Mal ne Frage zu Kartoffeln: Kann man jetzt noch welche pflanzen? Es soll ja winterkartoffeln geben die überwintern und dann wie frühkartoffeln im nächsten jahr geerntet werden. Mein Gedanke war ob es klappt jetzt welche zu setzen und bis ende Oktober noch kleine zu ernten? Wären noch knapp 90 Tage für kleine Kartoffeln.
Ich würde es nicht machen, das Risiko, das die im September oder Oktober erfrieren wäre mir zum groß. Auch die kalten Nachttemperaturen sind dem Wachstum nicht förderlich. Von der fehlenden Sonne gar nicht zu reden... Höchstens im großen Gewächshaus könnte es was werden, wenn Du es bei Frost etwas beheizen kannst.
Es soll ja winterkartoffeln geben die überwintern und dann wie frühkartoffeln im nächsten jahr geerntet werden.
Mfg
Die überleben zwar den Frost und treiben aus, wenn sie nicht von Wühlmäusen gefressenwerden, aber dürften dann süß schmecken. Wenn meine im Keller Frost abkriegen, ja schon bei +2°, schmecken die süß. Nicht wirklich lecker...
Der link hat mir weitergeholfen, da gibt es auch ein Video dazu wo er es gemacht hat. Funktioniert unter guten Bedingungen. Werde ich mal auf dem spinatbeet testen, hab noch ein paar kartoffeln die keimen und sonst auf dem Kompost landen.
Das mit den winterkartoffeln hab ich so verstanden das diese im Herbst in den boden kommen aber nicht austreiben. Sich dann über Winter und im Frühjahr entwickeln und ordentlich wurzeln bilden und dann mit voller Kraft früh austreiben. Ähnlich wie wintergetreide.
m0rph3us hat geschrieben: Das mit den winterkartoffeln hab ich so verstanden das diese im Herbst in den boden kommen aber nicht austreiben. Sich dann über Winter und im Frühjahr entwickeln und ordentlich wurzeln bilden und dann mit voller Kraft früh austreiben. Ähnlich wie wintergetreide.
Mfg
Ja, klar, die nicht von Mäusen gefressenen, bei der Ernte übersehenen Knollen überwintern bei mir auch und kommen dann. Aber da das Austreiben von der Bodentemp. abhängt, sind die nicht wirklich früher oder nur unerheblich. Und da die Gefahr durch Wühlmäuse aber auch Fäulnis da ist, halte ich nicht viel davon. Sinnvoller ist m.M. nach, im Frühjahr unter Folie vorgekeimte an zu bauen, die dann Mitte/Ende Juni zu ernten sind (normalerweise). Aber da die letzten beiden Frühjahre so arschkalt waren, laß ich es auch bleiben.Hab keinen Bock mehr, die ständig im April und Mai auch noch mit Stroh ab zu decken und wieder frei zu machen, weil die Folie alleine nix mehr nützt.
Hab das derzeit bei mir auch wetterangepasst. April/Mai kommen die in die Erde und August ist Ernte. Vorher ist es im Gebirge auch zu kalt bzw im Oktober ist alles schon durch.
Überlege wie ich die Kartoffel Ernte etwas erhöhen kann. Also 2 mal frühkartoffeln im Jahr anbauen auf "gleicher" Fläche oder ich muss die Fläche noch mal erhöhen.
m0rph3us hat geschrieben:Überlege wie ich die Kartoffel Ernte etwas erhöhen kann. Also 2 mal frühkartoffeln im Jahr anbauen auf "gleicher" Fläche oder ich muss die Fläche noch mal erhöhen.
Ja, entweder 2x hintereinander oder mehr Fläche. Wobei man bei beiden Vor- und Nachteile hat.
Ich hab heute den ersten Befall mit Braunfäule im Gh an den Tomaten und im Freiland an einzelnen Kartoffeln gefunden Kein Wunder, wenn im Gh nachmittags noch Wasser auf den Blättern steht von der Nacht...Bei den Kartoffeln dürfte es nicht so schlimm sein, die sind ja sowieso in 4 Wochen hinüber. Aber bei den Tomaten werden grad erst die ersten rot, da dürfte wohl in 4 Wochen, wenn eigentlich die Haupternte zu erwarten ist, nicht mehr viel leben, wenn kein Wunder passiert.
Erste tomaten werden bei mir auch rot, sollte aber noch ne weile gut gehen, da ich die bei mir mit extra Abstand und ausgeizen luftig halte. Werden aber dieses Jahr weniger als sonst, da nicht alle aufgegangen waren und die Nachzucht noch etwas hinterher hinkt. Aber das Jahr ist noch nicht rum.
Für die Kartoffeln hab ich knapp 80m2 zur Verfügung die ich aber halbieren muss das ich zumindest 1x im Wechsel mal was anderes auf dem Acker stehen habe.
Für meine selbst gewählte SV müsste ich das also langfristig verdoppeln. 50% geht noch über Fläche der Rest muss dann über mehr ernten oder passende folgekulturen gehen. Kartoffel und mais soll img wechseln gut gehen aber was geht gut vor dem mais und gut nach der Kartoffel?
m0rph3us hat geschrieben: FüFläche der Rest muss dann über mehr ernten oder passende folgekulturen gehen. Kartoffel und mais soll img wechseln gut gehen aber was geht gut vor dem mais und gut nach der Kartoffel?
Mfg
Wenn Du genug Mist ranschaffen kannst, geht beides nacheinander. Die sind da nicht empfindlich, so lange genug Power drin ist. Natürlich ist es langfristig sicher nicht gut und ein Gründung- oder Brachejahr sind wären besser. Ich weiß aber, das hier früher Futterrüben und Kartoffeln im Wechsel angebaut wurden, und das viele Jahre lang. Immer mit viel Mist und sogar Schlachtabfälle und anderes Zeug mit rein. Vielleicht mal Hafer oder Gerste dazwischen. Mais ist ja eigentlich in unseren Mittelgebirgen fehl am Platze, gabs ja früher nicht als Viehfutter. Hier wurden nur (Futter)rüben, Stroh und Kartoffeln mit bischen Hafer oder Gerste verfüttert, auch an Menschen Mais ist für mich eher Luxus, wir essen nur die Zuckermaiskolben, für echte SV mit Viehhaltung sind die Rüben sinnvoller, weil besser ans Klima angepaßt.
Versuchs mal nach Kartoffeln mit schwarzen Winterrettichen. (Bloß nicht grad dieses Jahr). Normalerweise ernte ich ja die K. so Anfang-Mitte August, danach glatt machen und gleich Winterrettiche oder Mairübchen gesät. Es gibt auch ne Kohlsorte, sowas wie Kohlrüben, weiß den Namen nicht mehr, die auch noch im Herbst wachsen. Die schwarzen, runden Rettiche werden noch ganz gut und lassen sich lange im Keller lagern. Mairübchen sind eher für Frischverzehr, halten sich aber auch ein paar Wochen im Sand im Keller. Später Spinat geht evtl. auch noch nach Kartoffeln, mit etwas Folie drüber kann man den auchz im Winter noch ernten, wenn es nicht zu kalt ist, ebenso natürlich Feldsalat, der kommt inzwischen überall verwildert, wenn ich umgegraben habe.
Power für den boden hab ich hier genug mit hasenfleisch und hühner Mist. Aber etwas Abwechslung wird gebraucht. Mais wäre halt eine Ergänzung zum hühner Futter oder selber essen.
Mairüben klingt interessant, die scheint wohl bis zum Winter noch zu werden. Ist das beim Rettich auch so oder ist der erst im Frühjahr reif?
Die Rettiche wachsen sehr schnell, wenn es noch einigermaßen warm und trocken ist. Und selbst wenn sie nicht mehr groß werden kannst Du sie einfach als Gründüngung stehen lassen, die vergammeln dann als Wurmfutter übern Winter. Ansonsten hab ich öfters nach den Kartoffeln eine sehr schnell wachsende Gründüngungsmischung, speziell für Kartoffelbeete, damit kann man die direkte Aufeinanderfolge K-K unterbrechen, die liefert Grünzeug für Kleintiere, Rettiche, die man essen kann, und viel Biomasse, die übern Winter verrottet und Stickstoff im Boden bindet. Das wäre was, wenn man wenig Fläche hat aber viel Kart. anbauen will und den Boden schonen. https://biogartenversand.de/grndngungsm ... ln/produkt