Stellt hier eure Planungen und Projekte vor.
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kleiner Berghof in Südtirol

Mo 3. Sep 2018, 20:59

Hallo,

uns plagt in unserem Hirn folgendes Vorhaben mit reichlich guter und langer Vorbereitungszeit:

da wir zwei liebe süße Kinder haben, die vor. erst in 10-12 Jahren flügge werden, ist auch der Planungsvorlauf entsprechend, was uns aber nicht von einer früheren Umsetzung in anderer Art und Weise abhalten will.

Ein kleiner Bergbauernhof in Südtirol evtl. auch als Mehrgenerationen- oder spätere Alters WG ist die Grundidee. Vieh kommt für uns nur in kleinem Stil in frage, da unserer gelegegentlicher Reisedrang auch später immer wieder gestillt werden möchte :lol:
Selbstversorgung sollte das Ziel sein, mit dem einen oder anderen Zukauf.
Craftbeer auf 1.500 m brauen als Nebenerwerb wäre mein ganz persönliches Projekt.
Ich habe bereits bei diversen Bauern (Viehwirtschaft, Gemüse / Obst und Sennereien) Eindrücke und deren Probleme bei unseren Sommeraufenthalten sammeln können.

Warum Südtirol? Berge! Ein anständiger Sommer aber auch ein überschaubarer Winter (im Vinschgau z.B. ca. 2 Monate). Und... Keine Tonnen an Schnecken die einem alles wegfressen was grün ist. Ich weiß... anderes Land andere Probleme.
Deutsch wird akzeptiert und überall gesprochen. Italienisch ist Amtssprache und muss noch erlernt werden, da es auch hier leider die Bürokratie gibt und auf italo erfolgt.

Wir würden auch schon früher starten wollen und den “Hof“ als z.B. Pachtobjekt vergeben, bei dem wir aber selbst auch in den wenigen freien Tagen die uns das fremdbestimmte Arbeitsleben zulässt, tätig werden und immer dann wenn es möglich ist.
Oder als Gemeinschaftsprojekt für die spätere Alters WG (bei der jeder seinen eigenen Bereich haben sollte) in den vorgelagerten Jahren und mit Hilfe eines Teilzeitpächters vor Ort Stück für Stück aufbauen. Evtl. mit Fremdenzimmern/Ferienwohnungen um dadurch ein finanzielles Grundrauschen zu erwirtschaften.

Aufgabe nun: eine Hof finden, der in einigen Jahren abgegeben werden soll, da kein Nachfolge. Oder altes Objekt was herzurichten ist. Dies funktioniert allerdings am Besten vor Ort. Wir haben auch schon den ein oder anderen Platz gefunden, jedoch bisher viel zu große Objekte mit zig ha an Land, was man allerdings auch verpachten könnte. Preislich teilweise auch im Jenseits.

Finanzierung ist natürlich das Hauptthema: für den Komplettausstieg würden wir alles an Haus und Boden verscherbeln was wir hier in D-Land haben. Jedoch erst wenn die Kinder soweit sind. Daher müsste der Start vorfinanziert werden, wofür ich noch keine wirkliche Idee habe. Zumal ein Aufbau bekannterweise am meisten Geld verschlingt. Ein kleines Startkapital ist aber da und würde evtl. mit ein wenig Hilfe oder Fremdfinanzierung für einen Kleinanfang reichen. Vielleicht greift hier ja die oben erwähnte Option mit verpachten auf Zeit (5-10Jahre)....
wie gesagt hier bedarf es noch guter Ideen.

Ich hör hier erstmal auf bevor sich jemand beim lesen langweilt...
Wir finden es aber spannend und können die Gedanken nicht mehr verwerfen... nun wollen wir anfangen zu handeln.

Hat jemand ähnliche Gedankengänge oder gar konkrete Vorhaben?
Jeder Ansatz bringt weiter und uns alle ein Stück näher an unseren Traum aus diesem fremdgesteuerten Hamsterrad und Industriewahn zu entkommen.
Wir freuen uns auf jeglichen Austausch.

... sagt den Bergen das wir kommen

Mo 3. Sep 2018, 20:59

Re: kleiner Berghof in Südtirol

Mo 3. Sep 2018, 21:14

Grüss euch!

Super, das klingt echt klasse, alles Gute!

Soweit ich weiss findet in Südtirol auch die Bürokratie zweisprachig statt,
kenn vom Hörensagen Notare und Rechtsanwälte, die sowohl als auch können und damit arbeiten
und viele deutschsprachige Kunden, die in Italia was immomässiges kaufen wollen schätzen genau das sehr...

und es gibt einige deutschsprachige Seiten im Netz in Sachen Kleinanzeigenmarkt und Immobilien
und auch die Homepage mancher national wichtiger Adressen, so man/frau eher Anschluss an die Zivilisation haben will gibts auf zweisprachig
also Elektrizität, Finanzamt (falls ihr keine Glotze habt müsst ihr da jährlich die Bestätigung hinschicken dass ihr keine Glotze habt, dann fallen auch keine Fernsehgebühren an, zumindest isses derzeit noch so und bleibt hoffentlich so),
staatliche Krankenversicherung usw...

Re: kleiner Berghof in Südtirol

Di 4. Sep 2018, 19:48

Griaz di,

ja alle in Südtirol Ansässigen sprechen eigtl. deutsch (mit starkem Akzent) oder ladinisch. Auch auf den Ämtern gilt in der Regel deutsch. Halt nur der ganze Papierkram ist italo. Sehe hier aber die wenigsten Probleme. Für mich gehört es sich einfach, die Sprache des Landes zu erlernen wo ich lebe.

Die Immoportale kenne ich bereits, auch der landwirtschaftliche Kleinanzeigenmarkt bietet immer mal wieder was zum aufhorchen. Aber die Schmankerl und abgelegenen Regionen muss man wohl vor Ort ausfindig machen

Also weiter die Berghänge auf Google Erde abklappern und sich vor Ort mit den Einheimischen gutstellen :roll:

Re: kleiner Berghof in Südtirol

Di 4. Sep 2018, 22:02

das ist kein aussteigen
das ist ein umsteigen
von einem system in das andere und trotzdem im system mit dem system
viele verwechseln da was

Re: kleiner Berghof in Südtirol

Mi 5. Sep 2018, 16:51

is als Umstieg in die Selbstversorgung geplant wie ich es versteh

und es gibt Orte, da fühlst du das System mehr und andere wo du es weniger fühlst...
italienisches System ist freilich auch System, aber manchmal juckt es mich nicht sonderlich...

italienisches System ist in manchen Hinsichten sicherlich grauslicher als deutsches, manchmal auch nicht, egal...
aber für mich ist an sich wichtiger dass ich superschöne Tomaten hab und die Bäumchen prima wachsen und der Hund gesund ist :lol:

Re: kleiner Berghof in Südtirol

Mi 5. Sep 2018, 18:40

Man kann natürlich italienisch lernen. Aber zu behaupten die Landessprache in Südtirol waere italienisch, finde ich krank! Dafuer haben die Bozenbumser nicht gekämpft. Suedtirol ist die südlichste Gau Deutschlands, wenngleich von Italien annektiert.

Re: kleiner Berghof in Südtirol

Mi 5. Sep 2018, 20:43

Moinsen,

mag man es meinetwegen auch einen Teilausstieg nennen.... aber was ist denn dann ein Ausstieg als aus dem verdammten Hamsterrad rauszukommen und selbstbestimmt auf einem Berg meines eigenen Leben nachgehen zu können und wie strega es auf den Punkt bringt: den Tomaten beim wachsen zuschauen zu können.
Wenn du komplett jeglichem System entkommen willst, bleibt doch nur die Insel im Nirvana.
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