Aussteiger und Selbstversorger Forum

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BeitragVerfasst: Di 18. Sep 2018, 20:57 
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Schamane
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Registriert: Di 27. Dez 2016, 22:33
Beiträge: 511
.
Megalitiker hat geschrieben:
@andy
Es gibt wahrhaftig schlechtere Systeme als das deutsche, dass macht das deutsche aber nicht zu einem gutem.
Anarchie ist das Zauberwort.


"Anarchie bezeichnet einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft. Er findet hauptsächlich in der politischen Philosophie Verwendung, wo der Anarchismus für eine solche soziale Ordnung wirbt. wikipedia"

Anarchie als Ausweg aus Staat oder anderen Systemen,
- die eine ordnende Struktur und "Verwalter und Aufpasser" allgemein gültiger Regeln haben -
halte ich nicht für realistisch.
Schön wäre es natürlich, wenn eine Gemeinschaft mit vielen Menschen sich an Regeln und Konventionen halten und ohne Aufpasser friedlich miteinander leben könnte - doch die Realität zeigt dass dies leider nicht funktioniert.
Ich stelle mir z.B. ganz praktisch vor, ich müsste mit den Usern dieses überschaubaren Forums gemeinsam in einem Dorf leben, ohne feste Regeln,
ohne dass Jemand (oder eine Gruppe) die Stellung hätte zu entscheiden, zu richten oder ggf. zu sanktionieren ...
:wink:

Ich denke wir sind uns einig dass dies im Chaos enden würde, oder ?
.

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''Solang Du in Dir selber nicht zuhause bist,
bist Du nirgendwo zuhaus" (Peter Horton)


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Di 18. Sep 2018, 20:57 


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BeitragVerfasst: Di 18. Sep 2018, 21:54 
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Freak

Registriert: Sa 11. Jun 2016, 21:31
Beiträge: 1030
Wohnort: Sardiniens wilder Westen
wenns zu ner Krisensituation kommt und das Überleben aller davon abhängt zu kooperieren könnt es vielleicht funktionieren, das mit dem Zusammenleben im fiktiven Dorf des Forums...
solang alles seinen luxuriös alltäglichen Gang geht und alle zu essen zu trinken haben wärs vielleicht schwieriger..?

In ner Anarchie würden vielleicht in ner Krise auf einmal einige Leut sehr laut nach ner Art Polizei rufen...?

es theoretisiert sich so tierisch einfach, wenn der Bauch voll ist, die Bude warm, es Internet und Fernseh hat...
zumindest im Moment....

ich las da mal einen Text von nem Vertreter eines Eingeborenenstammes irgendwo... der redete davon, dass sie keine Gefängnisse hatten und keine Polizei bevor die Weissen kamen, die brachten das mit, und das Feuerwasser, danach gabs Polizei....

schätz mal dass das in unserer Kultur nicht so einfach hinhauen tät mit der Anarchie,
wir sind oft einfach zu degeneriert....


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BeitragVerfasst: Mi 19. Sep 2018, 19:01 
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Freak
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Registriert: Mi 21. Mär 2012, 08:46
Beiträge: 1097
Anarchi gab es Anfang letzten Jahrhunderts kurzzeitig in Teilen von Spanien. Bis die Kommunisten da einen Riegel vorgeschoben haben. Wo gibt es denn sowas, das da wer den wahren Kommunismus lebt. Wo alle gleich sind und Entscheidungen im Konsens von unten getroffen von werden.
Leider hab ich nur eine Reportage darüber gesehen. Da waren sogar noch Zeitzeugen bei. Ich hatte nie die Zeit mich mehr darüber zu informieren. Ist ein spannendes Thema.
Die hatten sogar Handelsbeziehungen mit dem Ausland usw.


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BeitragVerfasst: Mi 19. Sep 2018, 19:57 
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Schamane
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Registriert: Di 27. Dez 2016, 22:33
Beiträge: 511
.
@Spencer
Anarchie kann natürlich von aussen zerstört werden - vielleicht umso leichter, weil eine geordnete Struktur und Abwehrkräfte fehlen.
Aber Einwirkung von aussen braucht es garnicht -
die Zeit wird den Zerfall von innen heraus bewirken.

Du kannst es ausprobieren:
Lade Deine nächsten Wwoofer oder Gäste oder Aussteiger
in Dein Haus und auf Deinen Hof ein
und biete ihnen volles Mitspracherecht,
Gleichberechtigung mit Dir
und Entscheidungsrecht über Deinen Hof an.

Wie lange wird das gut gehen ? :roll:
.

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BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 08:41 
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Tunnelmensch
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Warum sollte Spencer anderen Mitspracherecht ueber SEINEN Hof geben?
Spencers Beispiel stimmt. Gibt noch mehr. Island und Normannisch-Grönland.
Ueberlegt doch mal wie oft in euerm Leben ihr die Bullen gebraucht habt um euch vor jemand zu schützen. Genau! Vermutlich nie. Ohne das korrupte Gesindel haette ich jetzt mein Auskommen mit dem Einkommen, aber das ist ne andere Geschichte.
Andi, was mir dazu durch den Kopf geht, hab ich keine Lust zu schreiben. Vielleicht brauch ich eine Polizei um mich vor dir zu schützen. Aber sei dir versichert, das, wenn du es übertreibst, wir das regeln werden! Andererseits brauchst du von mir nichts zu befürchten. Unser Zusammenleben wuerde also funktionieren. Ach... ich moecht es am liebsten doch schreiben. Aber nicht jetzt.

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"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
"Sonne, Freiheit und eine kleine Blume muß man haben!"


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BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 08:44 
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Tunnelmensch
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Schon mal der Auspruch: "ohne feste Regeln" zeigt das du die Anarchie nicht ansatzweise verstanden hast.

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BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 10:56 
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Schamane
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Registriert: Di 27. Dez 2016, 22:33
Beiträge: 511
.
Nachtrag
@Spencer (und Solche die es nicht verstanden haben):
Der von mir o.g. erwähnte Versuch,
dass Du Deinen Hof als herrschaftsfreie Zone freigibst,
ist ein Gedankenmodell :!:
und kann bei konsequentem zu Ende denken sicher auch nützliche Resultate liefern.
Kannst Du aber natürlich auch mal richtig ausprobieren ...
Mega so auf Deinem Hof, unter oben genannten günstigen Voraussetzungen,
wäre doch eine bereichernde Erfahrung ... :wink:
.

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BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 12:38 
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Tunnelmensch
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Was du nur immer auf den Hoefen anderer Leute willst? Jeder beackert sein Grundstück. Leben und leben lassen! Da brauchen wir keine Polizei. Ein verbreiteter Irrtum das die Polizei dass Leben der Menschen untereinander regelt. Die Polizei ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse.

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BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 13:07 
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Schamane

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Beiträge: 698
Wer überirdische Autoritäten braucht, die ihm sagen, was er zu tun und zu lassen hat, kann mit dem Konzept
"wir brauchen keine Autoritäten, um unsere Angelegenheiten zu regeln", doch gar nichts anfangen.
Der kann sich also auch nicht vorstellen, das es ohne Autoritäten funzt.
Sonst müßte er ja das ganze Konzept "überirdische" Autorität gleich mit in Frage stellen, denn dieses ist ja nur erfunden worden, um irdische A. zu rechtfertigen :mrgreen:

Recht hat er allerdings insofern, das man mit Leuten, die in hierarschichen und autoritären Strukturen aufgewachsen sind, nur sehr schwer wirkliche Anarchie längerfristig leben kann.
Ich habe da nämlich auch große Zweifel.
Anarchie muß man von Kindheit an "lernen", und wer wächst heutzutage noch in anarchischen Strukturen auf?


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BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 13:38 
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Freak
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Beiträge: 1097
:mrgreen:

Jo Andy... der war gut ;)

Also ich hatte ja schon ein paar Workawayer hier und muss sagen, wenn ich denen volles Mitspracherecht usw.... :roll:

Ich habe ja auch nirgends behauptet, ich bin Anarchist... Okay... Ein wenig.

Ich nehme mir viele Freiheiten, lebe aber danach, dass meine Freiheit endet wo des nächsten Freiheit beginnt.
Privateigentum achte ich unbedingt. Obwohl es da auch unterschiedliche Meinungen gibt. Das Eigentum desjenigen, der viele Jahre dafür gearbeitet und gespart hat, betrachte ich anders als das Eigentum, wo eine Institution daher kam, den ansässigen Menschen erklärte das SIE gottgegeben der alleinige Eigentümer allen Landes, Waldes, Wassers usw. seien und den indigenen Völkern anboten sich Taufen zu lassen um dann ein Teil ihres immer schon bewirtschafteten Grundes unter zu leistenden Abgaben behalten dürfen... Oder Rübe ab !!!
Wenn ich mich Recht erinnere ist diese Institution noch heute der größte Grundbesitzer der Welt..
Trotzdem achte ich auch dieses Eigentum und auch das Eigentum des Staates, bzw der Allgemeinheit. Sehe das nur unter anderem Aspekten.

Mich interessiert an der Anarchie wie sie denn funktioniert hat.
Und ich glaube auch nicht das sie dauerhaft funktionieren würde / kann. Genau wie der wahre Kommunismus. Wenn alle gleich sind, will doch irgendeiner etwas "gleicher" sein und schon setzt sich die Spirale in Gang...

Was ich ganz wichtig finde. Das bei solchen Systemen die Menschen in der Lage sein müssen, sich an moralische Gesetze zu halten. Dann braucht es auch die Unmengen an Gesetzen " von oben " nicht.
Laut Neurobiologen ist das ja bei allen Menschen so angelegt. ( ich lese / höre / schaue den Gerald Hüther gern).
Die "Erziehung" schon in der kindlichen Frühphase macht uns "schlechter".
Also haben wir folgendes Problem. Wir brauchen eine Generation die nicht ihre moralischen Werte in der Kindheit aberzogen bekommt, sondern die sich ihrer Würde das ganze Leben lang bewusst ist.

Okay....
Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen

Vielleicht wenn ein paar Leute mit diesen Wertevorstellungen eine solche Generation auf einer einsamen Insel....
( so, nun habe ich die Kurve zum Threadtitel geschafft )


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BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 14:06 
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Tunnelmensch
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Hast mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen Zugucker. Fuer Andi ist es sicher ganz schwer das zu begreifen.
Auch Spencers Einstellung zu Eigentum kann ich so voll und ganz unterschreiben.

Zum Thema Anarchie auf Dauer. In Grönland 500 Jahre. Allerdings gab es Freie und Unfreie. Und jeder Hofbesitzer hat seinen Grund vermutlich wie ein Kleinkoenig verwaltet. Ausserdem war Grönland dem Bistum Hamburg oder Bremen untergeordnet. In wie fern dort die Pfaffen das sagen hatten, weiss ich auch nicht.
Eine Grundvoraussetzung wie sie Groenland zu bieten hatte, viel Platz und wenig Menschen.

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BeitragVerfasst: Di 2. Okt 2018, 01:50 
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Tunnelmensch
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Registriert: Di 20. Nov 2012, 05:09
Beiträge: 4189
Wohnort: Sachsen-Anhalt
So, jetzt schreib ich das doch mal. Weiss aber nicht ob ich den Sinn richtig rueber bringen kann.
Hitchens oder Dawkins - das weiss ich nicht mehr, tut aber dem Sinn keinen Abbruch- wurde mal bei einem Interview von einem Bischof gefragt, warum er denn so moralisch einwandfrei lebe, wenn er doch nicht an Gott glaube!
Merkt ihr was?
Der Bischof verhaelt sich scheinbar nur korrekt, weil er sonst Gottes Zorn fürchtet. Andernfalls wuerde er wohl die Sau raus lassen und vielleicht tut er das heimlich auch.
Mir geht es wie Hitchens oder Dawkins, ich brauche keinen Gott der mir sagt was gut und was falsch ist und ich brauche keine Trachtler die aufpassen das ich meinem Nachbarn nicht an die Gurgel gehe. Wenn, dann haelt auch der Schnittlauch nicht davon ab. Die koennen auch immer nur hinterher kommen.
Die 10 Gebote sind ja ne feine Sache, aber von Menschen gemacht und ne Frage der Erziehung diese weiter zu geben.

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