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 Betreff des Beitrags: Buch"Aussteigen, aber wie?"
BeitragVerfasst: Di 26. Jun 2012, 20:33 
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Aussteiger

Registriert: Mi 10. Mär 2010, 22:42
Beiträge: 209
Wohnort: St.Ingbert
Hallo

hier ist das Buch von einem Aussteiger in den Alpen, der über sein Aussteigerleben und die Gründe seines Aussteigens berichtet.

Kanns nur jedem empfehlen, der aussteigen will, aber noch nicht genau weiss wie (wie der Titel schon sagt :wink: )

Hier der Link zum kostenlosen Download:

http://users.quick-line.ch/against/aussteiger.html



Ausschnitt aus dem Buch:
Zitat:
Gerhard Schönauer ist ein Mann, der rechtzeitig das Aussteigen gewagt hat - zugleich persönlich und im Zeitgeschehen betrachtet.

Denn das Aussteigen wird schwieriger. Viele aufgeschlossene und idealistische junge Leute probieren es - und manche fallen dabei auf die Nase.

Das muß nicht sein! Schönauer gibt aus seinem reichen Erfahrungsschatz Hunderte von Tips, wie man es machen soll, wie nicht oder warum nicht und welche Voraussetzungen materieller sowie geistiger Art die Möchtegern-Aussteiger haben sollten.

Einerseits nimmt er Illusionen, andererseits aber macht er denen Mut, die schon zum Sprung ansetzen, sich aber nicht springen trauen, weil ihnen von allen Seiten her abgeraten wird.

Schönauer ist Meister darin, ohne erhobenen Zeigefinger, augenzwinkernd und humorvoll ziemlich alles in Frage zu stellen, was uns bisher als völlig normal erschien und dessen Richtigkeit wir nicht anzweifelten, weil wir den eigentlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang nicht erkennen.

Wir sind wie dressierte Affen und tun, was Eltern, Lehrer, Kirche, Staat und Nachbarschaft verlangen. Auch gegen unseren Instinkt, gegen unsere tiefsitzende Sehnsucht nach dem Ideal - bis wir an der berühmten Sinnfrage des Daseins ankommen.


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Verfasst: Di 26. Jun 2012, 20:33 


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BeitragVerfasst: Do 28. Jun 2012, 14:28 
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Guru
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...zum Teil spricht mir der Autor ja sowas von aus der Seele... auch wenn das Buch schon "älter" zu sein scheint


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BeitragVerfasst: Fr 29. Jun 2012, 07:41 
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Aussteiger

Registriert: Mi 10. Mär 2010, 22:42
Beiträge: 209
Wohnort: St.Ingbert
Hi Spencer,


ich hab das Buch vor 5 Jahren von jemandem empfohlen bekommen. Ich war so froh als ich das alles gelesen habe. Er spricht auch mir aus der Seele.

Ich war damals so frustriert von diesem ganzen System, dem Schul-und Ausbildungssystem, der Arbeitswelt. Und sagte allen, dass ich all das scheisse finde und bekomme von meinen "Freunden" und Verwandten nur gesagt " Was willst du eigentlich, akzeptiere es endlich, es ist halt so".


Und dann kommt man an so ein Buch mit solchen Zitaten:




Zitat:
Wenn ich es nicht von den Tasaday oder Affen her wüßte, ich fühle es deutlich in mir: Der Mensch ist von Natur aus kein Arbeiter. Erst unsere Kulturgesellschaft - auch Bibel und Christentum - erzieht ihn gegen großen Widerstand dazu und hält diese Untat für ein gutes Werk.

Arbeit macht, wenn sie natürlich ist, kurze Zeit Freude, dann wird sie neutral, schließlich unangenehm. Auch die Zeitspanne bis zum Umschwung habe ich an mir deutlich beobachtet:

Nach zwei bis drei Stunden ist jede Arbeitslust vorbei, auch wenn es sich um eine erfreuliche, leichte Arbeit handelt, meinetwegen Erntearbeit, Bäumchen stutzen, Pilze sammeln oder Bilder malen. Eine Arbeit über zwei Stunden wird abstoßend, über drei Stunden unmenschlich.

Kein Wunder also, daß die hochzivilisierten Länder voller unglücklicher Menschen sind. Die Quote der Schülerselbstmorde verdoppelt sich ständig. Das hat vielerlei Ursachen. Aber darf man denn Kinder fünf Stunden und mehr täglich arbeiten lassen, noch dazu in so unnatürlicher Weise und Umgebung?



Und dann weiss man: Endlich bekomme ich mal bestätigung, was ich schon immer dachte und die anderen mich deshalb als pessimistisch oder unnormal hinstellen.


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BeitragVerfasst: Fr 29. Jun 2012, 13:52 
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Guru
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Beiträge: 1836
Ich habe mich mal erdreistet in einem Gespräch anzumerken das unsere Kinder mit der Schule, so wie sie bestehet, ihre Jugend verlieren.

Ich glaub ich hatte hier schon mal darüber geschrieben.
Na ja, jedenfalls sagt ich sinngemäß (in Beisein meines Lütten)... " in der Schule müssen die Kinder rechnen und Schreiben lernen und das was ihren Interessen entspricht, die in der Grundschule von den Lehrern erkannt werden müssen und die dann in den folgenden Jahren gefördert werden." An meinen Lütten gerichtet: "wenn Du also meinen würdest Lesen, Schreiben und Rechnen reicht, dann würden wir jetzt nach Portugal gehen als Selbstversorger. Rechnen, Lesen und Schreiben kannst Du, den Rest bringt Dir das Leben bei.."
Oha, da hatte ich ja was gesagt. Nicht mein Lütter aber die Erwachsenen des Gespräches fanden meine Einstellung ja sowas von abnorm....

Und nun lese ich das da einer meint, 2 Stunden Schule reichen vollkommen aus am Tag, damit die Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen können... ;-)


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BeitragVerfasst: Fr 29. Jun 2012, 17:12 
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Schamane
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Zwei Stunden Schule pro Tag reichen aus um Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen, im Grundschulalter. Mehr Stunden haben die Kinder in der Schule dafür ja auch nicht, den Rest der Zeit wird gebastelt, gesungen, geturnt usw.Wenn man auf der Straße oder in besetzten Dörfern lebt und seine Kinder selbst unterrichtet sind meistens noch andere Menschen da die den Kindern etwas beibringen, das macht das Leben interessanter. Traurig fand ich den obligatorischen Fernkurs für Kinder hier in Frankreich, 4 Stunden pro Tag, alles schwarz-weiß und nur so Themen wie: Tom hat sich das Bein gebrochen, Silvias Hund ist überfahren worden, Oma kommt ins Altersheim, Peter ist krank, echt furchtbar! Zum Depressionen kriegen! Lustiger war dann doch der Unterricht in der hiesigen Dorfschule. Im Mathematikunterricht mussten die Kinder mal ausrechnen wie viel Zucker man in den Tank eines Panzers kippen muss damit er nicht mehr fährt. Vor einigen Jahren durften die Kinder ihre Schuldirektorin wählen. Es war eine sehr unbeliebte junge Frau, die Tochter der damaligen Direktorin. Alle Stimmen außer einer waren gegen sie. Sie wurde dennoch Direktorin. Ich frag mich heute noch ob das Absicht war. Immerhin haben ALLE Kinder gelernt wie sinnlos Wahlen in Frankreich sind.


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BeitragVerfasst: Fr 29. Jun 2012, 17:22 
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Guru
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Registriert: Mi 21. Mär 2012, 08:46
Beiträge: 1836
Zitat:
die Kinder mal ausrechnen wie viel Zucker man in den Tank eines Panzers kippen muss damit er nicht mehr fährt


:D :D :D :D geil, geil, geil


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BeitragVerfasst: Fr 29. Jun 2012, 17:29 
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Schamane
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Beiträge: 713
Wohnort: Extremadura,La Codosera
Outdoorfreak, das Zitat entspricht der Wahrheit. Echt gut getroffen. So sehe ich das auch. Obwohl ich selber manchmal 48 Stunden durcharbeite weil es mir Spaß macht. Aber ich bin ja auch nicht normal. Es gibt Kinder, ich habe selbst so eine, die gehen von 8 Uhr bis um 17 Uhr mit Freude in die Schule und lernen dann noch freiwillig weiter bis in die Nacht hinein. Nur um nicht so zu werden wie Mama und Papa. Jeder wie er will, Hauptsache glücklich. Nur zwingen sollte man niemand dazu.


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BeitragVerfasst: Fr 29. Jun 2012, 17:36 
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Registriert: Mi 21. Mär 2012, 08:46
Beiträge: 1836
Hm... ich denke wenn man auf etwas richtig Bock hat, da kann man auch 15 Stunden ackern ohne das die Lust vergeht. Ich hab mir damals so einen alten Katen in der Altstadt hier gekauft der völlig marode war und den dann so langsam wieder her gerichtet. Meine Freundin musste mich zwingen das ich nach dem Mittagessen noch sitzen bleibe und ein Cappu trinke, denn ich hab echt von morgends bis abends durchgerackt... und hatte Spaß dabei. Mittag eingeworfen und weiter gehts... Wenn ich allein war, hab ich manchmal gar nix gefuttert. Erst Abends als der Magen schon heftig knurrte. Man hat gar nicht gemerkt wie die Zeit vergeht.


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