Di 26. Jun 2012, 07:30
[/center]
Erster Zyklus:
Die ersten drei Romane (erster Zyklus) der Originalreihe sind eine als Gesamtwerk konzipierte Einheit. Zeitlich ist die Handlung der Romane in einer unbestimmten fernen Zukunft angesiedelt. Bezugszeitpunkt ist die offizielle Gründung der Raumfahrergilde, die Handlung beginnt im Jahr 10190 n. G. (= nach Gildengründung).
Die Menschheit lebt in einem feudalen Imperium unter einem Kaiser (Padishah-Imperator) und lokalen (d. h. planetarischen) Fürsten auf einer Vielzahl von Planeten. Die Navigatoren der Raumfahrergilde stellen die schnelle und einzige Verbindung zwischen den Welten des Imperiums sicher. Daneben bilden die Techniker vom Planeten Ix (sprich: i-x) und der ausschließlich von Frauen gebildete Orden der Bene Gesserit wichtige Machtgruppen. Denkende Maschinen (Computer und Cyborgs) wurden vor langer Zeit in einem Krieg vernichtet (Butlers Djihad) und dürfen seitdem nicht mehr gebaut oder gar benutzt werden. An ihre Stelle treten Menschen, die zu mathematischen Höchstleistungen konditioniert werden, sogenannte Mentaten.
Die Dune-Saga entfaltet sich in dem Konflikt der Fürstenhäuser Atreides (gesprochen: A-tre-i-des, nach dem legendären griechischen Ahnherrn Atreus) und Harkonnen um die Herrschaft über den Wüstenplaneten Arrakis (von den einheimischen Fremen Dune genannt). Dieser ist aufgrund der nur dort zu findenden Droge Melange (zu deutsch ‚Mischung‘), auch bezeichnet als Spice (deutsch ‚Gewürz‘), von herausragender Bedeutung: Nur die Melange ermöglicht den Gildenavigatoren, mit ihren hellseherischen Fähigkeiten überlichtschnelle Raumschiffe sicher durch den Hyperraum zu steuern. Ohne Melange käme somit die interstellare Raumfahrt zum Erliegen und das Imperium würde in einzelne unabhängige Sternensysteme auseinanderfallen. Daneben hat Melange bewusstseinsverändernde und den Alterungsprozeß verlangsamende Eigenschaften und kann entsprechend der Dosierung zu leichten bis erheblichen Suchterscheinungen führen. Aus diesen Gründen ist die Herrschaft über den Wüstenplaneten von entscheidender Bedeutung. Der Romanzyklus beginnt mit der Übergabe des Wüstenplaneten als Lehen durch den Kaiser vom Haus Harkonnen an das Haus Atreides.
Gottkaiser:
Der vierte Roman der Serie spielt 3500 Jahre nach der Regierungsübernahme von Leto II., dem Sohn von Paul Atreides (Muad'Dib). Der Leser erfährt, dass Leto die Symbiose mit dem Sandwurm eingegangen ist, da nach seiner Vision die Menschheit sonst untergegangen wäre.
Ein wichtiges Motiv dieses Romans ist die Bedeutung der Religion. Leto erscheint gottgleich, allwissend, kennt Vergangenheit wie Zukunft und wird von einer fanatischen Kirche verehrt. Sein Körper ist grotesk ins Wurmähnliche verändert, nur sein Gesicht ist das eines Menschen geblieben. Ohne dass es den Beteiligten klar wird, plant Leto seinen eigenen Tod, um die von ihm in Fesseln gelegte Menschheit wieder freizusetzen. Dieses Motiv eines sich für die Menschheit opfernden Gottes ist aus verschiedenen Religionen bekannt. Auch geht Herbert der Frage nach: „Wir glauben an Gott − woran glaubt Gott?“
Der Roman endet, als Menschen, die genetisch bedingt außerhalb der Vision Letos stehen (Siona Atreides und Duncan Idahos Nachkommen), in die unbesiedelten Weiten des Universums aufbrechen und die Menschheit in die Unendlichkeit verstreuen – die Diaspora beginnt. Letos Plan, die Menschheit zu bewahren, gelingt einfach dadurch, dass sich diese auf zu viele Planeten verteilt, um ausgerottet zu werden.
Zweiter Zyklus:
Der fünfte und sechste Roman der Originalreihe bilden wiederum eine Einheit. Den geplanten Abschlussband konnte Frank Herbert nicht mehr vollenden.
Die Romane sind weitere 1.500 Jahre in die Zukunft gesetzt. Die Menschheit hat technische, biologische und psychologische Fortschritte gemacht, doch das zentrale Thema der vorigen Romane – das Überleben der Menschheit – und die Frage nach der Natur des Menschen, werden wieder aufgegriffen.
Das Universum wird nicht mehr von einem Kaiser regiert; unabhängige Gruppen (Bene Gesserit, Bene Tleilax, Geehrte Matres) ringen um die Vormacht, als die Rückkehr anderer Machtgruppen aus der Verstreuung das Gleichgewicht stört. Die Übermacht dieser Gruppen droht das Ende der Menschheit, einschließlich der Rückkehrer, einzuleiten. Beide Romane verfolgen die Anstrengungen der Bene Gesserit, in deren Rängen viele Nachkommen der Atreides sind, den Untergang abzuwenden.
Der ursprüngliche Wüstenplanet-Zyklus von Frank Herbert besteht aus sechs Romanen, die zwischen 1965 und 1985 erschienen sind. Dieser wurde nach dem Tod des Autors 1986 um bislang zwei zeitlich früher angesiedelte Romanserien sowie einen nachfolgenden Zyklus erweitert: Die Frühen Chroniken, die einen direkten Vorspann bilden, sowie die ca. 10.000 Jahre vor den Frühen Chroniken angesiedelten Legenden. Zeitlich nach dem letzten noch von Herbert selbst geschriebenen Roman sind Die Jäger des Wüstenplaneten (Hunters of Dune) und Die Erlöser des Wüstenplaneten (Sandworms of Dune) angesiedelt, die die Geschichte nach unvollendeten Manuskripten des Autors fortführt. Autoren dieser neuen Serien sind Frank Herberts Sohn Brian Herbert und Kevin J. Anderson.
Di 26. Jun 2012, 07:30
Di 26. Jun 2012, 09:52
Bei iphpbb3.com bekommen Sie ein kostenloses Forum mit vielen tollen Extras
Forum kostenlos einrichten - Hot Topics - Tags
Beliebteste Themen: Erde, Bau, NES, Liebe, TV
Impressum | Datenschutz