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BeitragVerfasst: Do 17. Dez 2015, 11:35 
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Tunnelmensch
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Fährt man da mit einer Art Bienomobil durch die Gegend?

Bienen würden mich ja auch interessieren. Was kostet denn ein Stock mit Volk oder Völkern und die ganze Ausrüstung die man braucht?
Gibt es einen Mindestabstand zu Häusern? Unser Garten ist nämlich von Nachbarn umzingellt!

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"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
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BeitragVerfasst: Do 17. Dez 2015, 11:52 
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Durchgeknallt
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Megalitiker hat geschrieben:
Fährt man da mit einer Art Bienomobil durch die Gegend?

Bienen würden mich ja auch interessieren. Was kostet denn ein Stock mit Volk oder Völkern und die ganze Ausrüstung die man braucht?
Gibt es einen Mindestabstand zu Häusern? Unser Garten ist nämlich von Nachbarn umzingellt!


100-150 Euro pro Volk
Bei der Ausrüstung ist "open end".
Wenn du nur ein paar Stöcke für dich haben willst kann man die Honigwaben auch durch ein Tuch drücken. Man kann sich aber auch eine riesige Schleuder für 4000 Euro kaufen, da ist halt alles möglich. Generell gilt, wenn man den verkaufen will, kostets viel viel mehr Geld. Da braucht man auch einen Reinstraum usw. usw. Da muss man sich erstmal durch die ganzen Vorschriften durcharbeiten ect. das kann man auf der schnelles alles gar nicht sagen. Für Eigenbedarf sollten es schon mindestens 3 Völker sein. Nicht wegen der Honigmenge, sondern um einen Verlust auszugleichen, sonst kostet dir das mehr als wie du sparst.
Ich mein, ich würd mir zumindest auch keine Kaninchen halten, wenn ich dafür mehr zahle wie im Laden, das muss schon alles im "vernünftigen" Rahmen sein. Sagen wir mal, so zahlst du mit allen drum und dran ca 700 Euro bei 3 Völker für Eigenbedarf. Wenn du mit einem anfängst und das erste Jahr nur 3 draus machst, wirds deutlich billiger. Musst dann aber möglicherweise auf die erste Ernte verzichten. Kommt auch auf die Erfahrung drauf an, die kannst du unmöglich haben als Anfänger, ist halt so, also immer etwas pessimistischer rechnen. Bischen kannst du theoretisch auch unter der Hand weg bekommen, darf halt kein falscher wissen. Dann hast du das in ein paar Jahren raus.

Ach so rechtliches...
Recht spricht immer nur ein Richter...
Die meisten Urteile dazu, besonders auf dem Dorf sind so nach dem Prinzip: Ein Nachbar auf dem Dorf hat damit zu rechnen, dass ein anderer Tiere hält, Punkt.
Auf sowas hat man natürlich trotzdem kein Bock, heißt etwas Honig ums Maul schmieren kann nicht schaden. :D

Wer Lust hat, ich kann gerne meine Schritte per pm oder über Board immer schildern bzw. sagen was als nächstes ansteht. Praktisch ein Fernkurs. :D Muss dann nur das gleiche Beuten System am start haben, sonst bringt das nix.

LG


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BeitragVerfasst: Do 17. Dez 2015, 12:29 
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Tunnelmensch
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Zitat:
Wer Lust hat, ich kann gerne meine Schritte per pm oder über Board immer schildern bzw. sagen was als nächstes ansteht. Praktisch ein Fernkurs. Sehr glücklich Muss dann nur das gleiche Beuten System am start haben, sonst bringt das nix.


Ja Pep, wenn es dann so weit wäre, würde ich das gern so machen. Das schöne an Bienen ist ja, da kann ich auch mal paar Tage weg, ohne das die eingehen.
700 is ganz schön viel!
Wo bekomme ich eine Beute oder soll ich sie selbst bauen?
Wie viel gehören zu einem Volk?
Wie viel Honig produziert ein Volk?
Hat jedes Volk eine Beute?
Also ohne Schleuder geht auch? Wäre mir das liebste!

Wenn, dann will ich nur für Eigenbedarf. Das die Nachbarn und Freunde Überschuß bekommen ist selbstverstanden!

Da fällt mir ein, wir haben ja einen Apfler am Ort. Wenn ich dem eine Beute in die eingezäunte Plantage stellen dürfte, wäre das nicht ein Deal von beiderseitigem Vorteil? Ach ja, woanders hat er noch ne Klabusterbeerenplantage. Oder heißen die Yosterbeeren?
Aber er spritzt eben.

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BeitragVerfasst: Do 17. Dez 2015, 13:07 
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Minimum zum starten sind auf jedenfall:
-Bienensicherer Anzug
-Smoker
-Dicke Lederhandschuhe

So unempfindlich kann keiner meiner Meinung nach sein, dass er niemals einen Anzug braucht. Ich hatte schon mal ein Volk, das hätte aus mir schweizer Käse gemacht. Hunderte von Stichen in kürzester Zeit. Pech mit der Königin kann man immer haben.
So ist halt der Adel... :D

-3 mal Brutraum DNM 1 1/2 (So heißt mein System)
-2 mal Honigraum ein Jahr später dann 6
-1 Volk

Gestertet wird enweder im Herbst, wo man dann nur noch wenn überhaupt einwintert oder im Frühjahr, zwischen Januar und März.
Das ist so das sinnvolle Zeitfenster für Anfänger.

-Ja, mach einfach mit Tuch oder Obstpresse und fertig.
-Zwischen 0-50 kg Honig :D Gibt auch Imker die haben 60, aber man kann sich da auch viel schön rechnen... (machen die meisten)
-Einige Zehntausend

Baupläne hab ich auch, poste ich hier mal...


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BeitragVerfasst: Do 17. Dez 2015, 13:34 
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Sehr schön! Meinst du 1 oder 3 Völker mit 0 - 50 KG?

Ich wäre schon froh mit 10 KG. so viel ess ich nicht das ganze Jahr. allerdings hätte ich eigenen Honig, würde ich wohl auch öfter zum Honigtopf greifen.
Muss man nicht auch den Bienen was drin lassen?

Mit den Brut- und Honigräumen mss ich dann noch genauer hinterfragen.

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BeitragVerfasst: Do 17. Dez 2015, 14:12 
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Für die meisten Dinge hab ich schon mal eine Guide geschrieben:

http://ziehmitdemwind.bboard.de/board/v ... =6257#6257

Ist aber nur ein grober Umriss um überhaupt zu verstehen was los ist und was möglich ist usw.

Achja, Stockmeisel und Abkehrbesen wird noch gebraucht.

Wegen die Pläne schau ich mal später.
Die, die da stehen, kann man machen habe mitlerweile aber ein eigenes Lieblingssystem das dann natürlich genutzt werden muss.

LG


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BeitragVerfasst: Do 17. Dez 2015, 14:40 
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Das eilt nicht. Aus finanziellen Gründen wird das wohl im Frühjahr nix. Aber beschäftigen tue ich mich schon gern damit.

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BeitragVerfasst: Do 17. Dez 2015, 15:59 
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...na dann oute ich mich auch mal als ''Jungimker''... mein erster Winter mit Bienen...(winter :lol: )

...ich glaub mehr als n grober Umriss is auch nicht möglich, es gibt ja nicht umsonst diese Imkersprüche:

wenn 2 Imker einer Meinung sind, lügt einer! :wink:
oder 10 Imker, 20 Meinungen...

es gibt halt etliche Ansätze und Betriebsweisen, einen ''richtigen'' Weg gibbet nich...

aber das machts ja auch interessant... 8)


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BeitragVerfasst: Do 17. Dez 2015, 17:05 
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Wird schon schief gehen :wink:

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BeitragVerfasst: Sa 19. Dez 2015, 16:14 
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Bezüglich Zeit darfst du dir da aber nicht zu gute Vorstellungen machen.
Für Leute die gerne im Frühjahr oder Sommer einige Wochen weg sind, würd ich das nicht empfehlen.
Es sei denn man hat einen Kollegen am start.
Nur im Spät Herbst und Winter kann man bedenkenlos ein paar Monate weg.
Aber auch da mit entsprechnder Planung, denn auch im tiefsten Winter kann noch was anstehen.

Es sehe die auch immer noch als Nutztiere (vielleicht auch etwas anders als bei anderen Imkern, naja da gibts auch viele sehr spezielle unter den Kollegen)und nicht als Wildtiere und dementsprechend sollte man sich auch drum kümmern. (Wildtiere hält man schließlich nicht in einer Box, nimmt kein Honig ect.)

LG


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BeitragVerfasst: Sa 19. Dez 2015, 17:41 
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Mit letzterem gehe ich nicht konform. Klar nimmt man Honig von Wildtieren 8)
Meine trips dauerten bisher immer nur paar Tage, also damit komm ich klar. Aber sorgen die nicht für sich selber? Auch wenn man länger weg ist.

Was hältst du übrigens von meiner Idee mit der Apfel- und Jostaplantage (so heißen die richtig)?

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BeitragVerfasst: Sa 19. Dez 2015, 17:49 
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Kann man machen, wobei man die damit aber natürlich schädigt.
Bei Nutztieren versucht man alles wieder auszugleichen, das ist zumindest meine Philosophie.
Was heißt für sich selber sorgen?
So wie ein Huhn für sich selber sorgen kann, nagut nur in etwas besser. :D
Wenn man Bienen einfach sich selbst überlässt, die in der eigenen Obhut sind kann man sich theoretisch sogar strafbar machen, da man dafür die Verantwortung hat.
Heißt, hast du einen Seuchenherd als Volk, ist das DEIN Seuchenherd.
Wärend bei einem Fuchs niemand Verantwortung hat, weil man den nicht hält.

Klar kann man die zum Obst stellen, dafür sind die ja da.
Ich hab generell keine Probleme damit, die auch in der Landwirtschaft zu nutzen. (Manche Imker geben Bienen ja regelrecht einen Über-Status, der über Kühe usw. steht, einfach nur unlogisch...)

Die Wildbienen schaffen es überhaupt nicht die ganzen Felder zu bestäuben, gerade da sehe ich auch in einem größeren ökologischen Zusammenhang, (vom Honig ab) dann den Sinn und Zweck der Bienenhaltung.

LG


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BeitragVerfasst: Sa 19. Dez 2015, 20:47 
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Tunnelmensch
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Zitat:
Kann man machen, wobei man die damit aber natürlich schädigt.
Wie, meinst du jetzt die Wildbienen?

Na ja, füttern muss man sie doch nicht, außer im erstem Jahr. Und wie gesagt, dauern meine Trips nicht lange.
Aber wie erkennt man denn eine Seuche und was tut man dagegen?
Es soll ja ein allgemein, mysteriöses Bienensterben geben.

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BeitragVerfasst: Sa 19. Dez 2015, 20:55 
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Megalitiker hat geschrieben:
Zitat:
Kann man machen, wobei man die damit aber natürlich schädigt.
Wie, meinst du jetzt die Wildbienen?

Na ja, füttern muss man sie doch nicht, außer im erstem Jahr. Und wie gesagt, dauern meine Trips nicht lange.
Aber wie erkennt man denn eine Seuche und was tut man dagegen?
Es soll ja ein allgemein, mysteriöses Bienensterben geben.


Natürlich, die legen sich einen Futtervorrat ja nicht aus Langeweile an.
Entweder die können sich deshalb nicht reproduzieren und die Königin altert um ein Jahr und stirbt dann möglicherweise ohne sich vermehrt zu haben oder die gehen gleich im Winter drauf.
Kommt natürlich auch auf die genommene Menge an, aber natürlich hat das alles negative Konsequenzen.

Du musst da noch viel viel mehr beachten, dafür habe ich ja meine Guide geschrieben.
Da musst du halt durch. :D
Macht halt jetzt auch wenig Sinn das hier alles im Detail zu beschreiben, das muss man nebenbei auch machen.
Du musst nur wissen, dass du dich im Frühjahr und Sommer nicht so einfach für ein paar Wochen verdrücken kannst und das wie jede andere Nutztierhaltung auch Arbeit macht.

LG


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BeitragVerfasst: Sa 19. Dez 2015, 21:13 
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Wie gesagt, war ich bis jetzt nie so lange weg. Trotzdem verstehe ich noch nicht was anliegt. Tränken und stall ausmisten fällt doch weg. Muß ich die Bienen in den Schlaf singen :P
Es gibt immer noch Völker die wilden Honig sammeln. Teilweise sehr gefährlich. Weiß nicht, ob die da nachhaltig vorgehen.

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