Aussteiger und Selbstversorger Forum

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 Betreff des Beitrags: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Mo 20. Aug 2018, 15:24 
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Tourist

Registriert: Mo 20. Aug 2018, 14:51
Beiträge: 4
Hi Leute,

Ich bin Kevin, 26 Jahre jung und träume vom aussteigen.

Ich bin auf der suche nach Menschen die wie ich keinen Sinn in Materialismus, Konsum und ewigem Arbeiten um den Kreislauf des Systems am laufen zu halten sehen.
Ich kenne ein Grundstück in Portugal das zwischen 2 Küsten liegt und schon in den 70ger Jahren als Aussteigerort diente. Auf dem Grundstück stehen 2 kleine Häuschen ( beide mit Solaranlage versehen), ein kleiner See zum natürlichen säubern des Schmutzwassers, eine Sickergrube, viele Obstbäume (Zitronen, Orangen, Äpfel) und reichlich fruchtbares Land zum anbauen anderer Gemüse und Obst Sorten.
Alleine wäre die viele Arbeit um das alles am laufen zu halten nicht möglich, außerdem ist der Mensch ein soziales Lebewesen und benötigt Kontakt zu anderen um Glücklich zu sein.
Nun suche ich nach gleichgesinnten die den Traum vom Selbstversorgen teilen.
Eine Gesellschaft ohne Anschluss zu öffentlichen Netzten (Strom, Wasser, Internet), was wir brauchen kommt von unserer Erde und was wir übrig haben wird verkauft oder getauscht für z.b. Fleisch oder andere Dinge.
Es wird gemeinschaftlich Entschieden wenn irgendetwas passiert oder ansteht.

Ich freue mich auf Kommentare und gerne auch privaten Kontakt über fueralleda@gmx.de
Mit freundlichen grüßen kevin


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Mo 20. Aug 2018, 15:24 


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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Mi 22. Aug 2018, 21:12 
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Aussteiger

Registriert: So 3. Dez 2017, 13:19
Beiträge: 165
Moin Kevin

Das klingt schon mal sehr interessant, und möglich ist es schon bloß is da dann nix mit Siesta. Aber hast recht zusammen ist es einfacher. Kenne mich da mit den portugiesischen Gesetzen nicht so aus, in Spanien aber kannst du verlassene Grundstücke nach einer gewissen Zeit auf dich oder eben die Gemeinschaft umschreiben lassen sofern kein anderer ehemaliger Eigentümer Rechte geltend macht. Nun evtl. Kann dir Irsinn da mehr zu sagen wie es in PT ist.
Du sagst es hat Solar da ist mal die Frage nach dem Alter der Module... An der Küste ist schon mal gut zum Fischen nur wirst auf besetztem Land kaum ne Baugenehmigung für ne kleine Pier bekommen. Oder willst du es kaufen? Das ging ja aus dem Post nicht hervor. Ansonsten hat es m.E. Potential. Denke das kann gut klappen mit den richtigen Leuten.

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 12:31 
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Backpacker

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Ja die richtigen Leute zu finden ist entscheidend, in meinen Augen am besten auch mehr als nur eine Handvoll. Portugal ist ja nicht ohne Grund so beliebt bei Aussteigern, wir haben eine Gemeinschaft gegründet die von Anfang an gemeinsam geschaut halt welches Land am besten geeignet ist und da sind am Ende Slowenien, Portugal und Kroatien die heißesten Kandidaten gewesen und Portugal wird derzeit favorisiert, haben vor 2 Monaten das Projekt ins Leben gerufen (erstmal nur digital) und sind derzeit etwa 70 Menschen die über 100.000€ zugesichert haben. Vlt. magst du dir ja mal anschauen was wir vorhaben die finanzielle Hürde ist minimal, wir haben aber eine Finanzierungskampagne geplant mit der wir Land kaufen werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 14:24 
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Tunnelmensch
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NeulandNils hat geschrieben:
etwa 70 Menschen die über 100.000€ zugesichert haben


portugal wird auch immer teuerer, das ist zu wenig geld für 70 leute
durschschnitt 1430 euro....das sagt aber auch schon aus, wie leute mit geld umgehen.
bei 70 Menschen brauchst du 1.000.000 euro
sprich ab 10.000 pro nase.

aber zumindest der nicht-finanzielle teil, klingt gut.
vor allem diese seite mit den vielen möglichkeiten.

https://neuland-siedler.de/mitmachen/

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 14:35 
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Tunnelmensch
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Beiträge: 4548
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es gibt aber noch ein problem...die behausung für +70 leute auf ein unbebautes/unbebaubares land genehmigt zu bekommen.
da wäre ein verlassenes dorf viel einfacher...aber womöglich auch extrem teuer.

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 15:36 
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Backpacker

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silvi73 hat geschrieben:
portugal wird auch immer teuerer, das ist zu wenig geld für 70 leute
durschschnitt 1430 euro....das sagt aber auch schon aus, wie leute mit geld umgehen.
bei 70 Menschen brauchst du 1.000.000 euro
sprich ab 10.000 pro nase.

aber zumindest der nicht-finanzielle teil, klingt gut.
vor allem diese seite mit den vielen möglichkeiten.

https://neuland-siedler.de/mitmachen/

Danke für dein Feedback!

Also das musst du mir mal ausrechnen wieso man für 70 Menschen 1.000.000 € braucht? Wir sind da glaub ich um ein einiges weiter als du glaubst was die Konzeptionierung betrifft. Entscheidend ist die Fläche die jeder für seine Behausung benötigt und die Fläche die für solidarische Landwirtschaft zur Versorgung mit Nahrungsmitteln benötigt wird. Da ist 10.000€ bei einem Quadratmeterpreis von ~ 1€ im ländlichen Raum mit schlechter Infrastruktur doch völlig übertrieben. Man benötigt doch keinen Hektar pro Menschen! Erst recht nicht wenn man nicht vor hat aufwendige Tierhaltung zu betreiben.

Mit dem verlassenen Dorf hast du recht, wobei die alles andere als extrem teuer sind, da sie oft für konventionelle Vorhaben sehr schlecht gelegen sind, aber auch da sind wir schon einige Schritte weiter und planen mit den örtlichen Behörden über ein PIERS-Verfahren eine Umzonung des Geländes, vor allem wollen wir aber auch jedem selbst überlassen welche Behausung er auf seiner Parzelle errichtet.

Edit: Man bekommt bereits an die 20 Hektar für unter 100.000€ und die 100.000 sind auch nur der aktuelle Stand wir fangen ja jetzt erst so richtig an mit der Öffentlichkeitsarbeit.

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 16:45 
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@Nils
So weit ich weiss, veranschlagt man 4 Hektar pro Mann und Maus. Ohne Tierhaltung weiss ich nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 16:53 
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Entschuldigung! Ich wollte mich nach dem russischen Modell richten und das war wohl bloss ein Hektar. Vier Hektar sind meine persönliche Einschätzung. Da sind aber Wald, Weide und Wasser dabei.

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 18:07 
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Bei dem 1 Hektar Modell (Familienlandsitze) hast du auch Tierhaltung inklusive, also keine Frage, wenn Nutztiere wie Rinder gehalten werden sollen vervielfacht sich der Flächenbedarf allein schon wegen der Futterproduktion, erst recht wenn die Haltung auch artgerecht geschehen soll und damit einhergehend steigt auch der tägliche Aufwand massiv an der für die Kalorien und Mikronährstoffe zu leisten ist.

Für die reine Nahrungsgrundlage durch Pflanzen, braucht man viel viel weniger, da ist selbst 1 Hektar landwirtschaftlich nutzbare Fläche schon völlig überdimensioniert. Wenn wir von eine Millione Kalorienverbrauch im Jahr ausgehen und das reicht für einen Erwachsenen Mann locker aus, dann kann man bei einer adäquaten Vielfalt an unterschiedlichen Pflanzen, inklusive 30% einkalkuliertem Puffer für eventuelle Ernteverluste, bei vollständig abgedecktem Aminosäureprofil und allen essentiellen Nährstoffen bereits mit 350 m² pro Mensch hinkommen, wenn man die Erträge pessimistisch mit kleinbäuerlicher Erzeugung mit permakulturellen Prinzipien, statt industrieller Landwirtschaft schätzt, fruchtbares Klima hat und vernünftige Konservierung für die Wintermonate praktiziert. Zudem verbrauchen Kinder / Frauen / Ältere Menschen nochmal deutlich weniger und es sind bei der Rechnung locker 30% Fläche einkalkuliert, für Lebensmittel mit sehr niedriger Kaloriendichte die also gar nicht wirklich zum tragen kommen. Es gibt Literatur die davon ausgeht das 200 bzw. 250 m² je nach Quelle ausreichen pro Person im mitteleuropäischen Klima. Aber lassen wir es einfach mal 1.000 m² landwirtschaftlich nutzbare Fläche pro Mensch sein.

Bei einem der Objekte die wir ausfindig gemacht haben wären es 85.000€ für 18 Hektar Wald und Wiesen gewesen. Also 180.000 m², selbst wenn davon nur die Hälfte landwirtschaftlich nutzbar wäre, würde die Rechnung bereits aufgehen mit einer Siedlung aus Menschen die alle Tag für Tag ihre vollen 2700 Kalorien futtern, was für sich genommen schon echt hoch angesetzt ist und wir planen eher noch mehr Fläche zu kaufen. Und bevor man wirklich Hunger leidet reicht vermutlich auf Grund der großzügigen Rechnung sogar 1/4 wenn nicht sogar 1/5 der Gesamtfläche für den Anbau, insbesondere wenn kaloriendichte Nahrungsmittel wie Reis, Hafer oder Kartoffeln im Notfall zugekauft werden können oder vermehrt kaloriendichte Lebensmittel angebaut werden kommen wir schnell sogar auf noch weniger benötigte Flächen.

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 20:06 
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NeulandNils hat geschrieben:
Danke für dein Feedback!

Also das musst du mir mal ausrechnen wieso man für 70 Menschen 1.000.000 € braucht? Wir sind da glaub ich um ein einiges weiter als du glaubst was die Konzeptionierung betrifft. Entscheidend ist die Fläche die jeder für seine Behausung benötigt und die Fläche die für solidarische Landwirtschaft zur Versorgung mit Nahrungsmitteln benötigt wird. Da ist 10.000€ bei einem Quadratmeterpreis von ~ 1€ im ländlichen Raum mit schlechter Infrastruktur doch völlig übertrieben. Man benötigt doch keinen Hektar pro Menschen! Erst recht nicht wenn man nicht vor hat aufwendige Tierhaltung zu betreiben.

Mit dem verlassenen Dorf hast du recht, wobei die alles andere als extrem teuer sind, da sie oft für konventionelle Vorhaben sehr schlecht gelegen sind, aber auch da sind wir schon einige Schritte weiter und planen mit den örtlichen Behörden über ein PIERS-Verfahren eine Umzonung des Geländes, vor allem wollen wir aber auch jedem selbst überlassen welche Behausung er auf seiner Parzelle errichtet.

Edit: Man bekommt bereits an die 20 Hektar für unter 100.000€ und die 100.000 sind auch nur der aktuelle Stand wir fangen ja jetzt erst so richtig an mit der Öffentlichkeitsarbeit.


das geld ist ja nicht nur für das land gedacht.
schon..aber das ist erstmal nur nacktes land
wo werden die alle wohnen?
kostet das kein geld?
gelände umzonung und jeder baut so irgendwas, da bin ich gespannt welche gemeinde das mitmacht :?: die sind doch immer restriktiver geworden ..die gesetzgebung auch.
und was soll dieses PIERS genau sein?

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Do 20. Sep 2018, 20:15 
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Ich hab mal was von 400 metern gelesen. Tierhaltung geht da gar nicht und ob da Obst dabei ist... Mir kommt das alles sehr knapp vor.
Ich weiss nicht ob du Erfahrung im Gartenbau hast. Erstens kommt es anders und zweitens als du denkst. Mir ist zum Beispiel heuer die gesamte Mais- und Kartoffelernte ausgefallen. Getreide geht nicht und bestimmte Sachen wie Wurzelpetersilie keinen bei mir nicht mal. Ach ja, Radies wurde abgefressen und Möhre auch nicht gekommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Fr 21. Sep 2018, 09:10 
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Backpacker

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Erstmal freut mich euer Interesse! Ich verstehe eure Skepsis irgendwo, aber auch wenn das Projekt erst ein paar Monate alt ist das Vorhaben für die meisten Beteiligten schon viele Jahre alt und wir haben mittlerweile auch Menschen angezogen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, darunter auch Leute die sich mit Landwirtschaft auskennen. Ich weiß nicht wie alt ihr seid, aber oft kommt diese Art der Kritik von den älteren Menschen (50+), die sich nicht vorstellen können auch mal ein oder zwei Jahr lang minimalistisch oder in einer Jurte zu wohnen, die es gruselt bei dem Gedanken keine Wassertoilette zu besitzen und die insgesamt das Potenzial von alternativen Bauweisen und modernen Wegen der Finanzierung unterschätzen. Aber der Reihe nach:

Also bezüglich des Geldes setzen wir nicht nur darauf Geld über den Parzellenverkauf also durch die zukünftigen Bewohner einzunehmen, sondern wir haben bereits Modelle entwickelt, um Anreize für Unterstützer zu schaffen, die nicht dort Leben wollen. Unter anderem wird das Projekt mit Hilfe einer eigenen ICO, einer blockchainbasierten Währung finanziert mithilfe der auf einer Vertriebsplattform später Waren und Dienstleistungen (Tourismus) bezogen werden können. Wir haben zudem Kontakt zu Investoren die das Projekt unterstützen wollen und wir planen das ganze Projekte zu dokumentieren und Anleitungen, Baupläne und weitere Informationen online zur Verfügung zu stellen, dazu haben wir bereits Menschen mit entsprechendem beruflichem Hintergrund. Wir wollen aber dennoch aussteigen und autark sein, weshalb wir uns von diesen Dingen nicht abhängig machen wollen, weshalb das bei der Beschreibung des Projekts nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Zitat:
das geld ist ja nicht nur für das land gedacht.
schon..aber das ist erstmal nur nacktes land
wo werden die alle wohnen?
kostet das kein geld?

Doch das Geld ist nahezu ausschließlich für das Land gedacht, großes Manko an Portugal ist halt das dort nicht überall so viel Holz verfügbar ist wie in Mitteleuropa. Wir planen aber keine konventionellen Häuser mit Baufirmen aufstellen zu lassen sondern überwiegend einstöckige Häuser in Holzrahmen-, Lehm-, Strohballenbauweise zu errichten. Eartships wären die aufwendige Variante, ansonsten Jurten, Wohnwagen, Wohnmobile, ausgebaute Bauwagen und Container die zu Tiny Häusern umgebaut werden. Wir planen tatsächlich auch Baumaterial und ausgemusterte Solarzellen aus Deutschland per LKW zum Projekt zu transportieren. Entsprechende Bezugsquellen sind bereits bekannt, wir verfügen auch über das Know-How um quasi ohne finanziellen Aufwand Wasser- und Stromversorgung sowie die Abwasserversorgung zu realisieren, welche Methoden wir da jeweils nutzen wollen sprengt den Rahmen hier. Wir lehnen nicht dogmatisch Technologie ab, aber planen nicht den Lebensstil aus Deutschland zu reproduzieren sondern AUSZUSTEIGEN. Wer weiterhin konsumieren will oder ein konventionelles Haus bauen möchte, kann das auch, muss es aber halt dann bezahlen, das ist sicher nichts was in den Kaufpreis für das Grundstück einfließt, ich persönlich komme auch erstmal gut im Zelt und einem in der Nähe befindlichen Wasserlauf klar und auf mein derzeitiges Haus welches ich alleine bewohne, verzichte ich auch gerne und reduzier mich da oder baue für 5 Jahre an einem Earthship wenn ich das Bedürfnis haben sollte. Ein verlassenes Dorf wäre jedoch sehr von Vorteil, allein schon wegen des Baumaterials.

Zitat:
gelände umzonung und jeder baut so irgendwas, da bin ich gespannt welche gemeinde das mitmacht :?: die sind doch immer restriktiver geworden ..die gesetzgebung auch.
und was soll dieses PIERS genau sein?

Man muss wissen dass Neuland nicht das erste Ökodorf der Welt ist sondern es gibt bereits einige Siedlungen die mit alternativen Bauweisen, eigener Abwasseraufbereitung (Schilfrohranlage) und eigener Wasserversorgung ausgestattet ist. Sowohl in den USA als auch in Deutschland (Sieben Linden) hat sich gezeigt dass im Gespräch mit den Behörden das Baurecht für solche Projekte angepasst werden kann, da die Behörden wie auch die meisten anderen Menschen, verrückterweise noch nicht überall mitgekriegt haben wie viel Potenzial, in alternativen Bauweisen stecken und dass sich damit Behausungen errichten lassen die konventionellen in absolut NICHTS nachstehen, weder optisch (Geschmacksfrage) noch in Bezug auf Wärmedämmwerte. In Wales gibt es bereits Beispiele für eine Umzonung des Geländes für Ökodörfer, bei denen das Baurecht mit wenigen AUflagen komplett ausgehebelt wurde. Wir planen den PIER Prozess in Portugal zu durchlaufen. Das steht für "Plano de I Intervenção em Espaço Rural" und ist die besagte Umzonung, welche sich bei dem Ökodorf Tamera in Portugal bereits in der finalen Phase befindet und ein Präzedenzfall für Ökodörfer in Portugal darstellt. Auch Behörden sind schließlich meistens vernünftig genug um sich zumindest das Vorhaben, einer komplett nachhaltigen und ökologischen Siedlung, in einem ländlichen Raum, welcher von Landflucht betroffen ist, das Grundwasser schont und noch dazu Tourismus sowie ökologische Landwirtschaft betreibt, wenigstens anzuhören. Wir werden vor dem Landkauf mit den Behörden ins Gespräch gehen, unser Landwirtschaftsexperte wird Boden- und Wasserproben nehmen und untersuchen lassen und die m² der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche schätzen.

Zitat:
Ich hab mal was von 400 metern gelesen. Tierhaltung geht da gar nicht und ob da Obst dabei ist... Mir kommt das alles sehr knapp vor.
Ich weiss nicht ob du Erfahrung im Gartenbau hast. Erstens kommt es anders und zweitens als du denkst. Mir ist zum Beispiel heuer die gesamte Mais- und Kartoffelernte ausgefallen. Getreide geht nicht und bestimmte Sachen wie Wurzelpetersilie keinen bei mir nicht mal. Ach ja, Radies wurde abgefressen und Möhre auch nicht gekommen.

Dann lass es 400 m² sein, ich hab doch schon geschrieben es geht sogar auf mit 1000 m² und ja bei der Rechnung von 250 m² ( eine Zahl die ich aus einschlägiger Literatur habe), ist bereits die Hälfte für Obstanbau eingeplant. Ich hab tatsächlich schon Erfahrung mit Anbau von Lebensmitteln, wenn auch nicht in Portugal und ich will auch nicht bestreiten dass es Ernteausfälle gibt aber zur Not kauft man halt Kartoffeln, Reis und Hafer ein. Reis hat ein super Aminosäureprofil, Hafer einen hohen Proteinanteil und ein gutes Nährstoffprofil. Kartoffeln sind ebenfalls ein hervorragendes Lebensmittel, wir sprechen hier von Kleckerbeträgen um eine eventuelle Hungersnot zu vermeiden. Der Hektar der FAMILIENlandsitzsiedlung auf dem vielleicht 30% (wenn überhaupt) für Anbau von Lebensmitteln vorgesehen ist, ist nebenbei bemerkt für eine ganze Familie die bis zu 7-köpfig ist, angedacht. Und wie gesagt, Tierhaltung ist längst dem Realismus zum Opfer gefallen und ist im Grunde auch Unnötig wenn das Ziel lautet sich selbst zu versorgen, warum einen derartigen Risikofaktor einbauen wenn schon die Befürchtung besteht es könne zu Ernteausfällen kommen.

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Zuletzt geändert von NeulandNils am Fr 21. Sep 2018, 09:18, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Fr 21. Sep 2018, 09:12 
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Edit: ich hatte noch auf Mega geantwortet, in der Zeit hat Nils schon gepostet

Deshalb sind ja ganze Völker bei Missernten verhungert oder ausgewandert. Wir haben halt das große Glück bei solchem Pech im Garten wie Mega schreibt, auf den Supermarkt zurück greifen zu können. Noch....
Aber noch mal zur Fläche. Ich gehe durchaus mit dem Konform, wie bei den Familienlandsitzprojekten. Ein Hektar reicht für eine Familie. In den "Anastasiakreisen" geht man von 7-10 Mitgliedern pro Familie aus.
Wir sind zwei Personen und besitzen knapp 1,5 Hektar. Davon intensiv genutzt vielleicht nicht mal 1000 m2. Also Garten-technisch. An Gemüse sind wir fast komplett SV. Beeren waren dieses Jahr mit reichlich Überschuss. Obst kommt auch was zusammen, wobei wir noch Obstbäume beernten dürfen, die deren Besitzern zu viel sind.
Öle, Fette und Milchprodukte sowie Korn kaufen wir zu. Da wir ca 4000m2 Weideland haben, wo ein Bekannter zwei Mal im Jahr an die 5 Rundballen für seine Pferde presst, hätten wir also auch Heu. Und ein Ziegenpärchen haben wir schon laufen, könnten also für Milch- und Käseproduktion sorgen auf SV Maßstab.
Im Frühjahr habe ich auch 300 Bäume gepflanzt um sie als Niederwald für die Brennholzproduktion zu nutzen. So wie das hier in früheren Jahrhunderten schon getan wurde. Leider hat die diesjährige Dürre die meisten Bäumchen umgebracht.

Trotzdem haben wir noch einen Wohlfühlbereich mit Feuerstellen, Frühstücksplatz in der Sonne usw. Und einen Teil der ungenutzt ( Wildkräuter, verwilderter Pflaumenhain ...) ist.
Also behaupte ich das ein Hektar für eine Familie ( 7-10 Personen) gut reichen würde um halbwegs in der SV zu leben. Für 2Personen und Handarbeit ist das eh zu viel, wenn man noch " für's System " , also fremdbestimmt arbeiten muss. Aber solange dieses System besteht muss man ja die Minimalanforderungen leisten um nicht aus dem System zu fallen ( Steuern, Pflichtversicherung)

In den nördlichen Gefilden gilt wohl der Spruch " Ein Land kann so viele Einwohner ertragen, wie es nachhaltig ernähren und mit Brennholz versorgen kann "

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Fr 21. Sep 2018, 09:22 
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Backpacker

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Danke Spencer, das klingt schon deutlich plausibler un ddeckt sich ja in etwa mit den 400m2. Wenn man jetzt noch die Tierhaltung ausklammert und wirklich mal nur die Fläche betrachtet die für den ABnau von pflanzlichen Nahrungsmitteln benötigt wird und vlt. überlegt wie viel effizienter eine große Gruppe von Menschen solidarische Landwirtschaft betreiben kann, wird doch klar dass man bei weitem nicht nen Hektar pro Mensch benötigt. Habt ihr Maschinen (Traktor, Motorfräse etc.)?

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 Betreff des Beitrags: Re: eine freie Gemeinschaft
BeitragVerfasst: Fr 21. Sep 2018, 10:14 
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Registriert: Mi 21. Mär 2012, 08:46
Beiträge: 1560
Jo.. ich benutze eine Motorfräse. Zum Anfang habe ich nur per Hand, also mit Spaten gearbeitet.
Da ich ja der Suchende bin, der immer Zulernen möchte habe ich viel mit Permakulturmethoden rumprobiert. Also Pappbeete, Heubeete, Rigolen... Rigolen bringt ein gutes Beet hervor. Papp- und Heubeete sind nicht so der Renner. Ist natürlich je nach Beikrautdruck unterschiedlich...
Heute würde ich vielleicht sogar einmal zum Anfang Pflügen lassen um dann den Garten anlegen zu können. Frei nach Storl... wir schaffen Chaos wie im Universum und die Natur richtet es wieder ;)
Alles mit Spaten urbar machen ist eine echte Schinderei.
Lange Rede, kurzer Sinn... Ich bekam eine Motorfräse angeboten ( Fehlkauf von Eltern eines Kumpels). Das ist eine echte Erleichterung.
Zum Beete neu anlegen fräse ich mehrmals durch, sammle / harke die Gras-und Beikrautstückchen raus und baue dann im ersten Jahr Kartoffeln an, dick gemulcht mit Grasschnitt oder altem Heu. Dann hat man im zweiten Jahr ein gutes Gartenbeet.

Ist zwar total OT aber wenn wir schon mal bei sind.

Wir wollen uns noch ein Eselpärchen anschaffen. Suchen aber zwei schon ausgebildete Esel. Ideal wäre wenn sie schon an der Kutsche ausgebildet wären.
So...jetzt könnt ihm mich wieder auslachen. Aber die Esel sollen unsere Transportmöglichkeit nach dem Öl sein.
:P
Ich zieh mir dann schon vorher ein T-Shirt an mit Aufdruck " ich fahre voll ökologisch "

Na ja, ich geb es zu. Wir lieben Esel und so ein wenig Hobby darf ja wohl im Ernst des Selbstversorgerlebens mit einfließen.

:wink:

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