Alles was in keinen eigenen Bereich passt
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Wohn-Hütte in Holz-Ständer Bauweise!?

Do 15. Jun 2017, 23:39

Servus,

ich möchte demnächst eine kleine Wohnhütte (ca 20m2) in Holz-Ständer Bauweise bauen. Heizen möchte ich mit einem Ofen. Hab hier mal eine Zeichnung gemacht wie ich mir das vorstelle. Nun zu meinen Fragen, die dick sollte ich die Dämmung wählen? (Ungarn, milderes Klima als Deutschland) Und sollte ich eine Dampfsperre einbauen, wenn ja wo? Beim Boden, sollte ich da auf der Außenseite auch echt-holz nehmen oder einfach eine Folie/Plane ect?

Bild

Do 15. Jun 2017, 23:39

Fr 16. Jun 2017, 00:28

Ein Blockhaus waere nicht moeglich?

Fr 16. Jun 2017, 00:41

Wäre denke ich mal um einiges Teurer, und das bauen muss man können, bauen lassen kann niemand bezahlen. Ich kann es leider nicht.
Aber Geiler wäre es zu 100% ;)

Fr 16. Jun 2017, 01:16

Ich musste mich selbst erst belesen. Dein Bild kann ich nicht vergrößern. Was nimmst du als Wand und welches Dämmmaterial?
Zuletzt geändert von Megalitiker am Fr 16. Jun 2017, 07:34, insgesamt 1-mal geändert.

Fr 16. Jun 2017, 01:42

Außenwand echt-holz Bretter
Dämmung Steinwolle
Innenwand OSB Platte

Re: Wohn-Hütte in Holz-Ständer Bauweise!?

Fr 16. Jun 2017, 05:16

...Nun zu Deinen Fragen...

Endlich! Ein Thema wo ich wirklich weiss worueber ich spreche...

Waermedaemmung - da uebersehen Manche, dass die auch vor Hitze von aussen schuetzt. Drum empfehle ich, sie so dick wie machbar zu machen. Wand-Dicke ist auch gut fuer die Statik: Es steift die Wand aus. Die Einschraenkungen die mir hier einfallen -
- Gewicht. Sehr dick ist schwer und koennte vielleicht nicht mehr gehandhabt werden.
- Grosse Abmessungen von Balken u.s.w. sind vielleicht nicht zu bekommen, oder preislich nicht machbar oder interessant.
Material - kannst Du Stroh und Lehm in Betracht ziehen?
Die Isolierung mit Steinwolle (oder Glaswolle) wirkt recht befriedigend bei etwa 100mm Dicke (4 Zoll). Mehr wirkt mehr.
Wenn es Dir ideologisch keine Zahnschmerzen macht, kannst Du auch an Styropor denken - das liegt als Verpackungsmaterial oft kostenlos bei Haendlern herum und laesst sich einfach bearbeiten.

Dampfsperre - macht Sinn wenn man Kondenswasser durch Temperaturunterschiede auf beiden Seiten erwartet, die Schaden am Bau verursachen koennen. Oder lediglich am Boden, damit Feuchtigkeit nicht hoch kriecht.
Am Boden: wenn Regen aussen abtropfen kann, und die (hoelzerne) Konstruktion nicht dauerhaft feucht ist, ist es nicht zwingend notwendig. Schadet aber auch nicht. Steht der Bau auf einer z.B. Betonplatte, kann man die Waende auch etwas ueberstehen lassen. Fein wird es, wenn der Bau auf Stelzen steht. Stelzen koennen auch kurz sein, und /oder aus Stahl sein der in einen Zementblock im Boden eingelassen ist. So haben wir neulich ein paar Strand-Huetten gebaut.
An der Wand: Die gehoert dann auf die waermere Seite.
Niedergeschlagene Feuchtigkeit muss eine Chance haben, sich zu entfernen. Staut sie sich (in einer Holzkonstruktion) an, kannst Du genauso gut Termiten einladen.
Dampfsperre aus Alu z.B. hilft auch, Waerme-STRAHLUNG zu dirigieren.
Der spaeter unzugaengliche Teil der Wand sollte (meine Meinung) gegen Verfall behandelt werden. Das kann Oel sein, oder ein Anstrich. Deine OSB braucht das allerdings nicht.
Deine Bauweise wird ein gewisses Rahmenwerk brauchen. Da kann man ueberlegen wie man Waermebruecken vermeidet.

Du hast nichts von Fenstern, Tueren, Fussboden, Decke, Ventilation und Dach gesagt.
Da gibt es ebenfalls viele 'Fehler' die man machen kann.

Aber hier ging es erst mal um die Waende. Richtig?

BildBild

Fr 16. Jun 2017, 07:03

Danke Andreas, da scheint jemand Ahnung zu haben.
Ich möchte sehr viele Fenster einbauen, Licht Durchfluss und wann immer es geht Fenster offen und frische Luft.
Dach dachte ich an Dachpappe oder vielleicht lassen sich alte Ziegel auftreiben. Wie dick müsste ein Stroh Lehm gemisch sein um ne Gute Isolierung zu bekommen? Ja das Haus soll auf kurzen stelzen stehen, da ich kein großartiges Fundament Gießen kann und will. Hast du die Bilder dort gemacht? Kannst du sowas entwerfen???

Fr 16. Jun 2017, 07:41

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Ungarn milder als Deutschland...na ja...von wegen... im winter kann es brutal werden...wenn der wind aus der russischen tiefebene kommt....-20°C oder schneeverwehungen haushoch....auch wenn nicht mehr so oft wie früher....


und was deine wand angeht

wénn der taupunkt genau in der wärmedämmung liegt...wird dein haus ziemlich schnell unbewohnbar werden

http://www.bauwissen-online.de/Bilder/Auss_Bauphysi.gif

willst du auf stelzen bauen......dann mach dir ein haus aus strohballen

http://viszavzsodor.blogspot.de/2012/10 ... kezes.html

http://sokszinuvidek.24.hu/kertunk-port ... kofaluban/

http://sokszinuvidek.24.hu/app/uploads/ ... szocom.jpg

http://www.joterv.hu/2014/10/18/fenntar ... o-falazat/

Fr 16. Jun 2017, 08:39

Stevie hat geschrieben:...Hast du die Bilder dort gemacht? Kannst du sowas entwerfen???


Emm - ich war der verantwortliche Konstrukteur. Die Bilder sind von mir.
Klar. Helfe Dir da gerne auch weiterhin.

Vielleicht ist es gut, das im thread zu machen:
Ein (1) Hirn hat eine (1) Idee - viele Hirne haben viele Ideen...

Mit dem Stroh -- da muesste ich mal einen "Waermeleitkoeffizienten" suchen. Vielleicht geht's auch weniger wissenschaftlich, falls hier jemand einen eigenen Erfahrungswert fuer die Dicke nennen kann.

Zu Silvi's Klimabeurteilung: Da kann man sicher von der Nachbarschaft vor Ort ein paar genaue Daten erfragen.

Haus auf Stroh: Das Haus koennte nach kurzer Zeit verbiegen. Aber einen Zwischenraum zur Erde mit Stroh aufzufuellen halte ich im Grundsatz fuer eine gute Idee. Man koennte sich da etwas weitere Gedanken ueber Maeuse und Faeule machen?

Fundament: Bei Deiner Hausgroesse wird da nicht viel noetig sein. Stell' es Dir wie ein paar verbuddelte Zementkloetze vor.

Dach und Fenster sollten noch etwas weiter bedacht werden.

Fr 16. Jun 2017, 08:49

Andreas hat geschrieben:Haus auf Stroh: Das Haus koennte nach kurzer Zeit verbiegen.



ach...da bist du aber nicht up to date :wink:

es wird ja meistens in ständerbausweise gemacht..was soll sich das verbiegen

selbst in tragender bausweise funzt es

http://fasba.de/projekte/

http://www.unserstrohhaus.at/strohbau-i ... ional.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Strohballenbau

http://ziehmitdemwind.bboard.de/board/f ... -1235.html

.

Fr 16. Jun 2017, 09:04

Oh. Hier ging es schnell:

Bild

Der Koeefizient fuer Strohwaende ist im Durchschnit 0.05
fuer Steinwolle ................................................... 0.02

Also isoliert Stroh von 25 cm Staerke genauso viel wie Steinwolle von 10 cm Staerke.
Jetzt muss man nur noch Aufwand, Preis und Neigungen beurteilen und eine Entscheidung treffen.

Fr 16. Jun 2017, 09:14

silvi73 hat geschrieben:...nicht up to date :wink:


Stimmt beinahe. Ich war davon ausgegangen, dass Stroh 'einfach so' benutzt wird und das Haus drauf ruht. Mein Fehler; bei der Wortwahl.

Fr 16. Jun 2017, 11:32

Nein Stroh ist mir zu aufwendig, brauche ich mehr Holz für die Konstruktion. Ich denke 10 cm Steinwolle passen hier ganz gut. In der Region wo ich bin sind die Winter mild.

Andreas, könntest du mir was entwerfen? Ich sag mal 4x5 Meter. Die eine 5 Meter Seite mit viel Glas Flächen. Innen alles offen, unten ein großer Raum, oben eine Schlaf Etage, auf ca der halben Fläche, auch offen mit Blick nach unten und Fenstern 😀

Fr 16. Jun 2017, 13:29

Hi.

Bauschaum es doch einfach. Man muss so viel beachten und kann viel falsch machen, das weiß man aber erst hinterher.
Dann baust du noch mal richtig und nutzt das alte als Werkstatt.

Von Polystyrol und Dampfsperre würde ich erst mal abraten, da kann man viel falsch machen und dann hast du ein nasses Haus.

Holz, Stroh und Lehm sind die natürlichsten Rohstoffe die man meist vor Ort bekommt und sind feuchtigkeitsregulierend.

Fr 16. Jun 2017, 14:08

Ja stimmt, Polystyrol kommt auf gar keinen fall in frage. Steinwolle lässt sich halt super easy und schnell verarbeiten.
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