Aussteiger und Selbstversorger Forum

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BeitragVerfasst: Sa 9. Sep 2017, 20:07 
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Aussteiger
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Wohnort: Regensburg
Hallo liebe Gemeinde.

8 Jahre in einer Partnerschaft und seit Monaten, vielleicht auch Jahren spürt man etwas wie ein "Stehenbleiben". Man sehnt sich nach großen Veränderungen, nach einem alternativen Leben, von welchem man nicht genau weiß, wie es aussehen soll, doch man träumt in die eine und andere Richtung. Egal ob in fernem Land, im Zelt oder Wohnmobil, Hauptsache neu, Hauptsache weiter und raus aus diesem Alltagstrott...und man fühle sich in seinem "nächsten Schritt" doch bitte nicht mehr blockiert und behindert...

Oft frage man sich nun, was einem davon abhält "raus" zu gehen in diese wundersame Welt voller Abenteuer und Entdeckung, voller Leid und Freude, voller eindrucksvollen Menschen. Mit Freunden trifft man sich nur noch seltener als selten...hin und her gerissen ob dies nun daran liegt, dass man vom großen Wort "Freundschaft" einfach mehr erwarte, als einem über die Lebensjahre gezeigt wurde oder ob es vielleicht daran liegen mag, dass man einfach den besten "Freund" bereits zu Hause hat, jeden Tag.

Das Gefühl, nicht mehr "man selbst" zu sein, man ist immer "ein Paar", man denkt für den Partner, man lebt für den Anderen und man vermisst sich selbst...

...und das nennt man wohl Liebe.

Es soll Menschen geben welche sich so ihr ganzes Leben lang "aufopfterten", sich selbst nicht mehr genug liebten und den "Ausstieg" nicht vollzogen... aus einem Leben mit und für den (falschen oder richtigen oder aktuellen) Partner.

Liebe Grüße, Ellisdi. :schreiben:

_________________
----- Nimm einmal an, es würde im Leben gar nicht darum gehen etwas zu erschaffen, sondern es ginge nur darum, deine Einheit mit allem und damit die Bedeutungslosigkeit von allem zu erkennen. Das Leben wäre plötzlich das Paradies. Im Tod erfährst du, dass es genau so ist. -----

----- Es ist besser keine geregelte Arbeit zu haben, keine Freunde, keine Kinder und die anderen denken das sei traurig, aber innen drinnen ist man glücklich, als umgekehrt eine angesehene Arbeit, Freunde, Kinder zu haben und die anderen denken man sei glücklich und innen drinnen ist man traurig. Das letztere ist der Normalfall. -----


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Sa 9. Sep 2017, 20:07 


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BeitragVerfasst: Sa 9. Sep 2017, 20:16 
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Freak

Registriert: Sa 11. Jun 2016, 21:31
Beiträge: 1369
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ich will nur eine Partnerschaft, in der beide sie selbst sind. Ich verlier mich nicht mehr für den Partner. Das tut nicht gut. Hab das früher gemacht, brauch ich nicht mehr.
Sich zu verlieren und für den anderen mitzudenken, das ist eine Art komische Symbiose, die nicht gesund ist.
Klar, ich versetz mich in den andern hinein und wenn ich ihn kenne und liebe dann werde ich gerne machen was er/sie mag. Und mir dabei aber dennoch treu bleiben. Und das ist nicht unbedingt ein Widerspruch.

Aber verantwortlich für sich selbst, für einen guten Umgang mit den eigenen Gefühlen, das bleiben beide in einer Partnerschaft. Und ich glaub jemand lieben, lieben und nicht irgendwie mit eigenen Erwartungen und unbefriedigten Bedürfnissen zuschütten, das geht nur, wenn ich bei mir selbst bin und mich selbst mag.


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BeitragVerfasst: Sa 9. Sep 2017, 20:40 
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Tunnelmensch
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ich habe mir die sache mal aus einer anderen esoterischen perspektive erklären lassen
nehmen wir einen zeitraum 10 jahre vor und 10 jahre nach deinem geburtsdatum
das sind ca 7300 tage....und der ideale partner...nennen wir die person mal als schwesterseele, findet man an gerade ca. 40 tage von den 7300 tage
und alles andere ist nebeinander leben....

tja.....

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Nature Doesn't Need People!
Mit dem Bewusstwerden der eigenen Sterblichkeit steigt die Wertschätzung der eigenen Lebenszeit.
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BeitragVerfasst: So 10. Sep 2017, 15:40 
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Aussteiger
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strega hat geschrieben:
ich will nur eine Partnerschaft, in der beide sie selbst sind. Ich verlier mich nicht mehr für den Partner. Das tut nicht gut. Hab das früher gemacht, brauch ich nicht mehr.


Wie hast du dich wiedergefunden und wie konntest du dem Ganzen ein Ende setzen?

silvi73 hat geschrieben:
nehmen wir einen zeitraum 10 jahre vor und 10 jahre nach deinem geburtsdatum
das sind ca 7300 tage....und der ideale partner...nennen wir die person mal als schwesterseele, findet man an gerade ca. 40 tage von den 7300 tage
und alles andere ist nebeinander leben....

tja.....


Das habe ich nicht verstanden. :-S

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BeitragVerfasst: So 10. Sep 2017, 16:03 
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Tunnelmensch
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Registriert: So 9. Sep 2012, 17:45
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Ellisdi hat geschrieben:

silvi73 hat geschrieben:
nehmen wir einen zeitraum 10 jahre vor und 10 jahre nach deinem geburtsdatum
das sind ca 7300 tage....und der ideale partner...nennen wir die person mal als schwesterseele, findet man an gerade ca. 40 tage von den 7300 tage
und alles andere ist nebeinander leben....

tja.....


Das habe ich nicht verstanden. :-S


also normalerweise nimmt man sich einen partner +/-10 jahre älter/jünger

die warscheinlichkeit eine schwesterseele (aus diesem zeitraum ) zu finden beträgt 0,5% bis 3%

liegt man bei +/-5 jahre ist man schon bei 0,1-1%

der rest ist mehr oder weniger mit abstufungen nebeneinander wohnen

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BeitragVerfasst: So 10. Sep 2017, 16:23 
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Aussteiger
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silvi73 hat geschrieben:

also normalerweise nimmt man sich einen partner +/-10 jahre älter/jünger

die warscheinlichkeit eine schwesterseele (aus diesem zeitraum ) zu finden beträgt 0,5% bis 3%

liegt man bei +/-5 jahre ist man schon bei 0,1-1%

der rest ist mehr oder weniger mit abstufungen nebeneinander wohnen


Wie berechnet sich denn diese Wahrscheinlichkeit? :shock:

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BeitragVerfasst: So 10. Sep 2017, 19:14 
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Freak

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@ Ellisdi

Bei mir war es ein Weg, auf dem ich weiterhin bin... auf dem ich die Gelegenheit bekam genauer hinzuschauen

was ich einfach so an Mustern von meiner Herkunftsfamilie übernommen hab (sich anpassen, sich aufgeben um gemocht zu werden, wenn wir nicht einer Meinung sind werde ich nicht mehr gemocht, Frau-Mann-Rollenzeugs von Papa und Mama auch).

Und was ich vom Partner erwarte, was ich mir aber auch selbst geben sollte. In Sachen Wertschätzung und Achtung. Hab den Eindruck dass viele vom Partner erwarten, er/sie möge sie glücklich machen. Das funzt aber nicht wenn ich mit mir selbst nicht glücklich bin.
Und das zu merken ist schon mal ein erster Schritt.

Das Thema Co-Abhängigkeit ist da vielleicht auch interessant mal anzugucken.

Reicht mir aber nicht ganz. Um bei mir sein zu können ist für mich wichtig, mich zu spüren. Im Körper leben und nicht nur im Kopf. Üben im Moment zu sein mit allen Sinnen. Dann spür ich auch was ich will und was nicht und was jetzt gut und stimmig ist in diesem Moment. Früher hab ich mich meist nicht gespürt und wenn mich jemand gefragt hat was ich will oder wies mir geht, dann wusste ich das meist auch nicht so genau.

Wenn der Partner so einen Prozess mitgeht, hin zu mehr Aufrichtigkeit und Liebe zu sich selbst und zum anderen, zu mehr Echtheit, dann kann das eine super Entwicklung für beide sein.
Wenn nicht, dann gehts vielleicht mit jemand anderem besser. Manche Partner begleiten einen in einer bestimmten Zeit und wenn du dich änderst dann gehts vielleicht nicht mehr gemeinsam weiter. Bei mir gings damals mit dem damaligen Freund nicht mehr weiter. Der hatte mich kennengelernt als liebes gefügiges Mädchen - ok, ich war über 28, aber manches ist unabhängig vom rechnerischen Alter - und kam dann nicht mit, als ich mehr ich selbst wurde. Aber dann kam jemand anderes. Passt schon immer irgendwie.


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BeitragVerfasst: So 10. Sep 2017, 19:29 
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Freak

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Wohnort: Sardiniens wilder Westen
und ich bin immer interessiert Leute kennenzulernen, die eine Beziehung leben ausserhalb des normalen Schemas, also zusammenziehen, immer im gemeinsamen Bett schlafen, gemeinsam in Urlaub fahren usw.

gibt auch andere Formen, die ich ganz erfrischend finde. Und die Beziehung hält das aus bei diesen Menschen....
kenn einen, der wohnt in Süddeutschland und ist jedes Jahr ein paar Monate hier auf Sardinien, seine Frau arbeitet Vollzeit und bekommt wenig Urlaub, er ist dann halt allein da mit dem Hund, sie kommt im August ein paar Wochen dazu. Geht seit Jahren prima.

Oder ne Freundin entschloss sich mit ihrem Partner zusammenzuziehen. Sie sagte es sei die Hölle gewesen. Sie sind seit gut zehn Jahren zusammen, wohnen jetzt aber wieder getrennt, verbringen aber viel Zeit gemeinsam und es geht prima.

Ich denk man/frau muss nicht immer alles gemeinsam machen in ner Partnerschaft. Wenns gemeinsam klappt ist es toll. Wenn es nicht gemeinsam klappt ist es auch toll, wenn es für beide so stimmt.


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BeitragVerfasst: So 10. Sep 2017, 22:34 
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Aussteiger
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Ich danke Dir! :elefant:

Es ist wie fernweh mit gleichzeitiger Angst vor dem Losfahren... Auf einmal wieder alleine einschlafen, wenn das 2500 Tage her ist, hat man vergessen wie es sich anfühlt und das hemmt einen etwas gegen die Stagnation vorzugehen. :|

Liebe Grüße,

Ellisdi.

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BeitragVerfasst: Mo 11. Sep 2017, 07:37 
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Tunnelmensch
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Registriert: So 9. Sep 2012, 17:45
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Ellisdi hat geschrieben:
Es ist wie fernweh mit gleichzeitiger Angst vor dem Losfahren... Auf einmal wieder alleine einschlafen, wenn das 2500 Tage her ist, hat man vergessen wie es sich anfühlt und das hemmt einen etwas gegen die Stagnation vorzugehen. :|


geht es allen so, die ungewissheit... ob es etwas neues kommt, wie lange es überhaupt dauert bis etwas neues kommt und ob es auch wirklich besser sein wird.
das was man hat, kennt man und hat sich damit arrangiert...eine relative komfortzone verlässt man nicht gern.

_________________
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BeitragVerfasst: So 25. Nov 2018, 11:31 
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Träumer

Registriert: So 25. Nov 2018, 10:16
Beiträge: 7
Ellisdi, das hast du sehr schön ausgedrückt! Wie ging die Geschichte weiter?

Mir geht es ähnlich und auch nicht. Ich träume wieder von diesem freien Leben, Selbstversorgung und irgendwo am Wasser.. Ich hatte es schon (fast), bis meine Mutter schwer krank wurde und ich zurück kam um sie zu pflegen.
In dieser Zeit, an dem Ort den ich so hasse und dem ich schon viele Jahre entflohen war, lernte ich ausgerechnet meinen jetzigen Partner kennen. Ich zog also zurück (da er einen gut bezahlten Job hatte und ich nur ganz wenig Einkommen) und wir versprachen uns, dass wenn das mit uns alles schön ist, wir hier gemeinsam in 1-2 Jahren weggehen.. das ist nun 6 Jahre her. Er verdient sehr gut, ist seit 16 Jahren in dieser Firma und fühlt sich da wohl. Ich bin aber immer noch unglücklich hier, habe Sehnsuch nach meiner Ostsee und nur die Liebe zu ihm hält mich noch hier fest. Ich habe aber auch Angst ihn aus seiner Komfortzone rauszuhohlen, da wir natürlich auch vor dem nichts stehen könnten, oder ihm sein neuer Job nicht gefällt oder oder (mir macht das nix, kenn ich schon und freue mich immer auf Neues..) und er dann vielleicht absolut nicht mit der Situation umgehen kann und unglücklich ist...In diesem Konflikt befinde ich mich schon lange.
Nun haben wir einen Kompromiss gefunden: er hat nun die Möglichkeit 1 Jahr Sabbatical zu machen (nächstes Jahr) und ich 6 Monate. Diese Zeit wollen wir nutzen zum reisen, aber auch um unsere Zukunft fernab von hier zu gestalten. Ich hoffe, dass ihn das mutiger macht und in ihm dann auch mehr der Wunsch nach einem liebenswürdigeren Ort mit mehr Lebensqualität wächst..


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BeitragVerfasst: So 25. Nov 2018, 17:01 
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Schamane

Registriert: Di 23. Okt 2018, 01:36
Beiträge: 551
Wohnort: Salzburg
Sandra, euer Kompromiss klingt sehr vernünftig!

Ich dachte mir beim Lesen deines Textes schon
"ohje, eine/r ist da immer unglücklich"

Ich hatte heuer eine ähnliche Situation..
Nach einer Kündigung, weil es mir in der Firma und eigentlich auch im Job selbst nicht mehr getaugt hat. Überlegt, was ich machen möchte.
Thema Ausland oder neue Perspektiven...
Freundin hat das überhaupt nicht verstanden :(
Es ging dann leider soweit, dass wir draufkamen, unterschiedliche Lebensansichten zu haben. Hatten uns beide über die Jahre in entgegengesetzte Richtungen entwickelt.... Ich wollte auch öfters alleine mal etwas machen bzw Freunde treffen (kicken, klettern), sie hingegen wollte möglichst viel Zeit gemeinsam verbringen - muss dazusagen, dass wir uns durch unterschiedliche Arbeitszeiten auch öfter 2 Tage lang nicht gesehen haben, obwohl wir zusammen wohnten...

Wie Silvi sagte, manchmal passt man in einem Moment super zusammen, aber nach einer Veränderung nicht mehr...

_________________
I'm out / offline


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BeitragVerfasst: Mi 12. Dez 2018, 07:18 
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Aussteiger
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Registriert: So 8. Mär 2015, 23:04
Beiträge: 277
Wohnort: Regensburg
Sandra hat geschrieben:
Ellisdi, das hast du sehr schön ausgedrückt! Wie ging die Geschichte weiter?


Die Fortsetzung der Geschichte:
:schaf: :schaf: :schaf: :schaf: :schaf:
Schritt für Schritt in den Stillstand.
Ich bin ja gespannt auf "eure" / deine Entwicklung. :totenschädel:

Liebe Grüße,

Ellisdi.

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BeitragVerfasst: Fr 14. Dez 2018, 04:49 
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Träumer

Registriert: Di 4. Dez 2018, 02:50
Beiträge: 8
Nachdem hier alle aus dem eigenem Nähkästchen plaudern, möchte ich auch meine eigene Beziehungsgeschichte teilen.

Das "für den anderen Mitdenken" ist bei mir ein sehr präsentes Thema, da meine Freundin psychische Probleme hat und ihr vieles im alltäglichen Leben Probleme bereitet. Sie hatte eine schwere Kindheit, einen miesen Vater, eine überforderte Mutter, eine durchwachsene Pubertät und das Resultat dieser harten Zeiten sind/waren Depressionen, Angstzustände, ein schlechtes Selbstwertgefühl, eine Essstörung, eine leichte Angst vor der Zukunft, ... Dazu kommt eine genetische Störung der Schilddrüse und des Hormonhaushalts (Chronische Unterfunktion).

Seit wir zusammen sind, nehme ich die Rolle des Beschützers und des Motivators ein, die tolle (und talentierte!) Frau macht Therapie, erfindet sich selbst regelmäßig neu und hat sich in zwei Jahren unfassbar positiv verändert. Allerdings ist ein "Ende" der Strapazen kaum in Sicht und in meiner realistischen Art vermute ich, dass ihre "Startschwierigkeiten" sie wohl ihr ganzes Leben begleiten werden. Somit ist es für mich sehr unwahrscheinlich, bzw. unendlich schwierig nicht für den anderen mitzudenken und 100% bei mir zu sein. Verantwortung für meine Freundin zu übernehmen ist ein vorherrschendes Thema und gewöhnt habe ich mich an dieses Zusammenleben inzwischen auch schon. Ist ja auch schön sich um jemanden zu kümmern und persönliche Erfolge mitzuerleben, Dankbarkeit zu erfahren.

Sowas ist natürlich sehr fordernd und oft schwierig. Ich muss mich ab und zu selbst leicht vernachlässigen, Ich kann meinen persönlichen Bedürfnissen oft nicht den Vorrang geben. Aber das ist für mich auf eine gewisse Art und Weise Ehrensache, die Frau ist halt auch wirklich wunderbar und ich hab hohe Ansprüche. :P So kann ich das irgendwie legitimieren.

Vielleicht kennt das ja jemand aus seinem eigenen Leben?


PS: Ach übrigens, die Lust auszusteigen, Selbstversorger zu werden, die eint uns. Was für ein Glück! :mrgreen:


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BeitragVerfasst: Fr 14. Dez 2018, 05:45 
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Registriert: So 8. Mär 2015, 23:04
Beiträge: 277
Wohnort: Regensburg
weberino hat geschrieben:
Vielleicht kennt das ja jemand aus seinem eigenen Leben?


Deine Dame gleicht meiner in der Hinsicht fast 1:1 . Man nennt solche Frauen "Kindfrauen". Gepaart mit den Angststörungen alias Sozialphobien und Entscheidungsschwierigkeiten, Demotivation etc. ein schwieriges Pflaster...

Sie gleicht das mit ihrem Humor und ihrer Menschlichkeit aus...wahrscheinlich ist Menschlichkeit eben in reiner Form nur in Kindern zu finden und doch sehne ich mich nach einer "Frau". PARADOX :gruebel:

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