Aussteiger und Selbstversorger Forum

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 Betreff des Beitrags: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Mi 9. Dez 2020, 14:16 
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Träumer

Registriert: Mi 9. Dez 2020, 14:13
Beiträge: 10
Erinnerungen an Atlantis

I
Auf diesem Wege möchte ich Euch ein paar meiner Erlebnisse schildern, wie ich versuchte, mich in der Karibik niederzulassen und auszusteigen.-

Die Anreise war lang und ermüdend: Von Berlin mit dem Zugding über Köln, Brüssel nach Paris. Dort mit dem Flugding über das Meer.

Dadurch bekam ich nötigste Neuigkeiten nicht mit, suchte mir in X – die Reise sollte eigentlich weiter führen zur herzallerliebsten Nachbarinsel Y - eine Unterkunft für wenige Tage.

Am dritten Tage jedoch wunderte mich, dass die Dame, die das Haus betreute, mich mit den Worten gen Unbekannt verließ: Viel Glück!-

Nun, der Sturmgott war offenbar sehr, sehr wütend, und er schleuderte einen Hurrikan in unsere Richtung, genau auf mich zu.
Düstere, unheilschwangere Wolken zogen auf, und verkündeten das bevorstehende Strafmaß: Am Nachmittag begannen die Winde zu toben, die Palmen bogen sich, die Früchte fielen zerschmettert zu Boden, alles, das zu leicht befunden wurde, wurde fort geblasen.
Regen begann zu fallen, aber nicht ein Regen, den unsereins auch Regen nennen würde: Es war eine Wasserwand, undurchdringlich, ungeahnte Wassermassen, ein Getöse sondergleichen.
Gegen Abend erreichte der Sturm seine volle Kraft und tobte die Nacht hindurch.
Da ich vollkommen alleine und unvorbereitet in dem Haus war, mit der Aufgabe, die Tiere zu Füttern, schaute ich nach diesen: Schweinchen Rosalie steckte mit der Nase in einem riesigen Sack mit Futter, und grunzte zufrieden. Sie und die anderen Gänse und Hühner hatten sich in die Garage verzogen, und ich glaubte fest daran, sie wüssten, was sie tun …
Derweil schepperte es draußen gewaltigst, ein Chaos, wie ich es nicht in Worten zu beschreiben vermag. Die Dächer der weiter entfernten Nachbarn wurden abgetragen, manchmal klatschte eine Zinkfolie gegen die Wand, oder andere, undefinierbare Dinge wurden mit viel Lärm über das Land getrieben.
Am meisten Sorgen machte mir jedoch das kleine Rinnsal neben dem Grundstück, das inzwischen zu einem gewaltigen, alles vernichtendem Strom angeschwollen war, und drohte, mich samt Tieren und Gebäude in die See zu reißen.
Nach wenigen Stunden fielen Strom und Wasser aus, doch hatte ich rechtzeitig Regen in Tonnen gesammelt, und ein paar Kerzen gefunden.
Die Nacht war schlaflos, ich hielt mich im innersten Raum des Gebäudes versteckt, auf das solide Dach vertrauend. Jede Stunde schaute ich in einem kurzen Rundgang durch die Zimmer nach den Tieren, wo Rosalie mit Schaum vor dem Mund inzwischen alles verspeiste, was sich verspeisen ließ. Die anderen Tiere hatten sich in stiller Eintracht um Rosalie herum eng aneinander gekuschelt, und ich erwischte mich ernsthaft in dem Gedanken, mich dazu zu gesellen, doch ließ mir der wütende Sturm keine Ruhe. Sogar der stolze Hahn reihte sich demütig ein zwischen seine Damen.
Gegen Mittag des nächsten Tages ließen Wind und Regen langsam nach. Wie einst Noah auf der Arche wagte ich es, einen Fensterladen zu öffnen. Was ich erspähte, ließ mir den Atem stocken: Zerfleddert waren alle Blumen und Büsche und Bäume, Unrat lag überall verstreut. Der reißende Strom nebenan hatte buchstäblich nur wenige Zentimeter vor der betonierten Terrasse angehalten, strömte jedoch immer noch bedrohlich in Richtung Meer, tote Tiere und vielleicht auch hilflose Menschen mit sich reißend.
Das wahre Ausmaß dieser Katastrophe war verheerend, wie sich in den nächsten Tagen herausstellte: Die Nachbarinsel Y, wo ich eigentlich auszusteigen gedachte, war komplett verwüstet, nur 40 Kilometer jenseits des Meeres.
Nachbarn aus der Umgebung bahnten sich am nächsten Morgen ihren Weg zu mir. Ich selber war gesund, hatte einigen Reis gefunden, und Streichhölzer, mit dem ich das gesammelte Wasser verkochte. Schweinchen Rosalie lag voll und überfressen in der Garage, die gefiederten Freunde schnatterten durch das abenteuerliche Gelände, überlebten aber allesamt.
Mit der Machete begann ich, Grundstück und Gelände zu säubern, aufzuräumen. In der Ferne bahnten sich Feuerwehr und Katastrophenschutz Stück für Stück ihren Weg durch die verwüstete und zerzauste Landschaft.
Die Nachbarn schauten öfter vorbei, einmal half ich ihnen ein wenig. Die Frau des Hauses kochte etwas und lud mich zum Essen ein, freundlich, sehr freundlich. Im Gegensatz zu mir hatten sich ja alle anderen vorbereitet auf dieses Ereignis, und dementsprechend Vorräte anlegen können.
Einmal kam dabei die Sprache auf mich, und was ich vorhabe: Tourist? Magst Du Strand und Musik?
Nein, antwortete ich entschieden, Ich steige hier aus!-


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Mi 9. Dez 2020, 14:16 


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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Mi 9. Dez 2020, 16:46 
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Guru

Registriert: Sa 11. Jun 2016, 21:31
Beiträge: 1555
Wohnort: Irgendwo im Nirgendwo
Boah danke für diesen plastischen und prägnanten Bericht

Schweinchen Rosalie wird mich in meine Träume begleiten :P

hmmm, und jetzt, was machste? Nicht mehr aussteigen wollen? Doch ausgestiegen? Wo und wie auch immer
Das Mittelmeer is net ganz so stürmisch.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Mi 9. Dez 2020, 17:29 
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Backpacker

Registriert: Mi 25. Nov 2020, 19:38
Beiträge: 35
Wohnort: NRW
Hallo around. Der Text war nun wirklich schön zu lesen. Das geschah erst kürzlich, oder ist das länger her? Es hat einige Assoziationen bei mir geweckt, die ich beschreiben möchte. Ich befand mich noch nie in einer solchen Naturgewalt, aber ich stelle es mir atemberaubend vor. Wenn sich ein hartnäckiger Sturm verzieht und dann wieder die Sonne rauskommt und der Frieden. Vor ein paar Jahren spazierte ich durch die Bauernschaften. Es war doller Sommer, und auf einmal fing es unglaublich stark zu regnen an. Es hat sich angefühlt, als ob ich im Wasser wirklich baden würde. War das belebend! Der Regen hörte auch rasch wieder auf und die Sonne kam und trocknete mich. Das, was du beschreibst, ist aber natürlich eine andere Liga...


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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 15:36 
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Träumer

Registriert: Mi 9. Dez 2020, 14:13
Beiträge: 10
Das war Wirbelsturm "Maria", Dominica wurde komplett verwüstet, Guadeloupe gestreift. Die Tage nach der Katastrophe schien die tropische Sonne so unschuldig, als sei nichts passiert - doch waren alle mit Aufräumen beschäftigt. Wahrscheinlich werde ich meine Geschichte als Fortsetzung veröffentlichen, keine Ahnung, ob hier das richtige Forum dafür ist. Alle Verlage, die ich angeschrieben habe, haben dankend abgelehnt, scheiß drauf!-
Übrigens bin ich gerade in D´land, und warte Corona ab.
Ausserdem suche ich eine günstige Ecke, wo ich mich in Jurte oder kleiner Hütte niederlassen kann, habe auch privates (Wald-)Grundstück in D´land, sogar mit Bach, allerdings hat die Behörde, die ich um Erlaubnis angeschrieben habe, dort ein landwirtschaftliches klitzekleines Hüttchen zu errichten, mir ziemlich direkt angedroht, sie würden das unter Strafe stellen. Vergesst es in D´land!
Falls jemand Hinweise hat, wo ich ein Grundstück für einen kleinen Garten samt Jurte oder Hütte zur Verfügung hätte, bitte ich dankbar um Hinweise.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 17:06 
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Administrator
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Beiträge: 3331
Wohnort: Perle des Erzgebirges
Hi, danke für den Bericht. :daumen

Zum Thema Hütte im Wald hast du in dland schlechte Karten, aber eine jurte kann mit etwas überreden und Hartnäckigkeit gelingen.
https://www.jurtenland.de/wiki/Rechtliches_zu_Jurtenburgen

Mfg

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Was wir in dieser Welt brauchen sind ein paar Verrückte mehr, denn seht wohin uns die Normalen gebracht haben. "George Bernard Shaw"
Glaubt an morgen und pflanzt einen Baum.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 19:12 
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Tunnelmensch
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Ich denke, Du solltest wegen dem Grundbund darauf leben, Spencer Mal anfragen.
Länger nicht im Forum gesehen, aber auch auf einem anderem Forum erreichbar. Möglicherweise Grad in der Winterflucht.

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"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
"Sonne, Freiheit und eine kleine Blume muß man haben!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 20:25 
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Freak

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Around hat geschrieben:
Falls jemand Hinweise hat, wo ich ein Grundstück für einen kleinen Garten samt Jurte oder Hütte zur Verfügung hätte, bitte ich dankbar um Hinweise.


Willste was kaufen oder pachten/mieten? Mit welcher Infrastruktur (Wasser, Abwasser, Strom, Telefon)?

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Der mächt´ge Herr mit Schrei´n und Droh´n bricht Reiche und Städte zu Grunde,
still heilet der Bauer und sein Sohn
des Landes blutende Wunde.

(Erik Gustav Geijer, 1783-1847, schwedischer Schriftsteller)


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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 22:49 
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Tunnelmensch
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Kaufen hätte für ihn keinen Sinn. Dann kann er wieder seine Jurte nicht aufstellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 23:04 
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Träumer

Registriert: Mi 9. Dez 2020, 14:13
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Es ist wahrlich kompliziert! Mehr zu meinen bisherigen Erfahrungen und Reisen nach und nach, wenn´s gefällt.
Karibik, Asien, Lateinamerika oder Kanada kenne ich zwar ganz gut, komme ich doch sehr gut mit Sprachen, Leuten, und dortigen Gepflogenheiten klar; jedoch bin ich kein totaler Aussteiger, sondern tauche aus verschiedenen Gründen ab und an in D-land auf. Auf die Dauer ist es mir zu zeitaufwändig und zu teuer, immer so weit zu Reisen - ich hasse Fliegen ... Irgendwie sieht es für mich derzeit so aus, als ob das, was ich vorhabe, nirgendwo erlaubt sei. Egal, ob ich immer 3 Monate am Stück dort verbringe, dann 1 Monat in D´land, als Eigentümer dürfte ich mir keine Jurte so lange aufstellen und bewohnen, schon eher als Mieter oder Mitbenutzer eines bebauten Grundstücks. Sehe ich das richtig?


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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 23:22 
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Weltreisender

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Stell dir mal vor,

es würde eine allg. Aufstellungsgenehmigung für Yurten auf Baugrundstücken geben - was wäre dann mit den Regeln der Nachbarschaftsbebauung ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 23:30 
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Träumer

Registriert: Mi 9. Dez 2020, 14:13
Beiträge: 10
Ich hatte mir den Spass erlaubt, wegen des privaten Grundstücks in RLP beim Bauamt der Gemeinde anzufragen, um zu vermeiden, was anderen bereits passierte: Das das Ordnungsamt eines Tages anklopft, mich mit Strafe bedroht, und auffordert, den Platz sofort und sauber zu verlassen ... und muss sagen, dass mit dem Kerl wahrlich nicht zu Spaßen war: Er wies mich schlecht gelaunt auf den §35 BauG hin, und auf Nachfrage schloss er aus, dass es eine landwirtschaftliche Sondererlaubnis von ihm gebe. Wie nett! Aus Portugal, Frankreich, Italien und Spanien hörte ich ebenfalls schreckliche Geschichten - manch einer ist hilflos und ruiniert, wenn die Miliz ihm seine Habe verbrennt, und verklagt. Verboten! Und in D´land haben andere, die ich kenne, ebenfalls eher schlechte Erfahrungen gemacht - nicht beruhigend, wenn einer nur Ruhe sucht ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 23:31 
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Freak

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Megalitiker hat geschrieben:
Kaufen hätte für ihn keinen Sinn. Dann kann er wieder seine Jurte nicht aufstellen.

Wieso? Man kann sich doch ein Gartengrundstück kaufen und dort kann man Gebäude bis zu einer gewissen Größe ohne Fundament aufstellen. Offiziell darf man da nicht wohnen, klar.
Es gibt auch Grundstücke mit alten Häusern drauf, Ruinen, die aber offiziell bewohnt werden dürfen. Da kann man auch eine Jurte drauf stellen und man hat sogar ne offizielle Wohnadresse.
Allerdings braucht man da wieder ne amtliche Kläranlage oder abflußlose Grube.
Bloß kosten solche bauland-grundstücke eben mehr als ein Gartengrundstück.
Es gibt aber auch so Mitteldinger, wo mal ein gepachtetes Gartengrundstück war, die aber später von den Gemeinden zum Dauerwohnsitz umgewidmet wurden, wenn ne Kläranlage selber gebaut wurde.
Prinzipiell gibts also verschiedene Möglichkeiten. Kommt immer drauf an, was man will und was man bezahlen kann, und dann muß man auch recht flexibel sein und sicher lange suchen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 23:41 
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Freak

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Beiträge: 1339
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Around hat geschrieben:
und auf Nachfrage schloss er aus, dass es eine landwirtschaftliche Sondererlaubnis von ihm gebe. Wie nett!

Landwirtschaftliche Sonderausnahmen gibts halt nur für Landwirte, ist doch klar.

Ich kenne allerdings in 5km Umkreis 3 recht geräumige "Hütten", die mitten im Wald liegen, mit Grundstück drum rum. Sowas wäre wohl was für Dich. Die sind natürlich irgendwann mal von irgendwelchen Bonzen gebaut worden, scheinen aber auch heute noch zumindest zeitweise bewohnt zu werden. Also irgendwie geht das schon. Man muß halt dazu kommen, wenn sowas verkauft wird. Neu bauen geht natürlich nicht.
Hab auch ne Ruine gefunden, die jemand herrichtet, mit Teich, neuem Zaun usw., die liegt total idyllisch am Waldrand. Sowas gibts also schon, ist nur vermutlich im Internet schlecht zu finden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 23:47 
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Träumer

Registriert: Mi 9. Dez 2020, 14:13
Beiträge: 10
Reisen und Suchen ist aktuell im Corona-Wahnsinn eher ungemütlich ... Bis Ende Februar suche ich deswegen ein Land, und möchte dann das Projekt angehen.
Von 2000 bis 2003 wohnte ich in Polen, damals durften wir uns dort ohne amtliche Erlaubnis eine Holzhütte bis (glaube ich) 35 m² auf Privatgrundstück errichten - keine Ahnung, ob das noch gilt. In Griechenland war es am Fuße des Olymp früher staubtrocken, Wasser rar, aber auch dort weiß ich nicht, wie es Heute aussieht. Vor der Türkei habe ich Heute eher Angst - obwohl sie wunderschöne Landschaften zu bieten hat.
Ich kenne Portugal und Spanien auch recht gut, aber dort hat sich sehr viel verändert: Bei meinem allerersten Besuch vor 1990 hat mir ein Polizist, den ich in einer Kneipe kennen gelernt hatte, mir persönlich die Türe einer leer stehenden, komplett möblierten, aber Zentimeter-dick von Staub bedeckten Villa aufgebrochen, und mich aufgefordert, den Garten sauber zu halten. Bei meinem letzten Besuch erlebte ich ungläubig, wie ein harmloser Wanderer unsanft aufgefordert wurde, sein für den Abend aufgestelltes Zelt sofort abzubauen. In Andalusien gibt es Höhlen, wo man einige Tage unterkommen kann, aber - man soll es nicht glauben - auch so entlegen im Hinterland kommen Leute vorbei, und glotzen Dich Höhlenbewohner wie ein Tier im Zoo an ...

Stichwort Notdurft: Das scheint das größte Hindernis zu sein, was Wohnen angeht: Zwar gibt es gute Methoden, das Grundwasser nicht mit Scheiße zu belasten, aber Klo bedeutet Wohnen bedeutet Nicht erlaubt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auswandern Erfahrungsbericht
BeitragVerfasst: Do 10. Dez 2020, 23:51 
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Tunnelmensch
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Registriert: Di 20. Nov 2012, 05:09
Beiträge: 7224
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Zitat:
. in D´land, als Eigentümer dürfte ich mir keine Jurte so lange aufstellen und bewohnen, schon eher als Mieter oder Mitbenutzer eines bebauten Grundstücks. Sehe ich das richtig?

So isses.

Zitat:
. Offiziell darf man da nicht wohnen, klar.

Darauf wollte ich hinaus.

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