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Garten auf Balkonien für Anfänger - WAS, WIE und WANN?

So 12. Mär 2017, 13:52

Hallöchen liebe Gemeinde, :supercool:

ich habe heute die Sonne gesehen, ich hatte sie schon fast vergessen und sie erinnerte mich daran, dass ich dieses Jahr doch endlich mal damit beginnen sollte keine Blumen, sondern rechtzeitig und ertragreich das Nahrungsmittelanbauen erlernen und durchführen sollte.

Es ist jetzt Mitte März und ich habe einen großen Balkon, womit sollte ich anfangen und was lohnt sich am Meisten? Muss ich mir die teuren Samen aus dem Gartenmarkt kaufen oder kann ich irgendetwas selbst aus bestehendem Gemüse ziehen?

Betrachtet mich bitte als Neanderthaler oder ungeschliffenen Diamanten. :danke:

Liebe Grüße, Ellisdi.
Zuletzt geändert von Ellisdi am So 12. Mär 2017, 15:05, insgesamt 1-mal geändert.

So 12. Mär 2017, 13:52

So 12. Mär 2017, 14:41

na dann mal los und viel Spass :D

da geht sicher ne ganze Menge auf wenig Platz.

Spontan denk ich an Kirschtomaten und Pflücksalat, Radieschen kannste immer wieder nachsähen und in ein paar Wochen gleich ernten.

Ne Pflanze Zucchini mit ordentlich Dünger im Topf läuft auch oder Stangenbohnen, da kannste die Höhe auch gut ausnutzen. Oder Gurken am Spalier, die brauchen halt auch einiges Wasser.

Haste Sonne auf dem Balkon?

und falls du Samen kaufst, dann vielleicht genau hingucken, im Gartenmarkt gibts inzwischen jede Menge F1-Scheiss. Und die Firma Kiepenke.l, die in jedem Baumarkt massig Saatgut vertreibt, soll mit Monsanto ziemlich eng zusammenhängen... wenn du Samen kaufen solltest, dann vielleicht ein paar Cent mehr investieren in alte samenfeste Sorten, von denen kannste dann eigenes Saatgut gewinnen.

Samen aus ner Tomate ausm Supermarkt nehmen kann auch funktionieren.

So 12. Mär 2017, 15:05

Ich habe eine Menge von diesen Blumenkästen:

Bild

Die sind halt in der Mitte getrennt und haben dadurch in der Breite wenig Platz, sind die für Radieschen oder Zuccini ok?

Ja, ein Südbalkon, ganz oben mit Halbdach.

Wie hole ich denn Samen aus Radieschen raus? :oops:

Ich habe mal gesehen, dass man einfach Tomatenscheiben unter die Erde legt, oder austreibende Kartoffeln verbuttelt und die Natur den Rest von selbst erledigt.

Ich würde gerne darauf verzichten wollen, immer wieder Geld für Samen ausgeben zu müssen, da ich dadurch nicht wirklich unabhängig vom "Kaufen" werde.

Liebe Grüße, Ellidsi.

So 12. Mär 2017, 15:58

bei netto gibt es eine tüte balkon-tomate für 1,49 ...das ist eine ampeltomate..sehr pflegeleicht und ertragreich...

die erste im bild

https://src.discounto.de/pics/Angebote/ ... ng_xxl.jpg

so 1-2 pflanzen tue ich in einem schwarzen baueimer 12 L für 1 euro oder 2-3 in einem 20 liter für 1,29-1,99

https://lotex24.de/bilder/produkte/gros ... neimer.jpg


durch die farbe sind diese eimer uv stabilisiert halten 30 jahre

und brechen nicht auch wenn sie runterfallen


mit der tomate und den eimer fahre ich seit jahre gut...

im radieschen gibt es keinen samen wie es in allen wurzelgemüse keinen samen gibt...der samen kommt entwder später oder in 2-ten jahr als blume

und die scheibentomate was da rauskommt kannst glatt vergessen...

So 12. Mär 2017, 16:51

Was ist denn "bestehendes Gemüse"? Wenn du nix hast, musst du erst mal kaufen.
Samen aus einer Paprika aus dem Supermarkt geht. Preislich kommst du mit einer Samentuete aber billiger weg. Meine Habaneros stammen auch aus dem Asia-Laden. Später kannst du deine eigene Zucht machen. Wie Strega schon schrieb, drauf achten das du keine F1er Samen kaufst.
Tomi geht sicher wegen dem Samen drin. Die Frucht selber treibt natürlich nicht aus, im Gegensatz zu Kartoffel oder Knobi.
Radies wird ein Meter hoch. Eine Pflanze schenkt dir Ende des Jahres so viel Samen das es fuer ein Beet reicht.
Generell ist es jetzt fuer die Aussenaussaat zu frueh. Traditionell beginnt man nach den Eishooligans. Ich ziehe heuer aber auch etwas vor.
Wie in meinem anderem Thread beschrieben, ist jetzt die Zeit fuer alle Capsicum und danach Tomi. Im Wachstum werden die Tomis die Capsi einholen und übertrumpfen. Im Wohnzimmer, versteht sich.

So 12. Mär 2017, 18:03

Danke für die Tipps.

Brauch ich spezielle Erde für die Radieschen / Tomaten? Muss ich da was düngen? Ich fühle mich wie der erste Mensch.

So 12. Mär 2017, 18:04

In solchen Blumenkästen kannst Du Schnittsalat, Rukola, Portulak versuchen.
Radieschen und kleine, runde Sommermöhren könnten auch funktionieren.
Manche Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Dill) würden sicher auch funzen.
Für alles, was mehr Masse bringt, sind größere Behälter nötig.
Dafür mußt Du auch die Statik (Tragfähigkeit) des Balkons beachten, Erde mit Wasser wird schwer!
Paprika kommen mit 5l-Töpfen aus, für Tomaten, Gurken und Zuccini sind ab 10l-Gefäße notwendig, sonst bleiben sie mickrig.
Mit Samen würde ich für den Balkon nicht erst anfangen, es gibt mittlerweile etliche Sorten als Pflanze in der Gärtnereizu kaufen, die speziell für Kübelanbau gezüchtet wurden, sogar Kletterzuccini, die nach oben wächst, anstatt auf dem Boden entlang (die gibts allerdings wohl nur als Samen, als Pflanze habe ich sie noch nicht gesehen).
Wenn man im Mai erst mit Samen anfängt, dann braucht das Zeug ewig, bis man was ernten kann, gekaufte Pflanzen haben im Mai meistens schon Blüten oder gar die ersten Früchte (Mini-Gurken), und man kann so schon ab Juni oder Juli ernten.
Auch von im Topf gekauften Kräutern wie Thymian, Minze, Oregano, Basilikum, Salbei, Bergbohnenkraut hat man mehr, wenn man sie nicht erst im Mai aussät.
Manche sind sogar winterhart, man kann sie so in der Wohnung überwintern und hat gleich im nächsten Jahr zeitig wieder Neuaustrieb.
Allerdings vertragen manche gekauften Kräuter das Umpflanzen schlecht, besser ist es, sie nur in einen größeren Topf zu setzen und sie im Topf in den Balkonkasten zu setzen.
Um den Platz in den Kübeln besser auszunutzen kann man auch bestimmte Pflanzen kombinieren. Tomaten kann man mit Buschbohnen in einen Topf pflanzen, Dill und Gurken passen auch zusammen.
Versprich Dir aber nicht zu viel von der Balkongärtnerei, es ist alles schwieriger als im Freiland. 2 Tage Hitze und das Giesen vergessen kann eine Gurke schon killen oder bittere Früchte machen. Auch die Düngerei ist schwieriger, mit gekaufter Erde muß man Kunstdünger verwenden und nach Vorschrift regelmäßig düngen und giesen, während im Freiland oder bei selbst gemischter Erde mit Kompost und Mist die Sache schon wesentlich einfacher ist.

So 12. Mär 2017, 18:26

Gucki, so wie ich den TE verstanden habe, sind gekaufte Pflanzen nicht sein Ziel. Egal wie die Ernte ist, nichts ist schoener als eine Pflanze aus dem Samen zu ziehen.
Lsd, man sagt das man zum aussähen Maulwurfserde nehmen soll. Aber ich nehme bisher Kompost und glaube nicht dass das geschadet hat. Ueber Dünger sind alle Pflanzen dankbar. Ich nehme aber nur Kompost oder Mist. Giessen tue ich mit Regenwasser.
Du kannst auch ein paar Kuechenabfaelle direkt auf den Blumentopf werfen. Eine Wurmzucht in der Wohnung waere mir zu eklig.

So 12. Mär 2017, 19:11

Ich sammle mir also einfach die Maulwurfshügel auf der Wiese, mache diese Erde in den Blumenkasten, lege ein paar Mohrrüben und Kartoffelschalen oben drauf und hau die Radieschensamen im Abstand von 2cm nebeneinander?? :D

Kompost habe ich leider keinen gesammelt und Mist müsste ich mir auch auf der nächsten Wanderung sammeln. :schaf:

Im Baumarkt werde ich mir die Woche dann mal noch ein paar Baueimer besorgen. :roll:

Habe mal eine Bestellung durchgeführt für die Blumenkästen:

Bild

Das ist ja richtig aufregend, so muss es sein, wenn man ein Kind erwartet. Ich erschaffe Leben! :lol:

So 12. Mär 2017, 19:50

Www.dreschflegel-saatgut.de

So 12. Mär 2017, 19:55

Wenn Du im Supermarkt Saatgut kaufst, kommt es mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Monsanto und co.
BioSaatgut heißt nur, daß es in der Lage sein muß, eine Anbau-
Periode unter Bio Bedingungen zu überleben.
Alte Sorten aus dem Supermarkt, von Monsanto (mit
neuem Inhalt). Daher empfehle ich Dreschflegel

So 12. Mär 2017, 20:07

Dreschflegerl kann ich auch empfehlen und man bekommt immer gute, keimfähige Saat, die man dann später auch ernten kann und im Folgejahr gut keimt.
Das mit der Maulwurfserde habe ich nie verstanden. Es kommt doch darauf an, wo der Maulwurf seine Hügel auftürmt, sprich, in welcher Erde er buddelt. Ich kann die Maulwurfserde hier zur Anzucht überhaupt nicht nutzen, viel zu lehmig.

So 12. Mär 2017, 20:21

Vengo hat geschrieben:Wenn Du im Supermarkt Saatgut kaufst, kommt es mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Monsanto und co.


quatsch

denkst du monsanto läppert sich mit den paar cent-samen vom lidl :lol:

So 12. Mär 2017, 20:41

Kleinvieh macht auch Mist. Vielleicht wars auch ein co.
Obwohl, die Zahl der Cos sinkt. Monsanto selbst wurde,
glaube ich, von Bayer aufgekauft .....

So 12. Mär 2017, 20:46

guckst du hier zum Beispiel:

https://netzfrauen.org/2014/05/11/saatg ... anto-oder/

http://www.bio-gaertner.de/blog/Monsant ... Einsteiger

http://www.hobby-garten-blog.de/blafase ... nsanto.php

Weisst, das läppert sich für die Betreffenden, in jedem Raiffeisenmarkt, in jedem Baumarkt dieselben Saatguttütchen....
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