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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2012, 19:56 
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Ich hoffe ich habe dich nicht entmutigt.
Man darf halt nur keine großen Erwartungen haben, wenn man nicht wirklich viel investieren will. Das ist alles.

Gut, also Punkt 3.
Mit den Schwärmen ist von Mai bis August alles drin. Auf Kleidung und sonstige Dinge kannst du verzichten, solange du noch keine Bienen in der Kiste hast.
Dann würde ich folgende Konstellation vorschlagen:

Zur Beute kann ich jetzt gar nichts sagen, wenn du in Frankreich wohnst. Ich weiß nicht was da etabliert ist.

Du brauchst jedenfalls mindestens:
Deckel
ein Normalgroßes Magazin
Boden
verdrahtete Rähmchen
1 Kg Mittelwände aus Bienenwachs
Farbe - damit sie auch lange hält

Mit höchstens 120 Euro kommst du locker hin.
Wie das in Frankreich ist, weiß ich nicht aber normalerweise bekommt man vom Verein einen Ableger mit den man im nächsten Jahr wirtschaften kann. Mitgliedschaft kostet bei uns 40 Euro im Jahr. Wichtig ist erst einmal mit ein paar Völkern eine Bienenmasse zu bekommen. Da kann man nachher Königinnen rein knallen, wie man will, Dunkle oder sonst etwas, das ist wurscht. Es gibt auch für jedes Gerät, dass man kaufen kann, eine low Budget Variante, in dem man es so macht wie die Leute vor 100 Jahren.


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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2012, 20:15 
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Aussteiger

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120, das gibt mein Auswanderungsbudget noch her :lol:

Mache hier ein Praktikum bis voraussichtlich Maerz,
habe den Inhaber noch nicht gefragt, aber ich denke
nicht, das er etwas dagegen hat, wenn ich hier Bienen-
kaesten aufstelle.
Sollte ich nach dem Praktikum nur weiter entfernt
eine Stelle im Weinbau finden, haben Bienen ein Problem
damit umgesiedelt zu werden?
Oder ich liesse sie erstmal hier, reichte es,
am Wochenende nach ihnen zu schauen?


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BeitragVerfasst: Mi 14. Nov 2012, 20:27 
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Vengo hat geschrieben:
Oder ich liesse sie erstmal hier, reichte es,
am Wochenende nach ihnen zu schauen?


Das ist eine Frage epischen Ausmaßes unter Imkern. :D
Ich mach es kurz: Verkehrt machst du nichts, wenn du jedes WE kontrollierst.

Vengo hat geschrieben:
Sollte ich nach dem Praktikum nur weiter entfernt
eine Stelle im Weinbau finden, haben Bienen ein Problem
damit umgesiedelt zu werden?


Nein, wenn sie mindestens 3 Km von ihrem vorherigen Stand sind, nicht. Ansonsten keine 5 Meter umstellen außer im Winter. Sterben werden sie davon zwar nicht aber es schwächt sie, weil sie denken, die Beute steht am gleichen Platz da der Geruch noch da ist.


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BeitragVerfasst: Di 20. Nov 2012, 20:20 
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Aktuelle Forschungsarbeiten deuten darauf hin, dass Pflanzenbekämpfungsmittel die Orientierung der Bienen schwächt, auch wenn die nicht tödlich sind. Es kann sogar sein, dass ein tödliches Gift weniger schlimm ist als ein nicht tödliches.

Ich denke eine Handvoll orientierungsloser Bienen kann einen ganzen Stock vernichten. Bienen sind Anarchisten, jeder kann machen was er will und wenn eine Biene ständig falsche Koordinaten nach Futterquellen gibt, wird das niemand infrage stellen. Großes Problem. Ich denke das könnte durchaus eine Erklärung der Colony Collapse Disorder sein. Ich denke das ist eine wesentlich sinnigere Erklärung als diese ganzen absoluten Erklärungsversuche. Nach denen eine Biene durch eine Krankheit oder Pflanzenschutz direkt sterben muss. Das ist Blödsinn da bei CCD keine erwachsene Biene mehr im Stock ist muss da etwas andere passiert sein.

Was mir auch befremdlich ist, ist immer dieses Gelaber von wegen „Wir können nichts beweisen“. Was erwarten die Menschen überhaupt? Wenn ich meine herzkranke Oma ein Herzgift gebe, kann ich dann auch sagen „Mir kann man nichts nachweisen. Beweise erstmal, dass das Gift sie getötet hat!“? Das Gift wird doch nachgewiesen, schwächende Wirkung ebenfalls, was wollen die denn noch? Das ist einfach nur total lächerlich ich kann so was einfach nicht ertragen. Bei so viel Blödheit will ich mir nur noch Sand in den Kopf stecken. Manmanman könnt ich echt ausrasten. :evil:


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BeitragVerfasst: Mi 21. Nov 2012, 23:53 
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Aussteiger

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nicht ausrasten, nicht durchdrehen, musst noch weiter in Sachen
Bienen briefen können :wink:


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 Betreff des Beitrags: "Summ mir das Lied vom Tod"
BeitragVerfasst: So 2. Dez 2012, 23:16 
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BeitragVerfasst: Mo 3. Dez 2012, 16:13 
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Solche Projekte sind immer gut. Unser Bürgermeister legt auch viele Blumenwiesen an, um die Artenvielfalt zu erhalten. Es ist auch strittig, was nun „bienengefährlich“ ist und was nicht und mit welchen Maß man da überhaupt messen soll. Gift bleibt natürlich immer Gift und schwächt. Meistens macht man bei Giften nur eine „Todes Probe“. Das ist für die Imker natürlich unzureichend, weil es nicht den realen Bedingungen widerspiegelt, in der Bienen ein Giftcocktail gegenüberstehen. Auf der anderen Seite stehen eben die Landwirte, die konkurrenzfähig bleiben wollen oder besser gesagt „überleben“ wollen. Gegenüber Giften gibt’s ja auch immer Resistenzbildungen bei den Insekten, weshalb immer mal wieder eine neue Mischung raus kommt.

Das Kernproblem liegt doch eigentlich da, dass der Mensch mit der modernen Landwirtschaft gezielt gegen Insekten vorgeht. Solange sich daran nichts ändert, kann sich auch das Bienenproblem nicht ändern. Es sei denn, die Insekten entwickeln irgendwann eine rundum Resistenz gegen so ziemlich alles, was man einsetzen kann, ohne die Menschen damit umzubringen. Wahrscheinlich wird man erst aufwachen, wenn die Menschen eher fallen als die Fliegen.

Das ist ja auch so eine glorreiche Idee der Gentechnik, die Pflanzenschutzmittel aus lauter Verzweiflung gegen die bösen Insekten in die Pflanzen zu integrieren. Klingt auch sehr gesund. Selbst wenn diese Pflanzen nur zum Spritherstellen genutzt werden, gibt es eine Garantie, dass die sich nicht wild einkreuzen und andere Kontaminieren? Ich glaub eher nicht. Lebensfeindliche Umwelt wir kommen…

Die Imkereien stellen zurzeit einen der Hauptkriegsplätze gegen die Gen-Industrie da. Aktuell kann hierzulande jeder Imker dessen Honig mit Gen-Pollen kontaminiert ist auf Schadensersatz klagen. Gute Einnahmequelle finde ich, wenn man nicht mehr genug Abnehmer hat. :D Jedoch gibt es in Deutschland sowieso nur Testfelder, betrifft also nur diese Imker.

Irgendwo meine ich hat die Agrarindustrie auch so einen Knaller raus gebracht wie: „Die Bienen können ihren Standort verändern aber die Felder nicht.“ Sehr unterhaltsam, wie sie sich winden, einfach herrlich. Das verstehe ich unter Spaß. Wie wär es, wenn die einfach ihren Standort ändern? Zwingt sie ja keiner hier zu sein. :elefant:

Könnt mich Spinner nennen, aber ich bin nicht Einsteins Meinung, dass mit den Bienen auch die Menschen sterben. Nein, ich bin der festen Überzeugung, BEVOR die Bienen (wirklich alle) sterben, sterben wir. Die haben schon ganz andere Sachen überlebt als Gift. Bienen sterben sollte viel mehr als Indikator gesehen werden, dass wir was falsch machen. Zu dem Wohl der Menschheit, die Bienen werden es schon schaffen. Da habe ich Volles vertrauen in meine Bienchen.


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