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Erdhauser/eigenwillige Bauten/earthahips und Behörden

Mo 13. Okt 2014, 08:12

Hallo,

Ich bin mir ganz und gar nicht sicher und deswegen meine Frage an euch!

Gehen wir davon aus ich hab mir nun ein Grundstück, welches ich bebauen darf in Deutschland z.B in Sachsen gekauft. Muss ich dann auch für ein Strohballen Haus oder ein Erdhügel Haus eine gehnemigung einholen?

Ich glaube und bin mir sicher, einfach so lustiges darauf losbauen in Deutschland ist sicher nicht möglich oder?

Soll auch kein Wochenende Freizeit Grundstück werden, sondern eine Ort in der Natur zum Leben.

Würde mich über eure Meinung freuen

Euer Backpackerflo

Mo 13. Okt 2014, 08:12

Re: Erdhauser/eigenwillige Bauten/earthahips und Behörden

Mo 13. Okt 2014, 08:52

Backpackerflo hat geschrieben: Muss ich dann auch für ein Strohballen Haus oder ein Erdhügel Haus eine gehnemigung einholen?


unbedingt erforderlich

http://amt24.sachsen.de/ZFinder/verfahr ... B&id=33911

Ich glaube und bin mir sicher, einfach so lustiges darauf losbauen in Deutschland ist sicher nicht möglich oder?


richtig



.

Mo 13. Okt 2014, 09:02

Jedes Bauvorhaben muss, je nach den unterschiedlichen örtlichen Bestimmungen, beantragt und genehmigt werden. Und je nach Amt, bzw. dort sitzendem Sesselpupser werden dann "besondere" Bauten besonders geprüft.

Was der Herr Beamte oder das Gemeinde-Gremium nicht kennt, nicht versteht oder nicht mag, lehnt man dann gerne ab.

Bei Stroh denken diese Leute dann z.B. gerne (unsinnigerweise) an eine erheblich höhere Brandgefahr oder finden einen Hügel nicht ins Dorfbild passend...

Also immer vorher fragen!

Mo 13. Okt 2014, 09:03

Also weg von Deutschland! ;-)

Mo 13. Okt 2014, 11:35

Es kommt immer drauf an WO man baut. Mitten in der Stadt wirst du so ausgefallene Häuser nicht aufstellen dürfen, aber wenn du dir eine Gemeinde suchst, die eh froh ist über jeden, der dort hin zieht, dann sollte das kein Problem.

Ein Lehm-Stroballenhaus zB wird sehr leicht genehmigt, da das ja seit einiger Zeit wieder anerkannt ist. Wenn du in die Richtung gehen willst solltest du dich auf jeden Fall mal mit Leuten aus Sieben Linden in Verbindung setzen, die sind da wohl die Experten wenns um solche Häuser geht.

Ich kenne einige, die in Deutschland sehr alternative Häuser aufgestellt haben, also kann man bei weitem nicht sagen dass das nicht geht! Man muss nur n bisschen mehr nachdenken wenns um das Wo und Wie geht ;)

Liebe Grüße

Mo 13. Okt 2014, 12:44

Ja genemigen lassen musst du es.

Ja in Siebenlinden bauen die schon und haben dafür auch ne Baugenehmigung.

Ein Strohballenhaus sollte keine Probleme machen. Ist ja eigentlich ein Ständerfachwerkhaus mit Stroh als Dämmung und Füllung.

Du breauchst für viele Bauten halt nen Architekten der da seine Unterschrift drunter setzt. Und was der nicht berechnen kann oder sich unsicher ist da wird der nen Fuchs tun sein i.O. zu geben. Das ist bei nem Sandsackhaus z.B. der Fall. Obwohl die Feuerfest, Hochwassersicher und Erdbebenfest sind.

Mo 13. Okt 2014, 18:21

Da war doch grad erst was: http://experimentselbstversorgung.net/t ... -ich-will/

Ist zwar Österreich, aber auch Deutsche können hier sicher was mitnehmen.

Fazit: Geht wohl, erfordert aber natürlich einiges an Aufwand. Und Fachleute heranzuziehen ist generell keine schlechte Idee. So ein Strohballenhaus ist ja mehr als einfach die Ballen vom Bauernhof irgendwie zusammengestapelt.
Ich hätte keine Lust dass mir mein Haus wegfault oder direkt zusammensackt...

Mo 13. Okt 2014, 22:49

Reinsch hat geschrieben:http://experimentselbstversorgung.net/teil-1-wieso-kann-ich-nicht-einfach-bauen-wie-ich-will/


Eine Kochnische muss rein, sonst ist es kein Haus. :D Die Behörden können wirklich nichts anderes zu tun haben, als sich in irgendwelche unwichtigen Sachen anderer einzumischen. Vielleicht reicht es ja, wenn man die Aufenthaltsräumen in Arbeitsräume umbennt. :D Wirklich nichts sinnvolles zu tun die Leute.

Das Beste ist aber noch, wenn solche Gestalten kommen und mehr fordern als gesetzlich vorgeschrieben. Hatte ich beim letzten Besuch vom Amt. :D Sich mit so einer Behördenscheiße selbst außeinander zu setzen, ist also zwingend erforderlich, wenn man nicht zum Ja Sager und Spielball werden will. Kein Wunder, dass schon mittel große Untermehmen solche Sachen kostspielig an Experten outsourcen oder gleich eine eigene Abteilung dafür beschäftigen. Ansonsten ist es immer eine gute Idee zu frage wo das geschrieben steht und dann selbst nach zu schauen, wenn von denen einer was will. Denn längst nicht jeder, der für den Staat arbeitet hat Ahnung wovon er spricht.

Di 14. Okt 2014, 06:51

Ok Super - vielen Dank für die Tipps

Nun mal sehen, ob es andere Länder gibt wo es lockerer darum steht und dennoch lebenswert sind ;-)

Auf die Freiheit.

Flo

Mi 15. Okt 2014, 07:46

Man schimpft gerne über deutsche Bürokratie - die sicherlich öfters mal übertrieben und manchmal völlig falsch oder ungerecht ist.

ABER, mal von Texas & Co. abgesehen, geht es in anderen Ländern noch viel schlimmer zu. Gerade der so beliebte Süden Europas (Italien, Griechenland & Co.) können das locker überbieten.

Und das Schönste daran: selbst wenn Du alles schön ordentlich beantragst, manchmal jahrelang wartest und dann genau nach Vorschrift baust, kann es dennoch sein, dass das illegal war und irgendwann abgerissen wird oder Strafe kostet! Ich persönlich habe zwar Glück gehabt (alles richtig gemacht), aber vielfach mitbekommen, dass es so schlimm lief.

Wegen jeder Kleinigkeit, sobald gemauert/zementiert, muss man kostenpflichtige, zeitintensive Anträge stellen. Theoretisch darfst Du hier nicht mal Dein Haus streichen, wie und wann Du willst...

Irgendwo ein Fenster rein oder gar raus, ist fast unmöglich oder dauert Jahre! Meine Solaranlagen benötigen auch heute noch häufig Genehmigungen und Abnahmen durch Ingenieure, während man so etwas in Deutschland schon immer einfach macht.

Mi 15. Okt 2014, 10:33

Gut zu wissen, dann weiß ich schon wo ich niemals hin will. :lol:
Ich würde die hier schon manchmal am liebsten einen Kopf kürzer machen. :lol:

LG

Mi 15. Okt 2014, 17:34

Ich würd ein unverputztes Strohballen Haus einfach als Stapel tarnen, ne Plastikpkane drüber, Dachfenster, fertig. Heizen musst du das sowieso kaum. Nen Geheimeingang, zb. Via Geräteschuppen > Tunnel...

Die Ballen sind sehr billig (wenn direkt vom Erzeuger gekauft), und gross.

LG

Mi 15. Okt 2014, 21:03

yeti hat geschrieben:Ich würd ein unverputztes Strohballen Haus einfach als Stapel tarnen, ne Plastikpkane drüber, Dachfenster, fertig. Heizen musst du das sowieso kaum. Nen Geheimeingang, zb. Via Geräteschuppen > Tunnel...

Die Ballen sind sehr billig (wenn direkt vom Erzeuger gekauft), und gross.

LG


jurte

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So 19. Okt 2014, 03:21

jurte


Jurten sind sicherlich gut, ebenso ein Tippi, aber letztlich ist die Wärmedämmung immer nur so gut, wie das Dämmmaterial geeignet und DICK ist.

Bei Jurten sind es die Filzmatten, so bis drei Lagen, die man mitschleppt. (Mobilität ist ein grosser Vorteil der Jurten, sogar eine Haupteigenschaft.)

Was sind geeignete Materialien zu Dämmung? Solche, die Wärme nicht weiterleiten und billig sind. Wie zb Luft! Ja, wie jetzt? Tatsächlich, Luft isoliert vorzüglich, WENN sie nicht frei zirkulieren kann. Beispiel: Eisbärfell... das hat hohle Haare!

Mit dem Stroh ist es genau gleich.

Hier ist was, das ich sehr gern versuchen würde:
Mit ner Kiste als Pressform raus aufs Brachland, dann Unmengen von Brachland Wildpflanzen trocknen und räuchern, dann mit der Kiste zu Klötzen pressen. Schnur oder geeignete Pflanzen als Bindfaden verwenden. Dann ein schmückes Häuschen aufbauen und schliesslich mit Erde verputzen. Noch ne Plastikplane über das Dach spannen, fertig, und praktisch gratis. Das Haus hält nicht ewig, isoliert aber super und man kann es kompostieren :)

LG


PS grad check ich die Preise für Strohballen, sind ja teuer geworden. Gibt so Sauger, die VERMIETEN Ballen an Open Airs, für 25€ ^^ ubd wenn die nass werden, muss man sie kaifen... Jedenfalls, billigsze Kleinballen ab Hof sehe ich für ab ca. 3.5€, hst jemand die Masse? Schätze ca. 80x35x50cm?

Das wären dann bei ner Hütte von 4x4m immerhin etwa 280€, plus Dach.


..
...

So 19. Okt 2014, 03:47

Da wir grad beim Thema sind, eine noch simplere Methode ist diese:

Man steckt Stecken in den Boden, zb. gerade Äste von ca. 3 cm Stärke, und zwar einen Kreis davon, im Abstand von ca. 10cm. Je nachdem, ob dies nur zum survivalmässigen Übernachten dient, reicht schon ein Durchmesser von ca. 1.5m, wenn man sich einrollt.

Nun macht man einen zweiten, inneren Kreis, mit etwa 10cm weniger Radius. Diese Stecken können auch etwas dünner sein. In den Zwischenraum zwischen innerem und äusserem Kreis kann man nun bequem trockene Gräser aufschichten. Als Dach kann man etwas ähnliches konstruieren, ebenfalls mit 10 cm Isolatorschicht.
Irgendwo muss man natürlich noch ein Loch als Eingang freilassen. Eine einsetzbare "Tür" von ähnlicher Bauweise bietet sich an.

Wie bei allen solchen Sachen würde ich empfehlen, Insekten, Zecken usw. vorher mit Rauch zu vertreiben.

So ein Ding hab ich mal im Wald gesehen und fand es ziemlich genial.

LG
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