Aussteiger und Selbstversorger Forum

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BeitragVerfasst: Mo 4. Feb 2019, 20:40 
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Backpacker

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BeitragVerfasst: Mo 4. Feb 2019, 21:46 
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Beiträge: 1321
.
Bernd hat geschrieben:
TheDoctor hat geschrieben:
Hätte eig auch intresse , was nur halt störend ist das man keine absicherung hat das du einen nicht raus wirft nachdem man es zusammen aufgebaut hat, wenn man da ne lösung finden würde
würden denk ich viele intresse zeigen


Also das ganze Gezeters bringt nun gar nichts!
Andi wenn du solche Projekte wirklich machen willst Must du die obige Frage vernünftig beantworten.
Ich glaube dann kann es klappen


Hallo Bernd,

ich denke wir sind uns einig, dass die Beiträge von Moon und zugucker
wegen Unwichtigkeit ignoriert werden können.

Bleibt die Frage von Doctor -
haben aber Du und ich auch schon beantwortet:
Kann man regeln!
Wie das dann im Einzelnen aussieht ist aber hier fürs Forum viel zu konkret
und muss dem Einzelfall vorbehalten bleiben -
sprich erst mal kennenlernen
und schauen was sind an finanziellen und handwerklichen
und persönlichen Möglichkeiten vorhanden -
und klappt es menschlich ?
Was sind die Vorstellungen/Wünsche der verschiedenen Mitmacher ?

Bei so vielen verschiedenen Faktoren braucht es viele ehrliche Gespräche :wink:
um eine faire Lösung zu finden.
Von der Stange habe ich keine parat.

Aber es scheitert doch schon daran, dass die Leute noch nicht einmal
eine aussagekräftige Bewerbung hinbekommen,
geschweige denn sich tatsächlich aufmachen ...

Ich denke, andere Anbieter von Mitarbeit, Mitwohnen, Projekten etc.
haben ähnliche Erfahrungen ?
siehe auch Thema "wwoofer workawayer" Link:
79428100nx63163/erfahrungsberichte-ratschlaege-f49/wwoofer-workawayer-t4150.html

Und ich bin Aussteiger - und Ihr ?
Ich will nicht wie das System alles durch genau formulierte Verträge regeln,
- am Besten rechtssicher und einklagbar -
mit Leuten die aus dem System rauswollen. Das passt nicht zusammen. :roll:
Dann könnte ich auch eine Wohnungs-Gesellschaft bürgerlichen Rechts
oder eine Kapitalgesellschaft oder Finanzierungsgenossenschaft gründen.
(Für Oberschlaue: Die rechtlichen Begriffe lauten etwas anders.)

Was ich will und anbiete habe ich so gut es geht beschrieben.
Was wollt Ihr, meine lieben Mitmenschen, Aussteiger und Aufsteiger ?

Und ich will noch etwas: Ich mache jetzt wieder eine Forums-Pause -
bin aber wenn es eilig ist, über PN zu erreichen. Danke !
.

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BeitragVerfasst: Mo 4. Feb 2019, 23:05 
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Schamane

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:respekt:

Nur nicht unterkriegen lassen, Andi!

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BeitragVerfasst: Mi 6. Mär 2019, 09:11 
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.
aus "Ausstieg und ähnliches ..." VorstellungsThread
feu92 hat geschrieben:
Nur habt ihr beide einen bedeutenden Vorsprung, was Erfahrung, Wissen und mittlerweile auch Besitz angeht (wenige von uns Jungen hier wird einen Grund und Haus haben).

Die Geschichte mit Studium und ganz nebenbei 2 Häuser aufzubauen/ aufzukaufen ist wirklich nett, Andi.
Verrätst du uns, wie du dir das ermöglicht hast?


Zitat von Kali:""nett" war übrigens schon immer der kleine Bruder von Scheisse... "

Also zuerst mal ganz wichtig: Nix nebenbei !
Nebenbei leben ist nicht - wer nebenbei lebt, lebt am Leben vorbei !

Für mich war Leben immer intensiv - immer mit ganzem Herzen. :wink:

feu, ich will Dir die Geschichte von dem jungen Mann weitererzählen:
Der junge Mann hatte, bevor er anfing sein Leben aufzubauen,
keinen festen Plan, keine Lebenserfahrung (woher auch?), kein Geld ...
Aber er war wach und wollte leben - immer mit ganzem Herzen.
Das war wohl sein Anfang.
Er war selbstbewusst genug um an sich zu glauben,
ließ sich nicht leicht einen Esel aufbinden -
aber war auch demütig - er nahm dankbar an was der liebe Gott ihm schenkte.
Er konnte widersprechen und das tat er (zu) oft -
aber konnte auch demütig dienen - er musste nicht Herr sein.

Ich glaube, dass ist heute und hier im Forum ein echtes Problem:
Es ist falsch verstandene Freiheit selbst Herr sein zu müssen,
sich nicht einem anderen Herrn unterordnen zu können.
Der Vorschlag von Kali (Thema: "Ausstieg und ähnliches..."),
doch erstmal auf einem verlassenen Hof eines Anderen anzufangen,
- Wächter und Knecht zu spielen, in Abhängigkeit ohne Sicherheit, -
ist für Viele abschreckend.
Meine Angebote hier im Thread werden nicht wahrgenommen
- ooohh nein, unter einem Anderen stehen, nein dem Andi ausgeliefert zu sein,
nein kein eigener Herr sein ...
lässt -wie in diesem Beispiel exemplarisch erkennbar-
viele viele Chancen und Geschenke des Himmels
aus Stolz und Angst ungenutzt vorüber ziehen.
Und dann jammern es gäbe keine Chancen.

Mangelnde Fähigkeit zur Demut, zum Gehorsam, in Abhängigkeit leben zu können,
ist ein Indiz für mangelnde Persönlichkeit, für mangelndes Selbstbewusstsein,
für mangelnde Authentizität. :!:
Und solche Menschen können aus Nichts Nichts aufbauen.

Ich sage es nochmal: Wer nicht nackt auf Knien dienen kann,
kann auch nicht in voller Rüstung aufrecht stehen, führen und Siege erringen. :daumen
Mir egal wenn es gegen den Trend ist.
Und das ist vielleicht noch ein wichtiges Geheimnis:
Nicht nur sagen man/frau ist gegen den Trend,
hat erkannt wie Schei... alles ist ... blabla ..., man/frau sei Aussteiger -
sondern es sein ! Gegen den Trend leben ! Auch gegen den Aussteiger-Trend.
Aussteigen bedeutet das Denken des Systems abzulegen,
aber auch das beschränkte Denken des eigenen Hirns
und eigene Grenzen ablegen und überwinden,
statt nur die Arbeit niederlegen und Aussteigersprüche klopfen und philosophieren.
Ok. - wer diese Grundlagen nicht kapiert wird am Leben krepieren. :(

Ansonsten hat der junge Mann neben seinem Studium auch Geld verdient,
mit allem was ihm unter die Füße kam - oft recht kreativ. Nicht darauf gewartet
dass ihm gute Gelegenheiten in den Schoß fallen. Hat mal gutes Geld verdient,
mal weniger. Aber das reichte nicht zum Kauf von Häusern.
Nee, es waren keine Bruchbuden - sanierungsbedürftig, aber mit guter Substanz -
mit viel ! Arbeit und einem bescheidenen Lebensstil aufbaubar.

Am Anfang, fürs erste Haus, brauchte der junge Mann über 100.000 Mark -
er hatte aber nur 50 Mark und keine Sicherheiten, keinen festen Job - Student halt.
Er lief von Bank zu Bank - Sparkasse, Commerzbank, Dresdner Bank,
Deutsche Bank, Volksbank, Kreissparkasse, Kredithai ... und wurde zum Teil
regelrecht ausgelacht von den Herren in schwarzen Anzügen und Krawatte.
Keine Chance soviel Geld zu bekommen.
Und Familie und Freunde haben auch abgeraten: "Studier erstmal zu Ende, dann
verdien ein paar Jahre richtig Kohle ... " usw. .
Aber der junge Mann wusste dass er auf richtigem Weg war,
und sein Ziel und Richtung stimmten. Er blieb dran (wichtig!). :!:
Lernte das Denken der Banker zu verstehen und machte sich ganz klein,
und ging demütig wieder zu Allen hin - ertrug wiederholt Spott und Ablehnung -
und lernte die Argumente auszuhebeln. Ja, er fand eine Bank die ihm das Geld lieh.
Er kaufte und baute und baute bis er mehr Geld brauchte.
Er ging wieder zur Bank um mehr zu bekommen -
die Herren in schwarzen Anzügen und Krawatte kamen rausgefahren
um sich das bisher Erreichte anzuschauen und machten Fotos und sagten:
"Oh, Sie haben ja aus dem alten Kasten ein Schmuckstück gemacht.
Unser Geld ist hier gut angelegt. Sie können nochmal 100.000 Mark haben."
Der junge Mann hat dann weiter gebaut und als er noch mehr Geld brauchte
kamen die Herren wieder und sagten: "Sie machen aus Allem Gold !"
Seitdem konnte der junge Mann per Telefon jede Summe ordern.
Das Vertrauen der Bank (Bonität) oder das Vertrauen Deines Herrn in Dich :!:
ist eine gute Basis. Bemühe Dich darum !

Aber es waren NIE seine Häuser -
immer nur vom Allmächtigen ihm zum Gebrauch und zur Verantwortung geliehen. :wink:
Wem gehört denn Grundbesitz ? Vor mir haben schon Andere hier als Herren gelebt
und nach mir werden neue Herren kommen.

Aber das war nicht Endstation - sondern nur Zwischenspiel -
das Leben ging weiter. Auf und Ab. Leben ist nicht nebenbei. :wink:
.

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BeitragVerfasst: Mi 6. Mär 2019, 09:54 
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Beiträge: 5873
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Ich hab es mir schon im anderem Thread gedacht dass du der junge Mann warst.
Um mal auf deine Angebote einzugehen. Ich sag das nicht Boese, lieber Fürst von Monaco als Innenminister der USA. Wenn ich es noetig haette, ich wuerde nicht drauf eingehen.
Aber zurück zu deinem Post. Mich interessieren solche Erfolgsgeschichten und mich macht es auch stolz ähnliches ohne Kredit geschafft zu haben. Mit 2000 Erspartem hab ich angefangen und mir was grosses aufgebaut. Ich bin froh mir kein Haus gekauft zu haben, denn es würde jetzt dem Staat gehoeren. Erfolg ist in der BRD eben nicht erwünscht und so kassiere ich brav meine Stütze, so wie vom Staat vorgesehen.

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BeitragVerfasst: Mi 6. Mär 2019, 10:17 
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Schamane

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Hm, danke für deine Ausführungen.


Ist mir aber noch immer zu ungenau

"kreativ Geld verdienen" "auf Knien arbeiten"
Das klingt wir wieder nach Prostitution :)

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BeitragVerfasst: Mi 6. Mär 2019, 11:48 
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Backpacker

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Beiträge: 57
Andi hat geschrieben:
Der Vorschlag von Kali (Thema: "Ausstieg und ähnliches..."),
doch erstmal auf einem verlassenen Hof eines Anderen anzufangen,
- Wächter und Knecht zu spielen, in Abhängigkeit ohne Sicherheit, -
ist für Viele abschreckend.


So würde ich es nicht unbedingt ausdrücken. Wächter passt schon ganz gut (in manchen Städten gibt es ähnliche Projekte, die sogenannten Wächterhäuser). Aber warum Knecht, nur weil es kein Eigentum ist? Ist nicht mancher mehr ein Knecht seines Eigentums? Kaufe ich ein Grundstück, bin ich daran gebunden, bis ich es verkaufe. Bewohne ich eines als "Wächter", kann ich jederzeit gehen.

Ich weiss, es herrscht wohl eine Vetragsallergie unter Aussteigern. Jedoch sind wir uns wohl alle einig, daß in der BRD kein komplett autarkes Leben machbar ist, irgendwas ist immer. Da nützt auch Eigentum nichts, denn auch daraus resultieren Verpflichtungen. Wer eine gewisse Sicherheit als Grundlage möchte, kann sich nunmal nicht auf mündliche Zusagen verlassen. Für Eigentum reicht ja nichtmal ein kleiner Vertrag, sondern alles muss zusätzlich über den (zu bezahlenden) Notartisch. Also warum nicht Absprachen mit einem Hofbesitzer einfach schriftlich machen, wenn man sich etwas abgesicherter fühlen möchte als ein Hausbesetzer?


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BeitragVerfasst: Mi 6. Mär 2019, 12:00 
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Tunnelmensch
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Beiträge: 5873
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Ich gehe mal davon aus das Andi mit Vertrag meinte. Mündlich waere ja noch schlimmer.

P.S.: Wirklich frei von allen Abgaben kann man in DE nur als Obdachloser leben. Das waere mir aber ZU frei.

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BeitragVerfasst: Do 7. Mär 2019, 10:20 
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Registriert: Di 27. Dez 2016, 22:33
Beiträge: 1321
.
Bei allen Einwänden hier gegen das Mitmachen bei Projekten
oder gegen das "knechten" auf Anderer Höfe,
schwingt immer wieder eine Inkonsequenz, Widersprüchlichkeit mit.

Ich meine:

1.) Wer die Freiheit haben möchte, jederzeit gehen zu können,
darf nicht umgekehrt die Sicherheit erwarten,
nicht jederzeit weggeschickt werden zu können.

2.) Wer nicht bereit ist, Verpflichtungen einzugehen,
darf nicht erwarten Rechte zu bekommen.

3.) Wer nicht bereit ist, für ein Projekt
eigene Verantwortung zu übernehmen,
darf nicht erwarten in diesem Projekt (mit-)entscheiden zu dürfen.

4.) Wer Verträge will, muss wissen,
dass beide Seiten davon einen Vorteil wollen.

5.) Fordere nie mehr, als Du bereit bist zu geben.

6.) Wenn Du ganz angenommen werden willst,
musst Du Dich auch ganz geben.

7.) Wenn von Dir 10 "Pfunde" erwartet werden, gib 11.

8.) Deine Freiheit beginnt immer in Dir.

9.) Deine Freiheit endet wo die Freiheit des Anderen anfängt.

10.) Sei demütig, dankbar und bemühe Dich um eigene Authentizität.

11.) Behandle Jede(n) so, wie Du selbst behandelt werden möchtest. :wink:

Nachtrag einen Tag später:
12.) Erst nachdenken, dann kritisieren !
Erspart den Anderen Deinen Blödsinn und Dir die Blamage.

.

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Zuletzt geändert von Andi am Fr 8. Mär 2019, 09:26, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do 7. Mär 2019, 14:50 
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Backpacker

Registriert: Di 26. Feb 2019, 01:27
Beiträge: 57
Ich bin ja eigentlich nur in diesen Faden eingestiegen, weil ich zitiert wurde. Erst jetzt habe ich aus Interesse doch mal von Anfang an gelesen.

Das, was ich (eigentlich in einem anderen Faden) vorschlug, und das, was Andi hier sucht sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Als ich vorschlug, sich auf einem verlassenen Hof mit dem Einverständnis der Besitzer niederzulassen, dachte ich an ein einfaches Leben mit den vorhandenen Strukturen. Kleine Reparaturen zur Erhaltung dieser, es ging jedoch nicht darum, einen alten Hof der einem nicht gehört, komplett neu auszubauen. Daher traf der Begriff Wächter gut zu, der Begriff Knecht hingegen nicht.

Was Andi sucht ist aber genau das, jemand, der ihm eine Altimmobilie ausbaut. Er sucht keinen Wächter, sondern "Knechte" (die Wortwahl war seine, als ich das Thema anschnitt, nicht meine!), die sich Rechte erarbeiten, die er als Boss nach Gutdünken vergibt, oder eben nicht. Daran ist erstmal grundsätzlich nichts Schlimmes, er kann ja mit SEINER Immobilie machen was er will und jemandem, der sich auf so einen Deal einläßt muss halt klar sein, daß es einen Boss gibt. Und so ein Immobilienbesitzer-Boss wird schon darauf achten, daß sich der Wert seiner Immobilie steigert. Auch das ist normal, sogar verdammt normal für eine Gesellschaft, aus der so viele hier aber aussteigen möchten.

Derweil mir persönlich die Wächteridee gefällt, wäre die zweite Variante nichts für mich.
Die erste Idee ist recht bescheiden, mit einem beidseitigen einfachen Nutzen, ohne das dabei eine Wertsteigerung entsteht. Lebensnotwendige Strukturen werden erhalten, beide Seiten profitieren gleichermaßen. Niemand verdient wirklich etwas daran, das System schon mal gar nicht. Die zweite Idee ist auf Wertsteigerung ausgerichtet und total systemkompatibel.

In Städten macht man das so: man vergibt in einem runtergekommenen Viertel günstige oder gar umsonst Räume an Künstler. Das Viertel wird interessanter, bunter, hipper. Plötzlich möchten auch andere Menschen dort leben. Die Räume werden renoviert, die Häuser ausgebaut. Die Künstler bekommen das Angebot, nun zu teuren Mietpreisen bleiben zu können - können sich das aber nicht leisten und müssen ausziehen, derweil die Normalität und das Geld Einzug halten. Stichwort Gentrifizierung.

So, und nun zu Andis 11 Geboten. Klingen gut so als Liste, nicht wahr? Vom Geben und Nehmen ist die Rede, vom angenommen werden... mir wird ganz flauschig zumute beim Lesen. Oder auch nicht, wenn ich genauer hinschaue. Denn die Widersprüchlichkeit, die Andi den anderen anprangert, ist auch hier zu finden, darauf komme ich weiter unten, erstmal:

Andi hat geschrieben:
3.) Wer nicht bereit ist, für ein Projekt
eigene Verantwortung zu übernehmen,
darf nicht erwarten in diesem Projekt (mit-)entscheiden zu dürfen.


Übersetzung: wenn du dir nicht selber was kaufst, hast du auch im Zweifelsfall über nix zu entscheiden. Absolut legitim, siehe oben. Der Besitzer hat die Verantwortung und ist damit der Boss. Muss einem eben bewusst sein, daß egal, was ihr leistet und einbringt, Andi auch immer der Boss auf seinem Grundstück bleiben wird. Denn seine Verantwortung kann ihm niemand abnehmen, also kann auch niemand sich das Recht erwerben, mitzuentscheiden. Es sei denn, Andi vergibt dieses Recht freiwillig und räumt euch Entscheidungsfreiheiten ein. Ob ihr ihm das zutraut, bleibt euch überlassen...

Andi hat geschrieben:
7.) Wenn von Dir 10 "Pfunde" erwartet werden, gib 11.


Stichwort Wertsteigerung, siehe oben. Wird das Konzept langsam klar? Und wer weiss, wenn du mehr arbeitest als du musst, vielleicht erkennt der Gutsherr es ja an, vielleicht gibt er dir Rechte. Falls nicht, liegt das bestimmt nur an dir, weil du nicht genug gibst. Du musst dich ändern und einfach noch besser werden.

Andi hat geschrieben:
Und ich bin Aussteiger - und Ihr ?
Ich will nicht wie das System alles durch genau formulierte Verträge regeln,
- am Besten rechtssicher und einklagbar -
mit Leuten die aus dem System rauswollen. Das passt nicht zusammen. :roll:


Also ich gestehe Andi zu, der er aus einer gewissen Normalität "ausgestiegen" ist. Aber nicht so, wie viele hier sich das erträumen. Andi hat sich wohl geistig von gewissen Normen verabschiedet und sich "ein eigenes System" erschaffen. Eines, mit dem er übrigens dauernd Verträge im Einklang mit dem grossen System macht, denn Immobilien sammelt man nicht ohne Verträge. Und hier kommt der Widerspruch: Er will bloß MIT EUCH keine Verträge machen. Denn dann könntet auch IHR einen Vorteil haben, siehe Punkt 4.

Andi hat geschrieben:
4.) Wer Verträge will, muss wissen,
dass beide Seiten davon einen Vorteil wollen.


Das ist natürlich blankes "entgegen kommen", denn als Aussteiger wollt ihr ja auch gar keine Verträge machen, richtig? :wink: Vielleicht möchte Andi wirklich nur euer Bestes. Achtung, Wortspiel! :lach:


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BeitragVerfasst: Do 7. Mär 2019, 15:04 
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Schamane

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Bravo! :danke:

Ich hab mir vieles von dem, was du schreibst, auch gedacht.
Aber es so schön zu formulieren... Zu faul :)

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BeitragVerfasst: Do 7. Mär 2019, 19:27 
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Schamane
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Registriert: Sa 27. Okt 2012, 14:39
Beiträge: 516
@Andi schreibt:
"die Herren in schwarzen Anzügen und Krawatte kamen rausgefahren
um sich das bisher Erreichte anzuschauen und machten Fotos und sagten:
"Oh, Sie haben ja aus dem alten Kasten ein Schmuckstück gemacht.
Unser Geld ist hier gut angelegt. Sie können nochmal 100.000 Mark haben."
Der junge Mann hat dann weiter gebaut und als er noch mehr Geld brauchte
kamen die Herren wieder und sagten: "Sie machen aus Allem Gold !"
Seitdem konnte der junge Mann per Telefon jede Summe ordern.
:kotzen: Das Vertrauen der Bank (Bonität) oder das Vertrauen Deines Herrn in Dich
ist eine gute Basis. Bemühe Dich darum ! " (Zitatende) :intrigant:
---------------------------------------------------------------------------------
Wat`n gruseliger Märchenonkel> wers glaubt wird selig :lupe:
So ein an den Haaren herbeigezogener Unsinn :!:

----------------------------------------------------------------------------------

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Dein Glück
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BeitragVerfasst: Do 7. Mär 2019, 21:14 
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Registriert: Di 20. Nov 2012, 05:09
Beiträge: 5873
Wohnort: Sachsen-Anhalt
feu92 hat geschrieben:
Bravo! :danke:

Ich hab mir vieles von dem, was du schreibst, auch gedacht.
Aber es so schön zu formulieren... Zu faul :)

Und ich haette es nicht gekonnt es so auszudrücken.
Es ist eine ganz andere Sache "Wächter" zu spielen und Bau- und Versorgungsstruktur auf Niveau zu halten und dafuer im Garten etwas künstlerische Freiheit zu haben, als das was Andi anbietet. Waere ich Sucher, mir wäre das zu windig. Das mit Spencer und dem Bauwagen ist doch ein anderes Level.
Ich frage mich auch wie die grossen Summen wieder zurück geflossen sind. Miete? Dauert ewig! Verkauf?
Wer ist so großzügig und kauft ein Haus fuer andere, ohne dass diese Miete zahlen müssen und ohne daraus einen Wert zu ziehen?

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BeitragVerfasst: Fr 8. Mär 2019, 00:25 
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Tunnelmensch
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Registriert: So 9. Sep 2012, 17:45
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Moon hat geschrieben:
wers glaubt wird selig :lupe:
So ein an den Haaren herbeigezogener Unsinn :!:


das habe ich mir auch gedacht...was für'n märchenverzähler :arrow:

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BeitragVerfasst: Fr 8. Mär 2019, 09:33 
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Registriert: Di 27. Dez 2016, 22:33
Beiträge: 1321
.
Ich halte die vorstehenden 11 Regeln für sehr gut -
sowohl jede einzeln als auch im gesamten Kontext.
Gelten nicht nur für Aussteiger- oder meine Projekte -,
sondern überhaupt fürs Zusammenleben von Menschen.
Allerdings habe ich eine wichtige Regel vergessen,
diese habe ich heute dort nachgetragen.

Wem es schwerfällt die Regeln nachzuvollziehen,
dem könnte es vielleicht helfen, die Regeln einfach mal umzudrehen.
Beispiel Regel 3.) :
Verantwortung muss nicht unbedingt finanzielle Verantwortung sein.
Was passiert wenn Leute Entscheidungen treffen dürfen,
ohne dafür gerade stehen zu müssen ?

Und dazu ein simples praktisches Beispiel:
Wer mit uns leben möchte und fordert
wir sollten unsere Küche auf Bio-Gemüse umstellen,
bekommt von mir ein Stück Garten und einen Spaten.
Oh Wunder, plötzlich ist Bio-Gemüse garnicht mehr so wichtig.
Sich für Bio-Gemüse zu entscheiden
ist einfacher als dafür die Verantwortung zu übernehmen :wink:
.

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