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BeitragVerfasst: Do 27. Jun 2019, 18:47 
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Tunnelmensch
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Andi hat geschrieben:
.
Megalitiker hat geschrieben:
Ist schon erstaunlich dass nach einer tausendjaehrigen Geschichte, 40 Jahre Kommunistenherrschaft ausgereicht haben, um ein Land in Ossis und Wessis zu teilen.

... guter Gedanke :daumen


Die Alliierten hatten "nur Verwaltungsgrenzen" gezogen
welche von Kommis und auf der anderen Seite von Kapis
genutzt wurden.
Aber die bisherigen 30 Jahre nach der Wende
sind es weniger die Kommis oder die Kapis,
als vielmehr die Betonköpfe die spalten.

peace and love
.

Ja, letzter Satz mag wohl stimmen. Ich hab mal ne Nachwendegeborene in Schwerin gefragt, ob man sich immer noch als Ossi fühlt. Antwort war ja, aber weil man von den Wessis noch so abgestempelt wird.
Ich bin lange vor der Wende geboren. Aber da ich lange Zeit in Hamburg gelebt hab, ist mir das wohl leichter gefallen dieses Ossi-/Wessidenken abzulegen.

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"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Do 27. Jun 2019, 18:47 


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BeitragVerfasst: Mo 1. Jul 2019, 18:20 
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Schamane
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Hey Andi,

kenne ich auch alles ... Bin mit 15 Jahren nach Bayern und habe da fast 15 Jahre gelebt. Habe da nix anderes zuhören bekommen ... Wobei doch!

Es ging da nämlich gegen "Ossis" ... Ich bin vielleicht in der DDR geboren und in den neuen Bundesländern aufgewachsen... Anrechnen kann man mir meine knapp über zwei Jahre in der DDR jedoch nicht. Es ist einfach flach und soooooooooo ausgelutscht. Da stehe ich drüber ... Sollen sich genau diese Ossi-Wessi-Vertreter doch einfach mal kloppem und nicht normale Bürger belabben.

Deshalb distanziere ich mich auch von Ossi-Wessi Dasein. Leute die der Welt offen gegenüber stehen, kommen glaub ich nicht in den Versuch in solch kleinen Rahmen zu denken.

Es ist Geschichte und dahingehend auch interessant. Aber es hat nix in der Gedanken der Gegenwart zu suchen.

Der Thread an sich ist wirklich schön gewählt und es ist durchaus interessant Erfahrungen aus dieser Zeit zu lesen ... Nicht der Frust von heute.

Beste Grüße

Sebastian :bandit:

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BeitragVerfasst: Di 2. Jul 2019, 07:11 
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Beiträge: 1836
DDR Alltag....

Ich , Motorradfahrer brauchte einen Hinterreifen für meine TS250.
Montags kam Ware im Motorradladen. Vormittags wenn die Verkäuferinnen ausgepackt hatten, wurde der Laden geöffnet. Solange war "Wegen Warenannahme geschlossen" :lol:
Ich also Montag früh mich angestellt vor der Spätschicht, gefragt ob Hinterreifen für die TS250 mitgekommen sind. "Nein, Ketten für die TS250 haben wir bekommen"
Ich also eine Kette gekauft.
Im Freundes und Kollegenkreis gefragt ob wer einen mit einer TS250 kennt, der einen Reifen hat und eine Kette braucht.
Ein Kollege hatte eine Freundin, bei der im Dorf einer eine TS fuhr der eine Kette brauchte. Und ! der noch einen Hinterreifen hatte. Ich also mit dem Bus in das Dorf. Und wir haben getauscht....
So ergaben sich laufend neue mitmenschliche Beziehungen....

Wir hatten zwei Wirtschaftskreisläufe...den offiziellen und den Tauschkreis...

Übrigens konnte man uns Ossis noch lange nach der Wende an der Frage im Geschäft erkennen.
Wir fragten "Haben Sie......?"
Und sagten nicht " Ich möchte bitte...."

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BeitragVerfasst: Di 2. Jul 2019, 15:47 
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Schamane
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Beiträge: 641
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Hey Spencer,

schöner Beitrag/Erfahrungsbericht und ein klasse Moped! Zeigt auch, dass Mangel erfinderisch machte. Gerne mehr zum lesen!

Ich hatte vor einigen Jahren mal eine TS150 und hatte richtig Spaß damit. Diese stand mal gezwungener Maßen über den Winter im Freien, im Früher hat es dann zwei Kicks gebraucht und sie ist wieder gelaufen wie ne eins.

Beste Grüße

Sebastian :bandit:

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BeitragVerfasst: Sa 6. Jul 2019, 14:02 
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Sorry, Doppelpost. :oops:

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Zuletzt geändert von Uwe am Sa 6. Jul 2019, 14:11, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Sa 6. Jul 2019, 14:09 
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Backpacker

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Spencer hat geschrieben:
Na ja....in Ordnung. 100 DM hat man uns Ossis zugestanden...


Danach gab es doch nochmal 40 DM, oder? Und für Leute, die ihren Personalausweis zufällig verloren, gab es mit neuem Ausweis und ohne Stempel nochmal 100 DM. 8)

Ein richtiger kleiner Wirtschaftsaufschwung für die, die auch nur mit Wasser koch(t)en. :wink:

Schlimmer finde ich, dass Gregor Gysi als Festredner zum 30. Jahrestag der großen Leipziger Demonstration vom 9. Oktober engagiert wurde. Der olle Stasi-Knülch und letzter Vorsitzender der SED. Ein Schlag ins Gesicht aller Demonstranten, die damals in Leipzig die friedliche Wende einleiteten
Scheint aber eine Fake-News zu sein. :-S

Zitat:
Was ist wirklich wahr? Tatsächlich soll Gysi am 9. Oktober bei einem Konzert der Philharmonie Leipzig in der Peterskirche auftreten. Das ist eine Veranstaltung abseits des offiziellen Programms. Das Orchester halte an der Einladung Gysis fest, erklärte Vorstand Michael Köhler am Sonnabend.


schreibt zumindest der Focus.

-----------

Nachtrag: Mein Beitrag zur Einheit: Morgen gibt es DDR-Broiler nach altem Rezept Ein glückliches Wessi-Huhn wird gebrutzelt. :musik:

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BeitragVerfasst: So 28. Jul 2019, 16:44 
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hey, was ist denn bei einem DDR-Broiler nach altem Rezept
anders als bei einem Wessi-Broiler ?
.

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BeitragVerfasst: Mo 29. Jul 2019, 16:46 
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Schamane
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Schon allein das der Broiler da nen Hendl oder Brathähnchen genannt wird.

Der Broiler wird aus einem Gummihuhn gemacht ( wir hatten doch nix!!! )

Zum Broiler isst man meist ne Semmel und nen Hendl gibts mit ner Bretzn und ner halben.

Die Marinade eines Broiler wird aus altem Motorenöl gemacht.

Der Broiler wird traditionell in dem Motorraum eines Trabant vorgegart und dann am Auspuff geräuchert.

Wenn der Broiler nach dem fertig stellen mal in den Dreck fällt nennt man das Veredelung.

Nicht selten kommt es vor, dass der Broiler beim verzehr noch lebt ... Das töten eines Gummihuhns war keine leichte Sache.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen :daumen

:bandit:

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BeitragVerfasst: Di 30. Jul 2019, 19:14 
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Ja, das ist ja eine richtige Experten-Erklärung ... :wink:
gut, dass es immer genug altes Motorenöl gab.

... super lustig geschrieben :daumen
und wenn Du Dir den Text selbst ausgedacht hast einen doppelten :daumen :daumen
.

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BeitragVerfasst: Di 30. Jul 2019, 19:20 
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Schamane
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Klar kommt der Schmarn von mir :lach:

Hat Spaß gemacht :daumen

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BeitragVerfasst: Di 30. Jul 2019, 19:25 
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Du hast was von einem Kabarettisten :wink:
Vielleicht kannste was draus machen ... Schmarrn kommt (fast) immer gut.
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BeitragVerfasst: Di 30. Jul 2019, 19:45 
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Schamane
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Ach komm du Schmeichler :welcome: :wink: ... ich kann doch nicht mit manchen Leuten hier mithalten die ihren eigenen Scheiß noch glauben obwohl die Welt schon lacht :lach:

Okay ... ich gebe zudem zu deine Frage nicht Ernsthaft beantworten zu können.

Ich weiß nicht, ob ich in der Tat, den Broiler nach "altem Rezept" gegessen habe, jedoch schon viele Broiler im Osten und Hendl in Bayern. Der Unterschied liegt glaub nur im Preis :lach: ... Mir schmecken beide sehr gut und nahezu gleich. Kommt ja auch meines Erachtens keine Marinade ran.

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BeitragVerfasst: Sa 17. Aug 2019, 11:32 
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Backpacker

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Ein gebratenes Wessi-Huhn und ein DDR-Broiler nach altem Rezept unterscheidet sich außerdem in den zugeführten Schwingungen und Frequenzen während der Zubereitung. Je nach Coleur wurden Arbeiter- und Kampflieder ala "Die Partei hat immer Recht" oder eben klassischer DDR Rock und Pop von City, Puhdys, Lift ... gespielt. Wirkt sich unmittelbar auf den Geschmack aus. Bei mir lief Letzteres. :lol:

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BeitragVerfasst: Di 17. Sep 2019, 21:20 
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Tourist

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Beiträge: 1
Hallo zusammen,

Ich bin ein Profi-Fotograf und suche Menschen, die noch mit original DDR-Möbeln oder Wohnungsausstattung leben. Alternativ auch unbewohnte Wohnungen, möglichts im Originalzustand. Gerne in der Umgebung Berlin, Brandenburg. Details zum Projekt gerne im persönlicnen Kontakt.

Ich freue mich über jeden Hinweis.


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BeitragVerfasst: Mi 19. Feb 2020, 17:20 
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Tunnelmensch
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Beiträge: 6448
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Ich grabe diesen Fred noch mal aus. Es klang ja schon oft durch, würde aber nicht viel drüber geredet. Wer hat sich an wem gesund gestoßen. Ich denke, das kann man so genau nicht sagen.
Der typische Stammtischwessi der gern mitreden moechte, aber keine Ahnung hat, behauptet ja gern dass der Westen soo viel Geld in den Osten gebuttert hat. Es stimmt, wir hatten mehr Glück als andere sozialistische Länder. Aber fuer einzelne Wessis war der wilde Osten ein Eldorado.
Die Prostituierten die in den Osten gegangen sind, muessen sich vorgekommen sein wie die Freudenmaedchen in Dawson City.
Was man dem Wessi nicht verübeln kann, der Ossi hat damals wirklich jeden Schrotthaufen von Auto gekauft.
Betriebe gab es fuer eine DM geschenkt.
Kaffeefahrten.
Bauboom.
Ach ja, die 100 DM die einige bekommen haben dürften zu 100 % in die Westwirtschaft geflossen sein.
Oder, in ostdeutschen Städten würde altes Pflaster heraus gerissen, weil, der dumme Ossi hat ja gedacht, muss alles schön asphaltiert sein. Der Wessi-Unternehmer hat dann natürlich gleich angeboten die alten Steine kostengünstig zu "entsorgen". Dann hat er die Steine teuer im Westen weiter verkauft, denn da war man dabei den Innenstädte wieder rustikalen Charme zu verpassen.
Es gibt sicher noch viele Beispiele.
Also soo dankbar muessen wir dem Westen nicht sein.

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