Do 5. Dez 2013, 02:12
...sobald die Glöckchen zu bimmeln begannen, schubste er ihn auf die Bühne. Die Engelchen folgten ihm scheu. So einen gewaltigen Nikolaus hatten sie noch nie gesehen!
Im Scheinwerferlicht musste Grabsch noch blinzeln. Alle Leute im Saal klatschten begeistert. Was für ein stattlicher Nikolaus!
"Hallo, Nikolaus!", riefen ein paar Kinderstimmen.
"Lieber Nikolaus", rief der Bürgermeister und schob Grabsch zum Rednerpult, "sagen Sie unseren Kindern erst ein paar Worte, bevor Sie zur Bescherung schreiten!"
Grabsch räumte mit einem Tritt das Rednerpultweg weg, das ihm im Weg war, nahm den Sack von der Schulter, stellte ihn vor sich auf den Boden und sagte mit dröhnender Stimme: "Ich komme aus dem Rabenhorster Wald und soll so tun, als ob ich ein alter Großvater wäre, der Nikolaus heißt. Und ich soll euch vorschwindeln, dass ich in diesem Buch da allerlei über euch gelesen hab. Dabei kann ich garnicht lesen, ha ha ! Hier im Sack ist angeblich Backzeug drin, süßes. Mal sehen, ob`s stimmt."
Er ließ das Buch fallen, öffnete den Sack, griff hinein und stopfte sich Hände voll Gebäck in den Mund. Mit vollen Hamsterbacken fuhr er fort: "Das soll ich an euch Knirpse verteilen - lauter Zeug, das in den Ladenregalen liegen geblieben ist. Ich rate euch, ihr Schlümpfe, esst es nicht! Warum ich den Mampf runterwürge? Weil ich Hunger hab! Vor Hunger hab ich in den letzten Tagen schon Heu gefressen!"
Kleine wie Große im Saal waren sprachlos.
"Ich soll euch auch ein bißchen drohen, euch kleinem Gemüse", fuhr Grabsch fort. "Aber das tu ich nicht. Ihr seid ja in Ordnung , ihr Dreikäsehochs. Nur den Großen werd ich jetzt mal meine Meinung geigen. Denn denen droht nämlich niemand mehr. Weil sie schon groß sind."
Und er schwang die Rute und brüllte, dass der Saal zitterte: "He, ihr Großen - an euch sollen sich die Kleinen ein Beispiel nehmen? Schwindelt ihr etwa nicht, wenn`s zu eurem Vorteil ist? Seid ihr etwa nicht schadenfroh? Nicht wild auf`s Geld aus? Das muss euch ausgetrieben werden, ihr großen Juckenauer, ihr Heuchelfritzen! Und das tu ich jetzt - damit ihr auch mal ein bißchen Angst kriegt, ihr aufgeblasenen Ochsenfrösche!"
Mit einem mächtigem Satz spang er von der Bühne in den Saal. Dabei flatterte der rote Mantel hoch, und seine Stiefel wurden sichtbar.
Seine Stiefel? Polizeihauptmann Stolzenrück erkannte sie: Es waren die Polizeihauptmannstiefel, die Grabsch ihm geraubt hatte!
"Alaaaarm", schrie er. "Höchste Alaaaarmstufe! Räuber Grabsch ist im Saal - rette sich, wer kann!"
Jetzt sprang der Bürgermeister hinter das Pult auf der Bühne, fuchtelte mit den Armen und krähte: "Ruhe ist die erste Bürgerpflicht! Kein Grund zur Beunruhigung - die Stadtverwaltung hat alles im Griff!"
Aber niemand hörte auf ihn, denn schon drosch Grabsch mit der Nikolausrute auf die herausgeputzten Damen und Herren ein, dass es nur so pfiff.
Das gab ein Gequietsche und Geschimpfe! Teure Frisuren lösten sich auf, Hüte rollten, Handtäschen kamen abhanden, Schuhe blieben zurück. Alle drängten dem Ausgang zu, Große wie Kleine, auch die Chöre und die Polizei-Blaskapelle. Nicht einmal Anton Specht wagte Grabsch aufzuhalten, sondern rannte mit den anderen davon. Viele sprangen durch die Fenster in den hohen Schnee, wo sie zum Glück leicht landeten. Ein paar Polizisten versuchten, Grabsch zu überwältigen. Er warf sie allesamt durch die Fenster den anderen nach.
Dann, mittem im Angst- und Wehgeschrei der Großen, hörte er einen kleinen Jungen rufen: "Lieber Räuber Grabsch, der dort ist mein Lehrer!"
Grabsch langte sich den, auf den der Kleine zeigte, und warf ihn den Polizisten hinterher.
Der Saal leerte sich in Windeseile. Bald stand Grabsch allein in dem großen Raum. Auch Max war verschwunden. Auch alle Kinder hatten sich aus dem Staub gemacht. Nur die zwei Engelchen standen noch auf der Bühne und schluchzten.
"Da gibt`s nichts zu flennen, ihr Kullerköpfchen", knurrte Grabsch. "Das war nur eine kleine Weihnachtserfrischung für die Großen. Mal was anderes."
Er ließ die beiden ihre Nachthemden aufhalten und schüttete ihnen Gebäck hinein. "Besucht mich mal im Wald", sagte er. "Da könnt ihr mit Quarka und Lisbeth an der Stange rutschen."
Aber die Engelchen machten, dass sie davonkamen.
Do 5. Dez 2013, 02:12
Do 5. Dez 2013, 06:35
Do 5. Dez 2013, 13:35
Do 5. Dez 2013, 23:13
Fr 6. Dez 2013, 11:36
Fr 6. Dez 2013, 18:34
...bitte sehr da hast du meinen wunden punkt erwischt, schließlich mache ich das nicht mit absicht.nee danke murmel, "bitte nicht schon wieder etwas mit tiefenpsychologisch verstecktem," und lass mich bitte "weiter vom aussteigen träumen" wir sind hier schließlich im aussteiger und selbstversorger form
kennst du sie also auch, die hatifnattenSie sprechen nicht mit ihm, sie beachten ihn nicht. Allmählich spürt er, dass die Trolle Getriebene sind.
, die schweigenden, die nie schlafen, nichts hören, nur immer suchen, den Horizont suchen und das große elektrische Gewitter, das ihnen hilft, wirklich lebendig zu werden . . .
Bloß sich schon vorzustellen: niemals sich freuen können, niemals enttäuscht sein zu können! dachte der Vater, während das Boot durch den Sturm flog. Niemals jemanden gern haben oder auf ihn böse werden, ihm dann verzeihen. Nicht schlafen können, nicht frieren, sich nicht verirren, keine Bauchschmerzen bekommen und wieder gesund werden, keine Geburtstage feiern, kein Bier trinken und schlechtes Gewissen haben . . . Das alles nicht! Entsetzlich!
Er war glücklich und durch und durch naß und hatte nicht die geringste Angst vor Gewitter.
Sie würden zu Hause niemals elektrisches Licht haben, sondern bei ihrer Petroleumlampe bleiben, wie immer.
Der Muminvater sehnte sich nach seiner Familie und nach seiner Veranda. Plötzlich wußte er, erst dort könnte er so frei und abenteuerlich sein, wie es ein richtiger Vater sein soll.
Fr 6. Dez 2013, 19:04
Fr 6. Dez 2013, 23:06
zuerst rief er seinen freund den drechsler an...
"Ein bißchen mehr als zehn Jahre ist es her", erzählte der Bursche und begleitete seine Rede mit allerlei wunderlichen Sprüngen und lustigen Gebärden, "gerade, nachdem die mit dem roten Band und dem schwarzen Hahn in Montepulciano gesiegt hatten, kam ein Musiker von hohem Rang daher, der war es müde, daß ihm die Leute in Frack und Pelzen zuklatschten. Er wollte mit denen musizieren, denen Musik aus dem Herzen kam, und für diejenigen. Und alle, alle sollten mitmachen. Eine kunstwerkstatt nannte er das. Er machte es möglich, daß das alte tote Theater, das einem der Nobili gehört hatte, für alle spielte. Die Tischler und Zimmerleute, die Maurer und Polsterer und Tapezierer und Maler der Stadt richteten es her, wie sie auch Kulissen für die Spiele bauten, die hier aufgeführt werden - von den Kindern Montepulcianos und von Musikern aus aller Welt, die Jahr für Jahr in die Stadt kommen, um Musik zu machen: Cantiere d`arte. Und so bin auch ich geboren worden, ein junges Wesen, halb Pulcinella und halb Poliziano, eine Gestalt für all das, was diese Stadt an schönen Liedern, Versen, Theater, Spaß und ernst bereithält." Er schlug einen Purzelbaum, daß seine Schellen klangen, und machte gleich danach eine seiner gravitätischen Verneigungen.
Fr 6. Dez 2013, 23:57
"Was tust du?" rief Viktor, der gerade mit der Futterschüssel daherkam. "Du rufst mir den alten Schmerz zurück und die brennende Sehnsucht, o Viktoria!" Er kniete nieder, stellte die Schüssel ab und griff mit beiden Händen zum Herzen, während die rosige Farbe seines Gesichts verblich.
"Nun", sagte sie leise, "es ist jedenfalls besser als die leidenschaftliche Begierde nach einem Farbfernseher mit besonders großem Bildschirm."
"Wandere den Fluß hinauf zu seiner Quelle, dort wirst du einen einsamen Iglu finden. Nicht weit davon liegt ein Dorf. Im zweiten Iglu lebt deine Großmutter. Sie kann dir helfen, den Wolfsmensch zu finden."
"Und wer bist du?" fragte der junge Mann und unterdrückte mühsam seine Aufregung.
"Ich lebe dir gegenüber am Fluß", antwortete die alte Frau lächelnd. "Ich bin dir und deinem Bruder sehr dankbar, weil ihr meine Familie ernährt habt." Dann verließ sie den Iglu, ohne dem jungen Mann Gelegenheit zu geben, noch ein Wort zu sprechen.
Es muß die Silberfüchsin gewesen sein! dachte der Jäger. Denn er und sein Bruder hatten sonst niemand ernährt.
Sa 7. Dez 2013, 13:28
Ein Stamm der Inuit, welcher am Ende des ersten Jahrtausends in der kanadischen Arktis lebt, wird von einem fremden Schamanen verflucht. Die dadurch entstehende Machtgier, die Rivalität um eine schöne Frau, Eifersucht und Rache ziehen in das Leben der Leute ein.
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