalsäure Lösung 3,5 Prozent, geht man vor als handele es sich um 100 % Säure. Die Lösungen sind nämlich keine 3,5 % Säure Lösungen sondern Dihydratlösungen. Wer weiß, wer sich den irreführenden Blödsinn ausgedacht hat. Jedenfalls nimmt man zum Beispiel 35 g Oxalsäuredihydrat und füllt es mit 200 Gramm Zucker und Wasser auf ein Kg. Jedoch Vorsicht, das kann einen zumindest ins Krankenhaus bringen, wenn man das Pulver einatmet. Direkt verbrauchen, da sich Zucker und Säure neutralisieren.

Anderes Beispiel: 85 % Ameisensäure auf 60 % reduzieren, wenn man 100 g haben will.

100g/85*60=70,58g AS
100g/85*(85-60)=29,41gWasser
Oder einfach auf 100 g auffüllen.
Wichtig ist immer mit einer Grammwaage zu arbeiten, denn Säuren haben nicht das gleiche Volumen wie Wasser bei 20 °C. Auch gibt es immer unterschiede, je nachdem wie warm das Wasser und die Säure ist. Schon in der Bäckerei haben wir kein Wasser nach Liter gemessen sonder gewogen, und wenn es um jedes Gramm geht, sollte man das erst recht nicht. Das erklärt wohl auch dass „Fachbücher“ oft unterschiedliche Dinge in ml sagen.
Zuletzt geändert von Peperoni am Sa 26. Dez 2015, 15:36, insgesamt 3-mal geändert.

Fr 13. Sep 2013, 20:30

Peperoni hat geschrieben:Noch etwas zum Thema Gift mischen:
Macht man eine Oxalsäure Lösung 3,5 Prozent, geht man vor als handele es sich um 100 % Säure. Die Lösungen sind nämlich keine 3,5 % Säure Lösungen sondern Dihydratlösungen. Wer weiß, wer sich den irreführenden Blödsinn ausgedacht hat. Jedenfalls nimmt man zum Beispiel 35 g Oxalsäuredihydrat und füllt es mit 200 Gramm Zucker und Wasser auf ein Liter. Sollte man nur eigentlich nicht aber naja, wo kein Richter… Jedoch Vorsicht, das kann einen zumindest ins Krankenhaus bringen, wenn man das Pulver einatmet. Direkt verbrauchen, da sich Zucker und Säure neutralisieren.




oxalsäure kristallisiert mit 2 mol wasser.
sprich in 1000g oxsalsäure dihydrat befinden sich 715g oxsalsäure und 285g wasser. also ist die oxsalsäure an sich 71,5%
also 49 gramm pulver auf 1000 ml aufgefüllt, ergeben 3,5%

zucker und säure können sich nicht neutralisieren, sondern zucker wird zur glukose und fruktose hydrolysiert.

Fr 13. Sep 2013, 22:35

silvi73 hat geschrieben:
oxalsäure kristallisiert mit 2 mol wasser.
sprich in 1000g oxsalsäure dihydrat befinden sich 715g oxsalsäure und 285g wasser. also ist die oxsalsäure an sich 71,5%
also 49 gramm pulver auf 1000 ml aufgefüllt, ergeben 3,5%


Habe noch mal nachgeschaut.
Nene, das ist schon richtig so mit den 35g.
Auf den Zutaten steht auch in etwa immer so ein Mischungsverhältnis.
Das ist schon zu kompliziert gedacht. :D
Das ist halt irreführend gemacht.
Die 3,5% sollen halt einfach nur für den Dihydratlanteil stehen.

Nicht mehr und nicht weniger… deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
Kein Wunder, dass man so viele unterschiedliche Dinge darüber im Internet findet. Von 52, 49, 43, 45 bis 35 habe ich schon alles gefunden, aber ich schwöre darauf, dass das hier die einzig richtige Mischung ist. :intrigant:

Peperoni mit Zwiebel hat geschrieben:Die Lösungen sind nämlich keine 3,5 % Säure Lösungen sondern Dihydratlösungen.

Habe etwas gebechert, aber ich glaube darum habe ich das hier auch geschrieben, würde ich jetzt mal vermuten. :D

silvi73 hat geschrieben:zucker und säure können sich nicht neutralisieren, sondern zucker wird zur glukose und fruktose hydrolysiert.


Danke, dass du das richtig gestellt hast.
Ich plapper manchmal auch vor mir her. :oops:

Jedenfalls ist nach Aussagen von Dr. Liebig, der Varroa fall höher, wenn man Zucker nimmt.
Ohne geht aber auch und hält länger.

Sa 14. Sep 2013, 16:29

Peperoni hat geschrieben:
Habe noch mal nachgeschaut.
Nene, das ist schon richtig so mit den 35g.
Auf den Zutaten steht auch in etwa immer so ein Mischungsverhältnis.
Das ist schon zu kompliziert gedacht. :D
Das ist halt irreführend gemacht.
Die 3,5% sollen halt einfach nur für den Dihydratlanteil stehen.

Nicht mehr und nicht weniger… deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
Kein Wunder, dass man so viele unterschiedliche Dinge darüber im Internet findet. Von 52, 49, 43, 45 bis 35 habe ich schon alles gefunden, aber ich schwöre darauf, dass das hier die einzig richtige Mischung ist. :intrigant:



alles klar...es sind 3,5% oxalsäure als dihydrat, oder 35g/liter und nicht 3,5% oxalsäure als wasserfreie variante als ausgangsstoff.

Biene findet Blume nicht mehr

Mo 7. Okt 2013, 09:07

Abgase: Biene findet Blume nicht mehr

Honigbienen haben es heute nicht leicht: In vielen Regionen lassen Monokulturen ihre Nahrung knapp werden, sie werden durch Pestizide vergiftet und Milben parasitieren sie und ihre Brut. Jetzt haben Forscher ein weiteres Problem entdeckt: Dieselabgase machen es den gelb-schwarzen Insekten schwer, Blüten zu finden. Denn vor allem die Stickoxide im Abgas zersetzen und verändern den Blütenduft so, dass die Bienen die Blumen nicht mehr orten können.



http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt ... icht-mehr/

.

Sa 18. Jan 2014, 23:51

Bild
Die Rähmchen baue ich auch selber, wobei ich die Abstandshalter mangels Oberfräse weglasse.
Für den Abstand benutze ich halt einen Kamm zum gerade bürsten.
Hat auch einen Vorteil, die Rähmchen bekommt man leicht auseinander mangels Verkittung.
Insgesamt habe ich fast einen Kilometer Leisten aus Brettern gemacht.
Geht aber eigentlich recht fix.
Zuletzt geändert von Peperoni am Sa 26. Dez 2015, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.

So 19. Jan 2014, 13:00

der hat hier ein besonder gescheites gerät

http://www.youtube.com/watch?v=2NoYE2FA6_U

die dämpfe gelangen wirklich in jeden winkel

.

So 19. Jan 2014, 13:10

Die Beuten verschließt man auch eigentlich. :D

Hilfe, ich will mich aber nicht vergasen. :D
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