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 Betreff des Beitrags: Stromquellen unterwegs
BeitragVerfasst: So 12. Jan 2014, 17:29 
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Waldschrat
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Registriert: Sa 28. Dez 2013, 17:20
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Möchte hier mal ne Diskussion anregen über Stromquellen für unterwegs. Damit mein ich aber nicht den Zigatettenanzünder des Wagens.

Photovoltaik, sicherlich, theoretisch liessen sich 1m2 für ca. 100 Watt auf 25cm2 zusammenfalten, aber zum Betrieb eines Inverters benötigt man eine Autobatterie.
Ausserdem sind die Zellen selber extrem zerbrechlich, weshalb sie in stabilen Rahmen stecken müßen. Diese sind dann oft wieder schwer. Aber ok, die Batterie liesse sich ev. durch einen grossen Kondensator ersetzen, und man müßte die Zellen so in Serie schalten, daß sie unter der gewünschten Last gerade ca. 12 Volt liefern.

Dann sah ich auf ebay Thermoelektrische Generatoren. Die stellt man einfach über ein Feuer. Allerdings muss man dann für ein konstantes Feuer sorgen, was auch etwas mühsam ist, und: bei 45 Watt ist das Gerät 8 Kilo schwer und kostet über 600€.

Wir können hier auch die etwas kleineren Erzeuger betrachten, zb. die Erdbatterie.
Ich denke, die Erdbatterie ist letztlich ein Galvanik Element, zwei unterschiedliche Metalle erzeugen Strom, bzw. auch zb. Kohle-Zink. Ist das Metall wegoxidiert, ist die Batterie leer. Die Frage ist, könnte man aus Abfall solche Elemente herstellen, zb. aus Bierdosen.

EDIT: Hab schnell nen Test gemacht: Ne Ananas Konservendose, darin ne Bierdose, dazwischen Erde mit nem Schluck Essig (evtl. wär Salzwasser besser, im Ernstfall Urin), Resultat: 0.4vdc bei , festhalten, 0.7 mA... das kann doch wohl nur ein Witz sein. Zudem: die meisten Büchsen sind innen mit nem Plastikfilm überzogen, Bierdosen zudem aussen mit Farbe, die man wegschleifen muss. Es gibt Patente, die mittels zusätzlicher Spulen bis 1 Watt ziehen, aber selbst dann...

Dann hatte ich noch ne Idee, wie man mit 2 Fahrrädern ein Wasserrad konstruiert, man aber die Fahrräder nachher weiter nutzen kann: die beiden Vorderräder werden abgeschraubt und dann aussen an der Gabel einseitig angeschraubt. Man stellt die Fahrräder parallel zueinander in den Bach, befestigt ca. 4 bis 8 Querverbindungen zwischen den Vorderrädern, die Schaufeln aus Zeltstoff tragen.

Unterhalb der Konstruktion braucht es ein Gestell, damit die Räder sich frei drehen können.

An der Oberseite des Rades befestigt man einen Generator, wie nen Dynamo, aber was größeres. Dies liesse sich in 10 Minuten installieren. Aber man müßte zu zweit mit dem Fahrrad unterwegs sein.

Ebenfalls interessant wäre ein Windrad in ähnlicher Bauweise.

Interessant auch Minatos Wheel, wo Propangas aufgrund des niedrigen Siedepunkts
schon mit kleinen Temperaturdifferenzen als Schwerkraftantrieb dient (das Gas wird nicht verbraucht, funzt wie dieser Trinkvogel), allerdings müsste diese Konstruktion sehr groß sein, da das Drehmoment dem Gewicht des Gases entspricht. Aber durchaus interessant als Alternative zu Photovoltaik.


Mal sehn, ob mir noch mehr einfällt


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Verfasst: So 12. Jan 2014, 17:29 


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BeitragVerfasst: Mo 13. Jan 2014, 22:00 
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Waldschrat
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Registriert: Sa 28. Dez 2013, 17:20
Beiträge: 818
Hab noch etwas rumgestöbert. Es heisst übrigend Mintos Wheel, nicht Minato, s.o.

Dieses Modell hat Potential. Stellt euch vor 6 Reihen a 4 Propangasflaschen, jede 10 L, sternförmig angeordnet um ein Achse, den Verschluss zur Achse hin. Immer 2 Flaschen stehen sich gegenüber und sind mit nem Rohr verbunden. Eine ist voll, die andere leer. Wenn jetzt die untere Flasche von warmen Wasser, ca. 40 Grad, umspült wird, verflüchtigt sich das Flüssiggas in die obere Flasche, das Rad dreht sich, in diesem Beispiel mit dem Gewicht des Gases, und der Hebelwirkung des Radius. Auf diese Weise kann schon wenig Wärme in viel Drehmoment gewandelt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, ein sehr langes, isoliertes Kabel aufzuhängen, zb. 70m, möglichst hoch oben. Man hängt einen Kondensator für ca. 3000 V und ein paar Picofarad dran, dieser füllt sich langsam. Bei Erreichen der zb. 3000 V wird er über eine Funkenstrecke in einen Transformator entladen, der zb im Verhältnis 3000:12 arbeitet. Zwar hat man keinen Wechselstrom an der Funkenstrecke, doch der Impuls sollte wegen dem Back-Emf etwas schaukeln, was den Trafo wohl ermöglicht. Die Funkenstrecke ist 1mm pro 1000 V und sollte aus hitzefestem Material bestehen, zb. das Drähtchen in Piezo Feuerzeugen.

Vorsicht, Hochspannung!

Desweiteten: Aluminium als Brennstoff. Hat man etwas Gallium, geht das so:
Gallium bei ca. 30 grad verflüssigen
Alu Granulat einmischen, dieses verflüssigt sich durch molekulare Koppelung und bildet eine Legierung. Diese in Briquets giessen, auskühlen.
Diese Briquets kann man nun in Wasser legen, sie produzieren viel Wasserstoff, da:

h2o + al + ga > alo + ga + h2, die Legierung zerfällt und Alu bindet den Sauerstoff
, übrig bleibt Wassetstoff und wieder rel. reines Gallium, mit dem man neue Briquets machen kann. Übrigens wäre dies eine sichere Methode für Wasserstofffahrzeuge. Die Menge Energie, die benötigt wird, um aus ALO AL zu machen, ist nur geringfügig höher als was man durch das beschriebene Verfahren wieder rausholt, anders gesagt, Aluminium ist ein wiederaufladbarer Brennstoff. Wie man dann aus H2 Strom herstelllt ist nochmal ne andere Story, halt ähnlich wie zb. mit Benzin.


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BeitragVerfasst: So 2. Feb 2014, 10:55 
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Waldschrat
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Registriert: Sa 28. Dez 2013, 17:20
Beiträge: 818
Also, es ist nicht einfach, kräftige Stromquellen zu finden, abesehen von Benzin ubd Photovoltaik.

Als Elektro Smog sammler erwies sich eine Leere Chipstüte, die ich als Antenne auf den laufenden Laptop legte: 70 Volt AC! Dabei läuft der Laptop mit 18Vdc, oder so was.

Ich denke, das waren hochfrequente Wechselströme mit tausenden volts und wenigen yA, das Messgetät hat es zu 70 V geplättet da sehr träge im Erfassen. , die LED flackerte so rum, die ich zwischen Chipstüte und Erdung legte, dann ging sie kaputt, vermutl. wg. ner statischen Entladungsspitze. Draussen lieferte die Tüte aber wrniger als 1 Mikroamp bei ca. 0.3 V, also ohne Ekektrosmog geht nix.

Sehr interessant ein Thermogenerator mit Kupferoxid Halbleiter, der den Seebeck Effekt stark erhöht:

http://sparkbangbuzz.com/copper-oxide-t ... e-gen3.htm

Desweiteren läßt sich mit einer Schüssel die Effizienz von Solarzellen erhöhen, wenn man damit einen Kollektor baut, zb. mit Alufolie, und so zb. im Winter die Ausbeute vervierfacht.

LEDs, speziell superhelle, können als Solarzelle verwendet werden, sie produzieren Strom, wenn Licht einfällt, und besitzen meist eine Linse, die das Licht schön bündelt. Das lohnt sich natürlich nur, wenn man ein paar hundert rumliegen hat


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BeitragVerfasst: So 2. Feb 2014, 13:16 
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Tunnelmensch
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Beiträge: 5979
Wohnort: NRW
muskelkraft ist immernoch am einfachsten ... :lol:

eine Organic Rankine solar angetrieben oder mit feuer

stirling ist auch machbar solar oder mit feuer.

oder der fersengenerator, dein eigenes gewicht produziert automatisch auch den strom bei jeder bewegung

http://news.rice.edu/2013/05/07/prototy ... n-power-2/

https://www.google.de/search?q=shoe+pow ... 24&bih=586

auch mit schwerkraft

http://neuerdings.com/2012/12/20/gravit ... aft-lampe/
.


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BeitragVerfasst: So 2. Feb 2014, 18:25 
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Waldschrat
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Registriert: Sa 28. Dez 2013, 17:20
Beiträge: 818
Danke für die Links. Ganz interessantes dabei. Es stimmt tatsächlich, mit einem umgebauten Fahrrad kann man locker etwa 50 Watt produzieren, und die sollten reichen für nen Laptop. Also im Prinzip so ne Art Hybrid Fahrrad-Pult.


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BeitragVerfasst: Do 8. Mai 2014, 12:35 
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Beiträge: 3309
Wohnort: Perle des Erzgebirges
Hi

auch wenn ich hier ein etwas äleres Thema wieder aufwärme:

-Das mit dem Langen Draht kenn ich von Herrn Tesla. Das hat auch schon mal einer mit einer nachgebaut und hier ein paar Ergebnisse:

http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=0CDcQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.weirdscience-club.de%2Fpublic%2FE-Feld.pdf&ei=clZrU8CnJMe6ygPNkILIAg&usg=AFQjCNE7pyW4ne6DiaPxQUCSM3wN_2E-Pw&bvm=bv.66330100,d.bGQ

Grob gesagt reicht nur für ne LED

-Das mit dem Mintos Rad funktioniert, dreht aber nur sehr sehr langsam und liegt leider nur im einstelligen Watt-bereich (bei 3m durchmesser) und Raumtemperatur. (gabs mal bei Mythbusters da haben die das nachgebaut)


Deine "Erdbatterie" hab ich selber schon mehrfach nachgebaut.
Dein "Fehler" war das du 2 gleiche Metalle bzw die gleiche "Säurekonzentration" / Temperatur hattest.

Nimm 2 verschiedene Metall(platten)e (->elektrochemische Spannungsreihe)
dazwischen ein Blatt Papier und mach das nass mit was auch immer.
Alles was salzig ist oder säure hat geht gut.
Gesalzener Apfelsaft geht wunderbar.

mit 9 Platten 2cm x 3 cm aus Aluminium und Kupfer leuchtet ne LED 8 Stunden lang. Danach Platten mit dem Messer wieder sauber machen und es leuchtet weitere 8h. Bis die Platten alle sind.

Bilder hab ich noch wo und folgen bald.

Mfg


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BeitragVerfasst: Fr 9. Mai 2014, 13:35 
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Registriert: Di 6. Mai 2014, 20:07
Beiträge: 3309
Wohnort: Perle des Erzgebirges
Hier mal ne Vorgängerversion mit kleinen Flaschen.

Bild


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BeitragVerfasst: Do 21. Aug 2014, 18:43 
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Selbstversorger
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Registriert: Mo 18. Aug 2014, 13:03
Beiträge: 315
Wohnort: Deutschland
Bzgl. Solarmodule für unterwegs.

zum Einen kann man heute auf 1 qm schon 220 Wp unterbringen, zum anderen gibt es durchaus faltbare Stoff-Module oder Folien, wo nichts mehr so leicht zerbricht.

Bild

Von den Chinesen (die wir meiden) gibt es fertige "Solarkoffer", wir haben aber schon Expeditionen beliefert, die sich mit Ihrem Wunschmaß Koffer selbst gebaut haben, d.h. 2 Module bilden die Vorder- und Hinterseite und werden dann irgendwo auseinander geklappt, Anschluss & Co., evtl. Batterie ist dann schon da drinnen und warten nur noch auf Licht von oben...

_________________
Erfahrung macht (meistens) klüger...


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