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Fitzek vor Gericht

Do 20. Okt 2016, 12:21

"Wegen seiner Bankgeschäfte sitzt Fitzek seit Juni in Untersuchungshaft. Obwohl Interviews mit ihm ziemlich schräg anmuten, haben einige Menschen ihm offenbar vertraut. Zwischen 2009 und 2013 sollen 574 Bankkunden auf seine Sparbücher insgesamt etwa 1,7 Millionen Euro eingezahlt haben. Von diesen Einlagen soll der Angeklagte etwa 1,3 Millionen Euro abgehoben und für eigene Zwecke verwendet haben. Wo das Geld ist, konnte bisher nicht geklärt werden.

Weil er in seinem Königreich nicht nur eine Bank, sondern auch eine Krankenversicherung ohne Genehmigung betrieben hat, stand Fitzek bereits 2014 vor Gericht. Damals kam er mit einer Geldstrafe davon."
http://www.sueddeutsche.de/panorama/hal ... -1.3213697

Man kann ja von ihm halten, was man will. Daß jemand vom Staat vor Gericht gezerrt wird, weil er alternative Strukturen (Bank, Krankenkasse) aufbaute ist mal wieder bezeichnend für aktuelle Zustände.

Do 20. Okt 2016, 12:21

Re: Fitzek vor Gericht

Do 20. Okt 2016, 14:52

ach....immer diese selektiven blindheiten hier....

1,3 Millionen Euro abgehoben und für eigene Zwecke verwendet haben.

Do 20. Okt 2016, 16:06

da ist der Rechtsstaat dann doch wieder zu was gut....
finden zumindest bestimmt die Leute, die ihm ihr Geld anvertraut haben und deren Vertrauen er missbraucht hat.

Re: Fitzek vor Gericht

Do 20. Okt 2016, 16:28

silvi73 hat geschrieben:ach....immer diese selektiven blindheiten hier....

Kläre den Sachverhalt gerne auf.

Do 20. Okt 2016, 16:55

"Er habe neue Strukturen für das Gemeinwohl schaffen, sich aber nicht bereichern wollen. Das Geld sei ihm aufgedrängt worden. ...

Der Mann aus Wittenberg hat laut Staatsanwaltschaft 1,3 Millionen Euro verschwinden lassen, das Geldanleger ihm anvertraut hatten. Das wies er entschieden zurück. Laut Anklage soll er für insgesamt 1,7 Millionen Euro von knapp 600 Anlegern via Internet illegal Geldgeschäfte getätigt haben."
http://www.mz-web.de/wittenberg/-koenig ... t-24948514

"Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, ohne Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bankgeschäfte betrieben zu haben. 574 Kunden sollen ihm insgesamt rund 1,7 Millionen Euro anvertraut haben. Laut Anklage soll er in den Jahren 2009 bis 2013 im Internet über eine sogenannte „Kooperationskasse“ Anlagegeschäfte betrieben haben. Die Anleger zahlten den Angaben zufolge ein, im Vertrauen darauf, das Geld jederzeit wieder abheben zu können. Der Mann soll aber 1,3 Millionen Euro der Anleger für sich verwendet haben. Das Geld ist nach bisherigen Ermittlungen verschwunden.

Der Angeklagte habe mit seinem Geschäftsgebaren gegen das Gesetz für das Kreditwesen verstoßen, argumentiert die Staatsanwaltschaft. Ein wichtiger Punkt in dem Prozess dürfte auch sein, dass Peter F. die Bundesrepublik Deutschland und damit auch deren Gesetze nicht anerkennt."
http://www.mz-web.de/wittenberg/-koenig ... --24939130

In den nächsten Wochen wird wahrscheinlich noch mehr berichtet werden. Bisher habe ich nichts davon gelesen, daß irgendjemand beklagt geschädigt worden zu sein. Dafür lese ich etwas von Banklizenzen. Wie diese Reichskasse genau geordnet war habe ich auch bisher nirgendwo gelesen. Dieses Königreich Deutschland hat offenbar eine eigene Währung, daher kann angenommen werden, daß die Konten bei der Reichskasse auf diese Währung lauten. Und da er die selbst drucken können wird, wird er das Guthaben wohl auch wieder auszahlen können.

Do 20. Okt 2016, 19:07

Und wo ist das Geld nun? Wenn niemand geklagt haette glaube ich kaum das es zur Verhandlung gekommen waere und auch nicht das die Anleger in Monopoly -Waehrung ausgezahlt werden wollen.

Do 20. Okt 2016, 19:38

Ein König 👑 ohne Land (erinnert mich an Johann ohne Land) und ohne Untertanen. Und so was stellt die Legitimität der BRD in Frage? Hauptsache sein Königreich ist juristisch unanfechtbar :)

Fr 21. Okt 2016, 12:56

Megalitiker hat geschrieben:Wenn niemand geklagt haette glaube ich kaum das es zur Verhandlung gekommen waere

Ich schon und solche Tendenz im Glauben ist auch ein Teil der Macht des Staates, der das handelnde Gericht betreibt. Ich lese einfach was da steht und stelle Fragen.
und auch nicht das die Anleger in Monopoly -Waehrung ausgezahlt werden wollen.

Das kommt wohl auf die Vereinbarung an, die es gab. Ob Königreichsmonopolygeld geschuldet wird oder Euromonopolygeld. So oder so wäre das soweit ich bisher las alles nichts, was andere Staaten nicht auch tun würden.
Ein König 👑 ohne Land (erinnert mich an Johann ohne Land)

Er hat ein größeres Gelände im BRD-Grundbuch stehen? Welches Staatsgebiet er beansprucht weiß ich nicht, aber es dürfte über das eigene Gelände hinausgehen, sonst hätte er nicht damals seine BRD-Fahrerleubnis abgegeben um dann außerhalb seines Geländes mit einer Königreichsfahrerlaubnis zu fahren und daraufhin von einem BRD-Gericht wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt zu werden.
und ohne Untertanen.

Einige scheint es da zu geben, die seine Anhänger sind und wenn er das Gebiet Deutschlands beansprucht, dann hat er vermutlich sinngemäß auch den Anspruch dein Herrscher zu sein?

Sa 22. Okt 2016, 13:21

Auf dem Gelände hat er ungeachtet der inneren Struktur seiner Gruppe das tradierte Hausrecht.

Sich über den wilden Raum zu steiten ist schwachsinnig, Autos und Strassen schädigen allerdings unnötig seine lebendige Beschaffenheit - aber es besteht ein weitgehender Konsens das Zeug mache einenSinn, ergo kann ich ihm da wenig ankreiden, dass er diesen Schwachfug eben auch mitmacht.
Ich finds scheisse aber ändern kann ichs eh nicht, auch wenn man die Strassen natürlich auch ein Bruchteil so breit bauen könnte. Verstehe diese Gigantomanie eh nicht....

Naja in Bezug auf die Veruntreuung und die Beschaffenheit ihrer Organisationsstruktur, das muss die Gruppe intern klären, das geht ja Dritte eh nichts an. Nichteinmischung in interne Angelegenheiten ist grundsätzlich ein wichtiger Faktor für Frieden im Allgemeinen. Die Gruppe BRD vergeht sich hier also wider dieses Friedensprinzip - aber die sind allgemein eher eines der aggessiveren Völker

Sa 22. Okt 2016, 13:28

Also doch ein Reichsbuerger.
Gestern hat's die Bloed auch ganz gross gebracht. Ist ja meine Nachbarschaft.
Ein Spinner vor dem Herrn, den man hoffentlich wrgsperrt.

Sa 22. Okt 2016, 13:35

Megalitiker hat geschrieben:Also doch ein Reichsbuerger.

Ich bin mir nicht sicher, zumindest jemand, der mindestens teilweise die Gesetze des BRD-Schutzgeldrings nicht anerkennen will.

Sa 22. Okt 2016, 15:29

Was ich drüber gelesen habe ist sein Verhalten schon sehr speziell, bzw sein Benehmen etwas rüde.

Die Leute die für Behörden arbeiten, klemmen ja selbst in der Zwickmühle, wie sollen die ihre Situation je verbessern bzw den Fehler erkennen, wenn man sie mit solchem Verhalten noch tiefer in die Argumentationslogik ihres Irrtums zurücktreibt. Ich glaube Herr Fitzek sucht diesen kontraproduktiven Streit regelrecht. Dumme aktionen wie die könnten zu generalisiertem Vorgehen auch gegen sinnvolle Initiativen führen - das System ist strukturell rachsüchtig und dabei extremst ausdauernd.

Ich meine richtig stramme Systemlakeien gibt es natürlich auch, aber da ändert kaum eine Argumentation wirklich etwas daran, sozusagen höherer Kreis der Verdammnis - damit müssen die armen Sünder aber in letzter Konsequenz dann auch selbst klarkommen.

Was mich daran ankotzt, dass die BRD immernoch glaubt sie repräsentiere "die Gesellschaft" , die es ja nicht gibt - aber selbst gleichzeitig ständig von "multikulturell" faselt, das ist einfach so dummerhaftig.... Schutzgeldring ist eine gute Bezeichnung btw... weil das ist das, was sie tun.

Sa 22. Okt 2016, 17:13

Mit Schutzgeldring gehe ich konform, ist aber derzeit sinnlos dagegen anzugehen.
Er bezeichnet sich nicht als Reichsbuerger, gruendet aber sein eigenes imaginäres Königreich? Was soll das?
Ob er nun Grundstücke besitzt oder nicht. In De muss man nun mal Steuern zahlen. Wenn das "Eigentum" unantastbar waere haette na jeder Gartenbesitzer sein eigenes Land.

Do 27. Okt 2016, 16:02

Mal aus der Perspektive der Rechtsnatur gesehen....

Steuern an illegitime Parasiten sind Schutzgeld..... Ich brauch allerdings kein Reich und erstrecht kein verhurtes Gesetz um zu wissen, ob ich gerade Laune auf sowas habe (ziemlch sicher nicht, wenn ich grad klar im Kopf bin) - das ist ja der Stuss bei den Reichsbürgern, diese Honks glauben auch an sowas wie einen persistenten allgemeinen "Gesellschaftsvertrag".

Normal kann man erst nach willentlichem Beitritt zu sowas dieses subjektiv-positive Recht auf jemanden anwenden oder er selbst im Vertragssystem geltend machen, ansonsten gilt ja per se im besten Falle objektiv-überpositives Naturrecht... jeder ausserhalb des Vertragssystems ist also Rechtsfremder im Bezug auf im System festgelegten speziellen, internen, also vereinbarten und nicht aus dem Naturzustand ableitbaren Rechts- oder eher Verhaltensnormen (also Handlungsweisen die nicht zum Kampf bis zum Äussesten führen sollen).

Zur Dilemma der Reichsbürger:
Insofern 1871 war scheisse hoch neun selbst nach der Reichbürger eigenen Argumentionsweise. Der Kaiser des zweiten Reiches hatte schliesslich auch keine "Krone", und Bismarck tat alles, dass diese Frage oder viel mehr jene dahinter niemals auf den Tisch kamen - weil sich da sonst die Reichsbürger von damals drüber aufgeregt hätten ;-) - aber die waren leider zu umnachtet durch den Nationalismuswahn und zu besoffen vom Sieg über die Brüder westlich des Rheins, um das Thema grossartig zu stressen... (Das ist Schade, hätte es doch die spätere Kollision mit England eventuell vermieden - und auch zu einer freieren Bevölkerung führen können - also einem echten nicht-nationalen Sonderweg, auf den man eher stolz hätte sein könnte)

Man sieht sofort daran, es ist komplett bescheuert sich auf Rechtsfolgen von Allianzverträgen zu berufen bei deren Abschluss man selbst nicht mitgezeichnet hat....weil das ist der Punkt der Freie zu Sklaven macht oder eben in letzter Konsequenz freie Krieger zu Soldaten....


Ganz ehrlich rein abstrakt gesehen, ist Fitzeks Königreich legitimer als alle Staatsverträge der Neuzeit zusammen - weil bei ihm die einzelnen Leute tatsächlich jeweils einen persönlichen bilateralen Dienstbarkeits-Vertrag mit ihm eingingen - also ihn so gesehen als Heerführer in individueller Beziehung einsetzten (Huld).
Wenn ich das zum Beispiel mit dem sog Rundfunkstaatsvertrag vergleiche dann dürfte klar sein, warum ich dieses alte Prinzip klar vorziehe, wenn es darum geht vorrübergehend einen Experten bei einer gemeinsamen Sache zu unterstützen der kompetenter als man selbst bei eben dieser Angelegenheit ist,und daher seine Intendanz zu akzeptieren........

(Scheisse eigentlich wollt ich nicht wieder so nen Text schreiben sondern nur rumblöcken, da mir heute echt übel zumut ist....) :-S

Fr 28. Okt 2016, 21:57

Elirithan hat geschrieben:Man sieht sofort daran, es ist komplett bescheuert sich auf Rechtsfolgen von Allianzverträgen zu berufen bei deren Abschluss man selbst nicht mitgezeichnet hat....weil das ist der Punkt der Freie zu Sklaven macht oder eben in letzter Konsequenz freie Krieger zu Soldaten....

Die Frage, die sich mir stellt ist wie man "realpolitisch" davon wegkommen kann. Kann das funktionieren ohne soetwas wie einen starken Konsens vieler Menschen, der organisierter Gewalt sinnvoll gegenüberstehen könnte? Kann das überhaupt funktionieren ohne sich auch formal zu koordineren, was andere Kräfte auch stets tun und daraus ihren Einfluß begründen?
wieder so nen Text schreiben

Nur zu. :)
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