Da wir hier in Südfrankreich einen der spätest beginnenden
Sommer seit Jahrzehnten haben, und trotzdem mein Brunnen
in den letzten Zügen liegt, beschäftige ich mich mit Vertiefungs-
gedanken.
Also ich hab mit so einem Bohrer für Zaunpfähle gearbeitet und kann nur sagen das der bis ca. 50 cm so lala funktionierte. Aber dann kam die Lehmschicht und die ist wie verdichtet, und da hat der Bohrer eigentlich nur auf der Oberfläche gekratzt.
Es steht ja auch extra zu dem Teil da oben geschrieben. Für leichte Sand- und Lehmböden. Was man nun unter leicht verstehen kann ist wohl Ansichtsache. Aber bei 7 Meter triffst Du bestimmt irgendwann auf eine Schicht die nicht "leicht" ist.
Rate mal warum alle provessionellen Brunnenbohrer spülen ? Die würden doch ansonsten so ein Teil zum Bohren mit maschineller Kraft verbinden und gut.
Falls Du Dir den Bohrer trotzdem zulegst, würde mich die Erfahrung damit interessieren.
Spencer hat geschrieben:Rate mal warum alle provessionellen Brunnenbohrer spülen ?
Ja, der Einwand ist gut. Muss gestehen, in die Richtung hatte sich noch
kein einziger meiner Gedanken aufgemacht.
Auch das leichte Lehmböden habe ich mir irgendwie schöngelesen
(leichte) LEHMBÖDEN, ungefähr so.
Bevorzuge Sprengstoff, billig ,effektiv , immer verfügbar.....
ok um legal zu bleiben....Hier in Franken ist eine katastrofe, felzen überall,(ich hoffe das bei dir nicht so ist) ich stelle mir das ganze ohne maschiene (profi) echt schwer vor. Aber interessante sache bitte weiter berichten.
Ist sandiger boden soger schlimmer oder irre ich mich? (wände kollaps)
wenn ich den brunnen hätte, aber alt und verdreckt... und ich schaufle da so`n bißchen... setze ein neues rohr... dann würd ich das am liebsten noch durch so ein paar natürliche schichten filtern... weil ich halt nicht weiß, was in so`n altem brunnen alles so drinn liegt!
was sagt ihr dazu und was in welcher reihenfolge kann ich dafür nehmen ? sonst ist die grundwasserqualität hier wohl ganz gut an der trinkwassernorm, oder war zumindest vor ein paar jahren so.
Natürlich ist Regenwasser als "Nutzwasser" eine sehr gute Alternative und in unseren Breitengraden, mit gelegentlichen Ausnahmen auch eine regelmäßig fließende Quelle.
Daher dimensioniert man Zisternen vorrangig nach Standort und Dach(Auffang)fläche.
Aber im Süden, wo es u.U. monatelang nicht regnet, genau dann, wenn man das Wasser am nötigsten braucht, kommt man mit normalen Zisternen nicht sehr weit.
Wir hatten daher damals unseren alten Brunnen zur Zisterne (ca. 30 qbm), mittels Foliensack umfunktioniert.Leider wurde dieser dann von Ratten durchlöchert. Nun will ich die Löcher zwischen den Steinen zu zementieren,. damit da keine Ratten mehr hinkommen und dann kommt eine neue Folie rein.
Unser Bohrloch ist 140 m tief, bisher waren wir mit der Pumpe aber nur bei 60 m, werden nun auf 120 m gehen und hoffen, dann auch im Hochsommer täglich 300 l und mehr ernten zu können. Bei uns wechselten sich Erd- und Fels-Schichten ab. Mit der Hand wäre man keine 100 cm tief gekommen. Die Maschine benötigte 12 Stunden und ein paar tausend Euro...
Aber diese alten Brunnen mit ca. 7 m Tiefe sind alle per Hand ausgeschachtet. Die Leute hatten vor 100 Jahren aber auch sonst nix zu tun...
Das gemietete Grundstueck hatten wir geraeumt,
ein anderes unweit des Flusses Orb gemietet,
sind mittlerweile umgezogen, und zu dem Haus,
in das wir jetzt gezogen sind, gehoert das Brunnen-
grundstueck. Heisst, wir haben jetzt 2 Grundstuecke,
das Brunnengrundstueck gratis.
Auf Arte gab es einen sehr interessanten Film,
die Saatgutretter, u.a. ein Franzose hier in der Naehe,
der Pflanzen hat, ihre Samen liefert er sogar nach Afrika,
die mit wenig Wasser auskommen.
Ich denke, das ist der Weg, nicht Brunnen immer tiefer
graben, leerwaessern, und weiterbuddeln.
Als ich hoerte, wie sie in alter Zeit hier in Suedfrankreich
anpflanzten, nicht geduengt, nicht gewaessert, dachte ich mir,
mein Gott, diese Idioten.
Heute denke ich mir, mein Gott, ich ..., sagen wir Narr
Vengo hat geschrieben:Ich denke, das ist der Weg, nicht Brunnen immer tiefer graben, leerwaessern, und weiterbuddeln.
Sollte sich das auf mich beziehen, erlaube ich mir den Hinweis, dass es darauf ankommt was, wie, wo.
Leute die den Grundwasserspiegel runter ziehen, um dann am besten tagsüber in glühender Hitze Weideflächen oder gar Rasen in grün zu verwandeln, gehört der Wasserhahn abgedreht.
Wenn ich aber in meiner Fels-Hanglage versuche den möglichst angepassten Pflanzen (und damit auch der darin lebenden Tier- und Insektenwelt) statt 100 nun 300 l /Tag (eine Menge, die Andere tagtäglich durchs Klo spülen) zu geben, dann ist das sicherlich ökologisch vertretbar. Durch geeignete Maßnahmen versuche ich auch im Winterhalbjahr Oberflächen-Wasser wieder einzuleiten, was aber nicht dasselbe ist, als wenn man in einer Ebene (wie im hessischen Ried) den Pegel anhebt.