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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: So 13. Jan 2019, 11:39 
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Tunnelmensch
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Ich kann keine Filme anschauen.
Als die Leviten das halbe Volk ausgelöscht haben und die Israeliten mordend und plündernd durchs gelobte Land gezogen sind, da hatte Gott wohl seine liebende Väterlichkeit grad vergessen.

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"Leben ist nicht genug." Sagte der Schmetterling.
"Sonne, Freiheit und eine kleine Blume muß man haben!"


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: So 13. Jan 2019, 11:39 


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Di 15. Jan 2019, 09:39 
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.
Es werden immer mehr, die erkennen,
dass die Worte Jesu in der Bibel einen aktuellen Bezug
und lebenswichtige Wahrheiten für uns heute haben.
Spencer schreibt im Plädoyer für Deutschland:
Spencer hat geschrieben:
Sei Du selbst die Veränderung.... Wenn sich daran immer mehr halten, dann tritt DIE Veränderung von allein ein.
Du bist die kleinste Einheit dieser Gesellschaft, dieses Systems... Wenn die kleinste Einheit sich ändert und ganz viele kleine Einheiten ebenfalls, dann ändert sich auch das System.

Also noch mal ...wenn jeder nur einen kleinen Teil zur Veränderung beiträgt, dann ändert sich ganz viel.


Jesus sagte vor 2000 Jahren als ein Gleichnis:
Jesus hat geschrieben:
Das Reich Gottes ist wie das kleinste Samenkorn,
legt man es in die Erde wächst es und wird riesengroß ...

und an anderer Stelle sagt er
... die Herzen der Menschen sind der Acker für solche Samenkörner


:wink:
.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Di 15. Jan 2019, 21:34 
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Zitat:
Es werden immer mehr, die erkennen,
dass die Worte Jesu in der Bibel einen aktuellen Bezug
und lebenswichtige Wahrheiten für uns heute haben.
Spencer schreibt im Plädoyer für Deutschland


Du Schlingel.... :mrgreen: suggerierst Du hier den Leuten ich hätte erkannt das Jesus Worte in der Bibel....usw. ?
Nein, nein... meine "Erkenntnis" hat nun nichts mit der Bibel oder den Worten Jesu zu tun ;)
Ganz simple Logik, bzw. Physik...
Wenn die kleinen Einheiten eines Organismus/Systems sich ändern, ändert sich auch der Organismus, das System.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Mi 16. Jan 2019, 07:49 
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.
Guten Morgen Spencer,

ja, könnte man so verstehen, dass ich ein kleiner Schlingel bin, :wink:
so ist es aber nicht gemeint.

Sondern eigentlich genauso wie Du es schreibst:
Wer über den Weg der Logik oder des gesunden Menschenverstandes
die Welt betrachtet, kommt ganz oft zu einem Ergebnis,
wie es auch schon in der Bibel steht ...
.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Fr 18. Jan 2019, 21:03 
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Tunnelmensch
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Und mal wieder zur Thematik. Moses hat ja einen ägyptischen Aufseher getoetet und sollte dafuer bestraft werden. Aber Moses war Prinz und von altorientalischen Herrscherhäusern ist man eigentlich anderen Umgang mit Volk und Bediensteten gewohnt. Ob wahr oder nicht, es macht schon nachdenklich das damals diese Rechtsauffassung geherrscht haben soll, das auch ein Mitglied des Königshauses keine Narrenfreiheit hatte. Saddams Söhne hatten diese Freiheit, was das alte Aegypten ueber den Irak Saddams erheben wuerde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Mo 21. Jan 2019, 13:48 
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Selbstversorger
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Tach zusammen,
ich habe vor einiger Zeit einen interessanten Text passend zum Thema, im Hinblick auf die Bibel gefunden. Da ich schon einige Zeit darüber nachdenke, würden mich andere Meinungen freuen.

...
Jahve – der Gott der Hebräer

WENN der Mensch sich die Gottheit vorstellt, schließt er zuerst alle Götter ein, ordnet darauf
alle fremden Götter seiner Stammesgottheit unter und schließt am Ende außer dem einen Gott letzten und
höchsten Wertes alle anderen aus. Die Juden fassten alle Götter in ihrer erhabeneren Vorstellung vom
Herrn Gott Israels zusammen. Desgleichen vereinigten die Hindus ihre mannigfaltigen Götter zu der im
Rigveda beschriebenen „einen Geistigkeit der Götter“, während die Mesopotamier ihre Götter auf das
zentralere Konzept Bel-Marduks reduzierten. Diese monotheistischen Ideen reiften überall auf der Welt nicht
lange nach dem Erscheinen Machiventa Melchisedeks zu Salem in Palästina heran. Aber Melchisedeks
Gottheitskonzept war verschieden von demjenigen der evolutionären Philosophie von Einschluss,
Unterordnung und Ausschluss; es gründete einzig auf schöpferischer Machtund beeinflusste sehr bald die
höchsten Gottheitskonzepte Mesopotamiens, Indiens und Ägyptens.

Die Religion Salems wurde von den Keniten und mehreren anderen kanaanitischen Stämmen
als eine Tradition verehrt. Und das war ja eine der Zielsetzungen der Inkarnation Melchisedeks gewesen:
eine Religion des einen Gottes zu fördern, um der irdischen Selbsthingabe eines Sohnes dieses einen Gottes
den Weg zu ebnen. Michael konnte schwerlich nach Urantia kommen, bevor es hier ein an den Universalen
Vater glaubendes Volk gab, in dessen Mitte er erscheinen konnte.

Die Religion Salems lebte in Palästina als Glaubensbekenntnis der Keniten weiter, und diese
Religion in ihrer später von den Hebräern übernommenen Gestalt geriet zuerst unter den Einfluss von
ägyptischen Sittenlehren, später von babylonischem theologischem Gedankengut und endlich von iranischen
Vorstellungen von Gut und Böse. Von den Tatsachen her gründet die hebräische Religion auf dem Bund
zwischen Abraham und Machiventa Melchisedek, evolutionsmäßig ist sie das Resultat vieler einmaliger
Gegebenheiten und Umstände, aber kulturell hat sie großzügige Anleihen bei Religion, Sittlichkeit und
Philosophie der gesamten Levante gemacht. Und die hebräische Religion ist es, durch die vieles von der
Sittlichkeit und vom religiösen Denken Ägyptens, Mesopotamiens und Irans an die abendländischen Völker
weitergegeben worden ist.

1. Gottheitskonzepte der Semiten
Die frühen Semiten dachten, allem und jedem wohne ein Geist inne. Es gab Geister der Tierund Pflanzenwelt; Geister der Jahreszeiten, den Herrn des Nachwuchses; Feuer-,

Wasser- und Luftgeister;
ein richtiges Pantheon von Geistern, die gefürchtet und angebetet werden wollten. Und die Lehre
Melchisedeks von einem Universalen Schöpfer konnte den Glauben an diese untergeordneten Geister oder
Naturgötter nie ganz zerstören.

Der Fortschritt der Hebräer von Polytheismus über Henotheismus zu Monotheismus war keine
ununterbrochene, geradlinige konzeptuelle Entwicklung. Die Evolution ihrer Gottheitskonzepte machte viele
rückläufige Bewegungen durch, und in jeder Epoche gab es unter den verschiedenen Gruppen gläubiger
Semiten unterschiedliche Gottesvorstellungen. Sie gebrauchten zu verschiedenen Zeiten zahlreiche
Ausdrücke für ihre Gotteskonzepte, und um Verwirrung zu vermeiden, definieren wir im Folgenden die
verschiedenen Namen der Gottheit in ihrer Beziehung zu der Entwicklung der jüdischen Theologie:

1. Jahvewar der Gott der Stämme Südpalästinas, die dieses Gottheitskonzept mit
dem Berg Horeb, dem Vulkan des Sinai, verbanden. Jahve war nur einer von Hunderten, ja
Tausenden von Naturgöttern, die die semitischen Stämme und Völker in ihren Bann schlugen
und Anbetung verlangten.

2. El Elyon.Nach Melchisedeks Aufenthalt in Salem hielt sich seine Gottheitsdoktrin
während Jahrhunderten in verschiedenen Versionen, aber man verwendete dafür im Allgemeinen
den Ausdruck El Elyon, Allerhöchster Gott des Himmels. Viele Semiten einschließlich der
unmittelbaren Nachkommen Abrahams beteten zu verschiedenen Zeiten sowohl Jahve als auch
El Elyon an.

3. El Schaddai.Es ist schwierig zu erklären, was El Schaddai genau bedeutete.
Diese zusammengesetzte Gottesidee leitete sich aus den in Amenemopes Buch der Weisheit
enthaltenen Lehren her, die dann durch Echnatons Aton-Doktrin verändert und ferner durch die
im El Elyon-Konzept enthaltenen Lehren Melchisedeks beeinflusst wurden. Aber als das El
Schaddai-Konzept in hebräisches Denken eindrang, nahm es ganz die Züge der Jahve-Glaubensvorstellungender Wüste an.

Eine der beherrschenden Ideen der Religion dieser Periode war das ägyptische
Konzept der göttlichen Vorsehung, die Lehre, dass materielles Wohlergehen eine Belohnung für
den Dienst an El Schaddai sei.

4. El.Inmitten dieser ganzen terminologischen Verwirrung und konzeptuellen
Verschwommenheit bemühten sich viele hingebungsvolle Gläubige aufrichtig darum, diese sich
entwickelnden Göttlichkeitsideen insgesamt zu verehren, und so entstand die Gewohnheit, diese
zusammengesetzte Gottheit mit El zu bezeichnen. Und dieser Ausdruck schloss noch andere
Naturgötter der Beduinen ein.

5. Elohim.In Kisch und Ur bestanden lange Zeit sumerisch-chaldäische Gruppen,
die das auf den Überlieferungen aus den Tagen Adams und Melchisedeks beruhende
Gotteskonzept des Drei-in-Einem lehrten. Diese Doktrin gelangte nach Ägypten, wo die Trinität
unter dem Namen Elohim oder, in der Einzahl, als Eloah angebetet wurde. Die philosophischen
Zirkel Ägyptens und spätere alexandrinische Lehrer hebräischer Herkunft lehrten diese Einheit
mehrerer Götter, und zu der Zeit des Exodus glaubten viele der Berater Mose an diese Trinität.
Aber das Konzept der trinitären Elohim wurde nie wirklich ein Teil der Theologie der Hebräer,
bevor sie unter den politischen Einfluss der Babylonier gerieten.

6. Verschiedene Namen.Es widerstrebte den Semiten, den Namen ihrer Gottheit
auszusprechen, und sie griffen deshalb zu verschiedenen Zeiten zu zahlreichen Benennungen
wie: Der Geist Gottes, Der Herr, Der Engel des Herrn, Der Allmächtige, Der Heilige, Der
Allerhöchste, Adonai, Der Älteste der Tage, Der Herr Gott Israels, Der Schöpfer von Himmel und
Erde, Kyrios, Jah, Der Herr der Heerscharen und Der Vater im Himmel.

Jehovaist ein Ausdruck, der erst in junger Zeit gebraucht wurde, um das
vervollständigte Konzept Jahves zu bezeichnen, das sich am Ende der langen hebräischen
Erfahrung herausgebildet hatte. Aber der Name Jehova kam erst fünfzehnhundert Jahre nach
Jesu Zeiten in Gebrauch.

Bis ungefähr 2 000 v. Chr. war der Berg Sinai ein intermittierend aktiver Vulkan, und
gelegentliche Eruptionen ereigneten sich noch bis in die Zeit, als die Israeliten sich in der Gegend
aufhielten. Feuer und Rauch vereint mit den donnernden Explosionen, die die Eruptionen dieses
vulkanischen Berges begleiteten, beeindruckten und schüchterten die Beduinen der umliegenden Gegenden
ein und waren der Grund, weshalb sie Jahve gewaltig fürchteten. Der Geist des Bergs Horeb wurde später
zum Gott der hebräischen Semiten, und sie glaubten schließlich, er stehe weit über allen anderen Göttern.

Lange Zeit verehrten die Kanaaniten Jahve, und obwohl viele der Keniten mehr oder weniger
an El Elyon, den Übergott der Religion Salems, glaubten, hielt die Mehrheit der Kanaaniten locker an ihrer
Anbetung der alten Stammesgottheiten fest. Sie waren wenig gewillt, ihre nationalen Gottheiten zugunsten
eines internationalen, wenn nicht gar interplanetarischen Gottes, aufzugeben. Ihr Sinn stand nicht nach
einer universalen Gottheit, und deshalb fuhren diese Stämme fort, ihre Stammesgottheiten anzubeten,
einschließlich Jahves und des silbernen und goldenen Kalbes, beides Symbole für die Vorstellung, die sich
die Beduinenhirten vom Geist des Sinaivulkans machten.

Die Syrer verehrten ihre eigenen Götter, aber sie glaubten auch an den Jahve der Hebräer,
denn ihre Propheten sagten zu dem syrischen König: „Ihre Götter sind Götter der Berge; deshalb waren sie
stärker als wir; aber lasst uns in der Ebene gegen sie kämpfen, und wir werden bestimmt stärker sein als
sie.“

Mit zunehmender Kultur ordnet der Mensch die geringeren Götter einer höchsten Gottheit
unter; der große Zeus lebt nur noch als Ausruf weiter. Die Monotheisten behalten ihre untergeordneten
Gottheiten bei als Geister, Dämonen, Schicksalsgötter, Meerjungfrauen, Feen, Heinzelmännchen, Zwerge,
Todesfeen und bösen Blick. Die Hebräer gingen durch den Henotheismus und glaubten lange an die
Existenz anderer Götter als Jahve, wurden aber immer überzeugter, dass diese fremden Gottheiten Jahve
untergeordnet seien. Sie anerkannten die Wirklichkeit Chemoschs, des Gottes der Amoriter, bestanden aber
darauf, dass er Jahve untergeordnet sei.

Von allen menschlichen Theorien über Gott hat die Jahve-Idee die weitaus größte
Entwicklung durchgemacht. Ihre schrittweise Evolution kann nur mit der Metamorphose des BuddhaKonzeptes in Asien verglichen werden, das am Ende zur Vorstellung vom

Universalen Absoluten geführt hat,
gerade so wie das Jahve-Konzept letztenendes zur Idee vom Universalen Vater geführt hat. Aber man sollte
die historische Tatsache würdigen, dass die Juden, während sie ihr Gottheitsbild vom Stammesgott des
Bergs Horeb in den liebenden und erbarmenden Schöpfer-Vater späterer Zeiten umgestalteten, seinen
Namen unverändert ließen; sie fuhren unbeirrt fort, dieses sich entwickelnde Gottheitskonzept Jahve zu
nennen.

2. Die semitischen Völker
Die Semiten des Ostens waren gut organisierte und straff geführte Reiter, die in die östlichen
Regionen des fruchtbaren Halbmondes einfielen und sich dort mit den Babyloniern vereinigten. Die Chaldäer
in der Nähe von Ur gehörten zu den fortgeschrittensten der östlichen Semiten. Die Phönizier waren eine
höherstehende und gut organisierte Gruppe gemischter Semiten, die den westlichen Abschnitt Palästinas
entlang der Mittelmeerküste besetzt hielt. Rassenmäßig gehörten die Semiten zu den gemischtesten Völkern
Urantias, da sie Erbfaktoren fast sämtlicher neun Weltrassen besaßen.

Immer und immer wieder kämpften sich die arabischen Semiten bis in das nördliche
Verheißene Land durch, das Land, wo „Milch und Honig floss“, aber jedes Mal wurden sie durch die besser
organisierten und höher zivilisierten nördlichen Semiten und Hethiter wieder hinausgeworfen. Später,
während einer außergewöhnlich schweren Hungersnot, betraten diese herumschweifenden Beduinen in
großer Zahl ägyptischen Boden als vertraglich verpflichtete Arbeiter für die staatlichen Bauvorhaben, nur um
dann als Sklaven wie die gewöhnlichen und unterdrückten Arbeiter des Niltals durch die bittere Erfahrung
harter täglicher Fron zu gehen.

Erst nach den Tagen Machiventa Melchisedeks und Abrahams wurden gewisse
Semitenstämme wegen ihres besonderen religiösen Glaubens Kinder Israels und später Hebräer, Juden und
„auserwähltes Volk“ genannt. Abraham war nicht der rassische Vater aller Hebräer; er war nicht einmal der
Erzeuger aller semitischen Beduinen, die in Ägypten gefangen gehalten wurden. Es ist indessen wahr, dass
seine Nachkommen, die Ägypten verließen, den Kern des späteren jüdischen Volkes bildeten; aber die große
Mehrheit der Männer und Frauen, die in die Klane Israels aufgenommen wurden, hatte sich nie in Ägypten
aufgehalten. Es waren nur Nomadengefährten, die sich dafür entschlossen, Mose Führung zu folgen, als die
Kinder Abrahams und ihre semitischen Gefährten von Ägypten kommend durch Nordarabien zogen.

Die Lehre Melchisedeks, die El Elyon, den Allerhöchsten, und den Bund der göttlichen Gunst
durch den Glauben betraf, war zur Zeit der ägyptischen Versklavung der semitischen Völker, die in Kürze die
hebräische Nation bilden sollten, weitgehend der Vergessenheit anheim gefallen. Aber während der ganzen
Dauer ihrer Gefangenschaft hielten diese arabischen Nomaden einen Rest traditionellen Glaubens an Jahve
als ihre Rassengottheit aufrecht.

Jahve wurde von über hundert getrennten arabischen Stämmen verehrt, und abgesehen von
dem in Spuren vorhandenen El Elyon-Konzept Melchisedeks, das in den gebildeteren Klassen Ägyptens
einschließlich der gemischten hebräisch-ägyptischen Linien überdauerte, war die Religion der großen Masse
der gefangenen hebräischen Sklaven eine abgeänderte Version des alten Jahve-Rituals mit Magie und
Opfern.

3. Der unvergleichliche Moses
Die Entwicklung der hebräischen Konzepte und Ideale von einem Höchsten Schöpfer beginnt
mit dem Auszug der Semiten aus Ägypten unter dem großen Führer, Lehrer und Organisator Moses. Seine
Mutter gehörte der königlichen Familie Ägyptens an; sein Vater war ein semitischer Verbindungsoffizier
zwischen der Regierung und den gefangenen Beduinen. Moses besaß also Eigenschaften aus höheren
rassischen Quellen; seine Ahnenschaft war in so hohem Grade vermischt, dass es unmöglich ist, ihn
irgendeiner rassischen Gruppe zuzurechnen. Wäre er nicht ein solcher Mischtyp gewesen, hätte er nie die
außergewöhnliche Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit an den Tag gelegt, welche ihn zur Führung jener
buntscheckigen Horde befähigte, die sich schließlich den unter seinem Kommando aus Ägypten in die
arabische Wüste geflohenen semitischen Beduinen zugesellte.

Den Verlockungen der Kultur des Königreichs am Nil zum Trotz entschloss sich Moses, sein
Los mit dem Volk seines Vaters zu teilen. Zu der Zeit, als dieser große Organisator seine Pläne für die
schließliche Befreiung des Volkes seines Vaters schmiedete, besaßen die gefangenen Beduinen kaum eine
dieses Namens würdige Religion; sie waren praktisch ohne wahre Gottesvorstellung und ohne Hoffnung in
der Welt.

Kein Führer hat es je unternommen, eine verlorenere, niedergeschlagenere, hoffnungslosere
und unwissendere Schar menschlicher Wesen zu reformieren und aufzurichten. Aber diese Sklaven besaßen
in ihren Erbanlagen verborgene Entwicklungsmöglichkeiten, und es fanden sich unter ihnen gebildete Führer
in genügender Zahl, die von Moses in Vorbereitung auf den Tag der Erhebung und die Stunde der Freiheit
eingearbeitet worden waren, so dass sie ein Korps fähiger Organisatoren bildeten. Man hatte sich dieser
höher stehenden Männer als einheimischer Aufseher ihres Volkes bedient; sie hatten einige Bildung erhalten
dank Moses Einfluss bei den Herrschenden Ägyptens.

Moses bemühte sich, die Freiheit seiner semitischen Brüder auf diplomatischem Wege zu
erreichen. Er und sein Bruder gelangten mit dem König Ägyptens zu einer Übereinkunft, laut welcher sie die
Erlaubnis erhielten, das Niltal friedlich zu verlassen und in die arabische Wüste zu ziehen. Sie sollten als
Abschiedsgeschenk für ihren langen Dienst in Ägypten eine bescheidene Bezahlung in Geld und Gütern
erhalten. Die Hebräer verpflichteten sich ihrerseits, zu den Pharaonen freundliche Beziehungen zu
unterhalten und sich keiner Allianz gegen Ägypten anzuschließen. Aber der König hielt es später für
angebracht, den Vertrag umzustoßen, wobei er als Beweggrund vorschob, seine Spione hätten unter den
Beduinensklaven Illoyalität entdeckt. Er behauptete, sie wollten die Freiheit nur, um in die Wüste zu gehen
und dort die Nomaden gegen Ägypten zu organisieren.

Aber Moses ließ sich nicht entmutigen; er wartete den richtigen Augenblick ab, und nach
weniger als einem Jahr, als die militärischen Kräfte Ägyptens voll damit beschäftigt waren, gleichzeitig dem
Ansturm von aus dem Süden vorstoßenden Lybiern und einer griechischen Schiffsinvasion aus dem Norden
zu widerstehen, führte dieser unerschrockene Organisator seine Landsleute in einer spektakulären
nächtlichen Flucht aus Ägypten. Dieser kühne Sprung in die Freiheit wurde sorgfältig geplant und gewandt
ausgeführt. Und sie waren erfolgreich, obwohl ihnen der Pharao und eine kleine Abteilung von Ägyptern
dicht auf den Fersen folgten, dabei aber von den sich verteidigenden Flüchtlingen sämtlich vernichtet
wurden und eine große Beute zurückließen, die noch vermehrt wurde durch die Plünderungen der
vorrückenden Scharen befreiter Sklaven auf ihrem Weg nach ihrer angestammten Heimat in der Wüste.

4. Die Verkündigung Jahves
Die Entwicklung und Erhabenheit der mosaischen Lehre hat fast die Hälfte der ganzen Welt
beeinflusst und tut es im zwanzigsten Jahrhundert immer noch. Während Moses mit der fortgeschritteneren
ägyptischen religiösen Philosophie vertraut war, wussten die Beduinensklaven kaum etwas von solchen
Lehren, aber sie hatten den Gott des Berges Horeb, den ihre Vorfahren Jahve genannt hatten, nie ganz
vergessen.

Moses hatte von den Lehren Machiventa Melchisedeks sowohl durch seinen Vater wie durch
seine Mutter erfahren, denn der beiden gemeinsame religiöse Glaube war die Erklärung für diese
ungewöhnliche Verbindung zwischen einer Frau königlichen Blutes und einem einer gefangenen Rasse
angehörenden Mann. Mose Schwiegervater war ein kenitischer Verehrer El Elyons, aber die Eltern des
Befreiers glaubten an El Schaddai. Moses wurde also als ein El Schaddaist aufgezogen; unter dem Einfluss
seines Schwiegervaters wurde er El Elyonist; und bis zu der Zeit, als die Hebräer nach ihrer Flucht aus
Ägypten am Berg Sinai lagerten, hatte er sich ein neues und erweitertes (aus all seinen vorhergehenden
Glaubensvorstellungen bezogenes) Gottheitskonzept ausgedacht, das er sich weise entschloss, seinem Volk
als erweitertes Konzept seines alten Stammesgottes Jahve zu verkünden.

Moses hatte versucht, diese Beduinen die Idee El Elyons zu lehren, aber noch vor dem Auszug
aus Ägypten war er zu der Überzeugung gelangt, dass sie diese Vorstellung nie recht verstehen würden.
Deshalb entschied er sich vorsätzlich für die Kompromisslösung, ihren Stammesgott der Wüste zu
übernehmen und ihn zu dem einen und einzigen Gott seiner Gefolgsleute zu machen. Moses lehrte nicht
ausdrücklich, dass andere Völker und Nationen nicht auch andere Götter haben könnten, aber er hielt,
insbesondere gegenüber den Juden, entschieden daran fest, dass Jahve über allen anderen stehe. Aber
immer litt er unter der misslichen Lage, dass er versuchen musste, diesen unwissenden Sklaven seine neue
und höhere Gottheitsidee unter der Maske der alten Bezeichnung Jahve darzubieten, der immer im
goldenen Kalb der Beduinenstämme symbolisiert worden war.

Die Tatsache, dass Jahve der Gott der fliehenden Hebräer war, erklärt, weshalb sie so lange
vor dem heiligen Berg des Sinai verweilten und weshalb sie dort die zehn Gebote erhielten, die Moses im
Namen Jahves, des Gottes des Horeb, verkündete. Während dieses langen Aufenthaltes vor dem Sinai
wurde das religiöse Zeremoniell des sich neu entwickelnden hebräischen Kultes weiter vervollkommnet.

Es scheint nicht, dass es Moses jemals gelungen wäre, seine ziemlich fortschrittliche
zeremonielle Gottesverehrung einzuführen und seine Gefolgsleute während eines Vierteljahrhunderts
zusammenzuhalten, wenn es nicht zu einem heftigen Ausbruch des Horebs in der dritten Woche ihres
andächtigen Aufenthaltes an seinem Fuße gekommen wäre. „Der Berg Jahves verzehrte sich in Feuer und
der Rauch stieg auf wie Rauch aus einem Schmelzofen, und der ganze Berg bebte gewaltig.“ Angesichts
dieser Naturkatastrophe ist es nicht verwunderlich, dass Moses seinen Brüdern die Lehre einhämmern
konnte, ihr Gott sei „mächtig, schrecklich, ein verzehrendes Feuer, furchterregend und allmächtig“.

Moses verkündete, dass Jahve der Herr Gott Israels sei, der die Hebräer als sein auserwähltes
Volk ausgesucht habe; er war dabei, eine neue Nation aufzubauen, und er gab seinen religiösen Lehren
wohlweislich einen nationalistischen Anstrich, wobei er seinen Anhängern sagte, dass Jahve ein harter
Arbeitgeber, ein „eifersüchtiger Gott“, sei. Aber nichtdestoweniger versuchte er, ihre Vorstellung von
Göttlichkeit zu erweitern, wenn er sie lehrte, dass Jahve der „Gott der Geiste alles Fleisches“ sei, und wenn
er sagte: „Der ewige Gott ist eure Zuflucht, und unter euch sind seine ewigen Arme.“ Moses lehrte, dass
Jahve ein Gott sei, der Verträge einhalte; dass er „euch nicht verlassen, noch euch vernichten oder den
Bund eurer Väter vergessen wird, denn der Herr liebt euch und wird den Eid nicht vergessen, den er euren
Vätern geschworen hat“.

Moses unternahm eine heroische Anstrengung, Jahve zu der Würde einer höchsten Gottheit
zu erheben, wenn er ihn darstellte als den „Gott der Wahrheit und ohne Falsch, gerecht und gerade in all
seinem Tun“. Und doch machte es trotz dieser erhabenen Lehre das begrenzte Verständnis seiner Anhänger
nötig, von Gott als von einem Wesen nach dem Bilde des Menschen zu sprechen, das Anfällen von Unmut,
Zorn und Strenge unterworfen war, das sogar rachsüchtig und durch menschliches Verhalten leicht
beeinflussbar war.

Durch Mose Lehrtätigkeit wurde aus Jahve, diesem Naturgott eines Stammes, der Herr Gott
Israels, der ihnen durch die Wüste und schließlich sogar ins Exil folgte, wo man sich ihn sehr bald als den
Gott aller Völker dachte. Die spätere Gefangenschaft, die die Juden in Babylon versklavte, befreite endlich
das sich entwickelnde Konzept Jahves, der nun die monotheistische Rolle des Gottes aller Nationen
übernahm.

Der ganz einmalige und erstaunliche Aspekt der religiösen Geschichte der Hebräer ist diese
ununterbrochene Entwicklung des Gottheitskonzeptes vom primitiven Gott des Bergs Horeb über die Lehren
ihrer aufeinander folgenden geistigen Führer bis zu der hohen Entwicklungsstufe, die in den
Gottheitsvorstellungen der beiden Jesajas zum Ausdruck kommt, die das wundervolle Konzept des
liebenden und erbarmenden Schöpfer-Vaters verkündeten.

5. Die Lehren Mose
Moses war eine außergewöhnliche Kombination aus militärischem Führer, sozialem Organisator
und religiösem Lehrer. Er war der wichtigste einzelne Lehrer und Führer der Welt zwischen Machiventa und
Jesus. Moses versuchte, in Israel viele Reformen einzuführen, von denen es keine Kunde mehr gibt. Im
Laufe eines einzigen Menschenlebens führte er die vielsprachige Horde der so genannten Hebräer hinaus
aus Sklaverei und unzivilisiertem Herumziehen und legte den Grund zu der späteren Geburt einer Nation
und zum Fortdauern einer Rasse.

Von Mose großem Werk ist deshalb so wenig überliefert, weil die Hebräer zur Zeit des Exodus
keine geschriebene Sprache besaßen. Der Bericht über die Zeit Mose und seine Taten wurde den
Überlieferungen entnommen, die mehr als tausend Jahre nach dem Tod des großen Führers noch
vorhanden waren.

Viele der Fortschritte, die Moses gegenüber der Religion der Ägypter und der levantinischen
Nachbarstämme machte, waren den kenitischen Überlieferungen aus der Zeit Melchisedeks zu verdanken.
Ohne das, was Machiventa Abraham und seine Zeitgenossen gelehrt hatte, hätten die Hebräer Ägypten in
hoffnungsloser Finsternis verlassen. Moses und sein Schwiegervater Jethro sammelten die Reste des aus
den Tagen Melchisedeks Überlieferten, und diese Lehren verbunden mit dem Wissen der Ägypter leiteten
Moses, als er für die Israeliten eine verbesserte Religion mit verbesserten Riten schuf. Moses war ein
Organisator; er wählte in Religion und Sitten Ägyptens und Palästinas das Beste aus, und indem er diese
Praktiken mit den überlieferten Lehren Melchisedeks verband, schuf er das zeremonielle Anbetungssystem
der Hebräer.

Moses glaubte an die Vorsehung; er war vollkommen durchdrungen von den ägyptischen
Lehren betreffend die übernatürliche Lenkung des Nils und der anderen Naturkräfte. Er hatte eine
großartige Sicht Gottes, aber er war vollkommen aufrichtig, wenn er die Hebräer lehrte, dass wenn sie Gott
gehorchten, „Er euch lieben, segnen und vermehren wird. Er wird vermehren die Frucht eures Schoßes und
die Frucht eures Landes – Korn, Wein, Öl und eure Herden. Ihr sollt über alle anderen Völker gesegnet sein,
und der Herr euer Gott wird alle Krankheit von euch nehmen und keine der schlimmen Leiden Ägyptens
über euch bringen.“ Er sagte sogar: „Denkt an den Herrn euren Gott, denn er ist es, der die Macht gibt,
Reichtum zu gewinnen.“ „Ihr sollt vielen Nationen leihen, aber ihr sollt nicht borgen. Ihr werdet über viele
Nationen regieren, aber sie sollen nicht über euch regieren.“

Aber es war wirklich mitleiderregend, zusehen zu müssen, wie Moses, dieser große Geist,
versuchte, seine erhabene Auffassung von El Elyon, dem Allerhöchsten, dem Verständnis der unwissenden
und analphabetischen Hebräer anzupassen. Die um ihn versammelten Führer donnerte er an: „Der Herr
euer Gott ist ein einziger Gott; es gibt keinen anderen neben ihm“, während er der bunten Menge
gegenüber erklärte: „Welcher unter allen Göttern gleicht eurem Gott?“ Moses bezog tapfer und teilweise
erfolgreich Stellung gegen Fetische und Götzendienerei; er erklärte: „Ihr saht keine Gestalt am Tage, da
euer Gott am Horeb mitten aus dem Feuer zu euch sprach.“ Er verbot auch die Anfertigung von
Standbildern jeglicher Art.

Moses hatte Bedenken, Jahves Barmherzigkeit zu verkünden. Er zog es vor, sein Volk mit
heiliger Furcht vor der Gerechtigkeit Gottes zu erfüllen, und er sagte: „Der Herr euer Gott ist der Gott der
Götter und der Herr der Herrn, ein gewaltiger Gott, ein mächtiger und schrecklicher Gott, der des Menschen
nicht achtet.“ Und wiederum versuchte er, die turbulenten Klane unter Kontrolle zu behalten, wenn er
erklärte: „Euer Gott tötet, wenn ihr ihm nicht gehorcht; er heilt und schenkt Leben, wenn ihr ihm
gehorcht.“ Aber Moses lehrte diese Stämme, dass sie das auserwählte Volk Gottes nur unter der Bedingung
werden würden, „dass sie all seine Gebote hielten und all seinen Gesetzen gehorchten“.

In dieser frühen Zeit wurden die Hebräer kaum etwas über Gottes Barmherzigkeit gelehrt. Sie
hörten von Gott als „dem Allmächtigen; der Herr ist ein Mann des Krieges, ein Gott der Schlachten, herrlich
an Macht, der seine Feinde in Stücke haut.“ „Der Herr euer Gott geht mitten im Heerlager umher, um euch
zu befreien.“ Die Israeliten dachten sich ihren Gott als einen, der sie liebte, aber auch als einen, der
„Pharaos Herz verhärtete“ und „ihre Feinde verfluchte“.

Obwohl Moses die Kinder Israels flüchtige Blicke auf eine universale und wohltätige Gottheit
werfen ließ, war ihr alltägliches Jahvebild im Ganzen dasjenige eines Gottes, der nur wenig besser als die
Stammesgötter der umliegenden Völker war. Ihr Gotteskonzept war primitiv, roh und anthropomorph; als
Moses verschied, kehrten diese Beduinenstämme rasch zu den halbbarbarischen Ideen von ihren alten
Göttern des Horeb und der Wüste zurück. Die erweiterte und erhabene Gottesvision, die Moses seinen
Führern dann und wann vorlegte, wurde rasch aus den Augen verloren, während sich das Volk überwiegend
wieder der Anbetung seiner goldenen Fetischkälber, dem Jahvesymbol der palästinensischen Hirten,
zuwandte.

Als Moses Josua die Führung der Hebräer übertrug, hatte er bereits Tausende von indirekten
Nachkommen Abrahams, Nahors, Lots und anderer aus verwandten Stämmen um sich geschart und sie mit
der Peitsche zu einer Nation von Hirtenkriegern gemacht, die fähig war, sich selbst zu erhalten und sich
teilweise selbst zu regieren.

6. Das Gotteskonzept nach Mose Tod
Nach Mose Tod verkümmerte sein erhabenes Jahve-Konzept rasch. Josua und die Führer
Israels fuhren fort, die mosaische Tradition vom allweisen, wohltätigen und allmächtigen Gott zu bewahren,
aber das gemeine Volk kehrte rasch zur älteren Jahve-Idee der Wüste zurück. Und diese rückläufige
Tendenz des Gottheitskonzepts beschleunigte sich unter der Herrschaft der verschiedenen aufeinander
folgenden Stammesscheichs, der so genannten Richter.

Der Zauber der außergewöhnlichen Persönlichkeit des Moses hatte in den Herzen seiner
Gefolgsleute die Inspiration einer sich erweiternden Gottesvorstellung lebendig erhalten; aber als sie einmal
die fruchtbaren Landstriche Palästinas erreicht hatten, verwandelten sie sich rasch aus nomadisierenden
Hirten in sesshafte und einigermaßen ruhige Ackerbauern. Und diese Entwicklung der Lebensgewohnheiten
und diese Veränderung des religiösen Standpunktes verlangten einen mehr oder weniger vollständigen
Wechsel in ihrer Art, sich das Wesen ihres Gottes Jahve vorzustellen. Während der Zeiten der beginnenden
Verwandlung des unnahbaren, groben, anspruchsvollen und donnernden Wüstengottes vom Sinai in das
später erscheinende Konzept eines Gottes der Liebe, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit verloren die Hebräer
Mose erhabene Lehren fast aus den Augen. Sie waren nahe daran, jede Idee von Monotheismus zu
verlieren; sie begaben sich beinah ihrer Chance, das Volk zu werden, das in der geistigen Evolution
Urantias als unentbehrliches Bindeglied dienen sollte, die Gruppe, die Melchisedeks Lehre vom einen Gott
bis in die Tage der Inkarnation eines sich selbst hingebenden Sohnes des Vaters aller bewahren sollte.

Verzweifelt versuchte Josua, in den Stammesangehörigen die Vorstellung von einem höchsten
Gott am Leben zu halten, weshalb er verkündigen ließ: „Wie ich mit Mose war, will ich auch mit euch sein;
ich lasse euch nicht im Stich und verlasse euch nicht.“ Josua fand es nötig, seinem ungläubigen Volk ein
strenges Evangelium zu predigen, da es nur allzu willig war, an seine alte, angestammte Religion zu
glauben, aber unwillig, in der Religion des Glaubens und der Rechtschaffenheit voranzugehen. Das
Leitmotiv der Unterweisung Josuas wurde: „Jahve ist ein heiliger Gott; er ist ein eifersüchtiger Gott; er wird
weder eure Übertretungen, noch eure Sünden vergeben.“ Das höchste Konzept dieser Zeit stellte Jahve als
einen „Gott der Macht, des Gerichts und der Gerechtigkeit“ dar.

Aber auch in diesem dunklen Zeitalter erhob sich dann und wann ein einsamer Lehrer, der das
mosaische Konzept der Göttlichkeit verkündete: „Ihr Kinder der Gottlosigkeit könnt dem Herrn nicht dienen,
denn er ist ein heiliger Gott.“ „Sollte der sterbliche Mensch gerechter sein als Gott? Sollte ein Mensch reiner
sein als sein Schöpfer?“ „Könnt ihr Gott durch Suchen ausfindig machen? Könnt ihr den vollkommenen
Allmächtigen ergründen? Siehe da! Gott ist groß, und wir kennen ihn nicht. Was den Allmächtigen betrifft,
so können wir ihn nicht ausfindig machen.“
7. Die Psalmen und das Buch Hiob

Unter der Führung ihrer Scheichs und Priester wurden die Hebräer in Palästina einigermaßen
sesshaft. Aber sie glitten bald wieder in den verdunkelten Glauben der Wüste zurück und wurden durch die
weniger fortgeschrittenen religiösen Praktiken der Kanaaniten angesteckt. Sie wurden götzendienerisch und
ausschweifend, und ihre Gottheitsidee fiel tief unter die ägyptischen und mesopotamischen Gotteskonzepte
hinab, die von bestimmten überlebenden Gruppen Salems aufrechterhalten wurden und in einigen Psalmen
und im so genannten Buch Hiob festgehalten sind.

Die Psalmen sind das Werk von etwa zwanzig oder mehr Verfassern; ägyptische und
mesopotamische Lehrer haben viele von ihnen geschrieben. In jenen Zeiten, als man in der Levante die
Naturgötter verehrte, gab es immer noch eine stattliche Anzahl von Menschen, die an die alles überragende
Stellung El Elyons, des Allerhöchsten, glaubten.

Keine Sammlung religiöser Schriften drückt solch einen Reichtum an Hingabe und
inspirierenden Ideen über Gott aus wie das Buch der Psalmen. Und es wäre sehr hilfreich, wenn man sich
beim sorgfältigen Durchlesen dieser wundervollen Sammlung andächtiger Literatur die Quelle und die
zeitliche Stellung jeder einzelnen Hymne des Lobes und der Anbetung eingedenk dessen vergegenwärtigen
könnte, dass keine andere einzelne Sammlung sich über einen derart langen Zeitraum erstreckt. Das Buch
der Psalmen ist die Niederschrift der verschiedenen Vorstellungen, die sich die überall in der Levante an die
Religion Salems Glaubenden von Gott machten, und es umfasst den ganzen Zeitraum von Amenemope bis
Jesaja. In den Psalmen wird Gott in allen Auffassungsphasen dargestellt, von der kruden Idee einer
Stammesgottheit bis zu dem gewaltig erweiterten Ideal der späteren Hebräer, worin Jahve als ein liebender
Herrscher und erbarmungsvoller Vater geschildert wird.

Und wenn man sie unter diesem Blickwinkel betrachtet, bildet diese Psalmensammlung die
wertvollste und hilfreichste Auswahl hingebungsvoller Gefühle, die von Menschen bis hinab ins zwanzigste
Jahrhundert je zusammengetragen wurde. Der andachtsvolle Geist dieser Hymnensammlung übersteigt den
aller anderen heiligen Bücher der Welt.

Das im Buch Hiob gezeigte vielgesichtige Bild der Gottheit war die Frucht einer sich über fast
dreihundert Jahre erstreckenden Arbeit von mehr als zwanzig religiösen Lehrern Mesopotamiens. Und wenn
ihr beim Lesen der erhabenen Auffassung der Göttlichkeit begegnet, die man in dieser Sammlung
mesopotamischer Glaubensvorstellungen findet, werdet ihr erkennen, dass die Idee eines wirklichen Gottes
während Palästinas dunklen Tagen am reinsten in der Nähe von Ur in Chaldäa bewahrt wurde.

Gottes Weisheit und alles durchdringende Gegenwart wurden in Palästina oft erfasst, aber nur
selten seine Liebe und Barmherzigkeit. Der Jahve dieser Zeiten „sendet böse Geister aus, damit sie die
Seelen seiner Feinde beherrschten“; er lässt seine eigenen und gehorsamen Kinder gedeihen, während er
alle anderen verwünscht und entsetzliches Gericht über sie bringt. „Er macht die Pläne der Schlauen
zunichte; die Klugen verfängt er in ihrer eigenen Arglist.“

In Ur allein ließ sich eine Stimme vernehmen, die Gottes Barmherzigkeit mit den Worten
hinausrief: „Er wird zu Gott beten und bei ihm Gnade finden und mit Freude sein Angesicht sehen, denn
Gott wird dem Menschen göttliche Rechtschaffenheit geben.“ So wird nun von Ur aus die Errettung, die
göttliche Gunst durch den Glauben, gepredigt: „Er ist dem Reuevollen gnädig und sagt: ‚Befreie ihn vom
Gang zur Hölle, denn ich habe ein Lösegeld gefunden.‘ Wenn jemand sagt: ‚Ich habe gesündigt und
verdreht, was gerade war, und es hat mir nichts gebracht‘, wird Gott seine Seele vom Gang zur Hölle
befreien, und er wird das Licht sehen.“ Nie seit Melchisedeks Zeiten hatte die levantinische Welt eine solch
vibrierende und ermutigende Botschaft menschlicher Errettung gehört wie diese außergewöhnlichen Lehren
Elihus, des Propheten von Ur und Priesters der Salemgläubigen, d. h. des Rests der einstigen Kolonie
Melchisedeks in Mesopotamien.

Auf diese Weise unterhielten die Überreste der Missionare Salems in Mesopotamien während
der Periode der Desorganisation der hebräischen Völkerschaften das Licht der Wahrheit bis zum Erscheinen
des ersten in jener langen Reihe von Lehrern Israels, die unermüdlich Konzept um Konzept aufbauten, bis
sie das Ideal vom Universalen und Schöpfervater aller, den Gipfel in der Evolution des Jahvekonzeptes,
erreicht hatten.

...

Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Mo 21. Jan 2019, 21:21 
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Tunnelmensch
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Vorwort:
Es geht in diesem Thread eigentlich nicht um Spiritualität, aber das wurde hier mit meinem Anliegen schon lang vermischt. Stoert mich auch nicht und deshalb will ich antworten.

Haupttext:
Frisch geduscht und muede vom"Job", kuschle ich mich immer erst mal mit Wärmflasche ins Bett, bis mir richtig warm ist und nehme mir die Foren vor.
Ich habe deinen Text angelesen und schnell gemerkt das ich einerseits wohl zu dumm bin zu begreifen und das es nicht wirklich interessant ist.
Ein scrollen zeigte mir, das ich erst mal Abendbrot essen sollte bevor ich weiter lese.
Gesagt, getan!
Hmm, erst mal muss ich aber wissen um was es überhaupt geht. Wer ist dieser Machiavelli Melchisedek überhaupt? Gurgel bringt mich nicht weiter, aber wirft eine neue Frage auf. Was ist Urantia?
Wieder Gurgel und ich lese wieder an. Brauch auch nicht lange lesen bis ich weiss woran ich bin. Ein Glück dass ich diesen Text hier nicht durchgelesen habe.
Du hättest genauso gut fragen können was wir von Scientology halten.
Trotzdem antworte ich: Die menschliche Dummheit ist eben unendlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Di 22. Jan 2019, 10:05 
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Ja, so etwa ging es mir auch. Trotzdem hat es mich nicht losgelassen, es ist sehr interessant zu lesen. Ist vielleicht so wie Star Trek.

Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Di 22. Jan 2019, 10:16 
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Tunnelmensch
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1 gott ist nun mal billiger als 100 götter, 10 fliegen mit einer klappe....nennt sich steigerung der produktivität und war vorläufer der ökonomie

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Di 22. Jan 2019, 21:49 
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Tunnelmensch
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Ach Silvi, wenn jeder Gott ein Aufgabengebiet hat, kann er sich doch viel intensiver darum kümmern. Stell dir vor, Merkel müsste die Jobs ihrer Minister noch mit machen. Da bleibt doch die Ökonomie auf der Strecke.

Frank, vielleicht schaff ich diesen Schwulst ja mal durchzulesen. Mich hat der Anfang nicht fasziniert.
Mir fallen schon wieder die Kluesen zu.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Mi 23. Jan 2019, 00:16 
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Hat Merkel sich um ihren Job intensiv gekümmert weil sie nicht die Jobs der Minister mitmachen musste ?
Oder war der Job eher zum Gotterbarmen ( um irgendwie aufs Thema zu kommen ;) )

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Mi 23. Jan 2019, 20:32 
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Tunnelmensch
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Spencer hat geschrieben:
Hat Merkel sich um ihren Job intensiv gekümmert weil sie nicht die Jobs der Minister mitmachen musste ?
Oder war der Job eher zum Gotterbarmen ( um irgendwie aufs Thema zu kommen ;) )

Natürlich ist Merkel die Totengräberin Deutschlands. Einen Job im Sinne ihres Eides macht sie nicht. Aber du Weisst was ich meine.
Jahwe war früher nur ein Wettergott. Jetzt, wo er fuer alles zustaendig ist, laeuft gar nichts mehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Sa 2. Feb 2019, 16:40 
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Megalitiker hat geschrieben:
Ich kann keine Filme anschauen.
Als die Leviten das halbe Volk ausgelöscht haben und die Israeliten mordend und plündernd durchs gelobte Land gezogen sind, da hatte Gott wohl seine liebende Väterlichkeit grad vergessen.

"Wenn Gott die Ungerechtigkeit beseitigen würde und der Mensch stellt die Ungerechtigkeit wieder her, dann wäre Gott nur noch beschäftigt. Glaubt Ihr, Gott lässt sich verarschen?.."?

Das Buch der Sprüche in der Bibel ist unglaublich lehrreich.

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Ich komme in Ländern mit Hitze gut klar, mit Kälte niemals.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: Sa 2. Feb 2019, 17:40 
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Schamane
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@Andreas50,
Wat> steht in der Bibel tatsächlich das Wort "verarschen" im Sprüche-Kapitel? :lupe:
Naja,Sprüche-kloppen können die Betbrüder...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Bibel
BeitragVerfasst: So 10. Feb 2019, 19:43 
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Tunnelmensch
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Andreas50 hat geschrieben:
Megalitiker hat geschrieben:
Ich kann keine Filme anschauen.
Als die Leviten das halbe Volk ausgelöscht haben und die Israeliten mordend und plündernd durchs gelobte Land gezogen sind, da hatte Gott wohl seine liebende Väterlichkeit grad vergessen.

"Wenn Gott die Ungerechtigkeit beseitigen würde und der Mensch stellt die Ungerechtigkeit wieder her, dann wäre Gott nur noch beschäftigt. Glaubt Ihr, Gott lässt sich verarschen?.."?

Das Buch der Sprüche in der Bibel ist unglaublich lehrreich.

Nee, Gott laesst sich nicht verarschen. Der verarscht nur.

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