Es reicht!
Dr. Alexandra "was weiß ich", hat im Ratskeller in Lychow einen Vortrag gehalten, ueber den Birnengitterrost im Wendland. Fazit: Die deutsche Birne ist nicht mehr zu retten.
Hab Gurgel rauf und runter gefuettert, aber finde das nicht wieder.
Erster Schock, die Wacholderarten lassen sich nicht verbieten. Aha! Alles was den Grosskonzernen nuetzt,kann durchgesetzt werden. Bauern duerfen nicht ihr eigenes Saatgut verwenden, GEZ, Wasseranschluss usw., aber den Verkauf von chinesischem Wacholder kann man nicht verbieten!
Was sind das ueberhaupt fuer Menschen die sich das in den Garten setzen? Bestimmt jene die peinlichst darauf achten dass das Gras nicht laenger als einen Zentimeter waechst und die nicht mal ne 🍅staude im Garten haben.
Bei aller Freiheitsliebe, hier halte ich es mit Mr. Spock: Die Bedürfnisse vieler gehen ueber die Bedürfnisse weniger!
Zweiter Schock, es gibt kein Fungizid fuer Privatleute. Okay, das hat man mir auf dem Baumarkt auch gesagt. In der Baumschule hab ich es bekommen.
Was ist nun? Hat die Baumschule unrecht gehandelt? Sollte ich mein Gift hueten wie die Bundeslade? Vorräte anlegen?
Was meint ihr zur Thematik?
Megalitiker hat geschrieben:den Verkauf von chinesischem Wacholder kann man nicht verbieten!
Klar kann man das, wenn die Leute in den entsprechenden Positionen es wollen würden. Das "kann nicht" ist ja eine beliebte Ausreden wie das gegenseitige Zuschieben von Zuständigkeiten bei Unlust.
Richtig Frog, ich habe aufgezaehlt was sich das deutsche Wahlschaf alles gefallen lässt. Das Verkaufsverbot fuer diesen Wacholder wuerde keinen jucken und auch die Vernichtung im Garten sollte jeder einsehen, wenn er ueber die Zusammenhänge aufgeklaert ist.
Wie ich im anderem Thread schon schrieb, ist da jemand sehr am Importgeschäft interessiert. Waere ja noch schöner, Birnen aus der Heimat.
Ich kenne zum Glück 🍀 einige nichtbefallene Baeume und mal sehen 👀 was das Funkelzid im Garten bewirkt.
Seht ihr, nicht mal ihr wisst es. Aber dazu sind solche Foren da. Was mir schon alles geholfen wurde.
Bis vor 4 Jahren als ich noch in Hamburg lebte, kannte ich nicht mal den Birnengitterrost. Der Wacholder ist der Wirt der Sporen, bis sie auf die Birnen gehen. Der uebertragungsweg funzt ueber viele Km durch die Luft.
In der DDR kannten wir den Gitterrost nicht. Globalisierung ist eben nicht unbedingt toll.
Prinzipell doofe Sache, das mit dem Wirtswechsel.
Aber andersherum können die Leute behaupten, mach deinen Birnbaum weg, dann wird mein Wacholder nicht befallen (auch wenn er da keinen Schaden macht).
Robuste Birnensorten vertragen den besser, bzw ältere Bäume können den auch ab.
Keine Ahnung ob der Wacholder befallen wird, aber auf solche Dreistigkeit habe ich folgendes zu sagen: Nenne mir a)den Nutzwert des Wacholders und b)ist er ein Neophyt! Plaedoyer abgeschlossen! Wer die "Gute Luise" kennt, braucht keinen chinesischen Wacholder.
Letztes stimmt sicher aber auch alte Baeume koennen befallen werden. Leider fange ich grad mit Jungbaeumen an. Bin ja gespannt. Bis jetzt sind die Blaetter noch sauber. Werde den Spritzvorgang schnellsten wiederholen.
Merkwürdig, die Williams Christ hat geblüht wie verrückt und die Conference, ausgerechnet der Befruchter fuer die Luise, hatte eine einzige Bluehtendolde.