Aussteiger und Selbstversorger Forum

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 Betreff des Beitrags: HILFE.
BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2012, 18:49 
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Träumer

Registriert: Do 21. Jun 2012, 16:19
Beiträge: 7
Wohnort: SA, Zerbst
Hallo, mein Name ist Alexander. Ich werde am 12 Juli 22 Jahre. Seit langer Zeit stelle ich mir die Frage was für einem Beruf ich nachgehen soll. Nun bin ich mit der Fachoberschule fertig und vor mir liegt ein Antrag für ein Studium zum Vermessungsingenier. Ich kann mich noch an die Worte meiner Psychologie Lehrerin erinnern als ich sie fragte wie man sich für einen Beruf am besten entscheiden sollte, sie sagte es ist hilfreich wenn man sich Gedanken darüber macht was man in 10 Jahren machen will bzw. wo man zu dieser Zeit sein möchte. Das ist das Problem, ich will mich wirklich nicht beklagen, in Europa geht es mir richtig gut ( ich lebte bin zu meinem 13 Lebensjahr in Russland, Sibirien) jedoch vertrette ich eine Ideologie die mich meinen Lebensstil verachten lässt. Mir ist bewusst, dass man Freiheit nicht definieren kann, ebenfalls ist es mir bewusst, dass ich nicht frei bin. Die Vorstellung mein halbes Leben für etwas zu opfern was falsch ist, bereitet mir schlaflose Nächte. Ich würde nur zu gern einen alternativen Lebensstil führen, gleichzeitig erwarten meine Eltern von mir das ich studiere und zur „ Elite ” werde. Mein Ausstieg würde sie in ein tiefes Unglück stürzen. Ich steh vor einem moralischen Konflikt und einem menthalen Zusammenbruch, jedoch ahne ich wenn ich so lebe wie bis jetzt, steht mir das letztere noch bevor. Ich suche Menschen die mir die nötige Kraft geben und auch selbst diese haben, einen derartig Umbruch zu vollziehen und mit mir den Pfad der inneren Ruhe betretten. BITTE HELFT MIR.

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Kein Ziel, keine Sorgen, nur ich und die Natur.


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Verfasst: Do 21. Jun 2012, 18:49 


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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2012, 20:40 
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Durchgeknallt
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Registriert: Di 15. Mai 2012, 22:03
Beiträge: 2038
Hey, ich kann zwar nicht mit dir diesen Pfad gehen, aber einen Tipp habe ich für dich. Mach dich glücklich und nicht deine Eltern, du lebst nicht für sie und du wirst wahrscheinlich noch länger auf dieser Erde verweilen, als sie. Mag sein, dass das kulturell bei euch ein bisschen schwieriger ist. Ich wünsche dir trotzdem viel Kraft.
Gruß Shiva :D


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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2012, 20:47 
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Aussteiger

Registriert: Sa 26. Mai 2012, 17:11
Beiträge: 218
Hallo McCandless.

Ich kann Shiva nur beipflichten. Die Nachricht das ich aussteige hat auch meine Eltern geschockt. Aber sie sind nunmal meine Eltern und lieben mich. Ihnen ist am wichtigsten das ich glücklich in meinem Leben bin. Und im Kern sind so eigentlich alle Eltern.
Das wichtigste ist das Du Deine Entscheidungen für Dich persönlich triffst und damit am zufriedensten wie möglich bist. Du wirst in Deinem leben noch so einige Entscheidungen treffen müssen. Und am Ende musst Du sie alle doch nur vor Dir selber verantworten können.


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 Betreff des Beitrags: mein Leben, meine Entscheidung
BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2012, 22:49 
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Träumer

Registriert: Do 21. Jun 2012, 16:19
Beiträge: 7
Wohnort: SA, Zerbst
wisst ihr was ich hab genau diese antwort erwarten, aber nein egoismus hat noch keinen weiter gebracht. Ich bleib vorerst hier und wenn ich durch mein studium einen berg voll schulden hab weil ich depressionen habe dadurch dass ich mit meiner einstellung keine RICHTIGEN freunde finde und noch wichtiger keine freundin daaaann bleibt mir nur aussteigen, amok laufen oder selbstmord. Ich bin mir sehr sicher dass die letzten 2 sachen nicht passieren jedoch wird mein leben zum kotzen, es seiden die menschen ändern sich und erkennen dass das reichtum begrenzt ist. und wenn es sehr sehr reiche menschen gibts es auch sehr sehr arme menschen geben wird. aber unserer lebensstandart ist so hoch wie nie und deshalb sitzen wir weiter auf den soffa und fressen einen burgen dessen herstellung mehr energie benötigt als er einem zuführen kann und trinken coca cola die nicht dustlöschend ist und unserer gesundheit schadet, aber ist nicht schlim den unsere regierung sorgt dafür das wir bis 70 arbeiten, konsumieren und mit steuern „ globale konflikte ” unterstützen. Wenn ich das meinen Eltern das sage, dann fragen sie mich was ich mit dem allem zu tun habe, wen n ich ein mädchen kennen lerne und ihr diese sichtweise der welt schildere sagt sie nichts mehr und entfernt sich langsam von mir. manchmal glaube ich es ist eine kriesd nötig damit menschen endlich verstehen das ein individuum zu sein nicht bedeutet dass man ein egoist ist.

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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2012, 23:11 
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Träumer

Registriert: Do 21. Jun 2012, 16:19
Beiträge: 7
Wohnort: SA, Zerbst
scheisse ich weiss echt nicht weiter, ich würde gern bei so einem projekt mitmachen, aber meine eltern werden bis zum schluss dagegen sein. ich glaube ich muss mehr übers projekt erfahren.

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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2012, 23:23 
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Aussteiger
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Registriert: So 8. Apr 2012, 21:37
Beiträge: 228
ganz ehrlich???

meine mutter hat krebs!!!
mein vater hatt reuma und depris wegen meiner mum!!!!

mein Onkel schwere herzprobleme

meine sis hatt schwere eheprobleme und 3 mädels(die älterste 5 jahre)!!!

und weist du was?? ich mach, dass was ich machen will!

meine mum hatt den krebs, weil Sie immer nur danach geschaut hat, wie Sie es allen recht machen kann, (besonders ihrer mutter, "beschisssene kindheit" am straßenrand ausgesetzt, usw ......)

und ganz ehrlich,,,, SO will ich nicht enden

leb dein leben, DAS ist das einzigste was du hast!!!!!!!!!!


achja wo meine oma gestorben ist (der wichtigste mensch in meinem leben,,,, ich bin eigentlich pazi, aber wenn wer was gegen Sie sagen würde, wüsste ich nicht, wie ich reagieren würde.)

habe ich noch Ihre letzten Worte zu mir, wiederholt.

DAS WICHTIGSTE IM LEBEN, NIEMALS AUFGEBEN!!!!!

So lebe ich, und das solltest du auch,
wenn Du FREI sein willst!!


in endless peace
Luki


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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2012, 23:40 
Erst mal willkommen im Forum McCandless. ;)

Weiß nicht ob ich dir wegen deinen Eltern groß was raten kann. Letztendes ist es ja dein Leben und du bist dafür verantwortlich was du damit anstellst.

Bei meinen Eltern ist es ziemlich gespalten. Meine Mutter kann überhaupt nix mit meinen Vorstellungen anfangen und hält mich für total bescheuert. Ich kann mir dann immer anhören, dass sie mich schon unter einer Brücke sieht. Oo
Mein Vater is da das genaue Gegenteil, der begrüßt eher meine Einstellung. ^^ Man muss dazu sagen, dass ich schon ziemlich nach ihm geraten bin obwohl ich ihn erst vor ein paar Jahren kennengelernt habe. Schon krass.

Nen richtiges Freundeskreis hab ich aber auch nicht mehr, hat sich alles mit den Jahren ziemlich auseinander gelebt. Eigentlich gibt es eine Person in meinem Leben die mir verdammt wichtig ist und sie loslassen zu müssen, wäre wohl das schwerste für mich. Dafür hab ich auch noch keine wirkliche Lösung gefunden.


Zitat:
manchmal glaube ich es ist eine kriesd nötig damit menschen endlich verstehen das ein individuum zu sein nicht bedeutet dass man ein egoist ist.


Sowas hab ich mich auch schon mal gedacht, nur wenn man sich mal überlegt wieviel Leid und Elend es schon in der Menschheitsgeschichte gab, dann macht mir das recht wenig Hoffnung. ^^

Von daher, lieber auf nen Großteil scheißen und sich stattdessen mit denen zusammentun, die einen nicht den letzten Nerv rauben. ^^


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BeitragVerfasst: Fr 22. Jun 2012, 00:04 
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Schamane
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Beiträge: 713
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Denk ich mir auch, mal wieder so ein kleiner Weltkrieg, das die "Menschen" sich mal wieder aufs Wesentliche besinnen, wär ganz angebracht. So von wegen was gegen die Überbevölkerung und die vielen Unglücklichen tun. Weg damit und Freiheit denen die sie wollen!


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BeitragVerfasst: Fr 22. Jun 2012, 00:13 
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Schamane
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Registriert: Mi 11. Apr 2012, 03:58
Beiträge: 713
Wohnort: Extremadura,La Codosera
Sorry, ist mir so raus gerutscht. Erst mal herzlich willkommen in diesem Forum Alexander, ich wünsche Dir viel Glück und schreibe und treffe Dich auch gerne persönlich wenn Du magst.


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BeitragVerfasst: Fr 22. Jun 2012, 07:28 
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Träumer

Registriert: Do 21. Jun 2012, 16:19
Beiträge: 7
Wohnort: SA, Zerbst
hey leute, danke euch für die unterstützung. ich hab gestern über die ganze sache nachgedacht und es ist klar das ich mein leben nach meinen vorstellungen leben muss. und ich denke meinen eltern müssen dann es akzeptieren, ich mein davon abhalten können die mich nicht. ich will nicht das mein leben ein ewieges hin und her wird. wie gesagt ich lese mich schlau übers projekt in pyrenäen und arbeite mich dann darauf hin. nochmals danke für die unterstützung. lg Alexander

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BeitragVerfasst: Do 28. Jun 2012, 15:59 
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Tourist
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Beiträge: 3
Wohnort: Hanau
hi alexander, ach mann, ja das kommt mir alles verdammt bekannt vor... ich hab auch immer gemeint ich müsste meinen eltern alles recht machen, bzw. konnte ich mir einfach nicht vorstellen ihre Erwartungen an mich so sehr zu erschüttern... weist du was ich gemacht habe? Ich hab mich ganz doof und unselbstständig bei einer Organisation angemeildet, die für einen den Flug nach Australien buchen, die Steuernummer beantragt, das visum...und und und... aber das war ziemlich gut, denn dadurch hatte ich was meinen Eltern vorzuweisen: guckt ich mach doch was sinnvolles und so ein Auslandsaufenhalt kommt supergut in Bewerbungen, also ist ja schon fast ein Muss... und blabla... also auf jeden fall, hab ich dafür das OK bekommen und dann war ich auch schon weg... für 10 Monate, noch in Asien usw. und danach hatten die irgendwie eh schon einen anderen Blick über mich und hatten Abstand zu mir bekommen und dann hab ich mich auch noch sehr verändert und hab ganze Zeit über das perverse System hier in Deutschland gequasselt und nach und nach haben sie einfach akzeptiert das ich anders als sie bin und anders leben will, vor allem weil ich dann noch ne Ausbildung hingeschmissen hab... ich dachte sie bringen mich um...

also kurz um, mein Tipp wäre: 1. erstmal eine Art Alibi finden um ins Ausland zu kommen, (entwicklungshilfe, Backpacking, Fremdsprache lernen...) also das machst du dann auch, dann hast du etwas in der Hand und sie können das erstmal absegnen... und dann bist du weg und du brauchst ja nicht unbedingt so schnell wieder zu kommen 8)
2. Eltern ist ziemlich viel zumutbar, ich dachte auch, dass ich sie mit meiner Entscheidung endlos enttäusche und ich dachte ich wäre danach gestorben für sie. aber nein, es gab ein riesiges Gewitter und jetzt lebt jeder sein Leben wie er es leben will... und nun unterstützen sie mcih sogar bei meinen Entscheidungen :D
3. du bist 22, tu was DU willst!

lg sofia

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Überflüssiger Reichtum kann nur Überflüssiges erkaufen


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BeitragVerfasst: Do 27. Sep 2012, 19:42 
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Backpacker

Registriert: Do 30. Aug 2012, 20:02
Beiträge: 51
Wohnort: Österreich
hallo,

klingt alles sehr dramatisch und man spürt irgendwie dass es dich innerlich irgendwie zerreißt - wer kennt das nicht - wir sind doch alle in einer karrieregeilen welt aufgewachsen
und das mit dem zusammenbruch (heute nennt man das burn out, früher hieß es depression) kenn ich auch nur zu gut
und nur deshalb weil ich zu lange gewartet hatte - das zu tun was ich will - ich glaubte auch es anderen recht machen zu müssen - den erwartungen den eltern gerecht zu werden etc.

aber was bringt ein bilderbuchleben mit einer tollen karriere wenn man innerlich merkt man wird zum psychowrack - da bringt weder die karriere noch der job was
und mit viel geld hat man zwar mehr möglichkeiten sich abzulenken von diesem inneren konflikt aber es wird nicht besser
und wer zu lange wartet - bekommt dann psychopillen verordnet um gefühlskälter zu werden um zu funktionieren - während einem der therapeut der einem jahrzehntelang als treue kundschaft sieht einredet es müsste eben so sein wies ist damit man selbst die eigene misereie akzeptiert um seine treuer kunde zu bleiben - anstatt einfach auf sich selbst zu horchen statt immer nur auf andere

naja ich fass mich kurz:
es ist dein leben - mach was DU willst

lebst du dein leben nicht - wird es von anderen gelebt
oder du lebst eben die erwartungen anderer

und zu den eltern - naja ich denke eltern wollen dass ihre kinder glücklich sind
oft denken viele dass eine tolle karriere glücklich macht - aber was bringts wenn kinder anders denken und fühlen und es andere dinge sind die sie glücklich machen

aber ja es war auch für meine eltern nicht einfach zu akzeptieren wies bei mir ist, aber im grunde wollen sie dass ich glücklich bin, oder besser gesagt - NICHT so unglücklich dass ich amok... naja

grüße


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 Betreff des Beitrags: Aussteigen = ausbrechen?
BeitragVerfasst: So 11. Nov 2012, 20:12 
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Tourist

Registriert: Sa 10. Nov 2012, 23:36
Beiträge: 1
Wohnort: Hude
Hallo Alexander und alle anderen! Was ihr berichtet erlebe ich auch so. Allerdings stecke ich noch in dem 'alten' Leben fest, und schwanke zwischen Zerissenheit und Depression. Ich frage mich wie man da raus kommt: Einerseits ist mein ganzes Leben auf Kopfentscheidungen aufgebaut, und ich habe einen Job an den mich persönliche Erwartungen knüpfen. Ich kann ihn nicht von heute auf morgen hinschmeissen. Es wird allerdings Enthusiasmus erwartet, den ich nicht empfinde.
Ich lese nun, dass das Aussen welches uns umgibt einfach der Spiegel unseres Selbstbildes ist. Könnt ihr bestätigen, dass es genügt sein Selbstbild zu ändern, oder meint ihr es sind radikale Schritte (=Abhauen) notwendig? Ich habe das Gefühl von Leuten umgeben zu sein deren Erwartungen ich erfülle.
Ich habe mir schon Siedlungen ua in Russland angesehen, ich weiß wie ich leben möchte. Nun merke ich dass man sein Leben nicht auf die Zukunft verschieben kann. Wie waren eure ersten Schritte?
vg, Jonny


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So 11. Nov 2012, 20:53 
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Träumer

Registriert: Fr 9. Nov 2012, 14:59
Beiträge: 7
Hallo zusammen ;) und ein besonderes Hallo an Alex... oder auch Privet xD
Ich mische mich hier auch mal ein :)
Ich glaube jeder von uns hier kann deinen Konflikt verstehen. Vielleicht nicht in ganzem Ausmaß, aber zumindest ansatzweise. Sonst wären wir hier nicht angemeldet ;)
Die Situation mit deinen Eltern kann ich sehr gut nachvollziehen... Meine Eltern sind auch vor 30 Jahren aus der ehem. UdssR ins "gelobte" Land gekommen. Ist natürlich klar, dass sie von ihren Kindern erwarten sie sollen einmal "besser" leben als sie selbst. Gerade vor dem Hintergrund da sie in einem System aufgewachsen sind wo sie den im "westen" herrschenden Kapitalismus nur wie einen Stern von weitem bewundern konnten.
Wir, die wir unsere Jugend hier verbracht haben in diesem "Stern" bekommen da eine andere Sichtweise als unsere Eltern. Ich denke manchmal, wir sind gar nicht so anders als unsere Eltern. Die sind damals auch aus ihrem System ausgebrochen und haben sich in Deutschland ein schönes glückliches Leben erhofft. Was viele ja auch bekommen haben. Aber das ist ja wiederum auch Ansichtssache.
Zu deinen Sorgen deinen Eltern gegenüber...
Meine Eltern sind erzkonservative Baptisten... und ich habe diesen Trip auch schon hinter mir... 3 Jahre in so einer konservativen Baptistengemeinde inklusive Hirnwäsche und vielen Versprechungen den Weg des Glückes zu gehen haben mich eins gelehrt...
Je mehr man sich versucht in so ein intolerantes System zu pressen, umso schlechter geht es einem...
Naja... um das ganze mal abzukürzen... Irgendwann war es so weit, dass ich aus diesen Kreisen raus musste... meine aufmüpfige Art und mein Bedürfniss immer alles hinterfragen zu müssen machte mir da keine Freunde... und als mir zusätzlich noch klar wurde, dass ich sexuell anders orientiert bin als die anderen, hatte ich gar keine andere Wahl... Ich musste einen anderen Weg einschlagen.
Das hat meine Eltern nicht begeistert... das kannst du mir glauben... meine Mutter hat so einige Tränen wegen mir vergossen...
Aber ich hatte nie ein schlechtes Gewissen deswegen...
Weil ich ihr nie absichtlich Leid zugefügt habe...
Ich bin halt so wie ich bin... und damit müssen sie nunmal zurecht kommen.
Als ich dann noch ihnen dann noch gesagt habe, dass ich was die Liebe betrifft am anderen Ufer angeln gehe war die Hölle los
:D im wahrsten Sinne des Wortes...
Mittlerweile sind einige Jahre vergangen und man glaubt es kaum, ich habe ein wesentlich besseres Verhältnis zu meinen Eltern als je zuvor.
Distanzierter, ABER besser...
Wenn sie merken du bist glücklich mit dem was du tust, dann werden sie deinen Lebensstil tolerieren.
Weil sie wissen, dass sie dich ansonsten verlieren.


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