Hier einige Tipps zur Wassergewinnung in einer Notsituation.
Weitere Tipps sind willkommen.
Man stülpt einen grossen Plastiksack über einen grünen Busch oder Ast. Die Pflanze schwitzt und man erhält in einigen Stunden bis zu einem Liter Wasser. Der Sack kuss so angemacht werden, dass er A unten zugeschnürt ist und B sich das Wasser weiter unten in einer Falte sammeln kann, also nicht am Stamm rauströpfelt.
Man kann auch eine grosse Plastikplane über bewachsenen Boden spannen, ca. 20 cm über dem Grund und an den Seiten runterhängen lassen, sodass eine Art kubisches Zelt entsteht. Man legt einen Stein auf die Plane, etwa in der Mitte. Genau darunter stellt man eine Schüssel. Die Tropfen sammeln sich und tropfen in die Schüssel.
Oder man gräbt ein grossflächiges Loch und spannt die Plane darüber. Wieder der Stein auf die Mitte und die Schüssel darunter. Hierbei sammelt sich Morgentau.
Man bindet sich Baumwolltücher, zb. T Shirts um die Knie und geht damit durch das taunasse Gras am morgen. Zwischendurch auswringen und sammeln.
Man gräbt am Fusse grosser Felsen nach Wasser. Hier sammelt sich oft viel Regenwasser im Untergrund.
Man gräbt in einem versiegten Bachbett nach Wasser. Unter der Oberfläche kann der Bach sehr wohl noch Wasser führen.
Ist man am Meer, gräbt man in ziemlicher Entfernung zur Küste ein Loch, das sich darin sammelnde Wasser sollte relativ Salzfrei sein.
Man schneidet 2 Kerben in einen Trieb eines Gewächses, eine unten und eine möglichst hoch oben. Mit etwas Glück kommt unten Wasser heraus. Milchige Flüssigkeiten sind aber meist giftig.
Mit dem Plastiksack über Pflanzen sollte man vorsichtig sein, da man hier destilliertes Wasser erhält. Das ist gelegentlich zwar nicht schlimm aber es entzieht dem Körper Salze und Mineralien. Man bekommt so also sehr schnell Mangelerscheinungen!
yeti hat geschrieben:Ist man am Meer, gräbt man in ziemlicher Entfernung zur Küste ein Loch, das sich darin sammelnde Wasser sollte relativ Salzfrei sein.
Einfache Antwort:"je weiter weg vom Meer, desto weniger Salz im Wasser"
Salzwasser hat eine höhere Dichte als Süßwasser. Das schwimmt sozusagen oben auf.
Ein schönes Bsp. ist ein "Blue Hole" was keinen direkten Zugang zum Meer hat. Die sind so tief das sich da das Wasser schichtet bzw Regenwasser oben aufschwimmt.
Es gibt Morgentau Sammelnetze, die erzielen bis zu 10 Liter pro Meter.
Wichtig ist eine filigrane Netzstruktur in 3D und gute Abflusseigenschaften des Materials. Ähnlich wie hohes Gras, das auf diese Weise Wasser adsorbiert.
Damit läßt sich savannenartiger Boden in eine grüne Oase verwandeln, vwg. Bodenpreise, warmes Klima usw.
Ausserdem ist es in Wüsten nachts sehr kalt. Diese Kälte kann man speichern zb. in Sand oder Stein. Isoliert man nun den Speicher bis zum Mittag und setzt ihn dann (zb. eingewickelt in Alufolie) der Hitze aus, kondensiert auf ihm Wasser. Ferner kann man Aluminiumstreifen an den Kältespeicher befestigen, diese leiten die Kälte ab und fungieren als grossflächige Kondesatoren.
Wichtig ist hier, daß das Kondenswasser abperlt und in einen Behälter läuft, bevor es verdunsten kann.