Aussteiger und Selbstversorger Forum

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BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 13:33 
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Backpacker

Registriert: Di 8. Okt 2013, 15:35
Beiträge: 17
Wohnort: Köln
Hallo Leute,

ich habe schon viel in diesem Forum gelesen und wollte mich nun einmal kurz vorstellen:
Mein Name ist Philipp, ich bin 23 Jahre alt und wohne in Köln.

Der Gedanke, in naher Zukunft als Selbstversorger zu leben, kam mir vor ca. 1,5 Jahren. Das Buch „Ismaels Geheimnis“ von Daniel Quinn (was ich jedem von euch an Herz legen möchte) war bei uns (meiner Freundin und mir) der Auslöser unseres Umdenkens.
Unser anfängliches Ziel, dieser Gesellschaft den Rücken zuzukehren und „vollkommen“ auszusteigen, haben wir inzwischen verworfen. Wir haben für uns verstanden, dass wir nur dann Veränderungen in dieser Welt erreichen, wenn wir uns nicht von der Gesellschaft abkapseln, sondern vielmehr eine alternative, nachhaltige und naturverbundene Lebensweise vorleben.

Natürlich ist uns bewusst, dass so ein Vorhaben nicht alleine zu bewerkstelligen ist. Vielmehr soll es ein Gemeinschaftsprojekt werden, bei dem viele Menschen mit den gleichen oder ähnlichen Ansichten zusammen leben. Besonders deshalb, weil wir glauben, dass eine gemeinschaftliche Lebensform dem menschlichen Wesen entspricht.
Das genaue Konzept unseres Projekts steht noch nicht, wird aber bald konkrete Züge annehmen. Zurzeit suchen wir noch Menschen, mit Interesse ein Projekt zu beginnen und ein solches mit uns auszuarbeiten.

Grundbausteine für das Projekt:
- gemeinschaftliche Lebensform auf
- eigenem oder gepachtetem Boden
- schrittweise zur „vollständigen“ Selbstversorgung
- nach dem Prinzip der Permakultur
- im Einklang mit der Natur und
- dem Erhalt eines gesunden Bodens und
- in Folge einer gesunden Mitwelt
- Bewusstsein für die Vollkommenheit der Natur
- autarke Nutzung von Wind-, Sonnen- und Wasserkraft (evtl. freie Energie)
- Ablehnung eines hierarchischen Systems
- …
… Die oben genannten Aspekte sind diskutabel und die konkrete
Ausarbeitung soll mit euch zusammen erfolgen!

Ideal wären Leute in und um Köln, da dann der persönliche Austausch und eine eventuelle enge Zusammenarbeit möglich wären.
Bis hierhin genug von mir 

Beste Grüße,
Philipp


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Verfasst: Mo 4. Nov 2013, 13:33 


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BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 13:52 
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Träumer
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Registriert: Mo 28. Okt 2013, 12:05
Beiträge: 8
Hallo,

ich finde eurer Projekt ziemlich Interessant. So wie ich es verstanden hab wollt ihr eine art Aussteigerdorf gründen?
Wollt ihr in einem bestimmen Land leben oder seid ihr diesbezüglich offen?.

Ich komme aus Hessen, aber könnte auch mal für ein paar Tage nach Köln kommen zur planung.
Aufjedenfall brauchen wir Startkapital.

mfg
Daniel


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BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 14:39 
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Backpacker

Registriert: Di 8. Okt 2013, 15:35
Beiträge: 17
Wohnort: Köln
Ja mit dem Aussteiger Dorf liegst du bereits richtig, wobei natürlich am Anfang nicht gleich ein ganzes Dorf steht. Dies bezüglich muss man aber bereits beim pachten des Landes drauf achten, dass in der näheren Umgebung eventuell weiteres Land zur Verfügung stehen sollte.

Im Moment sind wir mit unserer Idee noch in und um Köln gebunden, da wir nicht von jetzt auf gleich alles aufgeben können, da weitere Geldeinnahmen wichtig wären, bis wir alle nötigen Kosten (Pacht, Grundsteuer, etc) selbst vom Hof decken können. Beispielsweise mit einem Hofladen oder ähnlichen. Meine Freundin (Nadine ist ihr Name) wird auch in einem Jahr studierte Sozial Pädagogin sein und somit erweitert sich die Möglichkeit der selbstständigen Möglichkeiten durch einen Kindergarten, KiTa, etc.
Wobei diese Gebundenheit an Köln nur daran hängt, dass ich hier mein Geld verdiene. Wie und wo wir das Geld verdienen ist natürlich egal.
So ist bisher die Planung.

Zu dem Startkapital, RICHTIG :P

Vielleicht kann man sich ja bald einfach mal treffen, oder erst mal telefonieren oder so, um zu sehen, ob unsere Vorstellungen sich ähneln und um zu gucken, ob es menschlich passt, da dieser Punkt wohl der wichtigste ist. ;)


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BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 16:46 
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Träumer
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Registriert: Mo 28. Okt 2013, 12:05
Beiträge: 8
Also ich schätze mal das wir ingesamt für Grundstück, Gartenhaus, Tiere etc. mind. 20.000 Euro brauchen werden.

Vielleicht sollten wir erstmal in irgendeinem Chat oder Messengerprogramm kontakt aufnehmen, wo wir dann alles weitere besprechen können.

mfg
Daniel


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BeitragVerfasst: Di 5. Nov 2013, 23:10 
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Träumer

Registriert: Di 5. Nov 2013, 22:57
Beiträge: 7
Wohnort: Köln
Hallo,

ich interessiere mich auch für solche Projekte. Bevor ihr hier eine Neugründung macht und eine neues Großprojekt aufbaut, habt ihr euch mal überlegt sich an eine bestehende Kommune/ Ökodorf anzuschließen?
Von denen gibt es einige in Deutschland (meistens eher abseits der Großstädte), und sie versuchen nach den gleichen Prinzipien zu leben wie sie Philipp unter "Grundbausteine" gepostet hat. Oder muss es unbedingt in Köln und Umgebung sein?


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 Betreff des Beitrags: Antwort: uedsamnac
BeitragVerfasst: So 10. Nov 2013, 22:57 
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Backpacker

Registriert: Di 8. Okt 2013, 15:35
Beiträge: 17
Wohnort: Köln
Hallo uedsamnac,
du interessierst dich auch für solche Projekte? Heißt das, du hast auch vor, demnächst irgendwann in ein solches Projekt einzusteigen?

Zu deinem Einwand:

Wir wissen, dass es solche Ökodörfer/Kommunen gibt. Wir haben uns auch bereits mit diesem Thema befasst, es allerdings aus verschiedenen Punkten wieder verworfen. Sei es der Geldaufwand, den man bei manchen Projekten aufbringen muss oder der Punkt, dass einige politische Meinungen oder ein soziales Konstrukt beinhalten, die nicht mit unserer Überzeugung übereinstimmen. Die Entwicklung des Projektes soll ein Prozess aus den Ideen aller Beteiligten sein.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für uns ist folgender: Bei einem Einstieg in ein bestehendes Projekt ist es ein zwangläufiger „Ausstieg“ aus dem privaten Umfeld.
Auch wenn wir dies natürlich gewissermaßen beabsichtigen, wollen wir diese Möglichkeit eines natürlichen, nachhaltigen und friedvollen Lebens nicht nur für uns leben. Stattdessen wollen wir die Veränderung in unsere Umwelt hineintragen, sie in unsere Prozesse miteinbeziehen, an unserem „Reichtum“ teilhaben lassen und nicht von jetzt auf gleich in eine neue „Familie“ ziehen.
Wir geben Menschen, die uns wichtig sind die Möglichkeit vor Ort zu sehen, dass es funktioniert ein „lebenswertes“ Leben zu führen.

Diese Chance bietet man auch fremden, u.U. interessierten Menschen dadurch, dass die Anzahl an Projekten zunimmt und diese leichter zugänglich gemacht werden. Berührungspunkte und damit vllt auch Anreize werden geschaffen, darüber nachzudenken.

Letztendlich haben wir uns auch für den Aufbau eines neuen Projekts entschieden, um einerseits unsere Vorstellung zu wahren und den vielen Menschen, die auch mit dem Gedanken spielen etwas zu verändern, eine weitere Möglichkeit zu bieten, ihren eigenen Traum zu verwirklichen.

Liebe Grüße,

Philipp & Nadine
πᶜᵉ


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BeitragVerfasst: So 10. Nov 2013, 23:30 
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Freak
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Registriert: So 3. Mär 2013, 20:04
Beiträge: 1056
Wohnort: osten
Zitat:
wollen wir die Veränderung in unsere Umwelt hineintragen, sie in unsere Prozesse miteinbeziehen, an unserem „Reichtum“ teilhaben lassen und nicht von jetzt auf gleich in eine neue „Familie“ ziehen.

...

Diese Chance bietet man auch fremden, u.U. interessierten Menschen dadurch, dass die Anzahl an Projekten zunimmt und diese leichter zugänglich gemacht werden. Berührungspunkte und damit vllt auch Anreize werden geschaffen, darüber nachzudenken.


:danke:

_________________
Eine gute Nachricht aus fernen Landen gleicht kühlem Wasser für eine durstige Kehle.

BUCH DER SPRICHWÖRTER 25,25


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BeitragVerfasst: Di 12. Nov 2013, 10:22 
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Selbstversorger

Registriert: Mi 6. Nov 2013, 21:21
Beiträge: 409
Wohnort: bei Chemnitz
Naja, die Kosten für die Gründung eines neuen Projekts dürften deutlich über dem „Eintrittsgeld“ eines bestehenden liegen.
Die entscheidendere Frage ist aber: Habt ihr das nötige Wissen, um so etwas aufzubauen und zu managen?

Ich bin mit einem „Garten rund ums Haus“ aufgewachsen, weiß daher zumindest wie man ein Beet umgräbt, Kartoffeln setzt, einen Obstbaum verschneidet etc. Aber dieser Garten gab nur hin und wieder ein leckeres Extra. Wenn ich jetzt einen Hof planen sollte, der sagen wir 5 bis 10 Personen (weitestgehend) autonom versorgt stellen sich mir sofort einige Fragen:

- Welche Fläche brauche ich da eigentlich?
- Was baue ich eigentlich an, und wie konserviere ich > ich möchte ja ganzjährig etwas essen
- Welche Gerätschaften und Räumlichkeiten brauche ich dazu? Mit Hacke und Spaten kommt man bei einigen ha nicht mehr sinnig voran, große Landmaschinen dürften das Budget sprengen.
- Und wohl das Wichtigste: Wie koordiniere ich meine Gruppe, dass der Hof läuft, ohne dass sich die Mitglieder als „Leibeigene“ fühlen?

Ich könnte diese Fragen nicht beantworten, und auch viel handwerkliches Wissen habe ich einfach nicht. Daher würde ich, bevor ich so ein Projekt starte, zumindest ein bis zwei Jahre in ein bestehendes gehen, um zu lernen. Denn Lernen durch Versuch und Irrtum kann hier sehr ungemütlich werden…


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BeitragVerfasst: Di 12. Nov 2013, 21:02 
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Tunnelmensch
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Registriert: So 9. Sep 2012, 17:45
Beiträge: 5965
Wohnort: NRW
Reinsch hat geschrieben:
Naja, die Kosten für die Gründung eines neuen Projekts dürften deutlich über dem „Eintrittsgeld“ eines bestehenden liegen.


nicht unbedingt...hängt davon ab..wo (klimatisch gesehen und wie genügsam die mitglieder sind)

Zitat:
Die entscheidendere Frage ist aber: Habt ihr das nötige Wissen, um so etwas aufzubauen und zu managen?


man wächst mit seinen aufgaben

Zitat:
Ich bin mit einem „Garten rund ums Haus“ aufgewachsen, weiß daher zumindest wie man ein Beet umgräbt, Kartoffeln setzt, einen Obstbaum verschneidet etc. Aber dieser Garten gab nur hin und wieder ein leckeres Extra. Wenn ich jetzt einen Hof planen sollte, der sagen wir 5 bis 10 Personen (weitestgehend) autonom versorgt stellen sich mir sofort einige Fragen:

- Welche Fläche brauche ich da eigentlich?
- Was baue ich eigentlich an, und wie konserviere ich > ich möchte ja ganzjährig etwas essen
- Welche Gerätschaften und Räumlichkeiten brauche ich dazu? Mit Hacke und Spaten kommt man bei einigen ha nicht mehr sinnig voran, große Landmaschinen dürften das Budget sprengen.
- Und wohl das Wichtigste: Wie koordiniere ich meine Gruppe, dass der Hof läuft, ohne dass sich die Mitglieder als „Leibeigene“ fühlen?


das müssen alle gemeinsam entscheiden...und "meine gruppe" ist schon mal die falsche perspektive..es muss von anfang an genossenschaftlich sein..alles müssen sich einbringen und alle müssen bluten.

Zitat:
Ich könnte diese Fragen nicht beantworten, und auch viel handwerkliches Wissen habe ich einfach nicht. Daher würde ich, bevor ich so ein Projekt starte, zumindest ein bis zwei Jahre in ein bestehendes gehen, um zu lernen.



das kann man auch "trocken" austüffteln wenn man die richtigen leute gefunden hat

Zitat:
Denn Lernen durch Versuch und Irrtum kann hier sehr ungemütlich werden…


das ist richtig...deshalb erstmal "trocken" eruieren....


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BeitragVerfasst: Mi 13. Nov 2013, 08:52 
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Selbstversorger

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Also, mit "meine Gruppe" ist selbstverständlich nicht "die Gruppe die ich besitze", sondern "die Gruppe zu der ich gehöre" gemeint. Man sagt ja auch "mein Freundeskreis", "meine Heimatstadt", "mein Fußballverein" etc., ohne Besitzansprüche anzumelden.

Zu den Kosten: Ohne einen genauen Plan kann man natürlich nicht exakt kalkulieren. Aber ein paar ha landwirtschaftlich nutzbares Land, Behausungen und Nutzgebäude drauf, ein Grundstock an Werkzeugen, Saatgut etc., ... einen 5stelligen Bereich sollte man da schon haben.

Und zum Thema "trocken" lernen: Sicher kann (und sollte) man sich vorher Gedanken machen und einiges anlesen. Aber von Theorie zu Praxis ist es ein großer Schritt, zur guten Beherrschung noch ein größerer.
Nicht umsonst wird ja Handwerk nicht in Theoriebüchern, sondern praktisch weitergegeben. Und einmal ausgelernt ist man noch längst nicht in der Lage einen eigenen Betrieb zu stemmen.

Wenn ein Hobbygärtner also in seinem Schrebergarten etwas herumexperimentiert, gut und schön. Da hat er ja auch Zeit und Muße, ohne Druck aus seinen Fehlern zu lernen.
Eine Gruppe von Leuten aber, die ohne landwirtschaftlichen Backround oder entsprechende Ausbildung einen Bauernhof schmeißen wollen? Da sehe ich schwarz, bzw. man kann nur hoffen, dass dann reichlich Rücklagen für die ersten Jahre vorhanden sind.


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BeitragVerfasst: Mi 13. Nov 2013, 09:47 
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Tunnelmensch
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Reinsch hat geschrieben:
Also, mit "meine Gruppe" ist selbstverständlich nicht "die Gruppe die ich besitze", sondern "die Gruppe zu der ich gehöre" gemeint. Man sagt ja auch "mein Freundeskreis", "meine Heimatstadt", "mein Fußballverein" etc., ohne Besitzansprüche anzumelden.
.


dann war die formulierung

Zitat:
- Und wohl das Wichtigste: Wie koordiniere ich meine Gruppe, dass der Hof läuft, ohne dass sich die Mitglieder als „Leibeigene“ fühlen? .


unglücklich gewählt

den dein fussballverein oder andere "deine" werden sich kaum als deine "leibeigene fühlen"..das gibt es nur wenn einer der boss ist und die anderen folgen.

mit "trocken üben" war gemeint, gemeinsame vorstellungen über das vorgehen auf einem nenner zu bringen und nicht ein "My Little Farmies" beim stammtisch


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BeitragVerfasst: Mi 13. Nov 2013, 12:32 
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Tunnelmensch
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Reinsch hat geschrieben:
- Welche Gerätschaften und Räumlichkeiten brauche ich dazu? Mit Hacke und Spaten kommt man bei einigen ha nicht mehr sinnig voran, große Landmaschinen dürften das Budget sprengen.


es gibt auch das kabel-pflügen, kabel-säen das ist preiswert und relativ einfach.

:lol:

http://www.youtube.com/watch?v=IqfKQ3liPmE

http://www.youtube.com/watch?v=Wozp2IY7iXA

http://www.youtube.com/watch?v=Fde26yylTlY

eine diesel-rüttelplatte mit hatz diesel umbauen, dann kann man es mit ölbafall von einer frittenbude/restaurant betreiben

aber es geht auch pfluglos...alle paar jahre einen tiefengrubber anmieten...reicht vollkommen..und es wird pfluglos (no tillage) bestellt.


auch was praktisches..

http://www.youtube.com/watch?v=oEep7YD6MWQ


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BeitragVerfasst: So 17. Nov 2013, 02:39 
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Tourist

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Hallo Phillip,

also Ihr wollt sowas gründen? Da stellt sich mir die Frage, welche Kenntnisse habt Ihr auf diesem Gebiet? Vor allem landwirtschaftliche. Hattest Du jemals eine Hacke in der Hand oder weißt Du, wie und wann man die entsprechenden Ackerfrüchte anbaut?

Wenn Du das mit Ja beantworten kannst, hast du genügend Kapital, um Dir das benötigte Land zu besorgen und die ersten Jahre überstehen zu können?

Ich will jetzt nicht negativ klingen, aber Vater Staat legt einem da auch noch ein paar Fallstricke aus, z.B. die Krankenkassenpflicht... Von was zahlst Du das am Anfang.

Ich will sowas auch schon lange durchziehen und es scheitert nicht an den landwirtschaftlichen Kenntnissen, sondern immer an den anderen Kosten, wie Land und Nebenkosten...


Gruß Uli


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BeitragVerfasst: So 17. Nov 2013, 11:35 
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Tunnelmensch
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Registriert: So 9. Sep 2012, 17:45
Beiträge: 5965
Wohnort: NRW
Threepwood hat geschrieben:
Hallo Phillip,

also Ihr wollt sowas gründen? Da stellt sich mir die Frage, welche Kenntnisse habt Ihr auf diesem Gebiet? Vor allem landwirtschaftliche. Hattest Du jemals eine Hacke in der Hand oder weißt Du, wie und wann man die entsprechenden Ackerfrüchte anbaut?


bin zwar nicht phillip
aber glaube mir landwirtschaft ist keine Philosophie.

Zitat:
Wenn Du das mit Ja beantworten kannst, hast du genügend Kapital, um Dir das benötigte Land zu besorgen und die ersten Jahre überstehen zu können?


der preis hängt von der gegend ab.... weit vom schuss ob hier oder im ausland ist ständig relativ preiswertes zu haben, klar ohne geld geht es nicht. will man was einigermaßen ordentliches muss man schon alleine oder gemeinsam ca 50.000 aufbringen können.

Zitat:
Ich will jetzt nicht negativ klingen, aber Vater Staat legt einem da auch noch ein paar Fallstricke aus, z.B. die Krankenkassenpflicht... Von was zahlst Du das am Anfang.


das ist absolut richtig....ließe sich aber über eine midi-job lösung relativ einfach lösen.

Zitat:
Ich will sowas auch schon lange durchziehen und es scheitert nicht an den landwirtschaftlichen Kenntnissen, sondern immer an den anderen Kosten, wie Land und Nebenkosten...


wenn man nicht genügend kapital alleine hat, muss man sich halt zusammentun


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BeitragVerfasst: Mo 18. Nov 2013, 22:35 
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Backpacker

Registriert: Di 8. Okt 2013, 15:35
Beiträge: 17
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Hallo Leute,

es hat sich hier so Einiges getan seit unserem letzten Post – viel konstruktive Kritik, viel Ermutigendes. Im Folgenden wollen wir einige Punkte aufgreifen und unsere Gedanken dazu erläutern.

Vorab sei aber betont: wir sind uns bewusst, dass wir noch einiges an Erfahrungen im Garten, im Organisatorischen, sowie Ahnung von der Bürokratie und einiges an Kapital brauchen usw.
Aus genau diesem Grund stellen wir euch unser Vorhaben vor – damit es Zeit hat zu reifen; durch Erfahrungen und durch ein gemeinsames Wirken in der Gruppe.
Wir wollen nicht einfach loslegen, sondern bereit sein und dann erste Schritte wagen.

Diese sind natürlich nicht sofort 100%ig selbstversorgend. Vielmehr ist es ein Prozess, der nach und nach erst zu dem ‚freien‘ Leben führen kann, das wir uns vorstellen.



Kosten
Wir wissen natürlich, dass wir den Start, sowie auch das weitere Leben, nicht ohne Geld angehen können. Auch in den ersten Jahren werden wir ohne Jenes nicht auskommen. Langfristig gesehen müssen wir eh immer wieder Geld in die Hand nehmen, um z.B. Salz, Mehl, Zucker, Saatgut, Ersatzteile etc. zu kaufen. Auch wenn wir dem Geld gerne „Lebe wohl!“ sagen würden, ist es wohl nicht möglich, da wir dieser Gesellschaft erhalten bleiben wollen. So wird es auch hoffentlich dann so sein, dass wir durch das Projekt Geld erwirtschaften. Sei es durch eine Art Kinderbetreuung, ein eigener Laden, in dem wir unsere selbst hergestellten Lebensmittel, Kleidungsstücke, oder was auch immer wir uns dann überlegen, verkaufen. Die Menge des Geldes, das uns am Anfang zur Verfügung steht, ist von den mitmachenden Menschen abhängig. Alles andere wird auf diese Grundlage aufgebaut. Anders geht es halt einfach nicht.


Wissen
Theoretisches Wissen kann man sich in diversen sehr hilfreichen Büchern anlesen. Für die Praxis ist ein eigener (Gemeinschafts-)Garten zwingend notwendig. Je mehr Leute dazu kommen, desto größer natürlich der Erfahrungsschatz.


Benötigte Fläche
Die benötigte Fläche ist meiner Meinung nach das kleinste Problem. Es gibt viele Eckdaten, mit denen man das ausrechnen kann. Durch den Aufbau einer Permakultur fällt einerseits die Anschaffung von großen Gerätschaften von vorn herein raus und die Erträge/m² sind deutlich höher als bei üblicher Landwirtschaft. So ist es möglich, pro Person gesprochen, die Fläche im Verhältnis zur gewöhnlichen Landwirtschaft relativ gering zu halten, da mit Zwischensaaten und anderen Möglichkeiten der optimalen Bewirtschaftung gearbeitet wird.


Was baue ich an
Die Frage „Was baue ich an“ beantwortet sich ja eigentlich schon fast von alleine. Alles was hier wächst und was man anbauen möchte.


Ganzjährige Versorgung
Um auch im Winter ausreichend Nahrung zur Verfüg zu haben, ist es unumgänglich, die Kunst des Konservierens, sowie das richtige Einlagern von Obst und Gemüse zu beherrschen. Die einzuplanende Menge ist eher das Problem. Allerdings, lässt sich das auch wieder berechnen.
Gerätschaften
Die zu Verfügung stehenden Gerätschaften sind eigentlich sehr übersichtlich. Und wenn man diese regelmäßig Pflegt und gut repariert, ist es auch kein großer Kostenaufwand.


Koordination der Gruppe
Wie schon bereits erwähnt, soll es ein Gemeinschaftsprojekt werden, bei dem im Konsens entschieden wird. Die genauen Strukturen ergeben sich hierdurch. Hierzu gibt es auch hilfreiche Beratungsmöglichkeiten und Seminare.


Bestehende Gruppe
Genaueres dazu haben wir in unserem letzten Post schon erwähnt. Ausserdem befürchten wir, dass das zeitweilige Leben in einem bestehenden Projekt so starke Bindungen entstehen lässt, dass wir unser ursprüngliches Vorhaben aus den Augen verlieren.



Unser nächster Schritt sollte jetzt erst einmal sein, Menschen zu finden, die sich vorstellen können ein solch langfristiges Projekt anzugehen.


So, lasst hören, was ihr davon haltet!:wink:


Liebe Grüße,

Philipp & Nadine
πᶜᵉ


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