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 Betreff des Beitrags: Kündigen, und dann?
BeitragVerfasst: Mo 13. Jul 2015, 15:44 
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Ich mach mir gerade mal wieder ein paar Gedanken, wo ich etwas Hilfe brauche. Es geht zum Teil um ein "Gedankenspiel" bzw. auch um Möglichkeiten wie man so einen Ausstieg umsetzen kann.

Annahme ich kündige meinen Arbeitsvertrag (oder lasse kündigen ohne 3 Monatssperre für ALG).
Dann kann man ALG beantragen, hat aber die Pflicht sich nach nem neuen Job umzuschauen. Oder man beantragt das halt nicht.

Ich hab mal gelesen, wenn man ALG bezogen hatte, hat man in den nächsten 3 Jahre anspruch drauf. Sprich für einen Tag ALG beziehen und dann wieder kündigen. Dann hat man die mgl. sich in 3 Jahren dort wieder zu melden und dann wieder seinen evt. Einstieg ins Arbeitsleben suchen und ALG zu bekommen.
Ist dem noch so?

Was man weiter zahlen muss ist KV pflicht und RV optional?
KV hab ich gelesen sind 100-130€/Monat

Miete, Strom, Wasser, Abwasser, Auto, Telefon <- kann man ja kündigen wenn unterwegs.

GEZ, Steuern ... 17,50€ + x€

Was kommt noch dazu? (außer Nahrungsmittel)

Danke.

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Verfasst: Mo 13. Jul 2015, 15:44 


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BeitragVerfasst: Mo 13. Jul 2015, 16:24 
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Selbstversorger

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Mahlzeit,

die ALG Regelung ist meines Wissens noch so. Direkt nach der Kündigung musst du dich arbeitsSUCHEND melden. Nach dem letzten Arbeitstag dann arbeitsLOS. Ein Tag reicht dafür um die Frist auf 3 Jahre zu verlängern, sonst isses nur 1 Jahr.

ALG kassieren und durch die Welt reisen funktioniert logischerweise nicht.

Im Zweifel einfach mal direkt beim Amt anrufen. Du bist ja nicht der Erste der mit so Fragen kommt. Da bekommst du dann immerhin eine aktuelle, ofizielle Auskunft.


Zur KV: Falls gesetzlich versichert ist die freiwillige KV+PV derzeit glaub ich eher bei 160€ pro Monat.
Wenn du für mehrere Monate ins Ausland gehst kannst du die Versicherung aber auch "kalt stellen" und nur eine Reisekrankenversicherung abschließen. Die sind zumeist deutlich günstiger.


Was noch: GEZ fällt weg wenn du deinen Haushalt auflöst. Sonstige Versicherungen (Haftpflicht)? Handyvertrag? ADAC?

Und natürlich die normalen Reisekosten...


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BeitragVerfasst: Mo 13. Jul 2015, 16:27 
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Durchgeknallt
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Ja, Minimum liegt momentan eher bei 160 Euro.
RV ist aber immerhin noch optional.
Wenn du weg willst würd ich auf jedenfall die KV kündigen und gegen eine Reiseversicherung tauschen, sind sonst sinnlose Kosten.


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BeitragVerfasst: Mo 13. Jul 2015, 18:12 
xxx


Zuletzt geändert von summer am Do 30. Jul 2015, 16:56, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kündigen, und dann?
BeitragVerfasst: Mo 13. Jul 2015, 18:30 
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Tunnelmensch
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m0rph3us hat geschrieben:

GEZ, Steuern ... 17,50€ + x€
^

ohne einkommen und ohne eigentum gibt es auch keine steuern zu zahlen

es sei du hast mehr als 8472 euro jahreseinnahmen in form von zinsen usw...

.

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BeitragVerfasst: Mo 13. Jul 2015, 19:02 
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Krankenkasse "kalt stellen" ist nicht ganz so einfach, solange der deutsche Wohnsitz besteht. Bei Wechsel ins Ausland kann man das wandeln in eine "Anwartschaft"- kostet weniger, aber immer noch etwas...

Altersbedingt möchte ich mir erlauben, darauf hinzuweisen, dass sicherlich ein Verzicht aus Vieles, ein Auskommen mit geringem Einkommen, möglich macht.

In aller Regel passiert es jedoch, gerade wenn man eher "auf Reisen geht", dass das vorher kalkulierte Budget bei Weitem nicht ausreicht. Oftmals ist in Wochen schon das Geld für Monate weg. Ist es nur ein Urlaub, naja - Pech gehabt. Geht es aber ums Überleben in der Fremde, wird es ganz schnell zum großen Problem oder eben dem Anfang vom Ende.

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BeitragVerfasst: Mo 13. Jul 2015, 19:41 
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Zumindest für gesetzlich Versicherte ist eine Anwartschaft nicht mehr nötig.

Seit 2007 gibt es in Deutschland KV Pflicht, dafür dürfen gesetzliche Versicherungen niemsnden ablehnen (zumindest wenn er grundsätzlich in die gesetzliche KV darf).

Ich bin bei der Barmer, die hatten mir bestätigt dass bei Reisen von 6 Monaten dieses "kaltsstellen" problemlos geht, und ich kenne einige die das auch so machen.


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BeitragVerfasst: Di 14. Jul 2015, 07:05 
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BeitragVerfasst: Di 14. Jul 2015, 11:06 
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Hi und Danke für das ganze Feedback. Es entsteht langsam ein Bild bei mir im Kopf was alles geht ;)

KV ruhen lassen würde gehen, dann müsste man eine Reisekrankenversicherung abschließen und wäre Deutschland aber nicht mehr versichert?

Eine Familienversicherug scheint auch möglich, da kann der Ehe-/Lebenspartner kostenlos mitversichert werden (und auch eigene Kinder) zumindest bei der AOK.

GEZ, Steuern und Versicherung (<- fast vergessen :oops: ) werden bei mir wohl bleiben. Hänge halt an meinem Häuschen. Evt. über Vermietung bezahlen.

Mfg und Thx

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BeitragVerfasst: Di 14. Jul 2015, 11:52 
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m0rph3us hat geschrieben:

GEZ, Steuern und Versicherung (<- fast vergessen :oops: ) werden bei mir wohl bleiben. Hänge halt an meinem Häuschen. Evt. über Vermietung bezahlen.


dann bleibst du hier voll steuerpflichtig, selbst wenn du dich abmelden solltest.

.

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BeitragVerfasst: Di 14. Jul 2015, 14:00 
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Jepp das hab ich mir gedacht. Alternative wäre verkaufen, dann fallen aber auch die Mieteinnahmen mit weg.
Und viel wichtiger: hab so eine Homebase zu der man später wieder zurück kommen kann.
Steuer ist nicht viel, da auf dem Land und nicht groß. Die KV ist halt der größte Beitrag.

Erst mal einen Schritt nach dem anderen, so hat man sich zumindest erst mal bis zu 3-4 Jahre "unabhänigkeit" erkauft ;) bei ALG und KV-Anwartschaft.

Gibt es eine gute Auslandskrankenverischerung für die EU. Die "normalen" die ich kenne dencken nur 45 oder 60Tage ab. Kosten aber nur unter 10€.
Bzw. kann man beliebig oft kurzzeit AKVs abschließen?

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BeitragVerfasst: Di 14. Jul 2015, 14:38 
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Selbstversorger

Registriert: Mi 6. Nov 2013, 21:21
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Das mit der Steuer stimmt so nicht. Deine Steuerpflicht ist immer an deinen Hauptwohnsitz gekoppelt. Ausnahme sind lediglich Einnahmen, die direkt Deutschland zuzuordnen sind. Beispielsweise wenn du hier dein Häuschen vermietest. Wenn du währenddessen in Frankreich arbeitest musst du diesen Lohn in Frankreich versteuern, die Mieteinnahmen aber in Deutschland.

Krankenversicherung im Inland: Wenn es da bei dir doch komplexer ist, Familie und so, würde ich da wirklich mal anrufen oder direkt vorbei gehen. Da wird dir sicher kompetenter und vor allem verbindlicher geholfen als gefährliches Halbwissen in Internetforen.

Krankenversicherung im Ausland: Diese Kurzreiseversicherungen sind billig, taugen aber nur für Reisen bis 6 oder 8 Wochen, je nach Anbieter.
Langzeitverträge kosten mehr, aber immer noch weniger als in DE. HanseMerkur ist wohl einer der populärsten Anbieter. Ich persönlich mag die von STA Travel, auch weil man die flexibel bis zu 5 Jahren strecken kann und sie ziemlich günstig ist.

Nachtrag: Telefonisch hat mir eine Dame von STA Travel bestätigt, dass man problemlos mehrere Verträge hintereinander abschließen kann, ohne Zwangspausen oder so.


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BeitragVerfasst: Di 14. Jul 2015, 15:03 
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Tunnelmensch
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Wohnort: NRW
Reinsch hat geschrieben:
Das mit der Steuer stimmt so nicht. Deine Steuerpflicht ist immer an deinen Hauptwohnsitz gekoppelt. .


muss man differenzieren, sonst fällt man aber sowas von auf die nase

http://www.steuer-schutzbrief.de/steuer ... thalt.html



.

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BeitragVerfasst: Di 14. Jul 2015, 15:58 
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Mir geht es nicht um die Steuern (Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: Der Tod und die Steuer.) Bei Vermietung kann man diese auf die Mieter umlegen.
Sonstige Gebühren und Versicherungen müssten ja auch zu einem Teil umlegbar sein. Bzw. Kann man den "Rest" über Mieteinnahmen decken.

Wer vor der deutschen Steuer sicher sein will darf am besten nix in Deutschland besitzen und sich nicht dort aufhalten oder gar Geld verdienen.

Familienversicherung hab ich (noch) nicht wäre aber eine Option. Geht aber nur wenn einer draußen rum tingelt und der andere in D die KV bezahlt.
Oder "halbe" Kosten für beide. Werd mich mal bei meiner KV melden.

AKV hab ich für 35€/mtl. (bis zu 2 Jahre) gesehen muß aber sehen was die taugen.

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BeitragVerfasst: Mi 16. Dez 2015, 14:13 
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Beiträge: 3313
Wohnort: Perle des Erzgebirges
Hi ich mal wieder. Geht drum ob ich das richtig verstanden habe.

Mal 4Fragen zum Mindestlohn (MiLo) und Geringfügige Beschäftigung (GeBe).
Wenn man nicht in die GeBe "fallen will" muß man doch bei MiLo 14Std wöchentlich arbeiten.
-Wenn man also 14Std die Woche arbeitet kommt man über die 450€ und ist Versichert. (AV,SV,KV und RV)?
-Bekommt man weniger als 450€ hat man eine GeBe und ist von AV,SV,RV(auf Antrag) und von der KV befreit. Auch wenn man nur eine Std/Monat arbeitet?
-Man sollte sich dann aber um eine KV kümmern oder nicht mehr Krank werden?
-Wenn man im Umkehrschluß: nicht arbeitet, kein ALG bezieht, und auch keine Rente ist man von allen Versicherungen befreit außer KV (weil pflicht)?

Danke

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