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BeitragVerfasst: Fr 11. Feb 2022, 15:38 
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Weltreisender
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"Nach einer Schätzung der Welternährungsorganisation FAO ist die Vielfalt der Kulturpflanzen während des letzten Jahrhunderts um 75% zurückgegangen. Auf der Roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutzpflanzen in Deutschland stehen neben zahlreichen Arten auch über 100 regionale Weizensorten. Doch gerade in solchen alten, robusten Sorten steckt großes Potential. Sie können zur Züchtung von zukunftsfähigen Pflanzen genutzt werden, die ohne chemische Pflanzenschutzmittel und Dünger auskommen und unter den veränderten Umweltbedingungen gedeihen können."
Quellenauszug: https://www.spielberger.de/de/esgehtuma ... t-haltung/
"Saatgut in der Hand von Konzernen
Nur drei Konzerne beherrschen derzeit über 60% des Marktes an kommerziellem Saatgut. Dabei kam die Idee, mit Samen große Geschäfte zu machen erst in den letzten Jahrzehnten auf. Früher war es üblich, dass Landwirt:innen und Gärtner:innen einfach aus ihrer Ernte Samen für das nächste Jahr behielten. Sie tauschten hin und wieder mit anderen das Saatgut und waren unabhängig. Für Konzerne sind solche Kreisläufe aber uninteressant, denn wer nur einmal Samen kauft, bringt ihnen kein Geld ein. Deshalb setzen sie auf Hybridsorten, die nicht wieder ausgesät werden können und Patente, die ihnen das alleinige Verfügungsrecht über das Saatgut sichern. Das ist beispielsweise bei gentechnisch veränderten Pflanzen der Fall..."(Zitat-Ende)
--------------------------------------------------------------------------------
Es macht echt Sinn und ist auch wirklich notwendig,dem was entgegenzusetzen! :!:
Ich habe hier mal den Link zur Bremer Stadtbibliothek eingefügt,welche seit 2021 auch Saatgut "verleiht".Ein echt tolles Beispiel!
https://stabi-hb.de/news/jetzt-saatgut- ... azIN-KqErY


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Fr 11. Feb 2022, 15:38 


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BeitragVerfasst: Fr 11. Feb 2022, 16:41 
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Danke für den beitrag.
Ich bin auch verweigerer von F1 Saatgut.

Wir hatten hier auch mal eine saatgutbörse vor ein paar Jahren wie es in anderen Foren auch gibt.

Meine topinambur stammen noch von stevo, Gruß geht raus.

Mfg

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Was wir in dieser Welt brauchen sind ein paar Verrückte mehr, denn seht wohin uns die Normalen gebracht haben. "George Bernard Shaw"
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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 08:53 
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Zitat:
. Früher war es üblich, dass Landwirt:innen und Gärtner:innen einfach aus ihrer Ernte Samen für das nächste Jahr behielten. Sie tauschten hin und wieder mit anderen das Saatgut und waren unabhängig.

Wer hindert die Bauern eigentlich, das auch heute noch zu tun?

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 10:11 
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https://www.derstandard.de/story/200013 ... en-koennte

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 10:38 
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Tunnelmensch
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Megalitiker hat geschrieben:
Zitat:
. Früher war es üblich, dass Landwirt:innen und Gärtner:innen einfach aus ihrer Ernte Samen für das nächste Jahr behielten. Sie tauschten hin und wieder mit anderen das Saatgut und waren unabhängig.

Wer hindert die Bauern eigentlich, das auch heute noch zu tun?


die wirtschaftlichkeit.
hohe vorhersehbare erträge.
das saatgut, sollte gegen allen möglichen pestiziden reistent sein.
wenn möglich nur noch säen und ernten.
1 to weizen kostet aktuell 265 euro, und ertrag ca. 6,5-7,5-8,5 tonnen/ha.
ca 2000 euro einnahmen stehen gegen 1300 euro ausgaben....pro ha konventioneller anbau

und das gilt für alle kulturen....man kann nicht eine armee von leuten mit der hacke in die felder schicken....sonst geht man augenblicklich pleite (ohne chemie und züchtungen geht es nicht) .... es sei man steigert massiv die preise....wenn 1 brot dann 5 euro kostet und milch auch 5 euro....

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Mit dem Bewusstwerden der eigenen Sterblichkeit steigt die Wertschätzung der eigenen Lebenszeit.
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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 12:57 
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Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo
das geht schon noch,
aber die Betriebe dürfen nicht zu gross sein
und müssen mehrere Standbeine haben

letztes Jahr hab ich bei jemand gearbeitet,
der gewinnt sein komplettes Saatgut selbst,
hat viel Gemüseanbau (mit fast nur eigenem Saatgut) und nur etwas Urgetreide,
Mutterkuhhaltung
Eierverkauf von freilaufenden Hühnern,
und macht Brennesselsalz (Brennesseln sind gratis und hat er in Massen), das bringt mit nur etwas Kosten fürs Salz und Gläschen so etwa 5000 Euro pro Jahr netto,
verkauft sonst noch Kürbiskerne, Marmelade, Obst im Hofladen

etwas Kalbfleisch
----------------------------------------
es ist nur fatal wenn Kleinbetriebe versuchen zu gleichen Konditionen mit den Grossbetrieben mitzuhalten, das ist bullshit
leider versuchen das immer noch zu viele hierzulande und malochen sich kaputt

aber wenn wer genau schaut was da ist und was mensch damit machen kann ohne immensen Aufwand, dann geht da einiges :daumen

es gibt auch Kleinbetriebe, die Saatgut vermehren für bio-Saatgutanbieter,
die werden nicht steinreich, aber es ist ehrliche und hilfreiche Arbeit


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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 13:04 
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strega hat geschrieben:
das geht schon noch,
aber die Betriebe dürfen nicht zu gross sein
und müssen mehrere Standbeine haben

letztes Jahr hab ich bei jemand gearbeitet,
der gewinnt sein komplettes Saatgut selbst,
hat viel Gemüseanbau (mit fast nur eigenem Saatgut) und nur etwas Urgetreide,
Mutterkuhhaltung
Eierverkauf von freilaufenden Hühnern,
und macht Brennesselsalz (Brennesseln sind gratis und hat er in Massen), das bringt mit nur etwas Kosten fürs Salz und Gläschen so etwa 5000 Euro pro Jahr netto,
verkauft sonst noch Kürbiskerne, Marmelade, Obst im Hofladen

es ist nur fatal wenn Kleinbetriebe versuchen zu gleichen Konditionen mit den Grossbetrieben mitzuhalten, das ist bullshit
aber wenn wer genau schaut was da ist und was mensch damit machen kann ohne immensen Aufwand, dann geht da einiges :daumen


das ist nur eine nische
damit kann man nicht milliarden bei niedrigen preisen ernähren
wenn 1kg schwein 1,54 euro kostet und für 1kg braucht man 4 kg getreide

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 14:07 
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ach, Schwein muss niemand wirklich dringend essen, ist eh super ungesund
Lupinen tuns auch und Insekten, Nüsse und Linsen und Wildkräuter

die westliche Welt is eh völlig überfressen und unsere Standards anzulegen für täglichen Fleischkonsum morgens mittags und abends für den Rest der Welt seh ich als total daneben.......
aber das tut die Lobby der Massentierhaltung und will uns weismachen dass die Weltbevölkerung ohne ihre armen vergifteten Schweine nicht überleben kann.....


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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 15:41 
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Von dem Bericht hat sich auch bei uns in der nähe inspirieren lassen.

https://www.freiepresse.de/erzgebirge/stollberg/hobbygaertnerin-bietet-in-ihrer-bibliothek-bald-auch-saatgut-an-artikel11994646

Gibt wohl einen Fernsehbeitrag aus Lüneburg irgendwo dazu.

Mfg

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 17:10 
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Okay, also forcieren es die Landwirte selber. Was will man da machen?

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 17:33 
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strega hat geschrieben:
ach, Schwein muss niemand wirklich dringend essen, ist eh super ungesund
Lupinen tuns auch und Insekten, Nüsse und Linsen und Wildkräuter

die westliche Welt is eh völlig überfressen und unsere Standards anzulegen für täglichen Fleischkonsum morgens mittags und abends für den Rest der Welt seh ich als total daneben.......
aber das tut die Lobby der Massentierhaltung und will uns weismachen dass die Weltbevölkerung ohne ihre armen vergifteten Schweine nicht überleben kann.....



es ist so wie es ist
politik wird von mehrheiten gemacht

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 18:47 
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Megalitiker hat geschrieben:
Okay, also forcieren es die Landwirte selber. Was will man da machen?

Nein eher die konzerne die die Preise vorgeben und dem Verbraucher billiges essen anbieten, diese ann den Köder schlucken.
Kein Mensch kauft teures essen wenn er die Möglichkeit hat es günstiger zu bekommen.

Tierwohl, umweltschäden und realpreise werden einfach versteckt und der Kunde kauft die Katze im sack.

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 21:36 
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also mal zurück Richtung Thema.....

ich denk die Rettung der alten Sorten und samenfestes Saatgut muss wohl von den privaten Kleingärtnern kommen
wenn die Haupterwerbsbauern zu sehr in Abhängigkeiten von den Grosskonzernen verstrickt sind

tauschen kannste immer wennde nicht gezwungen bist zu verkaufen und davon zu leben


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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 22:24 
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Ja denke auch das die alten Sorten durch gartenrebellen am Leben gehalten werden können.

Mfg

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BeitragVerfasst: Mi 16. Feb 2022, 22:40 
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Tunnelmensch
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Aber nur im Kleinformat und nicht in der Lebensmittelerzeugung.

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