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 Betreff des Beitrags: Ehepaar bauen Natur-Erdhaus im Wald
BeitragVerfasst: Mi 17. Jan 2018, 18:27 
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Aussteiger

Registriert: Mi 10. Mär 2010, 21:42
Beiträge: 184
Wohnort: St.Ingbert
Schönes Video über ein Ehepaar, dass in einem ein Hobbit Haus im Wald autark ohne Strom-und Wasseranschluss, dafür mit trinkbarem Wasser aus dem Bach und Lebensmittel aus eigenem Anbau lebt.

https://www.youtube.com/watch?v=JfoS-QKgWgI


Genauso stelle ich mir mein Aussteiger/Selbstversorger Leben vor.

Allerdings gefällt das den Behörden nicht und wollen das Haus abreissen lassen mit der Argumentation: Ihr Haus verschandele die Natur!!!!!!!

So ein Witz. Die bürgerliche Gesellschaft mit ihrem Betonwüsten( Sädten), Atomkraftwerken, Fabriken, Neubauten und Neubaugebieten verschandeln die Natur.

Die da oben im Video leben ein totales Leben im Einklang mit der Natur.

Aber ich finde es echt unfassbar, dass die meisten Leute so denken wie die Behörden. Geht es euch auch so, das ihr das normale bürgerliche Leben mit 8-Stunden-Angestelltenverhältnis, Mietwohnung, Lebensmittel aus dem Supermarkt, sinnlosem Konsum unerträglich findet und es gegen obiges eintauschen würdet?

Wenn ja, dann schreibt mir. Ich fühl mich mit meiner Einstellung sowas von alleine...


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Mi 17. Jan 2018, 18:27 


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BeitragVerfasst: Mi 17. Jan 2018, 18:36 
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Selbstversorger
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Registriert: Mo 23. Mär 2015, 10:38
Beiträge: 373
Wohnort: Kreis Odemira
...unglaublich das Argument der Behörden!
Schönes Video!...also ich würd da direkt einziehen! ;)

Naja,ich habs ja bald ! Anfang Mai sitz ich ja in meinem halben Lehmhaus! :P ;)

Alleine biste definitiv nicht mit Deiner Einstellung! Und die beiden im Video ja offensichtlich auch nicht, wenn sie schon 6000Unterschriften gegen den Abriss gesammelt haben... ;)

MfG

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BeitragVerfasst: Mi 17. Jan 2018, 19:28 
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Schamane

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Wohnort: SW-Sachsen
Zitat:
Geht es euch auch so, das ihr das normale bürgerliche Leben mit 8-Stunden-Angestelltenverhältnis, Mietwohnung, Lebensmittel aus dem Supermarkt, sinnlosem Konsum unerträglich findet und es gegen obiges eintauschen würdet?


Naja, jeder tut was er kann.
In ner Mietwohnung und mit 8-Stunden-Tag würde ich es auch nicht aushalten.
Alles Essen kann ich aber nicht selber anbauen, also brauch ich nen Supermarkt, wenn auch wesentlich weniger als der Normalo.
Sinnlosen Konsum gibts bei mir nicht. Ich versuche den zu vermeiden (um nicht 8 Stunden am Tag für andere zuz arbeiten).
Also ganz allein biste hier sicher nicht, nur die Totalaussteiger wirste hier nicht finden, die sind dann nämlich auch vom Internet ausgestiegen :mrgreen:

Das die, die sich für "normal" halten, alles, was sie für "unnormal" halten, mobben und weg haben wollen, ist eigentlich ein Urinstinkt. Das gibts in jeder sozialen Gemeinschaft, bei den Fischen angefangen.
Damit muß man sich abfinden.

_________________
Der mächt´ge Herr mit Schrei´n und Droh´n bricht Reiche und Städte zu Grunde,
still heilet der Bauer und sein Sohn
des Landes blutende Wunde.

(Erik Gustav Geijer, 1783-1847, schwedischer Schriftsteller)


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BeitragVerfasst: Mi 17. Jan 2018, 20:04 
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Freak

Registriert: Sa 11. Jun 2016, 20:31
Beiträge: 1181
Wohnort: Sardiniens wilder Westen
Hey outdoorfreak,

neee, bist absolut nicht alleine mit deiner Einstellung!

Und ich kenn ausser mir selbst noch einige andere, nur allein in meinem Umfeld.... also, da sind ein Haufen Leute irgendwo da draussen, denen es auch so geht. Nur haste halt in den Medien ständig die andere Sorte Menschen im Rampenlicht sichtbar, die mit den 9 to 5 Jobs und dem neuesten Smartphone, oder halt insgesamt die halbwegs "Normalen" :mrgreen:

Ich freu mich über jede/n Einzelne/n, der/die anders ist und mit Freude ein anderes Leben lebt :D


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BeitragVerfasst: Mi 17. Jan 2018, 21:05 
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Aussteiger

Registriert: Mi 10. Mär 2010, 21:42
Beiträge: 184
Wohnort: St.Ingbert
Hallo

@strega

ich seh grad du wohnst in Sardinien. Ich war mal in Korsika. Dort hab ich auch jemanden getroffen, der in einer Einsiedelei lebte. Der hatte aber noch ein Steinhaus und ein paar kleine Hütten, hauptsächlich für Touristen.

Der lebte allerdings von Sozialhilfe, und die einzigsten, die ihm den Garten machten waren wwoofer (Freiwillige Helfer), die gelegentlich vorbeikamen und für ein paar Wochen blieben.

Bist du in Sardinien am Anfang gut reingekommen? In Korsika kann man nämlich nicht einfach so ein Stück Land kaufen, da muss man schon 10 Jahre da bleiben, bis man was verkauft kriegt.

War auch mal in den französischen Pyrenäen, im Ariége. Da waren ein paar Alternative, aber auch dort hab ich kein Grundstück zum Verkaufen gefunden.

Aber ich will ja eh in die französischen Vogesen. Das ist nicht so weit von mir entfernt.
Aber mal ganz ehrlich: Was haltet ihr davon ein Grundstück zu kaufen, und dann Gemüse, Getreide anzubauen evtl noch ein paar Beerensträucher und Obstbäume und evtl noch ein bisschen Pilzzucht zu machen und ohne Geld leben?

Ich hab hinter dem Haus einen 200qm grossen Gemüsegarten. Seit 9 Jahren gärtnere ich. Hatte noch nie Ernteausfälle, ausser 2015, da hat es im Sommer kaum geregnet, da war die Ernte nicht so gross. Aber bei Getreide kann glaube ich mal eher ein Ernteausfall kommen als bei Gemüse, vor allem wenn man es Bio macht, ohne Pestizide. Aber keine Ahnung, hab noch nie Getreide angebaut.

Klar,wäre mir lieber handwerklich Sachen zu produzieren und auf Märkten zu verkaufen. Aber da braucht man wieder ein Auto, und das kostet Steuern und Versicherung, Benzin, laufend Reperaturkosten. Und Gemüse auf Märkten verkaufen wäre auch eine Idee, aber da brauch man auch ein Auto und ne Genehmigung. Und die ist warscheinlich teuerer, wie das Gemüse, das man im Sommer verkauft.

Man könnte auch versuchen Gemüse an einer Landstrasse oder Bundesstrasse zu verkaufen, indem man einen Stand hinstellt.
Meint ihr, das wäre legal?

Die Aussteiger, bei denen ich war hatten neben Gemüsegarten meist Sozialhilfe, oder Hartz4, oder kleine Jobs. Komplett autark lebte von denen keiner. Ich weiss noch nicht mal, ob da möglich ist. In Deutschland mal auf gar keinen Fall. An soviel Land kommt man gar nicht ran.


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BeitragVerfasst: Mi 17. Jan 2018, 21:47 
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Freak

Registriert: Sa 11. Jun 2016, 20:31
Beiträge: 1181
Wohnort: Sardiniens wilder Westen
in Italy gibts weder Hartz noch Sozialhilfe, es sei denn du bist Einheimischer und hast ne Menge Kinder, dann springt vielleicht die Kirche etwas ein, damit die Kids was zu essen haben, andernfalls gibts aber nix....

ich arbeite daran, jedes Jahr immer weniger Geld zu brauchen...
der Garten ist eine famose Sache, ohne die ich nicht mehr leben wollte 8)

kenn seit letztem Jahr auch Leute in meiner unmittelbaren Umgebung, in deren Kreis ich jetzt auch dabeibin, wir helfen einander unentgeltlich und machen auch ne Art solidarische Landwirtschaft, fast alle haben Grund und Boden, und Einkaufsgemeinschaft bei Produkten, die wir nicht selbst haben (Käse z. B. kaufen wir nicht mehr im Supermarkt, sondern direkt bei einer Schäferin in der Nachbarschaft) Ist klasse und kommt direkt den Nachbarn und Freunden zugute anstatt irgendwelchen grossen Ketten, die nur die maximale Kohle machen wollen und nicht auf umweltfreundliche Produktion achten und Regionalität, was uns aber wichtig und fördernswert ist. Unabhängig vom Weltmarkt sein ist für mich tierisch entspannend und erfreulich.

Kaufen kannste in Italia wann immer du willst alle möglichen Immobilien, ohne irgendwelche Wartezeiten. Dies als EU-Bürger wohlgemerkt, bei Schweizern gibts mehr Restriktionen. Kannst auch den Wohnsitz in D behalten, (aber dann musste KV blechen) wenn du dann in I ein Haus kaufst zahlste allerdings wirklich Steuern drauf, während wenn du den Wohnsitz in I hast auf deinem Haus zahlst du fast nix. In Frankreich weiss ich net wie es da ist, kannste aber sicher rausbekommen, sollte ähnlich sein dank vereintem Europa....

so ganz komplett ohne Geld.... ist vielleicht eher schwierig. Aber mit einem Minimum an Geld und alles Weitere vom eigenen Acker.... das geht durchaus prima. Halt ohne Auto (hab ich aber noch, ist wirklich ein Geldfresser, auch wenns klein und robust ist) und Klimaanlage mit Betrieb vom staatlichen Elektrizitätsmonopolisten und so....
Und Minimum an Geld heisst für mich auf Dauer im Schnitt weit unter Hartz-Satz. Sollte machbar sein, so viel Kohle aufzutreiben denk ich. Ausgewanderte Freunde aus England verkaufen online eigenes supermegabio-Olivenöl in Nordeuropa zu sehr guten Preisen.... zum Beispiel. Oder gehste zwei Monate Saisonarbeit machen irgendwo, wenn du bescheiden lebst, dann reicht das den Rest vom Jahr. :D


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BeitragVerfasst: Do 18. Jan 2018, 21:11 
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Aussteiger

Registriert: Mi 10. Mär 2010, 21:42
Beiträge: 184
Wohnort: St.Ingbert
ich hab hier auch einen Garten hinter dem Haus und die letzten Jahre hab ich es auch so gemacht, dass ich im Herbst ca 2 Monate als Erntehelfer arbeiten ging. Aber man arbeitet meist mit Rentnern zusammen, und die haben für diesen Lebensstil absolut kein Verständnis, ich muss mir von denen dauernd dumme Sprüche anhören. Auf Dauer will ich das nicht mehr machen mit der Erntehelferarbeit.


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BeitragVerfasst: Do 18. Jan 2018, 22:33 
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Schamane

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Ist ja interessant.
Die sind bloß neidisch, das sie auch noch als Rentner arbeiten, während Du schon "Rentner" bist :mrgreen:
Wenn man denen erzählt, das man nur so wenig wie möglich arbeiten will, um noch was vom Leben zu haben, dann kommen viele schon ins Grübeln.
Ich sag dann immer: "Ich fahre nur ganz alte Autos, das Haus ist bezahlt und so lange, wie ich lebe, wirds auch ohne große Reparaturen halten. Also, wozu den ganzen Tag buckeln? Da wär ich doch blöd.."

Such Dir doch nen Job, wo Du alleine bist. Das ist viel gesünder :mrgreen:

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BeitragVerfasst: Fr 19. Jan 2018, 07:14 
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Freak

Registriert: Sa 11. Jun 2016, 20:31
Beiträge: 1181
Wohnort: Sardiniens wilder Westen
schätze mal dass du beim Erntehelfen auch nicht wirklich gut verdienst....? Da geben eher Drückerpreise das Lohnniveau vor...
Weihnachtsmarkt kann auch ganz cool sein, wenn du nen Stand alleine schmeisst redet dir auch niemand ständig rein... und kannst dich mit den Kunden amüsieren. Hab tolle Kontakte da, alle Jahre wieder wunderbar :D


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BeitragVerfasst: Fr 19. Jan 2018, 12:03 
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Weltreisender
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Registriert: So 25. Jun 2017, 23:31
Beiträge: 92
outdoorfreak hat geschrieben:
ich hab hier auch einen Garten hinter dem Haus und die letzten Jahre hab ich es auch so gemacht, dass ich im Herbst ca 2 Monate als Erntehelfer arbeiten ging. Aber man arbeitet meist mit Rentnern zusammen, und die haben für diesen Lebensstil absolut kein Verständnis, ich muss mir von denen dauernd dumme Sprüche anhören. Auf Dauer will ich das nicht mehr machen mit der Erntehelferarbeit.


Wenn die als Rentner noch als Erntehelfer arbeiten sieht man ja wie 'erfolgreich' deren Lebensstil war. :roll:


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BeitragVerfasst: Fr 19. Jan 2018, 19:58 
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Aussteiger

Registriert: Mi 10. Mär 2010, 21:42
Beiträge: 184
Wohnort: St.Ingbert
Zitat:
such dir doch en Job, wo du alleine bist


Den hab ich ja, ich baue Mountainbikes aus Holz, beschäftige mich mit Magnet-Motoren, Freier Energie, mein Ideal wäre es Fluggeräte zu bauen, so Mini-Helikopter, mit denen ich überall hinfliegen kann. Helis sind aber zu laut, das stört mich, bin grad dabei was zu finden, was nicht so´n krach macht.

Aber alles Sachen, mit denen ich noch keine Kohle verdienen konnte. Und als Selbstständiger die ganzen Kosten... KV, Steuern usw.. Das mach ich nicht. Da biste ruckzuck in Schulden drin.

Und zum Thema Rente: Die wird ich nie kriegen, da ich nie eingezahlt habe und es auch nicht vorhabe. Mir wäre es wichtiger ein Grundstück weit weg von Zivilisation, so im Wald in den Bergen zu finden, da ne Hütte hinbauen, grossen Gemüsegarten anlegen.

Und zu den Rentern: Es gibt tatsächlich Rentner, die kriegen 2000 Euro Rente und gehen im Herbst noch als Erntehelfer arbeiten. Aber nicht alle kriegen so viel, die bei mir sind, es gibt auch einige, die kriegen ganz wenig. Trotzdem: Wir jungen sind es ja, die ihnen die Rente bezahlen, kann sein, dass sie Existenzängste kriegen, allein schon bei der Vorstellung, viele junge Leute fangen an so wie ich zu leben. Bauen im Garten Gemüse an, leben von Gelegenheitsjobs. Hartz hab ich übrigens keins, wenn man es hier beantragt wird man sofort in einen 1-Euro Job gesteckt.

Gärtnern, das ist was, was man bis ins hohe Alter machen kann. Mein Opa gärtnerte noch bis er gestorben ist, und meine Oma gärtnert auch heute noch (mit 86 Jahren!!!)

Mir sagte mal einer, wo ich in einer Gärtnerei gearbeitet habe: Wenn man zuhause im Hobbygarten gärtnert, dann kann man sich schön Zeit lassen, aber in einer Erwerbsgärtnerei, die Gemüse verkauft, wo es ums Geld geht, da muss man draufhalten.

Dieser Satz sollte einem doch echt mal zu denken geben. Immer wenn´s ums Geld geht, ist´s stressig.

Nur wie ohne Geld leben. Ohne Geld kommt man an kein Grundstück, kann den Zahnarzt nicht bezahlen, wenn man mal Zahnweh hat und komplett autark leben is auch sehr schwierig....

Wie bloss aus dieser Zwickmühle rauskommen :?:


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BeitragVerfasst: Fr 19. Jan 2018, 23:31 
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Tunnelmensch
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Tja, so unterschiedlich ist das. Meine Mutter ist 80 und kann nicht mal mehr allein auf Toilette gehen. Mein Vater wirtschaftet mit 86 auch noch rum, der Nachbar sogar mit ueber 90.
Den Film kann ich nicht sehen, nach dem was ich lese hoert es sich aber toll an und nein, du bist nicht alleine.
Legal ist im Prinzip alles wobei man sich nicht erwischen lässt. Und wie du schon sagst, in Deutschland ist es nicht möglich ohne Geld zu leben. Daher schaeme ich nich auch nicht mehr H IV anzunehmen. Ich war selbstständig und weiss daher das einem der Staat nur Klötzer in den Weg schmeisst. Daher hab ich den Eindruck dass die Abhängigkeit vom Staat gewuenscht ist. Gut, so lange er es sich leisten kann.

_________________
"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
"Sonne, Freiheit und eine kleine Blume muß man haben!"


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BeitragVerfasst: Sa 20. Jan 2018, 08:28 
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Schamane

Registriert: Sa 7. Apr 2007, 18:10
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Wohnort: SW-Sachsen
Zitat:
Den hab ich ja, ich baue Mountainbikes aus Holz, beschäftige mich mit Magnet-Motoren, Freier Energie, mein Ideal wäre es Fluggeräte zu bauen, so Mini-Helikopter, mit denen ich überall hinfliegen kann. Helis sind aber zu laut, das stört mich, bin grad dabei was zu finden, was nicht so´n krach macht.


Wenn Du davon nicht leben kannst, geschweige denn, Dir was sparen, um irgendwo ne Hütte mit Grundstück zu kaufen, dann ist das kein" Job" sondern Hobby. (Von der Spinnerei "Freier Energie" dürfte man auch nicht leben können, außer, man kann damit anderen Spinnern Geld aus der Tasche locken)

Zitat:
Wie bloss aus dieser Zwickmühle rauskommen


Man muß sich für irgendwas entscheiden und dann darauf hinarbeiten.
Oder man verbringt seine Zeit damit, zu träumen und zu jammern. (Wobei das nicht abfällig gemeint ist, sondern nur eine Tatsachenfeststellung sein soll)

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BeitragVerfasst: Sa 20. Jan 2018, 14:12 
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Aussteiger

Registriert: Mi 10. Mär 2010, 21:42
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Wohnort: St.Ingbert
@zugucker

Zitat:
Wenn Du davon nicht leben kannst, geschweige denn, Dir was sparen, um irgendwo ne Hütte mit Grundstück zu kaufen, dann ist das kein" Job" sondern Hobby.


Die Sprüche kenne ich irgendwoher. Das sind genau die Sprüche, die ich mir von den Rentern anhören muss. Aber meine Einstellung ist folgende: Mir ist es wichtiger, was zu tun was mir spass macht, und wenn ich es nicht schaffe, damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen, dann will ich keinen Lebensunterhalt. Sprich: Ich bin lieber tot, als irgendetwas zu tun, dass mir keinen Spass macht und durchhalten, bis die Rente kommt.

Für die meisten ist auch Gemüse im Garten anbauen ein Hobby. Das allerwichtigste ist Geld verdienen. Geld, Macht und Sex, das ist alles, was zählt.

Für all die, die so denken, hab ich einen Spruch parat: Wer sich für Sicherheit anstatt Freiheit entscheidet ist zurecht ein Sklave und wird letzten Endes beides verlieren (Sicherheit und Freiheit)

Und abhauen in die Wildnis so wie Christopher McCandless, dass ist auch ein harter Überlebenskampf.

Und ja Megalitiker: Die Abhängigkeit ist erwünscht. Früher hatte hier fast jeder im Dorf einen Brunnen, Wasser war kostenlos. Heute ist jeder ans Wassernetz angeschlossen und muss bezahlen.Fast jeder (zumindest auf dem Dorf), hatte einen Garten oder auf dem Feld ein Stück Land, wo Kartoffeln, Gemüse, Getreid usw.. angebaut wurde. Viele hatten Kühe oder Ziegen.

Heute haben wenige Erwerbsbauern mehrere hundert Hektar, wo früher Fast alle auf dem Dorf ein paar Hektar haben. Und der Witz ist, das die Landwirte meist noch nicht mehr von ihrer Landwirtschaft allein leben können, wegen den hohen Kosten, für Maschinen, Traktoren, Geräte usw.. und noch einer anderen Erwerbstätigkeit nachgehen müssen um die Rechnungen zu bezahlen.

Das nenn ich mal Fortschritt.

Ich will jetzt nicht sagen, das früher alles besser war. Bestimmt nicht. z.b hätte ich kein Bock jeden morgen um 5 Uhr früh aufzustehen, die Kühe oder Ziegen zu melken, Gras mähen usw.. Deshalb bin ich Veganer geworden. Das macht die SV viel einfacher, man brauch weniger Fläche. Wenn´s regnet geh ich halt nicht in den Garten und mach was in der Werkstatt.

Das ist es auch, was man mit den Naturvölkern macht, den Aborigines und Indianern. Man versucht sie zu zivilisieren, nimmt ihnen alles Land weg, und das, obwohl sie zigtausende von Jahren von der Natur sich ernährt haben. Und wenn sie sich nicht an die moderne schnelllebige Zivilisation anpassen können, bezeichnet man sie als Sozialschmarotzer.


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BeitragVerfasst: Sa 20. Jan 2018, 17:15 
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Schamane

Registriert: Sa 7. Apr 2007, 18:10
Beiträge: 755
Wohnort: SW-Sachsen
Zitat:
Mir ist es wichtiger, was zu tun was mir spass macht,


Kann ich ja nachvollziehen. Das sage ich auch Leuten, die dauernd über ihren Scheißjob schimpfen und ungläubig gucken, wenn ich sage, das wir nur so viel für Geld arbeiten, das es reicht und die restliche Zeit damit verbringen, das zu tun, wasuns Spaß macht. :mrgreen:
Aber die Realität ausblenden (z.B. das man letztlich nirgendwo was geschenkt bekommt, vor allem kein Land und kein Haus) hilft eben nicht wirklich.
Irgendwo muß man immer Kompromisse machen.
Und soo schlimm ist es auch wieder nicht, sich für ein paar Stunden am Tag nen Job zu suchen, mit und von dem man leben kann.
Heute stand bei uns in der Zeitung ein Inserat: "Suche Hilfe auf dem Bauernhof".
Oft suchen auch Reiterhöfe/Pferdepensionen oder -züchter zumindest übern Winter Leute für nen Mini-Job.
Wenn man körperlich einigermaßen fit ist, kann das ein guter Job sein, grad übern Winter, wenn man im Garten sowieso nix machen kann. Und allein ist man dabei auch meistens, man hat mit Tieren zu tun und kann auch gut geistig abschalten.

Wenn Du also die "Vision" oder den "Traum" , irgendwo na billige Hütte mit nem großen Garten zu haben, würde es reichen, mal ein paar Winter dafür zu arbeiten und das Geld zu sparen.
Ich kenne jemanden, der hat sich für 10 000 ein Haus und ein großes Grundstück gekauft und versucht, davon zu leben, ohne irgendwo angestellt zu sein.

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