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 Betreff des Beitrags: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Fr 9. Mär 2018, 13:27 
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Tunnelmensch
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So, in den kritischen Bereich muss das sicher nicht. Hoffentlich koennt ihr die Überschrift bei meiner Schreibweise lesen.

Meine Frage an Euch: Wie seht ihr die allgemeine Wohnsituation in Catal Hueyueck?

Wenn man sich die Bilder der Rekonstruktionen anschaut, denkt man: "Das müssen aber muggelige Buden gewesen sein!"
Aber wenn man bedenkt dass die ihre Toten unterm Fussboden begraben haben, hoert es bei uns schon auf mit der Gemütlichkeit. Muessen da nicht auch mit der Zeit Faulgase durch das Erdreich in die Wohnungen gestiegen sein?
Dann gab es kein WC oder Kloake. Sind die wirklich jedes mal wenn die mal kacken mussten ueber sämtliche Daecher getippelt um dann irgendwo ins Gebüsch zu gehen?
Es gab auch freie Plätze wo Muell gehortet wurde. Vielleicht haben die sich dort auch entleert. Oder gab es sogar in den Stuben ne Kackecke mit Sickergrube?
Auch Tiere sollen die da gehalten haben, was murw völlig schleierhaft ist.

Jedenfalls bin ich der Meinung, dass es in dieser Wohnanlage bestialisch gestunken haben muss. Aber die Menschen damals waren auch anderes gewöhnt.

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"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Fr 9. Mär 2018, 13:27 


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 Betreff des Beitrags: Re: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Fr 9. Mär 2018, 14:35 
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Wo gräbst du solche Sachen immer aus.
Ja steht ja auch im Netz:
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%87atalh%C3%B6y%C3%BCk#Siedlung

Und früher wurden die Menschen auch nur 30Jahre alt...

Aber musst nicht so weit weg schauen im MA war das hierzulande auch nicht anders.

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Was wir in dieser Welt brauchen sind ein paar Verrückte mehr, denn seht wohin uns die Normalen gebracht haben. "George Bernard Shaw"
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 Betreff des Beitrags: Re: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Fr 9. Mär 2018, 15:19 
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Aussteiger
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Leider muss man sagen das es an manchen Ecken der Welt heutzutage auch nicht besser ausschaut.

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Mit dem ersten Glied ist die Kette geschmiedet. Wenn die erste Rede zensiert, der erste Gedanke verboten, die erste Freiheit verweigert wird, dann sind wir alle unwiderruflich gefesselt. - Jean-Luc Picard


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 Betreff des Beitrags: Re: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Fr 9. Mär 2018, 16:45 
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Tunnelmensch
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mega bilde dir nur nix ein...in deutschland war es auch kaum anders und nicht vor 10000 jahre sondern vor 200 jahre :arrow:

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Nature Doesn't Need People!
Mit dem Bewusstwerden der eigenen Sterblichkeit steigt die Wertschätzung der eigenen Lebenszeit.
http://schwarwel-karikatur.com/wp-conte ... warwel.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Fr 9. Mär 2018, 17:47 
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Tunnelmensch
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Wo ich so etwas ausgrabe? Geschichte, 5. Klasse, wenn ich mich nicht irre. Bei Wiki schau ich immer was es neues gibt. Die Eingebung mit dem Gestank hatte ich aber erst jetzt.
Ja, ich weiss dass die Menschen damals weniger sensibel waren und bestimmte maskuline oder feminine Duefte sogar als angenehm empfunden wurden.
Ich denke mal bei der Schachtelbauweise war es nich schlimmer als in europäischen Städten. Da gab es ja noch mal ne Gosse zum entwässern. Dazu kommt noch der Totenkult in den Wohnungen. Erinnert mich an Sabine Kuegler in Westpapua. Da lebten die Wilden mit ihren Toten zusammen und ich glaube haben sie sogar ausgesaugt. Das hat ihr Vater unterbunden und so viel fuer die Gesundheit der Menschen getan. Also nicht immer tun Missionare nur schlechtes.

Naechste Frage. CH kann als Zwischending zwischen Dorf und Stadt gesehen werden. Aber welchen Zweck erfuellte diese Bauweise? Zur Verteidigung waere eine Wallanlage besser gewesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Fr 9. Mär 2018, 18:11 
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Es waren Dorf oder Kleinstadt, welchen wert sollen die auf Verteidigung legen.
Die haben nach Platz und Wohnraum gebaut.
Selbst 1000AD wurde sich keine, klassisch auf dem Feld getroffen und es gab auf die Mütze. So was wie Belagerung und Taktik wurde erst sehr viel später genutzt.

Du denkst zu modern.

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 Betreff des Beitrags: Re: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Fr 9. Mär 2018, 19:19 
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Tunnelmensch
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Da muss ich dir widersprechen. Die Belagerung wurde sicher mit der ersten Verschanzung erfunden. Was aber hier nicht zutrifft, obwohl sie sicher in der Lage gewesen waeren eine Stadtmauer zu bauen. Also, warum nicht einzeln stehende Häuser mit normalem Eingang? Wenn es nicht noetig war, haette ja keine Mauer drumrum gemusst. Diese Schachtelbauweise macht keinen Sinn!

Kleinstadt kann man es wegen der Groesse nennen. Die Wissenschaft lehnt das ab, da es keine Verwaltungsstrukturen gibt. Kein Rathaus, keine Agora.

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 Betreff des Beitrags: Re: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Fr 9. Mär 2018, 20:20 
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Bitte mal den Artikel lesen. Die schachtelbauweise macht Sinn wegen der Belüftung. Dadurch stinkt es auch nicht so, was ja deine Eingangsintention mit war.

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 Betreff des Beitrags: Re: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2018, 10:29 
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Schamane

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Zitat:
Aber wenn man bedenkt dass die ihre Toten unterm Fussboden begraben haben, hoert es bei uns schon auf mit der Gemütlichkeit. Muessen da nicht auch mit der Zeit Faulgase durch das Erdreich in die Wohnungen gestiegen sein?


Da wurden die Knochen "end gelagert". Die Toten wurden vorher irgendwo aufgebahrt und den Geiern überlassen.
Davon gibt es sogar Malereien und die Geier wurden verehrt als so ne Art "Seelenbote ins Jenseits".
Gereinigte und evl. noch ausgekochte Knochen stinken überhaupt nicht.

Zitat:
Dann gab es kein WC oder Kloake. Sind die wirklich jedes mal wenn die mal kacken mussten ueber sämtliche Daecher getippelt um dann irgendwo ins Gebüsch zu gehen?


Meines Wissens nach wurden immer Häuser, die baufällig wurden und deswegen nicht mehr bewohnt waren, als Müllgrube und evtl. wohl auch Klo benutzt, dann die Wände drüber geworfen und irgendwann dort wieder ein neues Haus gebaut, wenn alles verrottet war. Deswegen konnten die Dörfer ja Jahrhunderte lang wachsen (in die Höhe) und bildeten mit der Zeitdann riesige Hügel.

Zitat:
Auch Tiere sollen die da gehalten haben, was murw völlig schleierhaft ist.


So wie ich das sehe, war die Tierhaltung auf die Nacht beschränkt. Also tagsüber irgendwo auf die Weide, nachts in den Stall. Macht ja auch Sinn, damals gab es ja noch alle möglichen Löwen, Leoparden und Wölfe und keine Zäune.

Die aneinander gebauten Häuser haben wohl weniger der verteidigung gedient, sondern um Platz und Baumaterial zu sparen. Außerdem sind sie im Sommer kühler und im Winter wärmer (geringere Oberfläche, keine Fenster).

Verteidigung wurde erst notwendig, als sich die Gesellschaft differenzierte. In diesem Zeitraum gibt es noch keine Anzeichen für regelmäßige Kriege. Das kam erst später auf.

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Der mächt´ge Herr mit Schrei´n und Droh´n bricht Reiche und Städte zu Grunde,
still heilet der Bauer und sein Sohn
des Landes blutende Wunde.

(Erik Gustav Geijer, 1783-1847, schwedischer Schriftsteller)


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 Betreff des Beitrags: Re: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2018, 12:23 
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Schamane

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Was ich noch vergessen hab: Die Siedlung lag an einem Fluß.
Also hatten sie schon Wasserspülung :mrgreen: und Klopapier brauchten sie auch nicht.
Die, die weiter flußabwärts gewohnt haben, werden sich "gefreut" haben...
Aber evtl. wurde ja auch auf die Misthaufen gemacht und der landete dann auf den Feldern/Gärten und wurde so recycelt. War hier auf dem Dorf bis vor 80 Jahren auch üblich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2018, 12:49 
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Tunnelmensch
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Registriert: Di 20. Nov 2012, 04:09
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Nicht alles ist schluessig. Sie werden einen Grund fuer die Bauweise gehabt haben. Ich tendiere da zu Zugucker. Belueftung waere nicht noetig bei einzelnen Huetten.
Das mit der Knochenbestattung waren zumindest schon meine Gedanken. Waere sonst wirklich widerlich.
Das mit dem Fluss als Kloake beantwortet nicht meine Frage. Egal ob Fluss, Misthaufen oder Gebüsch, aus dem Zentrum war es ein langer Weg ueber ungleich hohe Daecher zur Toilette.
Auch die Tierhaltung ist unklar. Derzeit kann ich es mir nur vorstellen das die Aussenraender Stallungen waren.
Zäune fuer Tiergatter gab es bestimmt. Aber welcher Zaun hält einen Leoparden auf?
Das Schutz vor anderen Menschen damals nicht notwendig war, ist idealisiertes Denken. Vielleicht nicht dort und zu dieser Zeit, aber Kampf um Ressourcen, Produkte oder Frauen gab es schon immer. Moeglich dass das eine friedliche Periode war. Da kann man nicht festmachen wo dran es liegt. Ach ja, First Nations sind ein Beispiel das man keine komplexe, arbeitsteilige Gesellschaft mit grossem Mehrprodukt braucht um Kriege zu fuehren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Catal Hueyueck
BeitragVerfasst: Sa 10. Mär 2018, 13:40 
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Schamane

Registriert: Sa 7. Apr 2007, 18:10
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Zitat:
aus dem Zentrum war es ein langer Weg ueber ungleich hohe Daecher zur Toilette.


Deswegen meine Vermutung, das innerhalb des Dorfes verfallene Hütten benutzt wurden.
Auch in modernen Städten gibts ja verlassene Ecken, die dann schnell zur Müllkippe verkommen.
Die durchschnittliche Lebensdauer dieser Häuser war etwa 30 Jahre, da sind also immer irgendwo welche zerbröselt und welche neu gebaut worden.
Ich hab auch mal gelesen, das, wenn z.B. eine Familie ausgestorben ist, man das Haus verfallen ließ, während nach der Familiengründung ein neues gebaut wurde.
Anscheinend hat sich das alles irgendwie in einem langfristigem Gleichgewicht befunden, soll ja 600 Jahre bewohnt gewesen, und dann gegenüber nochmal gebaut worden sein.
Und Anzeichen für kriegerische Aktivitäten gab es die ganze Zeit keine, erst zum Schluß.
Neuerdings hat man auch Freiflächen innerhalb der Siedlung gefunden, die dann wohl sowas wie Müllplätze waren.

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