Aussteiger und Selbstversorger Forum

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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 10:40 
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Backpacker

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HINWEIS: Diese Debatte begann im Nord-Korea-Auswandern-Thread. Irgendwie ist "Kommunismus" dabei sicherlich ein Aspekt; jedoch hat @Andi zu Recht darauf verwiesen, dass es dort um das Auswandern dorthin, nicht um Einzelfacetten eines komplexen Sekundär-Themas geht. Ich halte es jedoch für wichtig genug, um daraus eine erweiterte Diskussion zu machen:

Ursprung und Quelle des folgenden Vollzitats: Nordkorea - neue Möglichkeit für Aufsteiger ?

Elirithan hat geschrieben:
Zitat:
Selbstredend? Voreingenommenheit noch VOR der eigentlichen Definition? Definitorische(!) Aufgabe des Kommunis-mus, also der wortwörtlichen GEMEINSAM-keit, ist es eine gemeinsame und für alle gleichermaßen gültige Lebensgrundlage (Wohnen, Leben, Sicherheit, Gesundheit, etc.) zu realisieren. Keine Ausnahmen whats-o-ever. Alles darüber hinaus ist kann, nicht muss; ist also nicht mehr Gegenstand der Definition, sondern jener der exegierten RELIGION.


Wir machen uns zu Ausnahme wie es uns passt, das hat niemand vorzuschreiben.
Das sind erstmal Fremde, die es nichts angeht wie mein Clan etwas macht... wir haben unseren Lebensraum und wir dulden keine Einmischung von ausserhalb, unsere Grenze ist in dem Belang absolut. Wir haben diese Probleme lange gelöst und jetzt werden wir das Resultat verteidigen. Wie das irgendwer draussen macht ist nicht unser Problem.
Was du sagst: Ist gleichbedeutend mit, dass wir unsere Selbstbestimmtheit irgendwelchen Politabschaum aus eurer Gesellschaft überlassen... Das wird nicht passieren, die sind unfähig und korrupt und werden es immer sein.

Zitat:
Wer mit falschen Prämissen losrennt, kommt mit falschen Schlüssen an. Auch im Kommunismus ist es definitorisch durchaus möglich, Privatwirtschaft zu betreiben. Ja, es ist sogar ausdrücklich eingeschlossen (s. "Jeder nach seinen Fähigkeiten"); allerdings mit einem statischen Rahmen: "Du darfst nur machen, was niemandem anderes schadet und/oder in seiner Freiheit beeinträchtigt, denn die (Freiheits-)Rechte sind unteilbar."

Um das plastisch zu machen: Theoretisch kann es sogar private Vermieter geben, obwohl Wohnen im Kommunismus eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Nur dürften diese privaten Vermieter niemals mehr Miete verlangen, als dies gesamtgesellschaftlich tragbar ist. Es ist also ausgeschlossen, Vermieter von, sagen wir, exklusiven Luxuswohnungen zu werden; sofern deren Beschaffung und/oder Erhalt in irgendeiner Weise zulasten der ganzen Gesellschaft, Teilen von ihr oder Individuen geht. Einfacher ausgedrückt: Es gibt keine Lohn- und keine Preisunterschiede zwischen Regionen.


Eure scheiss Gesellschaft ist ein Unfall der Geschichte und eine eurem Imperialismus schmeichelnde Erfindung um eine Begründung zu haben euch überall einmischen zu dürfen. Dieser Dreckskult hat hier garnichts zu wollen! Die Gesetze eurer Mehrheitsgesellschaft enden an unserem Perimeter. -Period

Zitat:
Hier triffst du - beabsichtigt oder nicht - einen sehr empfindlichen Nagel auf den Kopf: So oder so wird man sich Gedanken machen müssen, das "Leistungsprinzip" (das übrigens auch im Kommunismus existiert) reformieren zu müssen. Wir steuern auf eine sogenannte 80-20-Gesellschaft zu. Das heißt: Mit fortschreitender Automatisierung und Technisierung werden immer weniger Menschen im Arbeitszyklus benötigt. Schon heute gibt es ganze Fabriken, die nahezu vollautomatisch funktionieren; die also nur noch eine Hand voll hochspezialisierter Ingenieure benötigen, wo einst Tausende Mitarbeiter (und deren Familien) ihr Lohnbrot erarbeiteten. Und KI-Systeme sind schon jetzt so fortgeschritten, dass sie selbst Management-Aufgaben erfüllen können. Die Hoffnung "Ja, du wirst durch einen Industrie-Roboter ersetzt. Bei mir ginge das nie. Ich muss operative Entscheidungen treffen können." ist schon jetzt im Nebel zerstoben.


Ja weil das Geschichte ist und das Dilemma vor langem gelöst wurde. Ersetzt eure Geldfunktion durch eine Verdopplung der Werte mit einer Echtzeit-Energienotation und die Probleme werden verschwinden. Die Marxschen Theorien sind jedenfalls ein Eingang zu Irrwegen und ewigem Chaos. Eben weil er für einen Chaos-Kult gearbeitet hat, dessen Ziel die Versklavung der ganzen Erdbevölkerung ist.
Die wollen keine freien Akteure oder natürlichen Gemeinschaften, sondern politisierte Massen, deren Aspiration sie wie Vampire absaugen können, um ihren eigenen Narzismus zu düngen... nein Danke! den Tanz kennen wir.... Geht schliesslich schon seit 3000 Jahren so, überall wo die Oberwasser bekommen..

Zitat:
Bedenken wir dabei, dass es vom ersten Bewegtbild bis zur ersten Mondlandung kaum 60 Jahre gedauert hat; und dass auch das Bewegtbild noch nicht mal 150 Jahre alt ist, kommt man schnell ins Grübeln, was wohl in 20, 30 Jahren, also durchaus noch zu unseren Lebzeiten, los sein mag.

Derzeit versucht man das, genau wie du, durch "Überfluss" zu kompensieren: "Kauft mehr! Kauft häufiger! Werft schneller weg!"; doch dieser Weg führt, das sehen wir schon seit Jahrzehnten, in eine Sackgasse. "WENIGER, dafür bedarfsgerechter!" ist das Losungswort. Doch das bricht dem Kapitalismus das Genick. Naja, vielleicht nicht dem ganzen. Es gibt noch eine sehr dystopische Lösung: Eine Hand voll Konzerne regieren uns direkt. Ganz ohne Umweg über die Politik.


Überfluss bezieht sich auf die Planungstiefe und nicht auf eine Marktfunktion, das bedeutet Lagerstände und Energie(träger)reserven. Das bedeutet die strategische Reserve wird aktiv gehaushaltet - ein Markt existiert in dem Sinne nicht, ausser für bereits manifestierte Musterexemplare.

Eben genau die Politik aus der Wirtschaft herauszunehmen ist der Schlüssel, Politik ist etwas sehr schädliches, und die Geisel des Gemeinen - ebenso wie die Existenz einer Presse die sie inszeniert und den Seelenfrieden und die Kreise der einfachen Leute stört. Wenn du beides unterbindest, erhältst du die Kontinuität und die Ruhe die du brauchst eine benigne Kultur zu errichten die auch grosses leisten kann. In unserem goldenen Zeitalter konnten wir unsere Leute effektiv vor diesen beiden Dingen beschützen - und es war gut und lebenswert... Dann kamen die Kriegsschreiber, wie zB auch Marx einer war, und alles ging den Bach runter. Nie wieder!

Zitat:
Ich weiß nicht genau, was du treibst. Doch solange dein Treiben nicht die Freiheit Dritter negativ beeinflusst, ist dein Handeln keineswegs "vom Kommunismus bedroht". Dieses Zerrbild ist ein reines Propaganda-Bild.


Nein die Politik der Masse versucht ständig präemptiv uns an Dingen zu hindern, inklusive Angriffen auf unseren Nachschub und konstante Versuche der Bevormundung und Bedrohung unserer Leute, sowie Anstalten sich Tribute auf die Früchte unserer Arbeit zu erdreisten... Ich habe ständig ein viertel meines Schreibtisches mit solchem Dreck voll. Die sollen uns einfach in Frieden lassen. Die BRD ist ein Demokratistisch/Kommunistisches Dämonengezücht - es soll zur Hölle fahren, aus der es kam, mehr von dem Dreck braucht keiner!

Zitat:
Marx war der "Urvater des modernen Kommunismus". Er war weder Gott noch allwissend. Auch Einstein irrte. Trotzdem beugen wir unser Haupt vor all dem, was - zumindest bis heute - Unwiderlegbares aus seinen Händen floss. Ironischerweise suchen die - nennen wir sie "kapitalistische" - Experten seit Marx immer aufgeregter nach einem Ausweg aus seinen Prophezeiungen. Und ja, er irrte, als er auf die explosive Gewalt (lies. Revolution) als Anker vertraute. Doch nein, er irrte nicht in dem, was unweigerlich kommen musste, kommt und kommen wird. Und das macht die Experten immer nervöser. Denn sie erleben die unwiderlegbaren Fakten. Und sie können sich noch so sehr dagegen stemmen: Es lässt sich nicht abwenden.

Die aktuelle Finanzkrise, die seit nunmehr 13 Jahren bedrohlich über dem Westen schwebt und eigentlich nur noch von Spucke, Tesafilm und guten Wünschen zusammengehalten wird, ist so ein Beispiel: Man hat wahrlich alles Erdenkliche probiert, um sie zu bereinigen. Doch sie will und will nicht verschwinden. Nicht innerhalb der gegebenen Systemparameter. Schlimmer noch: Was auch immer man probiert, scheint sie nur zu verschlimmern.

(Wusstest du, dass Marx seit mittlerweile fast 25 Jahren am MIT in den USA gelehrt wird? Und das keineswegs propagandistisch: Man sucht verzweifelt nach sozialökonomischen Einsteins; nach Leuten also, die imstande sind, seine Prophezeiungen handfest zu widerlegen. Und obwohl ich glauben will, dass sich da sehr, sehr, wirklich SEHR helle - sehr viel hellere noch als Marx's - Köpfe zusammenfinden: Bis heute hat es niemand geschafft.)


Nehmt die Politik und die Geldfunktion aus der Wirtschaft und das wird sich grösstenteils von selbst erledigen. Die Politik ist die Ursache der Probleme und nicht ihre Lösung, ihre Manipulationen haben die Subprime Krise vorgelegt und ausgelöst - und jetzt versuchen ihre Protagonisten die zu exploiten.
Der logische Schritt wäre jetzt erstmal die Parlamente wieder auf den Friedhof der Geschischte zu entsorgen, um dem Rattenpack seine Steuer-Schnittstelle zu entziehen. Die Subprime Krise wurde speziell vorgelegt und getriggert um einen Weltkommunismus zu induzieren - wir sind auf dem Weg direkt in die Hölle, wenn wir uns vor diesen Karren spannen lassen.... deswegen raus da und souveräne Parallelgesellschaften aufbauen und damit die zentrale Kontrolle der Politik und Gerichtsbarkeit zersetzen und zerstören. Dann hat die Spezies eine Chance dem Schlachthaus zu entkommen.

Zitat:
Das ist nun aber wirklich ausgemachter Quark, @Elirithan. Kommunismus basiert per definitionem auf echter Demokratie. Ohne diese kein Kommunismus. Die Abgrenzung "echt" muss wegen des modernen Neusprechs gemacht werden: Einmal alle 4 Jahre ein, zwei Kreuze machen dürfen, hat mit Demokratie nur sehr mittelbar zu tun. Die Abschaffung von (auch politischen) Kasten, um nur ein Beispiel zu nennen, jedoch sehr wohl. Insofern kann Kommunismus per definitionem nicht parasitär sein. Er hebt vielmehr das Schmarotzertum vollständig auf; auch, weil er das gesellschaftliche Gefälle nivelliert.


Das macht ihn ja so extrem korrumpierend, da in ihm die schmarotzende nichtsnutzige politische Klasse der Demokratismus-Verfallsphase ihren Herrschaftsanspruch in Form von Kaderbonzentum erblich macht... es ist eine Art "dysgenischer Adel" aus Schreibtischtätern und anderen Minderleistern. Wenn man sich schon einen Adel leistet, dann muss er im Feuer des Krieges entstehen und ständig durch es gereinigt werden oder das Ergebnis ist allgemeines Siechtum.
Es macht keinen Sinn das "gesellschaftliche Gefälle" nivellieren zu wollen, da es Teil der biologisch evolutionären Funktionen der Wirtsspezies ist... das Resultat ist immer Degeneration der Individuen.
Zudem meine ich mit der Sekte/Kult etwas völlig anderes, nämlich die Quelle von Marx Ideen.

Zitat:
"Die Tatsache, dass du nicht paranoid bist, bedeutet nicht, dass du nicht verfolgt wirst!", oder wie?! :) Hältst du es nicht mit Sun Tzu? Und sagte der nicht die weisen Worte: "Wenn du dich selbst kennst, aber nicht den Feind, dann wirst du für jeden Sieg auch mit einer Niederlage bezahlen."?


Ja der Mann hat viele Stratageme aufgestellt, aber was hat das mit der Feststellung zu tun, dass man ohne Verteidigung und eine definierte Wehrdoktrin von fremder Politik dominiert wird, was aufgrund deren parasitärer Natur langfristig nie gut ist. Wer zahlt schon gerne Tribute?
Ein Blick auf die verkommende transatlantische Kompradorenbande der BRD ist alles was es als naheliegendes kontemporäres Beispiel braucht - dieses imperialistische Besatzer-Pack ist eine Geisel für die Völker die sie in ihrem Wirkungsbereich versuchen zu tyrannisieren und auszusaugen...


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Mo 22. Nov 2021, 10:40 


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 11:01 
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Guru

Registriert: Do 6. Okt 2016, 08:49
Beiträge: 1540
Ich lehne grundsätzlich alles ausser Anomie und Anarchie als Grundzustand im wilden Raum ab... du kannst gerne mit deinen Freunden und Familie bei dir daheim Kommunismus spielen.

Aber ohne uns :!:

Zu Hölle mit dem Konzept der "Gesamtgesellschaft" !
Ich scheisse auf "Mehrheiten" - denn der Terror der brunzdummen Mehrheit zerstört gerade unsere Leben.

Konsens sonst aktzeptiere ich nichts!

Politik an und für sich ist brutal zu unterdrücken.


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 11:23 
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Backpacker

Registriert: Do 18. Nov 2021, 20:35
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Elirithan hat geschrieben:
wir haben unseren Lebensraum und wir dulden keine Einmischung von ausserhalb, unsere Grenze ist in dem Belang absolut.

Das klingt wenig substanziell, @Elirithan. Was, beispielsweise, wenn du Hilfe brauchst? Etwa bei gesundheitlichen Problemen? Und wie ist es mit dem Schutz deines "Clan-Gebietes"? Verlässt du dich da nicht auch darauf, dass die äußere Gesellschaft ihn dir bietet und dafür aufkommt. Immer nur nehmen, aber nicht geben wollen, war sicherlich vor Hunderten von Jahren machbar. Doch mittlerweile ist der Planet deutlich dichter besiedelt. Und genauso, wie ich in einem Mehrfamilienhaus Rücksicht auf die Nachbarn nehmen muss, muss ich es auch in einer Gesellschaft machen, deren Pfründe ich beanspruche.

Elirithan hat geschrieben:
Was du sagst: Ist gleichbedeutend mit, dass wir unsere Selbstbestimmtheit irgendwelchen Politabschaum aus eurer Gesellschaft überlassen... Das wird nicht passieren, die sind unfähig und korrupt und werden es immer sein.
Erfinde doch keine Strohmann-Argumente, gegen die du dann antreten und sie anzünden kannst! Was ich sagte, war DEMOKRATIE. Das bedingt inhärent eine Herrschaft des Volkes; nicht eine Herrschaft irgendeiner Politiker-Kaste, die sich mit der Geld-Kaste die Macht teilt.

Auch hier gilt konsequenterweise das Neusprech: Man nennt es DEMO-KRATIE, doch der Begriff heißt wortwörtlich VOLKS-HERRSCHAFT, also Herrschaft des Volkes. Was, genau, hat das mit dieser Gesellschaft zu tun? Wo, genau, herrscht hier das Volk? Es wird, auch das ist Neusprech, angeblich "vertreten"; doch in Wahrheit wird es bevormundet. Es soll wählen, doch es darf sich noch nicht mal auf die Versprechen der zukünftigen Vertreter verlassen können. Es soll also IRGENDWAS wählen und dann vier Jahre lang die Schnauze halten. ... Wie kommst du also auf das schmale Brett, dies sei eine gültige Interpretation von Demokratie? Weil die Medien und die Herrschenden es so postulieren?

Elirithan hat geschrieben:
Die Gesetze eurer Mehrheitsgesellschaft enden an unserem Perimeter.
Meine Güte! Es ist noch nicht mal eine Mehrheitsgesellschaft. Die Mitglieder ALLER PARTEIEN ZUSAMMEN bilden noch nicht mal 2% der wahlfähigen Gesellschaft ab. Und von denen wiederum sind nicht mal 2% politisch aktiv i.S.v. gesellschaftlich gestalterisch. Wir werden also von rund 0,04% der Gesellschaft beherrscht. Noch dazu über Jahrzehnte von denselben 20, 30 Gesichtern. Wie kann man da auf den Begriff "Mehrheit" kommen?

Elirithan hat geschrieben:
Ersetzt eure Geldfunktion durch eine Verdopplung der Werte mit einer Echtzeit-Energienotation und die Probleme werden verschwinden.
Vergib mir: Ich bin langsam im Kopf. Was, genau, willst du mir damit sagen? Von welcher Energie, von welcher Notation sprichst du? Und welche Werte sollen verdoppelt werden?

Elirithan hat geschrieben:
Die Marxschen Theorien sind jedenfalls ein Eingang zu Irrwegen und ewigem Chaos.
Oh welch' wunderschöne Plattitüde! Dieser Satz ist so wahr, er kann auf ALLES angewendet werden. Ausnahmslos. Denn AUSNAHMSLOS ALLES kann, bei falscher Auslegung zu Irrweg und Chaos werden. Logischerweise also auch die marx'schen Theorien.

Elirithan hat geschrieben:
Eben weil er für einen Chaos-Kult gearbeitet hat, dessen Ziel die Versklavung der ganzen Erdbevölkerung ist.
Jetzt wird's verwegen: Marx wird viel vorgeworfen, zu sehr Einzelgänger und Eigenbrötler gewesen zu sein; sich zu sehr in der Theorie vergraben zu haben. Nun wirfst du ihm das Gegenteil vor? Können sich seine Gegner wenigstens darauf einigen, konsistent zu bleiben? Ich meine, klar kann man jemandem vorwerfen, dass er das Hemd nicht in die Hose steckt. Doch dann ist der Vorwurf, dass er das Hemd in die Hose steckt, nicht mehr hilfreich. Und umgekehrt.

Elirithan hat geschrieben:
Ziel die Versklavung der ganzen Erdbevölkerung
Demokratie ist für dich also eine Form der Versklavung? Okay, welche gesellschaftliche Struktur bevorzugst du? Autokratie? Neopatrimonialismus? Oder archaischere Formen, wie etwa den Patriarchismus?

Elirithan hat geschrieben:
Überfluss bezieht sich auf die Planungstiefe und nicht auf eine Marktfunktion, das bedeutet Lagerstände und Energie(träger)reserven.
Lagerstände und (Energie)Reserven sind klassische und sogar fundamentale Marktfunktionen. Was, genau, willst du mir also sagen, @Elirithan?

Elirithan hat geschrieben:
Das bedeutet die strategische Reserve wird aktiv gehaushaltet - ein Markt existiert in dem Sinne nicht, ausser für bereits manifestierte Musterexemplare.
Warum so kompliziert? Das, was du beschreibst, heißt schlicht "Nachfragemarkt". Damit ist es zwar das diametrale Gegenteil dessen, was uns als "einzig wahre Marktwirtschaft" verkauft wird, doch es ist und bleibt immer noch ein Markt. Und der entsteht in dem Augenblick, in dem es jemanden gibt der (irgendeinen) Bedarf hat; und jemand anderen, der diesen Bedarf decken kann und/oder will. Oder, im Falle des Angebotsmarktes, eben umgekehrt: Es gibt jemanden, der ein Angebot hat; und der versucht, eine Nachfrage danach zu erzeugen, um einen Markt entstehen zu lassen. Die Verhandlungsgrundlage des Marktes selbst ist dabei losgelöst: Sogar, wenn es verschenkt wird, bleibt es ein Markt.

Elirithan hat geschrieben:
Politik ist etwas sehr schädliches
Messer sind auch schädlich. Unzählige Morde wurden mit ihnen verübt. Und dennoch sind sie, bei richtigem Gebrauch, unverzichtbar.

Elirithan hat geschrieben:
benigne Kultur
Im Kleinen? Unbenommen! Es gibt in der Geschichte sicherlich zehntausende Fallbeispiele, wie kleine und Kleinstgemeinden sich positiv aufstellen können. Jedoch scheiterte derartiger "Kleingeist" stets an der Abstraktion. Doch was ist eine egoistische Insel, die sich gegen andere egoistische Inseln wehrt, wert, wenn sie sich nicht verallgemeinern lässt? Ja, sie erlaubt den Egotrip Einzelner. Und im Regelfall für - manchmal nicht einmal - eine Generation, bevor sie bösartige Tumore ausbildet, wuchert und irgendwann platzt. Auch das lehrt die Geschichte vielzehntausendfach. Stellen wir uns also nun einmal vor, man wolle nicht nur egozentrisch an sich selbst, sondern auch an seine Kinder denken: Wie müsste, wie könnte eine solche Welt dann aussehen?

Elirithan hat geschrieben:
Die Politik ist die Ursache der Probleme und nicht ihre Lösung, ihre Manipulationen haben die Subprime Krise vorgelegt und ausgelöst
Das ist analytischer Unfug, @Elirithan! Die Subprime-Krise wurde nicht durch die Politik ausgelöst, sondern durch die Habgier (und den Einfluss) der Geld-Eliten. Die Politik war dabei nur willfähriger Gehilfe jener, die die Gier blind gemacht hatte. Das war übrigens eine der Lehren jeder Demokratie an ihrem Anfang: "Trenne Geld von Macht! Sonst hast du bald nur noch Chaos!" Und das ist das Hauptproblem heute: Geld und Macht sind so eng verflochten, dass das Chaos der Krisen sich nicht nur nicht auflösen lässt, sondern stetig beschleunigt und vergrößert.

Elirithan hat geschrieben:
Es macht keinen Sinn das "gesellschaftliche Gefälle" nivellieren zu wollen, da es Teil der biologisch evolutionären Funktionen der Wirtsspezies ist... das Resultat ist immer Degeneration der Individuen.
Ach was?! Bin ich auf einen Jünger genetischer Auslese getroffen? Ist ein willkürlich festgelegtes indikatives Gefälle (lies: aktuell "soziale Stärke/Schwäche") also ein Indikator für die Qualität der Gene?

Machen wir ein Beispiel: Wie gut oder schlecht kann ein Chirurg arbeiten, wenn er niemanden hat, der seinen OP putzt? Letztere(r) macht "niedere Arbeiten", wird also erheblich schlechter bezahlt. Dabei braucht es, das ist wohl einsehbar und daher als vereinbarte Prämisse setzbar, stets BEIDE für den Erfolg. Und BEIDE müssen qualitativ enorm hochwertige Arbeit leisten, damit es am Ende nicht heißt: "Operation? Gelungen! Patient? Tot!" Was also begründet das exorbitante Gefälle zwischen beiden? Die genetische Wertigkeit? Wirklich? Wie sieht es dann beispielsweise mit mir aus? Zwei abgeschlossene Studien. Trotzdem lebe ich auf der Straße. Welche Qualität haben meine Gene, @Elirithan?

Und inwiefern "degenerieren" die Individuen, wenn sie gleichgestellt werden, wenn also der Arzt nicht mehr wert ist, als seine Putzkraft; ich nicht mehr als du; du nicht mehr als ich?

Elirithan hat geschrieben:
Ja der Mann hat viele Stratageme aufgestellt, aber was hat das mit der Feststellung zu tun, dass man ohne Verteidigung und eine definierte Wehrdoktrin von fremder Politik dominiert wird, was aufgrund deren parasitärer Natur langfristig nie gut ist. Wer zahlt schon gerne Tribute?
Ein Blick auf die verkommende transatlantische Kompradorenbande der BRD ist alles was es als naheliegendes kontemporäres Beispiel braucht - dieses imperialistische Besatzer-Pack ist eine Geisel für die Völker die sie in ihrem Wirkungsbereich versuchen zu tyrannisieren und auszusaugen...
Die Fehlbarkeit des Kommunismus damit zu beweisen versuchen, wie sehr der Kapitalismus scheitert ... ist schon sehr, sehr verwegen, findest du nicht selbst, @Elirithan?


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 12:02 
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Guru

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Danke ich will diesen Teppich nicht kaufen...

Archaisch ja! Ganz definitiv! Scheiss Moderne und dämliches "aufgeklärtes Denken", damit scheitert einfach alles....

Wenn es nun denn mehr Leute werden, als sich gegenseitig kennen können und selbige zu keinem Konsens mehr kommen können, macht man halt eine neue Sippe draus wenn sichs richtig anfühlt... die sucht sich dann eine neue Heimat und spezialisiert sich dann dort entsprechend der dortigen Lebensbedingungen.

Wir haben hier kein Geld, wir haben einen "Magic Hat" - da schmeisst rein, wer was zu geben übrig hat und damit werden dann Sachen für alle gekauft oder erbartert. Ein kleiner Anteil wird verwendet, um die Infrastruktur zu erhalten.

Ich will mich keinen Buchgesetzen beugen, noch irgendwer hier sonst - wir lösen unsere Probleme selbst, wie wir denken, dass es richtig ist.

Wir wissen die Massengesellschaft ist nicht konsensfähig, ergo ist sie ein sklavisches Konstrukt geschaffen von Psychopathen, das unsere Freiheit bedroht. Deswegen ist die Verteidigung so wichtig und ein so dominanter Aspekt...


Ich will mich nicht in eine moderne Gesellschaft integrieren und ich will nicht, dass sie in unsere Welt hineinfunkt.

Der Kommunismus basiert auf dem Wahngebilde der "Aufklärung", die hat hier einen extrem schlechten Ruf, da sie einem die Magie raubt, die man zum überleben braucht - sie machen einen damit absolut abhängig.

Und ja ich bin das was man bei euch einen Darwinisten nennen würde, ich denke natürliche Mechanismen stehen als Prinzipien über menschengemachten - wenn sie willentlich übersteuert werden sollen, dann muss ein magischer Preis bezahlt werden... Denn der gerichtete Willen wird mehrfach vergolten... so oder so... je mehr man manifestiert desto extremer die Nebenwirkungen. Je mehr man dann wider die Nebenwirkungen wirkt desto chaotischer wird alles....
Also immer Ball flach halten, und sich gut überlegen was man manifestiert und ob es überhaupt sinnig ist.


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 13:34 
Schöne Diskussion...
Darüber, was wohl "besser" ist, hab ich auch schon viele Jahre nachgedacht und recherchiert.

Ich bin zu dem Schluß gekommen, das es völlig egal ist, worüber wir Hanseln diskutieren, streiten oder uns an die Gurgel gehen.
Letzten Endes wird sich nach dem Ende das Kap. irgendwas zwischen Auslöschung und Mittelalter einfinden.
Dann ist nämlich weder die materielle Grundlage für irgendwelchen utopisch-kommunistischen Träume übrig, noch genügend Leute, die irgendwelche anderen Gebilde mit Million eingehegter Menschen bilden könnten.
Vermutlich wird es recht schnell Versuche geben, aus den Clan-artigen Strukturen wieder Staaten mit Anführern zu formen (die meisten Leute wollen und können nicht weiter denken als bis zum Feldrand), aber irgendwas, was über mittelalterliche Kleinstaaterei hinausgeht, ist unmöglich. Dafür braucht es Bevölkerungsmengen und die entsprechenden Rohstoffe, und die sind dann schon beim ersten Versuch (Jetzt) verballert worden.

Der Traum vom ewigen Fortschritt ist tatsächlich ein Selbstbetrug der Kapitalisten, dem auch Marx verfallen war ("man muß den Fortschritt nur in die eigene Hand nehmen, dann wird alles besser") ist eine Lüge, um die Sklaven bei Laune zu halten (Möhre).

Ich hatte hier schon mal was dazu geschrieben. 79428100nx63163/planungen-vorbereitungen-fuer-projekte-f46/mitteleuropa-noch-lange-habitabel-t5279.html


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 14:36 
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Waldschrat
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Zitat:
Ist Kommunismus eine valide gesamtgesellschaftliche Basis?


Na du hast doch tolle Versuchsanordnungen, Kuba Venezuela dein geliebtes Nordkorea PRC, such dir doch das schönste Modell aus, bis auf Nordkorea kannst du diese Paradiese ja sogar bereisen und dort verweilen und uns dann mit Informationen aus erster Hand versorgen.

Zu deiner Ausgansfrage, mir sind Polen Ungarn Esten und Rumänen bekannt die dich fragen würden ob du nicht doch einen Arzt benötigst.


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 15:06 
speckgürtler hat geschrieben:
Kuba Venezuela dein geliebtes Nordkorea PRC,


Sind Diktaturen von mehr oder weniger kranken Psychopathen, aber kein Kommunismus, wie er "gedacht" war.
Es hat noch nie irgendwo auf der Welt auch nur 1 einziges Kommunistisches Land gegeben.
Deine Vorstellungen entspringen nichts anderm als der Systempropaganda, die diese seit 1870 oder so in die Köpfe der Leute eingehämmert haben, um den Sklaven Angst vor einer Alternative zum Kap. zu machen :roll:


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 15:14 
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Tunnelmensch
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@Schaf

Zitat:
. Zu deiner Ausgansfrage, mir sind Polen Ungarn Esten und Rumänen bekannt die dich fragen würden ob du nicht doch einen Arzt benötigst.

Ich denke mal, er meint die Theorie. Die Idee ist ja nicht schlecht, jedoch real nicht umsetzbar.

_________________
"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
"Sonne, Freiheit und eine kleine Blume muß man haben!"


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 18:34 
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Guru

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Nur ein toter Politiker ist ein guter Politiker... mich interessiert nicht was die sagen, mich interessiert nur, dass sie sterben.

Diese Teufel bringen durch ihre ständigen Einmischungen nur Leid und Tod...

Mit Corona hat diese ganze Pack für immer bei uns verschissen - verfluchter Abschaum was erdreistet der sich eigentlich... nie mehr!

Kommunismus ist Politikdreck... ergo etwas das man zerstören muss


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 19:52 
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Backpacker

Registriert: Do 18. Nov 2021, 20:35
Beiträge: 66
zugucker hat geschrieben:
Vermutlich wird es recht schnell Versuche geben, aus den Clan-artigen Strukturen wieder Staaten mit Anführern zu formen
Das hinge davon ab, was es "zu gewinnen" gäbe, @zugucker. Hierarchische Systeme brauchen irgendwas, das knapp und so begehrt ist, dass man sich dafür zu prügeln bereit ist. (Gold, Geld, you name it) Deshalb sagten Abgeordnete des ersten deutschen Bundestages nach dem Krieg übrigens seinerzeit die bemerkenswerten Worte:

Zitat:
"Kapitalismus gebiert den Krieg. Deshalb fordern wir für das neue Deutschland den Sozialismus."
Die Sozis, die das sagten, waren Angehörige der ... nun, wie soll ich sagen? ... CDU. Nicht KPD. (Die auch, noch vehementer sogar. Aber nicht das hier.) Auch nicht SPD. (Die auch. Haben es ja heute noch im Programm. Aber eben nicht das hier.) Sondern CDU. Das war dann auch der finale Schlusspunkt unter die Frage, ob die Westdeutschen sich ihre Verfassung selbst geben dürfen: Nein! Durften sie nicht, weil der Adenauer-Transatlantik-Flügel fürchtete, es gäbe ein einheitliches Deutschland.

So kam es, dass die Westdeutschen ungefragt und vielfach ungewollt ein Grundgesetz, und die Ostdeutschen eine selbstbestimmte und selbst abgestimmte Verfassung bekamen.

zugucker hat geschrieben:
Der Traum vom ewigen Fortschritt ist tatsächlich ein Selbstbetrug der Kapitalisten, dem auch Marx verfallen war ("man muß den Fortschritt nur in die eigene Hand nehmen, dann wird alles besser") ist eine Lüge, um die Sklaven bei Laune zu halten (Möhre).
Nicht "ewiger Fortschritt" (daran ist der Kapitalismus gar nicht interessiert, im Gegenteil), sondern "ewiges Wachstum" ist die alchemistische Formel seiner Apologeten. Dabei könnte schon ein Grundschüler vorrechnen, dass es unendliches Wachstum in einem endlichen System einfach nicht geben kann. Aber von Fakten haben sich die kapitalistischen Ökonomie-Experten bekanntlich noch nie irritieren lassen.

Wenn Marx also sagt, dass man den Fortschritt in die eigene Hand nehmen muss, dann meint er beispielsweise den einfachen Fakt, dass schon die "Umkehrung der Marktwirtschaft" einen ersten Lösungsschritt darstellen kann: Derzeit haben wir einen Angebotsmarkt. Das heißt, die Unternehmen stellen nach Belieben Produkt A her. Dann investieren sie Unmengen in die Werbung, um auf diese Weise einen Bedarf zu erzeugen, der wiederum einen Markt erzeugt. Eine einfache Umkehrung von der Angebots-Produktion zur Bedarfs- bzw. Nachfrageproduktion würde durchaus im Kapitalismus möglich sein. Allerdings wäre es dann nicht mehr so einfach für Einzelne, gigantische Profite einzustreichen. Es ginge sehr viel "marktwirtschaftlicher" zu. Deshalb scheuen die Apologeten des Angebotsmarktes diese "Machtübergabe" an den Pöbel/Konsumenten.

Marx denkt das nur noch ein bisschen weiter: Warum nicht eine REINE Bedarfsproduktion? Das ist die schonendste Ressourcen-Verwendung, die es gibt. Noch dazu unter der Prämisse, dass die gesellschaftlich-ethische Entwicklung mit der technischen/technologischen Entwicklung mithalten können muss, will man nicht sehenden Auges in die Katastrophe rennen. Der Beispiele gibt es unzählige; daher greife ich mir willkürlich eines heraus: Autopiloten in Autos. Die sollen entscheiden, wen sie im Zweifel totfahren*. Das ist keine Frage, die irgendein Unternehmen klären kann. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Mehr noch: Es ist eine GLOBALE Aufgabe, die von keiner Einzelgesellschaft beantwortet werden kann.

*) ad "totfahren": Ein autonomes Auto fährt auf einer Straße. Im Auto sitzt eine 4-köpfige Familie. Plötzlich rennt ein Kind auf die Straße. Hinten dran die Mutter dazu. Jetzt soll das Auto in Millisekunden entscheiden: "Kind & Mutter - also zwei Menschen - sicher totfahren? Oder ausweichen, von der Straße abkommen, gegen den Brückenpfeiler rasen und vielleicht vier Menschen töten?"

Je detaillierter man nun in die Wirtschaft einsteigt, desto klarer wird: Es geht nicht ohne eine solche "kommunistische" - im wörtlichen Sinne: gemeinsame - Entscheidung. An praktisch keiner Stelle. Denn fast jede wirtschaftliche Entscheidung beeinflusst Dritte massiv. Auch die Öko-Bewegung hier richtet massive ökologogische Schäden an anderer Stelle auf diesem Planeten an. (Man denke nur an die Lithium- oder die Sojaproduktion; deren Umweltschäden Kriegsausmaße haben.)

Lange Rede, kurzer Sinn: Warum, genau, denkst du, irrt Marx, wenn er fordert, dass die Menschen den Fortschritt in die eigene Hand nehmen sollen?

Megalitiker hat geschrieben:
Ich denke mal, er meint die Theorie.
Nein, er meint die Praxis. Im Kleinen, wie im Großen. Denn warum sollte den kleinen Bürgern nicht erlaubt sein, was die Reichen und Mächtigen für sich längst beanspruchen? Sie besitzen so viel Geld/Einfluss, dass sie sich - ganz wie im Kommunismus - einfach nehmen, was sie brauchen bzw. haben wollen. Was dann von den Lakaien für Beträge von der Karte abgeschabt werden, ist ihnen völlig egal; sie haben so viel, dass sie das gar nicht bemerken; für sie ist es also so, als würde das gar nicht geschehen.

Dass sie dennoch den Kommunismus ablehnen, hat einen einfachen Grund: "Die Welt hat einfach nicht genug für jedermanns Gier.", wie Ghandi das mal nannte. Und warum sollen sie teilen, wenn sie nicht teilen müssen, ja, vom Pöbel sogar darum gebeten werden, nicht zu teilen?!


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 20:37 
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Guru

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Dann bau doch eine Kommune und praktizier es einfach?
Dann können wir uns verbünden und dem System die Stirn bieten.


Nur wenn du "Politik" anstrebst und von einer omniösen Gesellschaft mit einem jeden aufgezwungenen "Gesellschaftsvertrag" faselst, die oder deren Institutionen Recht anmaßen uns etwas vorzuschreiben, wirst du zum Feind der freien Menschheit. Und wir werden dich bekämpfen.
Zur Hölle mit allen Verfassungen und Rechtssystemen, kein frickliges Buch soll unseren Willen jemals binden!

Seit 1495 steht (Land-)"Frieden" als Euphemismus für Tyrannei. Ich werfe diesem Dreck den Fehde Handschuh!

Und statt diesen bösartigen Republiken der neueren deutschen Geschichte, sollten wir eine irreguläre Struktur wie jene des alten Reiches anstreben, eine anarchistische Conföderation aus lauter diversen Gemeinschaften vereinigt in einem Verteidigungsbündnis gegen das talmudische "Babylon-System" der Berufsbetrüger und Geldverleiher.

Dann gibt es für jeden Lebensentwurf eine Nische... es gibt kein allgemeines Gesetz mehr zu fürchten oder die Geissel der erzwungenen (Lohn)Arbeit als Sklave ewiger Geldschuld.

Ein grossartiges Imperium der Menschheit, bestehend aus all ihrer Vielfalt... gemeinsam unter Waffen.


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 22:38 
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Tunnelmensch
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Zitat:
. und die Ostdeutschen eine selbstbestimmte und selbst abgestimmte Verfassung bekamen

Man weiss nicht ob man lachen oder weinen soll. Bei uns war überhaupt nichts vom Volk bestimmt.
Eine reine Diktatur war das.

Zitat:
. Nein, er meint die Praxis. Im Kleinen, wie im Großen.

Na da hoffe ich doch, dass solche Gesellschaftsmodelle deine Phantasie bleiben. Ich denke, wir alten Ossis haben die Schnauze voll von kommunistischen Experimenten.

Ich wollte gern noch darauf eingehen, was du in einem anderem Thread schriebst. Das die Partei, die sich am meisten für die Bevölkerung einsetzt, am wenigsten Stimmen bekommt.
In der Tat schwanke ich oft zwischen AFD und Linke als Protestwahl.
Aber was ich sagen will, weisst du warum die Linke so schwach ist? Die Linke ist Nachfolgepartei der SED. DAS haben viele nicht vergessen.

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"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
"Sonne, Freiheit und eine kleine Blume muß man haben!"


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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 22:54 
Just my 2 cents hat geschrieben:
Das hinge davon ab, was es "zu gewinnen" gäbe, @zugucker. Hierarchische Systeme brauchen irgendwas,


Mein "Gewinn" wäre weitestgehende persönliche und "Stammes"freiheit.
Hierarchiche System sind genau das Gegenteil-sie führen zu Unfreiheit und Versklavung.

Just my 2 cents hat geschrieben:
So kam es, dass die Westdeutschen ungefragt und vielfach ungewollt ein Grundgesetz, und die Ostdeutschen eine selbstbestimmte und selbst abgestimmte Verfassung bekamen.


Wo hast Du denn diesen Blödsinn her?
Weder die West- noch die Ostdeutschen wurden gefragt.

Just my 2 cents hat geschrieben:
Nicht "ewiger Fortschritt" (daran ist der Kapitalismus gar nicht interessiert, im Gegenteil), sondern "ewiges Wachstum" ist die alchemistische Formel seiner Apologeten.


Kap. braucht Wachstum, richtig. Und dafür braucht es nun mal "Fortschritt" (sprich: höhere Produktivität, neue Rohstoffe ect.)Und der Glaube an den Fortschritt ist auf dem Mist derer gewachsen, die am Wachstum profitieren.
Denn um zu investieren muß ich dran glauben, das es was zu holen gibt und ich nachher mehr habe.
Ich hatte was verlinkt, da war ein sehr guter Artikel darüber, woher der Fortschrittsglaube kommt. http://www.gkpn.de/wuketits.htm

Just my 2 cents hat geschrieben:
Lange Rede, kurzer Sinn: Warum, genau, denkst du, irrt Marx, wenn er fordert, dass die Menschen den Fortschritt in die eigene Hand nehmen sollen?


Weil, kurz gesagt, alles, was irgendwer gezielt in die Hand genommen hat, speziell Versuche, irgendwelche Ideologien in die Realität um zu setzen, bisher immer ein Schuß in den Ofen waren.
Und der Satz: "Beim nächsten mal wirds besser klappen" ist genau der Denkweise/Hybris entsprungen, alles "besser" ("fortschrittlicher") machen zu können als alle anderen, und natürlich "besser" als die blöde Natur.


Zuletzt geändert von zugucker am Mo 22. Nov 2021, 23:16, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 23:06 
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Tunnelmensch
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Auf 3sat läuft Grad ein Film zum Thema.

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BeitragVerfasst: Mo 22. Nov 2021, 23:13 
Ich muß jetzt ins Bett.


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