Aussteiger und Selbstversorger Forum

Für Träumer und Realisten.
Aktuelle Zeit: Do 13. Mai 2021, 09:25

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 56 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Kartoffeln anbauen auf ca. 40qm
BeitragVerfasst: Mo 7. Mär 2016, 18:37 
Offline
Backpacker

Registriert: Di 16. Feb 2016, 13:39
Beiträge: 55
Hallo zusammen,

ich möchte dieses Jahr das erste mal Kartoffeln anpflanzen.
Platz habe ich ca. 40qm.
Ich werde mit einer vier Felder wirtschaft arbeiten, jeweils ca. 40qm.

Dieses Jahr werde ich vermutlich 4 verschiedene Sorten probieren.
1x mehlige Spätsorte: Talent
1x festkochende SehrFrüh-Früh: Amandine
2x vorw. fest. Sehr Früh: Frieslander, Colleen

Edit:
1x mehlige späte: Talent, 150 Tage zum Reifen
1x festkochende mittelfrühe: Linzer Delikatesse, 130-150 Tage
1x vorwi. festkochende sehr frühe: Altesse, 110-130 Tage
1x festkochende sehr frühe: Leyla, 90-110 Tage

In der Hoffnung, immer genug Kartoffeln zu haben


Bei der Spätsorte hoffe ich auf gute Lagerfähigkeit.
Die anderen Sorten sind hauptsächlich zum Probieren und könnten evtl. im nächsten Jahr variieren, solange bis ich meine Sorten des begehrens gefunden habe.

Soweit mein Plan.

Meine Fragen:

Wäre es sinnvoller 2 Spätsorten (festkochend und mehlig)
Und 2 früh Sorten (festk. und mehlig) zu nehmen?
Ist vermutlich Geschmackssache - ich denke, ich möchte gerne zu jeder Zeit die Wahl haben.
Was meint Ihr?


Habt Ihr schon Kartoffeln selber angepflanzt und gelagert und selber vermehrt?
Die Preise sind ja relativ hoch, da überlege ich mir doch glatt 2x ob ich alle verschieden Kartoffeln ausprobiere :O


Zuletzt geändert von Yappu am Mi 9. Mär 2016, 13:01, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Mo 7. Mär 2016, 18:37 


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Kartoffeln anbauen auf ca. 40qm
BeitragVerfasst: Mo 7. Mär 2016, 19:15 
Offline
Backpacker
Benutzeravatar

Registriert: So 21. Feb 2016, 17:28
Beiträge: 37
Wohnort: Mitteldeutschland
Yappu hat geschrieben:
Habt Ihr schon Kartoffeln selber angepflanzt und gelagert und selber vermehrt?


Ja. Und im Keller lagert zur Zeit noch ein Teil der letzten Ernte. Weiss gar nicht mehr, wie die 2 Sorten hiessen, sind aber beide alte Sorten, selber aus der Vorjahresernte vermehrt. *Finanziell lohnen* tut sich der Anbau mit Sichherheit nicht, dafür bekommt man Kartoffeln schon zu billig hinterher geworfen. Aber ich will halt keine "Industriekartoffel" essen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo 7. Mär 2016, 22:33 
Offline
Backpacker

Registriert: Di 16. Feb 2016, 13:39
Beiträge: 55
Das mit dem finanziell Lohnen habe ich mir auch gedacht, dass tut es sicherlich nicht.
Aber es geht ja darum, dass man sich eigenständig versorgen kann.
Dann ist es letzten Endes egal, wie teuer der Anschaffungspreis ist, solange es dann hinhaut dauerhaft davon zu profitieren.

Ich glaube ich werde nun doch eher zu
2x Früh, je 1x festk. und 1x mehlig.
2x Spät, je 1x festk. und 1x mehlig.

Und dann mal schauen ob das auf dauer klappt.


Hast du die Kartoffeln geäugelt, oder als ganzes eingepflanzt?
Gibt es dabei Unterschiede bei der Ernte?


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo 7. Mär 2016, 22:58 
Offline
Tunnelmensch
Benutzeravatar

Registriert: Di 20. Nov 2012, 05:09
Beiträge: 7128
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Zitat:
Dann ist es letzten Endes egal, wie teuer der Anschaffungspreis ist,
Der Anschaffungspreis ist zwar teurer als Speisekartoffeln, fällt aber nicht ins Gewicht da du über mehrere Jahre selber vermehren kannst und wie gesagt steht ja der Aspekt der Selbstversorgung im Vordergrund.

Was heißt äugeln? Wir stecken immer die ganze Kartoffel.

_________________
"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
"Sonne, Freiheit und eine kleine Blume muß man haben!"


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo 7. Mär 2016, 23:17 
Offline
Backpacker

Registriert: Di 16. Feb 2016, 13:39
Beiträge: 55
EIne Kartoffel kann ja mehrere Augen haben.
Man kann dann die Kartoffel in Stücke schneiden und jeweils das Auge inkl. bisl von der Kartoffel einpflanzen.

So kann man wenn es gut läuft aus einer Kartoffel > 5 Pflanzen machen.
Je nachdem wieviele Augen die Kartoffel halt hat.

Ich werde auf jeden Fall Äugeln und ganze Kartoffeln einpflanzen, damit ich den Unterschied davon sehe.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 8. Mär 2016, 09:00 
Offline
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: Di 6. Mai 2014, 20:07
Beiträge: 3291
Wohnort: Perle des Erzgebirges
Kannst das ja dieses Jahr mit 4 Soten machen und dann schauen ob dir 2 reichen.
Musst die dann auch getrennt lagern um sie nicht zu verwechseln.
Kartoffelnachzuch ist einfach, meine keimen schon im Keller und kommen bald raus auf den Acker.

Früher hat man Kartoffeln auch aus Samen gezogen, das ist wie eine Verjünungskur für die Kartoffel.
Das mit dem vermehren über Augen hab ich auch probiert, einige gehen aber ein.
Was helfen soll ist die Schnittflächen in Asche "tunken" dann faulen sie nicht so schnell.

Mfg

_________________
Was wir in dieser Welt brauchen sind ein paar Verrückte mehr, denn seht wohin uns die Normalen gebracht haben. "George Bernard Shaw"
Glaubt an morgen und pflanzt einen Baum.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 8. Mär 2016, 10:02 
Offline
Tunnelmensch
Benutzeravatar

Registriert: Di 20. Nov 2012, 05:09
Beiträge: 7128
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Zitat:
Man kann dann die Kartoffel in Stücke schneiden und jeweils das Auge inkl. bisl von der Kartoffel einpflanzen.
Ich wußte, das man Kartoffeln halbieren kann. Da hatte ich schon eine Ahnung was äugeln bedeutet.

Zitat:
Was helfen soll ist die Schnittflächen in Asche "tunken" dann faulen sie nicht so schnell.
Du darfst es nicht frisch machen. Die Schnittstellen müssen komplett getrocknet sein. Dann erübrigt sich das vielleicht auch mit der Asche.

Zitat:
Früher hat man Kartoffeln auch aus Samen gezogen, das ist wie eine Verjünungskur für die Kartoffel.

Ach so geht das. Hab mich gewundert warum man nach etlichen Jahren mal neu kaufen muss.
Ich hab mal zwiebeln angesät. Die wurden gar nicht groß. Hab die dann im nächstem Jahr als Steckzwiebeln genommen.

_________________
"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
"Sonne, Freiheit und eine kleine Blume muß man haben!"


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 8. Mär 2016, 11:08 
Offline
Backpacker
Benutzeravatar

Registriert: So 21. Feb 2016, 17:28
Beiträge: 37
Wohnort: Mitteldeutschland
Ich pflanze auch ganze Kartoffeln ein, einfach weil genug da sind...


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 8. Mär 2016, 12:22 
Offline
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: Di 6. Mai 2014, 20:07
Beiträge: 3291
Wohnort: Perle des Erzgebirges
Das mit dem Kartoffeln halbieren und dann antrocknen lassen hatte bei mir nicht geklappt. Ist an der Luft verfault und nicht getrocknet.
Grab auch ganze ein, da ich genug hab.

Megalitiker hat geschrieben:
Zitat:
Früher hat man Kartoffeln auch aus Samen gezogen, das ist wie eine Verjünungskur für die Kartoffel.

Ach so geht das. Hab mich gewundert warum man nach etlichen Jahren mal neu kaufen muss.
Ich hab mal zwiebeln angesät. Die wurden gar nicht groß. Hab die dann im nächstem Jahr als Steckzwiebeln genommen.


Ja da die Knolle ja nur eine genetische Kopie der Mutterpflanze ist. Und beim Saatgut es ein neues Kind ist.

Bei den Zwiebeln ist das normal. Aus dem Saatgut werden im ersten Jahr kleine Zwiebeln. Und aus denen werden im 2ten Jahr große Zwiebeln, die dann auch austreiben und Samen produzieren.

Brauchst also 2 Jahre um aus dem Samen wieder Samen zu bekommen.

Mfg

_________________
Was wir in dieser Welt brauchen sind ein paar Verrückte mehr, denn seht wohin uns die Normalen gebracht haben. "George Bernard Shaw"
Glaubt an morgen und pflanzt einen Baum.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 8. Mär 2016, 13:24 
Offline
Tunnelmensch
Benutzeravatar

Registriert: So 9. Sep 2012, 17:45
Beiträge: 5962
Wohnort: NRW
m0rph3us hat geschrieben:

Ja da die Knolle ja nur eine genetische Kopie der Mutterpflanze ist. Und beim Saatgut es ein neues Kind ist.



bei saatgut weiß man nie auch was rauskommt...besser oder schlechter als die mutterpflanze

aus 100 samen kommen 100 genetisch verschiedene kartoffeln raus...jede ist bisschen anders.

bei vegetativ (klon) weiß man immer was rauskommt....deshalb wird auch nie mit samen vermehrt.

_________________
Nature Doesn't Need People!
Mit dem Bewusstwerden der eigenen Sterblichkeit steigt die Wertschätzung der eigenen Lebenszeit.
http://schwarwel-karikatur.com/wp-conte ... warwel.jpg


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 8. Mär 2016, 16:09 
Offline
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: Di 6. Mai 2014, 20:07
Beiträge: 3291
Wohnort: Perle des Erzgebirges
Prinzipell richtig.

Es wird aber immer eine Kartoffel. Und ja sie hat genetische Unterschiede zur Mutterpflanze. Das ist aber auch der Sinn der Evolution, die "schwachen" werden aussortiert.

Ein Kartoffelklone schafft übern Daumen so 4Jahre, dann wird er auch anfälliger gegen Krankheiten und Schädlingen. Darum brauchen die alle paar Jahre eine Auffrischungskur.

Im Mittelalter und Nachkriegszeit wurde viel mehr mit Samen gearbeitet, da die Knollen als Nahrungsmittel gebraucht wurden.

Mfg

Ach ja auf den 40m² müsste es machbar sein 100Kg Kartoffel zu ernten. Das ist rund der Jahresbedarf für 2 Personen.

_________________
Was wir in dieser Welt brauchen sind ein paar Verrückte mehr, denn seht wohin uns die Normalen gebracht haben. "George Bernard Shaw"
Glaubt an morgen und pflanzt einen Baum.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di 8. Mär 2016, 16:45 
Offline
Tunnelmensch
Benutzeravatar

Registriert: So 9. Sep 2012, 17:45
Beiträge: 5962
Wohnort: NRW
aus samen kommt im ersten jahr aber höchstens eine "stopfkartoffel" raus...also muss man auch mehr feld haben....für beide sorten...dann hätte man aber die ganze fläche gleich mit voll-kartoffel anbauen können..

kartoffeln aus samen ist meist mist...wenig ertrag und null geschmack.

.

_________________
Nature Doesn't Need People!
Mit dem Bewusstwerden der eigenen Sterblichkeit steigt die Wertschätzung der eigenen Lebenszeit.
http://schwarwel-karikatur.com/wp-conte ... warwel.jpg


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi 9. Mär 2016, 00:32 
Offline
Guru

Registriert: Di 10. Nov 2015, 23:34
Beiträge: 1503
m0rph3us hat geschrieben:
Im Mittelalter und Nachkriegszeit wurde viel mehr mit Samen gearbeitet, da die Knollen als Nahrungsmittel gebraucht wurden.

Die berühmten Mittelaltersorten also. ;)

_________________
Minimalismus? Selbstversorgung? Lebensgemeinschaft hat zZt. Platz frei: Unten auf "www" klicken.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi 9. Mär 2016, 09:06 
Offline
Administrator
Benutzeravatar

Registriert: Di 6. Mai 2014, 20:07
Beiträge: 3291
Wohnort: Perle des Erzgebirges
Ja die Samenkartoffeln werden dann im nächsten Jahr zu Pflanzkartoffeln.
Für alle die es probieren wollen:http://www.gartenflora.de/mein-garten/gartenpraxis/obst-gemuese-kraeuter/kartoffeln-selber-aussaeen/

Werd ich bestimmt auch mal machen. So kann man seine eigenen Kartoffeln "züchten".

Mfg

_________________
Was wir in dieser Welt brauchen sind ein paar Verrückte mehr, denn seht wohin uns die Normalen gebracht haben. "George Bernard Shaw"
Glaubt an morgen und pflanzt einen Baum.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi 9. Mär 2016, 09:22 
Offline
Tunnelmensch
Benutzeravatar

Registriert: So 9. Sep 2012, 17:45
Beiträge: 5962
Wohnort: NRW
m0rph3us hat geschrieben:
wollen:[url]http://www.gartenflora.de/mein-garten/gartenpraxis/obst-gemuesJa die Samenkartoffeln werden dann im nächsten Jahr zu Pflanzkartoffeln.
Für alle die es probieren e-kraeuter/kartoffeln-selber-aussaeen/[/url]

Werd ich bestimmt auch mal machen. So kann man seine eigenen Kartoffeln "züchten".

Mfg


man braucht aber einen langen atem

wenn du 100 pflanzen hast musst du auch ein teil von jedem sprich 100x zubereiten und dann die beste aussortieren und vermehren...

_________________
Nature Doesn't Need People!
Mit dem Bewusstwerden der eigenen Sterblichkeit steigt die Wertschätzung der eigenen Lebenszeit.
http://schwarwel-karikatur.com/wp-conte ... warwel.jpg


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 56 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

0 Mitglieder


Ähnliche Beiträge

Aussteiger:Selber anbauen, Heizen, ohne Strom
Forum: Bücher, Filme und Medien
Autor: outdoorfreak
Antworten: 3
Billig an Kartoffeln kommen
Forum: Sammeln in der Natur
Autor: Peperoni
Antworten: 2
Was anbauen als Selbstversorger?
Forum: Gärtnerei & Permakultur
Autor: Megalitiker
Antworten: 46

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group



Bei iphpbb3.com bekommen Sie ein kostenloses Forum mit vielen tollen Extras
Forum kostenlos einrichten - Hot Topics - Tags
Beliebteste Themen: Erde, Bau, NES, Liebe, TV

Impressum | Datenschutz