Alle Selbstbauten die mit Mechanik und Elektronik funktionieren
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Ofenbau

Di 22. Jan 2013, 19:31

hi
habe mir im herbst einen lehmofen gebaut. ich habe den ofen in die wand gesetzt, das ofenloch ist außen und der korpus geht 2m in den raum hinein, sodas die feuerstelle ziemlich mittig im raum ist, somit kommt der sauerstoff zur verbrennung von außen, die raumluft wird nicht schlechter, man muß nicht lüften.
ich kann lange äste auflegen, brauch kein holz mehr reinschleppen und keine asche raus.
der ofen hat keinen rost, es bildet sich ein glutbett, das sogar feuchtes holz verzehrt.
einmal pro woche ausaschen reicht.
asche ist guter dünger, enthält viele mineralstoffe.
vg
Bild

Di 22. Jan 2013, 19:31

Re: Ofenbau

Di 22. Jan 2013, 19:39

:thumbsup:


diese art von ofen kennt man schon seit 300 jahre.. :)

wurde in vielen gegenden europas mit agrarabfälle beheizt, stroh, maisstengeln nachdem tiere die blätter abgefressen haben sonnenblumenstengeln, rebschnitt und baumstümpfe die man nicht weiter hacken konnte. mancher baumstumpf brannte bis zu 4 tage.

und weil man diesen ganzen mist nicht in der guten stube haben wollte und auch nicht die seltsamen gerüche wurde der ofen von aussen eingeheizt

.

Fr 25. Jan 2013, 10:26

Gute Idee

mache ich später vielleicht auch mal so. :D

„mancher baumstumpf brannte bis zu 4 tage.“
mit offener Ofentür wird man, natürlich viel Wärme verschenken. :(

nichts fürs Ökodorf sieben Linde, die nehmen dann lieber ein doppeltes Ofenrohr für die Frischluft samt entsprechenden Ofen. :shock:

Fr 25. Jan 2013, 14:43

wenn sich viel glut gebildet hat, mache ich eine steinplatte davor.
besser ist natürlich vom schrott eine ofentür einzubauen, hatte ich gerade nicht.
gute öfen habe eine extra luftzufuhr.
arbeiten mit lehm kann ich nur empfehlen, man muß nur eine lehmkuhle finden.
aus lehm kann man auch ton durch sedimentation gewinnen und dann töpfern.
vg

Fr 25. Jan 2013, 20:51

@stevo

„lehm kann man auch ton durch sedimentation gewinnen und dann töpfern „

Bei mir in der Nähe ist Lehmboden ca. 50 cm Humus und dann wird es gelb man sagt Lehmboden.

Wie erkennt man ob der Lehmanteil ausreicht oder kann man den durch Sedimentation Gewinnung anreichern?

Fr 25. Jan 2013, 22:45

nimm einfach mal 2 hände voll lehm in eine schüssel und gebe nur soviel wasser zu, das du einen dicken brei hast, knete und forme einen ball. diesen bäckst du im ofen.
wenn er nicht zerbröckelt, auch bei leichten klopfen nicht, ist es ok.
lehm ist ein gemisch. sedimentiere indem du ihn mit viel wasser mischst, gut verrühren, in einen durchsichtigen eimer oder glas. so nach 4h, bilden sich schichten, ganz oben wasser, darunter ton, dann müßte schluff kommen, ganz unten ist sand.
vg
Zuletzt geändert von stevo12 am So 17. Feb 2013, 17:12, insgesamt 1-mal geändert.

Das mit dem Lehmofen ist ja echt genial!

Fr 15. Feb 2013, 04:42

Bisher habe ich Lehm nur zum Mauern genommen, den rühre ich mit Wasser an, bis alles flüssig ist, und gieße es dann durch ein Sieb. Dann lasse ich es trocknen bis nur noch feuchter Lehm übrig ist. Den knete und schlage ich auf ein Holzbrett bis alle Luft raus ist. Und dann kann man damit Mauern, evtl auch Töpfern. Gebrannt habe ich den noch nicht. Könnte aber funktionieren.

Fr 15. Feb 2013, 14:56

ich rühr den einfach nur mit wasser an und benutze ihn.
lehm darf halt nicht naß werden, also für außenwände wo es dranregnet geht es nicht.
früher wurde nur kalk und lehm verwendet.

Fr 15. Feb 2013, 18:38

um den zug zu verbessern baute ich den ofen stufenförmig, keine ahnung wie die das vor 300 jahren machtenn, habe ich mir selbst ausgedacht. der brennraum hat ein fenster, die herdplatten sind ringplatten, das schmale rechteckige loch ist der backraum,der beim backen und schmoren verschlossen wird,sowie ober- und unterhitze bekommt.
was man unbedingt beachten sollte ist die reinigung vom ruß innen und der untergrund, der ofen ist schwer. Bild

Mo 18. Feb 2013, 20:29

stevo12 hat geschrieben:um den zug zu verbessern baute ich den ofen stufenförmig, keine ahnung wie die das vor 300 jahren machtenn, habe ich mir selbst ausgedacht. der brennraum hat ein fenster, die herdplatten sind ringplatten, das schmale rechteckige loch ist der backraum,der beim backen und schmoren verschlossen wird,sowie ober- und unterhitze bekommt.
was man unbedingt beachten sollte ist die reinigung vom ruß innen und der untergrund, der ofen ist schwer. Bild


Sehr interessant, wie sieht es bei Dir mit kochen aus ?
Hast du noch Omas alten Kochherd mit Holz und Kohle ?
Bei uns im Winter wird mit der modernen Technik gekocht, aber wenn die
Tage wieder länger werden, geht es an die Freiluftkochanlage.

http://www.neuzelle-strohhaus.de/galerie.html

Habe hier einmal ein Link beigefügt, das Strohhaus in Neuzelle ( bei uns in der Nähe )

Bis 1989 wohnte dort eine Frau ohne Strom und Heizung wie zu
alten Zeiten, da kein Nachwuchs kam, wurde das Haus als Museum
umfunktioniert.
Interessant ist die schwarze Küche. Wenn es wieder wärmer wird, fahre ich dort hin, und mache einmal ausführliche Fotos.
Auch die Öfen in den Räumen sind interessant.

Die Meinungen sprechen auch eine deutliche Sprache, damals wurde sie als
rückständig abgestempelt ( kein Strom,Auto u.s.w.) und heute sehnen sich
viele nach den Lebensstil als Selbstversorger.
Das Haus ist Bj. 1780 und bis 1989 wurde dort im Selbstversorgerstil
gelebt ( bis die Generation ausstarb )

Di 19. Feb 2013, 15:42

mach ich alles auf dem ofen, nur holz ohne kohle.
wenn man starke fichtenäste oder tannenzapfen nimmt, wird es viel heißer.
im sommer und für schnelle sachen habe ich eine gasflasche mit campingkocher.

Oh Scheisse

Mo 25. Feb 2013, 07:13

ich bin museumsreif.

Do 13. Okt 2016, 11:51

Hi

Ich bin auf der Suche nach der Eierlegenden-Wollmilch-Sau.
Gibt es einen Ofen zum Kochen, Backen UND Räuchern.
Das "einzige" was ich dazu gefunden haben ist ein Barrel-Smocker mit Dutch Oven in der Feuerbox.

Er soll im freien stehen evt. überdacht, Material egal gemauert oder Stahl bekomme ich beides hin.

Jemand ne weitere Idee oder doch lieber 2 getrennte Systeme z.B. Ugly Drum Smoker und einen Dutch Oven?

Bin noch unentschlossen.

Do 13. Okt 2016, 22:06

die räucherkammer musst selber dran basteln

Mo 29. Mai 2017, 10:04

Hi Was machen 3 Mann am Männertag und WE?

Ein guter Freund von mir rief Mittwoch an und sagte wir müssen noch Material holen, was dann 150Kg Lehm, 40Schamottsteine und Mörtel wurden. Um daraus dann einen Lehmbackofen zu bauen.

Setzen vom Bogen:
Bild

Auskleiden mit Draht zurm Stabilisieren:
Bild

Erste Lehmschichten werden getrocknet:
Bild

Schalung ran und mit Lehm ausgestopft.
Bild

Der Ofen wurde inerhalb von 2 Tagen gebaut und wurde erst klein angefeuert um die Trocknung zu beschleunigen und warm immer weitergebaut.
Nebenbei wurden darin noch 2 Brote gebacken, gegrillt und Wasser gekocht.

Dir Front wurde jetzt auch noch verschlossen und oberhalb mit Lehm verstrichen.Sowie das erste Metallrohrstück durch ein Tonrohr ersetzt. Was noch gemacht werden muss ist die Oberfläche dämmen ein Gitter drauf und noch mal mit Lehm drüber gehen.

Der ganze Spaß hat rund 50€ Materialeinkauf (Lehm und Steine) bedurft + Material ergänzt was ich noch rumliegen hatte. (Platten, Tonrohre Abzuf und Mineralwolle)

Mfg M0rph3us und viel Spaß beim nach/besser machen.
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