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 Betreff des Beitrags: Wasseraufbereitung
BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2019, 12:26 
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Vielleicht kann ich hier ein wenig mit Fakten weiterhelfen.
Wir haben keinen Trinkwasseranschluß und beziehen unser Trinkwasser aus Brunnen und im Notfall Regenwasser.
Für alles gibt es Vorschriften, so darf die Regenwasseranlage nicht fest(permanent) mit der Trinkwasseranlage verbunden sein und das Trinkwasser muss regelmäßig beprobt werden. Das macht auch Sinn, denn durch die heutige industrielle Landwirtschaft gehen Nitrat und Pestizidwerte durch die Decke. Außerdem ist es sehr kalkig und eisenhaltig.
Es gibt für mich also zwei Optionen, Wasseranschluß selbst bezahlen(ca. 25000€ in unserem Fall) und hinterher trotzdem noch Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität ergreifen, denn Trinkwasser unterliegt nur 33 Standartproben(die miesesten Sachen werden gar nicht mehr beprobt, kann man mal drüber nachdenken :shock: ), oder eben selbst für alle Maßnahmen sorgen, das Wasser so optimal wie möglich aufbereiten und dann durch tadellose Proben bestätigen lassen.

Unser Trinkwasser wird folgendermaßen aufbereitet:
10µ Sediment-Filter 10"
40L Trinkwasser-Membranausdehnungsgefäß um die Brunnenpumpe zu puffern
1" UV Bestrahlungs-Entkeimer(an dieser Stelle ist Schluß für Keime, Parasiten und fast alle Würmer)
5µ Sediment-Filter 20"
5µ 20" Aktivkohle-Blockfilter
Umkehrosmoseanlage 600GDP
Windkessel 300L(Druckspeicher für das aufbereitet Wasser)
10µ 20" Aktivkohle-Blockfilter(Nachfilter weil ich noch nicht dazu gekommen bin den Winkessel zu ersetzen)

so sieht das dann in etwa aus:

Bild

Die Flojet-Boosterpumpe wird ersetzt, die ist zu laut und hat zu wenig Literleistung. Und gestrichen muss dann auch noch werden.
Unser Wasser hat einen elektrischen Leitwert von im Moment 185 mikrosiemens(Wasser aus der Leitung hat 250-1000), tendez fallend. Ziel 20-50 mikrosiemens.



Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Mo 28. Jan 2019, 12:26 


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BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2019, 13:20 
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Die römischen Anlagen wurden fast nur mit Regenwasser und gemauerten Zisternen betrieben. Das ist nahezu unbedenklich.

@maulwurfn :krass: coole Anlage.

Ja das mit dem Trinkwasseranschlusspreisen kann ich ähnlich bestätigen. Für ~30m wollten die 5000€+.
Hab das dann auch bleiben lassen und bin weiterhin an der "Altleitung" geblieben. Und schau an nach nur 12 Jahren wollen die dann doch mal die Straße ausbauen mit Trinkwasseranschluss :)

Finde es gut wenn man viele Dinge selbst in die Hand nimmt. Beim Wasser wie beim eigenen Gemüse.

Mfg

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Was wir in dieser Welt brauchen sind ein paar Verrückte mehr, denn seht wohin uns die Normalen gebracht haben. "George Bernard Shaw"
Glaubt an morgen und pflanzt einen Baum.


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BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2019, 13:53 
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:shock: jetzt haben wir ja echt paar "MitHightechAussteiger" hier.
Nicht gleich wieder falsch verstehen ;) ich finde es beeindruckend.
:oops: Wir sind ja eher so die "Zurück-zu-den-50ern-Aussteiger" . Na ja....ein paar Komponenten gab es damals noch nicht, sonst könntet ihr mich ja nicht lesen :P

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BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2019, 14:44 
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verwirrende permeat/konzentrat führung :?:

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BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2019, 15:04 
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BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2019, 15:24 
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silvi73 hat geschrieben:
verwirrende permeat/konzentrat führung :?:

findest Du? ich dachte ich hätte es so einfach und übersichtlich wie möglich aufgebaut :-S
Auf der linken Seite ist permeat=durchgedrungen[reines Wasser] und auf der rechten Seite brine=sole[Abwasser]
Ja gut, die Verbindungen von der Osmosepatrone zu Reinwasser und Abwasser könnte ich noch schöner verlegen.


Grüße Frank

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BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2019, 15:32 
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Noehh. Ist schon klar, das Bild. Wer schon mal richtige Technik mit richtigen Haenden angefasst hat - weiss Bescheid.
Und ob die 'Schoenheit' der Leitungen die Funktion be-einflusst -> ist ja nur optisch.


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BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2019, 15:40 
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Spencer hat geschrieben:
:shock: jetzt haben wir ja echt paar "MitHightechAussteiger" hier.
Nicht gleich wieder falsch verstehen ;) ich finde es beeindruckend.
:oops: Wir sind ja eher so die "Zurück-zu-den-50ern-Aussteiger" . Na ja....ein paar Komponenten gab es damals noch nicht, sonst könntet ihr mich ja nicht lesen :P

Hmm, ist doch gar keine Elektronik dran, nur drei Druckschalter und eben die Pumpen.
Aber ernsthaft, ich habe schon die Osmoseanlage zum selberpumpen in Planung, dann kannst du mit deinem Oberarm die Literleistung/Minute bestimmen. Vorfilterstrecke auf 10" Gehäusebasis und eine 150GDP Patrone, eine Handkolbenpumpe, zwei Manometer, eine Rückschlagklappe, bisschen 15er CU Rohr, und zwei kleine Membranausdehnungsgefäße. Schon hast Du für deinen Haushalt das Reinwasser zum trinken und kochen.


Grüße Frank

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BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2019, 17:08 
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:D jo....nehm ich.... Tauschen wir gegen Gemüse und besten Eselmist ?

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BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2019, 17:58 
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Andreas hat geschrieben:
Wer schon mal richtige Technik mit richtigen Haenden angefasst hat - weiss Bescheid.


und das weißt du alles virtuell und aus der ferne :lol:

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BeitragVerfasst: Mo 28. Jan 2019, 23:57 
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Spencer hat geschrieben:
:D jo....nehm ich.... Tauschen wir gegen Gemüse und besten Eselmist ?

:daumen muss ich mal das Material kalkulieren, sowas zu bauen macht ja eher Spaß, das kann ich so ab Mai einfach mal machen, dann weiß man über was man spricht. Ich hoffe du hast haltbares Gemüse, ich mag Kohlrabi, rote Beete, Weisskohl....., zum Steak :happy:


Grüße Frank

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BeitragVerfasst: Di 29. Jan 2019, 03:10 
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Wo wir beim Wasser sind ... das hier geht auch in die Richtung:
https://www.youtube.com/watch?v=-9-6259glPE

Frank: Du hattest davon gesprochen, die oeffentlichen Anschluss-Kosten zu vermeiden; umsonst ist Deine Anlage ja auch nicht. Wo steht man da preislich etwa? Die Anlagen die wir HiER in Boote einbauen sind deftig im Preis.
Abgesehen vom Preis: Unabhaengigkeit ist unbezahlbar :)

Osmose... 600 GPD? (GDP - war das ein typo?) Das sollten dann 95 liter pro Stunde sein. Da bekommst Du den Tank in 25 Minuten voll? Was machst Du mit dem Abwasser? Ich koennte mir vorstellen, es in einen eigenen Tank zu leiten und Toilette, Dusche und Garten daraus zu versorgen.
Euer Brunnen - ist gegraben, oder gebohrt/gerammt?

Wuermer im Wasser... wenn man etwas wartet, sieht man Wuermer auch in Fleisch. Ist doch natuerlich. Und 'natuerlich' ist erst mal gesund finde ich; man kann es ja abkochen.


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BeitragVerfasst: Di 29. Jan 2019, 10:04 
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Moin Andreas,
GDP = Gallons per Day, deine 95L/h liegen genau richtig.
Meine Anlage hat, wenn ich meine Arbeitszeit mit 25€ rechne und da noch die Hälfte als Entwicklungskosten abziehe ca. 3500€ gekostet.
Und es gibt immer noch was zu verbesser, wie gesagt muss ich die Pumpe noch austauschen und ein größerer Windkessel muss auch noch..
Wenn ich die professionell vermarkten will, vielleicht beinahe das doppelte.

Und zwischen Umkehrosmoseanlagen die Meerwasser aufbereiten und welchen die Regen/Brunnenwasser/Leitungswasser aufbereiten liegt ein Druckunterschied der Komponenten von 30 Bar.
Bei Meerwasser muss alles Hochdruckfest sein, Schläuche, Ventile, Kartuschenbehälter, Pumpen(sehr teuer). Allerdings muss die Literleistung auch viel geringer sein.


Grüße Frank

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BeitragVerfasst: Di 29. Jan 2019, 11:17 
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Sieh mal an - der Unterschied im Druck war mir nicht bewusst.


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BeitragVerfasst: Di 29. Jan 2019, 11:24 
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Tunnelmensch
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Zitat:
Bei einem Salzgehalt im Meerwasser von 3,5 % ergibt sich bei einer Temperatur von 10 °C gegenüber Süßwasser ein osmotischer Druck von rund 28 Bar.


also paar bar noch drauflegen..sonst kommt nix durch

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