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 Betreff des Beitrags: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 09:37 
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Tunnelmensch
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https://www.berliner-zeitung.de/mensch- ... 211700.amp

Ganz interessant Mal. So eine Sammlung würde ich auch gerne machen und mich zeitgleich mit der Susanne in Verbindung setzen.
Ich finde noch oft Dinge mit der Aufschrift EVP.
Momentan bin ich im KH und warte auf OP.

Erst Mal Gedächtnisprotokoll:

Mein Lehrlingsgehalt weiss ich nicht mehr. Sehr niedrig. Hat mit ca. 120 angefangen.
Als Bauscharbeiter dann 800. Unklar ob Bruttus oder Nettus. Aber Abgaben waren sehr gering.

Als U-Schueler weiss ich nicht mehr, aber Recht hoch. Glaube im Bereich 4 bis 500.
Als Maat dann 600, aber praktisch kaum Kosten.
Logis war ja frei :P

Ein kleines Bier in der Dorfkneipe 50 Pfennig.

4 Km Busfahrt 30 Pfennig.

Ein Brötchen 5 Pfennig.

Ein russischer Solartaschenrechner 100 Mark. Aber der hat mir noch weit in den Westen hinein treue Dienste geleistet.

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Mi 16. Feb 2022, 09:37 


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: Mi 16. Mär 2022, 19:47 
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Tunnelmensch
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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: Do 17. Mär 2022, 09:51 
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Tunnelmensch
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Mit dem Bewusstwerden der eigenen Sterblichkeit steigt die Wertschätzung der eigenen Lebenszeit.
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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: Do 17. Mär 2022, 12:50 
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Tunnelmensch
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Hast du da den Wert zur DM schon eingerechnet? Das war ja damals schon teilweise 1:12.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: So 27. Mär 2022, 15:37 
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Selbstversorger

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Megalitiker hat geschrieben:
Hast du da den Wert zur DM schon eingerechnet? Das war ja damals schon teilweise 1:12.


Kann mir den Kurs von 1: 12 mal jemand verklickern, oder sprecht Ihr von Vormauerfall Kurs.

Der Wechselkurs war ja zum Eintritt in die Mark abgestuft. 1:1 / 1:2 / 1:3 je nach Stufung der Höhe der Beträge. Durchschnittlicher Konversionssatz 1,8
Siehe auch:
https://www.mdr.de/geschichte/wechselku ... k-100.html

Grüsse Andi

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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: So 27. Mär 2022, 16:24 
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> es geht um den Kurs der DDR-Mark zur DM >vor dem Mauerfall.
Der Schwarzmarkt-Kurs war damals schwankend und wurde individuell festgelegt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: So 27. Mär 2022, 21:08 
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Tunnelmensch
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Das ist richtig was Braten schreibt. Von 1:7 bis 1:12 habe ich gehört. Je nach dem wie vermögend ein Ossi war und wie wichtig ihm das Westgeld war.

Zitat:
. Viele schichten eilig Geld auf Kinder oder Verwandte um, aber das kann den Verlust und die damit verbundene Ernüchterung über die ersehnte Währungsunion meist nicht ausgleichen.

Da meine Familie eh nicht vermögend war, könnten wir alles 1:1 rüber retten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: So 27. Mär 2022, 21:34 
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Weltreisender
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Zitat:
Von 1:7 bis 1:12 habe ich gehört. Je nach dem wie vermögend ein Ossi war und wie wichtig ihm das Westgeld war.

ja,das hatte eine wichtige Rolle gespielt,wofür man grade Westgeld brauchte.
Manche Hausbau-Utensilien o.ä.waren in der DDR nur "unter der Hand" und dann auch nur für Westmark zu kriegen...
Ich weiß noch,das ein Kurs von 3:1 auch möglich war. Wessis,(meistens aus jungen Reisegruppen),wo die Leute wußten,das sie für 3 Ost-Mark schon `n fettes Buch in der Buchhandlung kriegen.In Westdeutschland haben die für das selbe Format 20 oder 40 (West)Mark bezahlt...
In der DDR umgerechnet 1 West-Mark.
Stadt-Straßenkurs war meistens 5:1 >schwankte aber auch stark,so wie Mega auch schon schrieb.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: Mo 28. Mär 2022, 05:33 
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Selbstversorger

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Megalitiker hat geschrieben:
Hast du da den Wert zur DM schon eingerechnet? Das war ja damals schon teilweise 1:12.


Ja. Mega. dann schreib das auch dazu? Oder ? Und auch an die Andern, versetzt Euch doch bitte mal in die Position derer, die das Lesen. Hat doch nicht jeder den backround.
Vollständigkeit !!! BITTE BITTE BITTE
DBB :welcome:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: Mo 28. Mär 2022, 17:06 
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mein Lohn als Baufacharbeiter ~1985: 1000 DDR-Mark (vor 5% Lohnsteuer) Berlin, Großbaustelle Marzahn
54m² Wohnung in der Platte 60 DDR-Mark
ein Motorradhelm (keine Kaskoerbse) 650 DDR-Mark

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Gruß, Streckenläuferin


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: Di 29. Mär 2022, 11:21 
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Tunnelmensch
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Schon länger als Bauscharbeiter dabei? Oder Berlinzuschlag?

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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: So 10. Apr 2022, 12:42 
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Aussteiger
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Länger dabei war ich da noch nicht. Vielleicht Berlinzuschlag? Ich kanns dir nicht sagen.
Ich war nur beeindruckt, dass ich da mehr verdient hatte, als mein studierter Vater. :daumen

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Gruß, Streckenläuferin


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: Fr 15. Apr 2022, 06:22 
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Backpacker

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Zitat:
Ich war nur beeindruckt, dass ich da mehr verdient hatte, als mein studierter Vater.
Das war/ist Teil der sozialistischen Idee "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung." Ein Arzt konnte da durchaus weniger verdienen als ein Bauarbeiter. Ziel war es, dass am Ende alle mehr oder weniger gleich viel bekamen; weil man erkannt hatte, dass auch ein noch so gebildeter Intellektueller nicht überleben kann, wenn es keine Müllabfuhr, keine Bauarbeiter, keine Klempner & Co geben würde; und dass auch ein noch so genialer Arzt nur operieren kann, wenn die Putzkräfte des OP und all die anderen Geister um ihn herum gründlich arbeiten; dass es also ebenso eine besondere Fähigkeit ist, "einen höheren IQ" zu haben, wie es eine besondere Fähigkeit ist, "goldene Hände" zu haben.

Zudem galt in der DDR die Doktrin des "Arbeiter- und Bauern-Staates". Intellektuelle wurden also zunächst einmal a priori benachteiligt und mussten ihren "intellektuellen Wert" erst beweisen, bevor man sie gleichbehandelte.

Ad DDR-Preise: Ich war im Leistungskader Segeln. Der Monatsbeitrag lag bei 5 Mark zzgl. eventueller Startgelder für Regatten. Dazu ggf. Reisekostenbeteiligungen, die, lt. meinen Eltern, pro (typischerweise mehrtägigem) Event nie 15 Mark überschritten. In diesen Beträgen enthalten war alles, was dazu gehörte; also auch das (teure) Material.

Im Vergleich dazu heute: Monatsbeiträge von "ab 300 Euro" sind im freien Kader eher die Regel als die Ausnahme; obwohl es für einige wenige Glückliche (lies: Vitamin-B-Reiche) gerade in den preisintensiven Klassen auch Förderungen gibt. Hinzu kommen Kosten, die leicht die 1000-Euro-Pro-Monat-Marke sprengen können. Im Jahr muss man, entsprechenden Gewinnerehrgeiz vorausgesetzt, locker 5.000-10.000 Euro nur für Material einplanen können. Natürlich aus privater Tasche; auch, wenn die Träger hier und da unterstützen. Zwar gibt es verschiedene Förderungen, die es auch ärmeren Haushalten ermöglichen sollen, ihre Kinder zum Segeln schicken zu können; doch muss man dort mit so miserablem Material arbeiten, dass jegliche Karrierehoffnungen sinnlos sind. Außerdem sind die Plätze stark begrenzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was kostete die DDR?
BeitragVerfasst: Fr 15. Apr 2022, 11:16 
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Tunnelmensch
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Registriert: Di 20. Nov 2012, 04:09
Beiträge: 8121
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Moment 2 Cent! Ich hatte das so verstanden, dass du Westdeutscher bist, weil du sagtest, dass im Westen auch nicht die Wahrheit über den Osten gesagt wurde, was ich immer noch gern erklärt hätte. Woher weisst du denn das?
So, und da fällt mir ein, ich hab ja über GST Segelschein gemacht. Ich glaube, um 60 oder 80 Pfennig Schreibgebuehren. Wer nicht über GST gemacht hat, 60 Mark.
Noch Mal zu deiner möglicherweise richtigen Sichtweise der DDR-Obrigkeit, der Müllmann kommt aber auch nicht ohne den Ingenieur oder Arzt aus.

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