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 Betreff des Beitrags: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Fr 8. Mär 2019, 14:13 
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Freak
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Anlass dieses threads ist mir ein Kommentar aus dem Garten-thread.
Dies ist KEINE Argumentation GEGEN Jute.
79428100nx63163/gaertnerei--und-amp-permakultur-f36/neues-gartenjahr-2019-beginnt-t4308.html
Fuer Viele ist ja nur das ‘Oeko’ was natuerlich gewachsen ist. Kuenstliche Dinge sind irgendwie verpoehnt. Ich wundere mich ob das korrekt oder allgemein gueltig ist.

Um Plastik herzustellen braucht es Erdoel, Energie und Chemie. Das fuehrt hier schon erst ein mal zu Belastungen fuer den Planeten. Da muss man umsichtig sein. Ich haenge mich hier am Plastik auf, aber man kann auch an Alu-Dosen, Blechkonserven u.s.w. denken.
Natuerlich ist es eine Perversion Muell-Tueten, Strohhalme, Trinkbecher fuer nur einen einzigen Gebrauch herzustellen und das Zeug dann wegzuschmeissen. Recycling ist da ziemlich verlogen: da wird etwas MEHR Energie aufgewendet, um das selbe Zeug dann schon WIEDER wegzuschmeissen.
Fuer streunende Tiere gibt es immerhin Tierheime. Fuer Plastik gibt es wie es aussieht nur die Endstation Meer oder Verbrennung. In diesen Faellen ist das Ausgangsmaterial verloren, verschwendet und macht andernorts Aerger.
Plastik wird hergestellt werden solange es Erdoel gibt. Erdoel geht zur Neige, wird gesagt. In den 70ern hatten wir ‘’Erdoelkrisen’’; ich war dabei. Es gab autofreie Wochenenden und Sonntags konnte man auf der Autobahn spazieren gehen. Vierzig Jahre spaeter – ist die Panik vergessen und man macht froehlich – und verstaerkt – weiter wie gehabt.

Mir geht das gegen den Strich. Gebt mir etwas Besseres und ich werde es annehmen. Das wird aber nicht in Kuerze passieren und dieses Plastik wird erstmal weiterhin produziert werden.

Es gibt ja auch ‘Gutes’ Plastik. Es wird angenommen dass P’-Flaschen etwa 400 Jahre (oder mehr?) brauchen um sich zu zersetzen. Das ist Scheisse, wenn diese Flasche am Meeresboden liegt. Wenn aber meine Ur-ur-ur-ur-uhr-Ahnen aus der selben Flasche trinken wie ich heute… dann wuerden in diesem Zeitraum keine weiteren Flaschen mehr gemacht werden muessen um diese EINE Flasche zu ersetzen. Weiter: Wuerde ersatzweise eine Jute-Flasche benutzt (wenn es den Sinn machte), dann wuerde in den zukuenftigen Generationen regelmaessig Chorchorus (sagte mir google) angebaut werden muessen; dort wo das waechst koennte man aber ebenso Gemuese anbauen. Das Wasser das zum Wachsen benutzt wurde haette ebenso gut (aus einer Plastik-Flasche?) getrunken werden koennen. Was haette da einen groesseren Langzeiteffekt - oder Nutzen?

In meinem eigenen Beruf – Bootsbau/Yachtbau- gibt es Plastik ohne Ende. Yachten braucht man nicht, aber Arbeitsboote z.B. zum Fischen gibt es ja auch. Als die frueher vorwiegend aus (natuerlichem(!)) Holz waren musste man die jedes Jahr neu anmalen oder nachmalen. Ich sage: Chemische Farbe; Loesemittel…) – und der Gebrauch von Plastik (Duroplaste) macht das nun ueberfluessig wenn man moechte. Das geile, dauerhafte Teak-Holz muss es nun nicht mehr unbedingt sein; und das freut den Urwald. Hat doch was. Oder?

Das ‘Problem’ ist fuer mich nicht so sehr WAS wir benutzen, sondern eher WIE wir damit umgehen.

Hier werden wir im Wesentlichen von zeitgeistigen Verhaltensweisen manipuliert, geleitet, angeregt, abgeregt, aufgeregt. Die Welt ist -derzeit- sehr kurzfristig angelegt. Alles muss schnell gehen, sofort passieren und: natuerlich Gewinn bringen. Wobei ‘Gewinn’ auch Prestige, Lebensgefuehl oder Wohlbefinden sein kann. Solcher Gewinn ist meistens egoistisch (nutzt Wenigen) oder ist eingebildet.

Niemand ist gezwungen die Ideen der ‘Anderen’ mitzuleben oder mit zu tragen. Wenn sich Einige das Recht nehmen (in diesem Fall) Plastik herzustellen – kann ICH mir das Recht nehmen genau dieses Plastik zu entfuehren und nach eigenen Vorstellungen zu benutzen. Ich habe es dann aus dem vorgesehenen Kreislauf heraus genommen und nun dient es in einem anderen Kreislauf.
Zweckdienliche Zweckentfremdung.
Klar: Genausogut koennte ich auch ‘Natur-Produkte’ auswaehlen. Die machen oft Sinn in ihren eigenen speziellen Faellen. Und finden dann auch meine Liebe. Es geht um’s Miteinander von Dingen– nicht um’s Gegeneinander.

Allerdings spielen hier auch noch ausser-technische Dinge mit rein.
Oft kommen ‘Umweltfreundliche’ ‘Natur’-Produkte aus den aermsten oder schwaechsten Gegenden der Welt.
Man kennt die ‘Eine Welt’ Organisation die ‘fairen Handel’ anstrebt. Ziel ist es, die Armen weniger arm zu bekommen, aber selber auf keinen Fall weniger reich zu sein. Das ist
Konsum-orientiert und setzt voraus dass man Wohlstand und Waren haben MUSS. Weltweit.
Muss man aber nicht.
So einen ‘Eine-Welt-Laden hatten wir in ‘meiner’ Schule; es gibt ihn immer noch. Kuerzlich hatte ich die mal angeschrieben und angeboten – als Ex-Mitschueler- meine Aussenwelt-Abenteuer zu teilen. Der betreffende zustaendige Lehrer hat das zwar nicht abgewuergt, aber hat mit fadenscheinigem Gelaber dafuer gesorgt dass seine Schuelerchen man bloss keinen (von ihm) unkontrollierten Kontakt zur Aussenwelt aufbauen. Ich passe wohl nicht in sein Bild. Vielleicht war mit dem Namen in seinen Augen ‘’M-eine Welt’’ gemeint?

Jedes kleine Stueckchen mehr ‘hier’ ist ein Stueckchen weniger ‘wo anders’. Dies ist ein Naturgesetz. Das kann man nicht schoen reden. Wenn also ueberall jeder mehr hat, dann wird auch ueberall weniger vorhanden sein. Wie soll das gehen? Fuer ein Gleichgewicht waere es besser wenn jeder genug hat; aber eben nicht Alles.

Auch: WENN es mal eine gute Idee gibt, stehen immer schon Leute bereit die da ihren eigenen Vorteil heraus klauen. Jute: (aus dem o.g. thread) wird ja vornehmlich in Indien hergestellt; dort gibt es ein paar Reiche die ihre Nase goldig verdienen, und ‘Arme’ hierfuer schuften lassen. Knallt man die Reichen ab, sind die Armen immer noch zu daemlich um etwas auf die Beine zu stellen. Sagt man denen dann wie es besser gehen koennte haben sie nichts Besseres vor als NOCH MEHR Menschen heranzuvoegeln. Da hat die Jute dann niemandem etwas genutzt. In Europa ist man dann bestuerzt;
und wechselt zu (ungebleichten) Baumwoll-Produkten? Die kommen dann aus… Afrika?

Anderer Fall: Bio-Diesel aus Raps der ‘natuerlich’ angebaut wird. Da sind dann (chinesiche) Geschaeftsleute in Malaysia drauf gekommen in Indonesien Urwald abzubrennen fuer den Raps. Selbst erlebt! Der Rauch hat noch mehr als 200 km weiter fuer NEBEL gesorgt; und zwar regelmaessig! Der Raps wurde dann nach M’sia verschickt und erst hier das Oel gepresst; damit war das Produkt aus einem ‘sicheren’ Herkunftsland. Und anderswo war man gluecklich, etwas fuer die Natur getan zu haben.

Gier ist menschlich zu sehr verbreitet als dass wir sie abschaffen oder vertreiben koennten. Man kann davor auch nicht wegrennen weil sie schon flaechendeckend verbreitet ist.

Wir haben keine Chance: Egal wofuer wir uns entscheiden… es wird das Falsche sein.
Das Geringste was man versuchen kann ist, die weniger falsche Richtung zu probieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Fr 8. Mär 2019, 15:15 
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Guru
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Wie so oft regen Deine Worte zum verstärktem Nachdenken an. Aber das mache ich ja sowieso die ganze Zeit... und wirklich glücklich macht das auch nicht....

Zum Plastik sage ich nur Hanf !
Schaut Euch "Die Hanflüge" an....
Man könnte sagen, Ford baute mit Hanf bis die Ölindustrie auf den Plan trat und mit fadenscheinigen Mitteln Hanf verbieten ließ.
Da gibt es so einige "lustige" Begebenheiten bis man Hanf verbieten konnte. Die Begründungen waren einmal so und dann das genaue Gegenteil. Ein Großteil der Menschen scheint schon damals nicht sehr intelligent gewesen zu sein...
Entschuldigt diese Anmaßung ....

Deine Argumentation das dann ja Hanf viel Fläche für Gemüse rauben würde, ist zum Teil richtig. Aber, Hanf soll eine der besten Unterstützerpflanzen sein, glaubt man namhaften Botanikern wie z.B. Storl ( mein Favorit unter Allen !). Leider kann ich das selbst nicht überprüfen weil ja selbst der Anbauvon Nutzhanf verboten ist.
Warum wohl ? Weil er für ganz viele Sachen von Nutzen wäre......

Zum Plastik sage ich immer wieder, was für ein verdammt geiles Zeug das so Scheiße ist .....
Weil genau das was es so genial macht, die Beständigkeit, das ist was es so umweltzerstörend macht.....

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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Fr 8. Mär 2019, 17:58 
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Tunnelmensch
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Spencer hat geschrieben:
Ford baute mit Hanf


wird immer noch gemacht...anstelle von glasfaser
diese ganzen innenverkleidungen sind aus papierwabe, oben und unten hanf/kokosmatten und mit PU gepresst.
oder nur PU und hanf/kokosmatten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2019, 00:51 
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Schamane

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Danke Andreas
Erst hat mich die Länge des Textes schockiert, aber es war das Lesen definitiv wert! Hoffe, ich kann jetzt schlafen... Die Gedanken kreisen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2019, 03:55 
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Selbstversorger

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Hm, sehr komplexes Thema.

Schwarz/Weiß Denken hilft hier nicht weiter.

"Mensch" will und braucht immer Gebrauchsgüter und Werkzeuge und die sind dann logischerweise aus irgendwelchen zur Herstellung verwendeten und/oder "weiter" verarbeiteten Materialien.
Die Fragen sind m.E. tatsächlich wieviel überhaupt zur "Grundbefriedigung der Bedürfnisse" nötig ist, Fragen der öko-energetischen Bilanz., Schädlichkeit und Verträglichkeit der verwendeten Stoffe, Verfügbarkeit, Lang-, bzw. Kurzlebigkeit, Verschrottung und Wieder- bzw. Weiterverwendngsmöglichkeiten und einiges noch mehr.
Die Forschung auf diesem Sektor wird auch weitergehen und sich vielleicht in Zukunft auch mehr noch an den Anforderungen zum immer aktuell werdenden Thema Umwelt und Klima ausrichten.

Für ein kapitalistisch angelegtes Wirtschaftssystem so wie wir es hier haben, ist Nachhaltigkeit bzw. Langlebigkeit von Waren und Gütern total negativ.
Die Geldumlaufgeschwindigkeit ist sehr bedeutsam, stätiger Konsum ist erforderlich; verbrauchen oder wegwerfen, neu kaufen.

Um die positive Seite der Medaille zu nennen; dieses Erfordernis bedingt im Rahmen des Marktwettbewerbes, dass das derzeitige System es wie kein anderes System schafft, in kurzer Zeit immer neu Produkte und auch zum Teil echte Innvovationen hervorzubringen, produktbezogen betrachtet also Fortschritt, Verbesserung und Weiterentwicklung.

Die negative Seite der Medaille ist für viele und immer mehr inzwischen besorgniserregend denn dieses "Wirtschaftverhalten" und die daraus resultierenden Konsequenzen sind oft kurzsichtig und in vielerlei Hinsicht schädlich.

Passend dazu und was das untermauert ist die geplante Obsoleszenz
Produkte werden so gestaltet und entwickelt, dass man sie gar nicht mehr reparieren oder reparieren lassen kann, dass sie schneller kaputt gehen oder das etwa zum Nachkauf dann sehr teurer Einzelkomponenten genötigt wird, z.B. PC Drucker.

Es geht also m.M.n. nicht "nur" um Werkstoffe an sich, sondern um systembedingte Entgleisungen die dann in der Bilanz sehr schädliche Auswirkungen haben "können".

Güter aus Plaste bzw. Kunststoffen;
in wirklich sehr kurzfristigen Abständen bieten die Discounter hier immer wieder neue Vorratsdosenbehälter-Systeme aus Plaste an.
Alle müssten doch inwzischen über die Maßen damit längst ausgestattet sein, frage ich mich dabei oft, wer kauft das noch neu immer wieder nach?
Scheinbar funktioniert aber hier das Geschäft.

Das Zeug ist einfach sehr kurzlebig.
Gutes Beispiel auch die Regentonnen grad aus nem anderen Strang.
Relativ billig und geht sehr schnell kaputt.
Ich nehm "kaputte", von anderen dann entsorgt, auch gerne mit und nutze sie als Hochbeet oder Komposter.

Alte DDR Plaste Tonnen und Fässer (made in GDR) sind im Vergleich scheinbar unkaputtbar, überstehen sogar Frost mit eingefülltem Wasser.
Und teils haben die inzwischen mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel.

Produkte aus Bakelit ist auch noch so ne Sache.
Bekommt inzwischen immer mehr Kult-Status.
Unverwürstlich, auch sehr hitzebeständig, kann aber brechen bei Gewalteinwirkung.
Ein Produkt aus "Kunststoff", dass Jahrzehnte hält.
Hab Steckdosen und Verteiler aus Bakelit und einiges andere mehr da noch.
Sieht zudem noch gut aus :-)

Es ist wohl also alles eine Frage der Bilanz, der Nachhaltigkeit und der Menge des Verbrauchs wenn es um "Kunststoffe" geht, denke ich mal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2019, 04:24 
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Freak
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Wie das so passiert: gestern, nach dem Absenden bin ich dann auf das hier gestossen:
Paletten aus Kokosnuss-Abfall:
https://effortsforgood.org/environment/ ... PCgyID9IzM
Thematisch passt da auch HANF mit dabei.
Oder Jute ;)
Ich habe ja nicht im Sinn, bewusst m/eine Nachfrage nach Plastik zu unterstuetzen oder zu verstaerken. Mehr SO: wenn's schon mal da ist, kann man zusehen das Bessere draus zu machen.
So wie Hanf einer Hexenjagd ausgesetzt ist, geht es in ''unseren Kreisen'' ja oft Plastikprodukten…
Bei der ''Hanf-Frage'' entspannen sich inzwischen ja sogar die gutbuergerlichen Traditionalisten. In etwa geht es Hanf aehnlich wie Kunststoff: es gibt verschiedene Sorten - aber Mancher schmeisst alles in EINEN Topf. Und dann wird das Bild sachlich verzerrt.

Jana - die wirtschaftlichen (Denk-)-Prozesse die Du ansprichst halte ich selbst auch fuer nicht tragbar. Was die Welt derzeit treibt ist Expansion um der Expansion willen. Alles soll nach oben gehen, und unten bleibt nichts uebrig. Bisher war 'unten' immer genug da. Das wird aber irgendwann mal verbraucht sein. Dann steht das Dach ohne Haus da.
Und es faellt uns dann auf den Kopf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2019, 10:20 
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Guru
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schöner bildhafter Vergleich

Zitat:
Dann steht das Dach ohne Haus da.
Und es faellt uns dann auf den Kopf.


Gepriesen sei derjenige, welcher sich und seiner Familie einen Stützpfeiler baute

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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2019, 10:33 
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Schamane

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Einer reicht nicht, du brauchst mindestens 3 :P

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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2019, 10:48 
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Beiträge: 1769
feu92 hat geschrieben:
Einer reicht nicht, du brauchst mindestens 3 :P

Ein gutes Argument für Gemeinschaften :daumen

Plastikfrei, umhüllt von Leinengewändern, gebettet auf Hanfstroh gefüllte Jutesäcke

:love:

(um nicht zu OT zu werden)

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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2019, 13:45 
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Spencer hat geschrieben:
Plastikfrei, umhüllt von Leinengewändern, gebettet auf Hanfstroh gefüllte Jutesäcke

Wenn ich mir das ganz langsam und mit Betonung vorlese, klingt es wie ein Stueck aus einem Gedicht.
Huebsch gesprochen.

Immerhin ein Anfang:
https://thethaiger.com/news/national/a- ... -one-month
Manche sagen hierueber zwar dass es eine etwas verlogene Kampagne ist: Innen in den Laeden gibt's Getraenke zum Mitnehmen, Strohhalme, Wegwerfbecher, nicht noetige Verpackungen, etc.
Man kann da noch VIEL mehr tun. Allerdings hat diese Sache sehr sehr vielen Menschen die Wegwerfidee verstaendlich und Praesent gemacht. Zwar wird man - wenn man fahrlaessig ist - immer noch mit Tueten vollgeschmissen; aber wenn ich mit meinem Stoff-Beutel auftauche, verstehen das Personal und Kunden in der Schlange sofort um was es geht.

Umweltdenken hat auch in Deutschland sehr langsam und im Kleinen angefangen. In den 60ern habe ich selber noch 'wilde Muelkippen' gesehen.
Die Gewohnheiten von Menschen zu aendern ist sehr schwierig. Aber wie man sieht ging es in D'land - und die Eingeborenen anderswo beginnen zu begreifen.
Jetzt muss man Oel auf's Feuer tun.
(Bio-Oel, versteht sich)


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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: So 10. Mär 2019, 11:35 
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Tunnelmensch
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Plastik is natürlich teilweise nich verkehrt. Denke da an meine Giesskannen und Wasserfaesser. Die Alternative Metall ist ja auch nicht soo umweltfreundlich. Ein Alternativer Werkstoff ist aber Ton. Und zum Bepflanzen hab ich noch ne Anregung. Selbst geflochtene Körbe. Muss dann aber wiede das Plastik rein. Oder mit Ton auskleiden und an der Sonne trocknen.

_________________
"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
"Sonne, Freiheit und eine kleine Blume muß man haben!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2019, 14:40 
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ich seh was hier im Meer schwimmt an Plastik, bzw halt nur das was angespült wird, das ist je nach Strömung wahnsinnig viel.... Sperrmüll, Hausmüll was auch immer

dazu die Wale hin und wieder, die den Bauch voll mit Plastik haben und tot angeschwemmt werden und zum Glück auch in den Medien auftauchen
die Meeresschildkröten, die krepieren an dem Zeug, weil sie mit dem Bauch voll Plastik nicht mehr abtauchen können, was lebenswichtig für sie ist

ich hasse das Zeug und es macht mich unsagbar traurig wenn ich Strände voll mit Plastikmüll sehe
und ich hoffe immer noch irgendwo dass wir komischen Zweibeiner irgendwie die Kurve kriegen das Zeug zu lassen bevor alles auf diesem Planeten, inclusive unsere Zellen, damit zu voll sind

wenn schon mal Plastikstrohhalme in der EU verboten werden sollen ist das zwar Kokolores, nur halt besser als ganzundgarnix, hohohhhooooo

aber ich bin weiterhin und immer mehr der Überzeugung, dass gesunde Leute, im tiefsten Sinne gesunde Leute, das aussitzen können und es schaffen damit zu leben und es überleben


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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2019, 16:00 
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Tunnelmensch
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Wohnort: NRW
aber dafür ist das plastik (an sich ein super werkstoff) selber doch nicht schuld

sondern immer 2 beinige rindviecher

profitgier

absolutes versagen der staaten

und völlig unterbelichtete südländer, welche ständig gegen müllverbrennungsanlagen demonstrieren

das schlimmste plastik-pack überhaupt, sind die asiaten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2019, 16:57 
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Freak

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Beiträge: 1312
Wohnort: Sardiniens wilder Westen
jahaaa
es geht nur um die zweibeinigen Rindviecher
tschuldigung an die vierbeinigen Rindviecher

die es gut nutzen könnten perfekt recyceln ohne reste im meer weil das ja sooo bequem ist


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 Betreff des Beitrags: Re: Plastik statt Jute?
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2019, 19:05 
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Tunnelmensch
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Registriert: So 9. Sep 2012, 17:45
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strega hat geschrieben:
tschuldigung an die vierbeinigen Rindviecher


:daumen

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